Notationbenchmark

Eine flexible Architektur ist notwendig für guten Notensatz. Aber sie ist leider nicht ausreichend. Nur eine sehr sorgfältige Imitation eines gedruckten Notenblattes kann ein gutes Ergebnis bringen. Zu Anfang schlugen wir vor, den Notensatz eines Programmes mit einem handgravierten Satz zu vergleichen. Mit genau dieser Technik machen auch wir uns daran, LilyPond zu polieren. Es ist sozusagen eine Benchmark-Technik: Die Qualität der Arbeit des Programmes wird im Vergleich mit einer festgelegten Größe gemessen.

Hier sind Teile eines Benchmark-Stückes zu sehen. Zuerst die Vergleichsedition (Bärenreiter BA 350), darunter dann der Satz von LilyPond Version 1.4:

Bärenreiter

LilyPond 1.4

Das Ergebnis von LilyPond ist schon gut zu lesen, und für viele Leute würde es wohl auch ausreichen. Aber der genauere Vergleich mit dem handgravierten Beispiel enthüllt viele Fehler in den Satzdetails:

(Und außerdem fehlten einige Noten in der ursprünglichen Version von LilyPond.)

Indem wir uns der relevanten Algorithmen, Einstellungen und Schriftartenformen annahmen, konnten wir das Ergebnis verbessern. Der Satz von LilyPond Version 1.8 findet sich unten. Auch wenn es sich immer noch nicht um einen Klon der Referenzversion handelt, hat der Satz doch schon fast Publikationsqualität.

LilyPond 1.8

Bärenreiter

Ein anderes Beispiel für diesen Benchmark-Test für die Programmversion 2.1x ist ein Schubert-Lied.

Weiter: Einzigartige Eigenschaften, mit denen LilyPond brilliert


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