4. Abstände

Das finale Layout der Seite wird von drei Faktoren bestimmt: dem Layout der Seite, den Zeilenumbrüchen und der Platzverteilung. Jeder Faktor beeinflusst auch die anderen mit. Die Wahl der Platzverteilung entscheidet, wie eng die Notensysteme gesetzt werden. Das wiederum hat Einfluss auf die gewählten Zeilenumbrüche und letztendlich also auch darauf, wieviele Seiten ein Stück beansprucht.

Die Verteilung der Musik auf der Seite geschieht grob gesagt in vier Schritten. Zuerst werden flexible Entfernungen („springs“) gewählt, die auf den Notendauern basieren. Alle möglichen Zeilenumbrüche werden getestet und ein „Schlechtigkeitsscore“ für die Umbrüche erstellt. Danach wird die mögliche Höhe eines Systems ermittelt und schließlich wird eine bestimmte Kombination aus Seiten- und Zeilenumbruch ausgewählt, sodass weder die horizontale noch die vertikale Platzverteilung zu eng oder zu weit gesetzt wird.

Einstellungen, die das Layout beeinflussen, können in zwei Umgebungen gesetzt werden: in der \paper {...}- und der \layout {...}-Umgebung. Die \paper-Umgebung enthält Einstellungen des Seitenlayouts, die für alle Partituren innerhalb eines \book die gleichen sein sollen, wie etwa Papierhöhe oder ob Seitenzahlen ausgegeben werden sollen. Siehe Seitenlayout. Die \layout-Umbegung enthält Layouteinstellungen der Partitur selber, wie etwa die Zahl der Systeme oder den Platz zwischen Systemgruppen usw. Siehe Partiturlayout.


LilyPond – Notationsreferenz v2.24.4 (stabiler Zweig).