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GNU LilyPond — Notation Reference
Das Notensatzprogramm
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Diese Datei dokumentiert GNU LilyPond.
Copyright 1999–2009 bei den Autoren.
The translation of the following copyright notice is provided for courtesy to non-English speakers, but only the notice in English legally counts.
Die Übersetzung der folgenden Lizenzanmerkung ist zur Orientierung für Leser, die nicht Englisch sprechen. Im rechtlichen Sinne ist aber nur die englische Version gültig.
Es ist erlaubt, dieses Dokument unter den Bedingungen der GNU Free Documentation Lizenz (Version 1.1 oder spätere, von der Free Software Foundation publizierte Versionen, ohne Invariante Abschnitte), zu kopieren, verbreiten und/oder zu verändern. Eie Kopie der Lizenz ist im Abschnitt “GNU Free Documentation License” angefügt.
Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the GNU Free Documentation License, Version 1.1 or any later version published by the Free Software Foundation; with no Invariant Sections. A copy of the license is included in the section entitled “GNU Free Documentation License”.
Das ist das Benutzerhandbuch für GNU LilyPond Version 2.12.3. Für einen Überblick über die gesamte Dokumentation von LilyPond und die Intention dieses Handbuchs siehe Über die Dokumentation.
Mehr Information unter http://www.lilypond.org/. Auf der Internetseite finden sich Kopien dieser und anderer Dokumentationsdateien.
Wir wollen dieses Programm allen Freunden widmen, die wir durch die Musik kennengelernt haben.
Han-Wen und Jan
| 1. Musikalische Notation | Allgemeine Notation von Musik. | |
| 2. Spezielle Notation | Notation, die nur für spezielle Zwecke eingesetzt wird. | |
| 3. Allgemeine Eingabe und Ausgabe | Allgemeine Information über die Quelldateien von LilyPond. | |
| 4. Abstände | Anzeige der Ausgabe auf dem Papier. | |
| 5. Standardeinstellungen verändern | Das Notenbild verfeinern. | |
| 6. Schnittstellen für Programmierer | Benutzung für Experten. | |
Anhänge | ||
|---|---|---|
| A. Literatur | Wichtige Literatur über die Notation. | |
| B. Notationsübersicht | Tabellen und Grafiken. | |
| C. Befehlsübersicht | Überblick über die LilyPond-Syntax. | |
| D. GNU Free Documentation License | Die Lizenz dieses Handbuchs. | |
| E. Index der LilyPond-Befehle | ||
| F. LilyPond-Index | ||
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| [ < Top ] | [ Nach oben : Top ] | [ Tonhöhen > ] | ||
1. Musikalische Notation
Dieses Kapitel erklärt, wie die Notation von Musik erstellt wird.
| 1.1 Tonhöhen | Tonhöhen von Noten notieren und darstellen. | |
| 1.2 Rhythmus | Tondauern von Noten notieren und darstellen. | |
| 1.3 Ausdrucksbezeichnungen | Vortragsbezeichnungen zu Noten hinzufügen. | |
| 1.4 Wiederholungszeichen | Noten wiederholen. | |
| 1.5 Gleichzeitig erscheinende Noten | Mehr als eine Note gleichzeitig. | |
| 1.6 Notation auf Systemen | Notensysteme darstellen. | |
| 1.7 Anmerkungen | Besondere Notation, um die Lesbarkeit zu verbessern. | |
| 1.8 Text | Text zur Partitur hinzufügen. |
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| [ < Musikalische Notation ] | [ Nach oben : Musikalische Notation ] | [ Tonhöhen setzen > ] | ||
1.1 Tonhöhen
Dieser Abschnitt zeigt, wie man die Tonhöhe notieren kann. Es gibt drei Stufen in diesem Prozess: Eingabe, Veränderung und Ausgabe.
| 1.1.1 Tonhöhen setzen | ||
| 1.1.2 Viele Tonhöhen gleichzeitig verändern | ||
| 1.1.3 Tonhöhen anzeigen lassen | ||
| 1.1.4 Notenköpfe |
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Tonhöhen ] | [ Nach oben : Tonhöhen ] | [ Absolute Oktavenbezeichnung > ] | ||
1.1.1 Tonhöhen setzen
Dieser Abschnitt zeigt, wie man Tonhöhen notiert. Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten, Noten in bestimmten Oktaven zu notieren: den absoluten und den relativen Modus. In den meisten Fällen eignet sich der relative Modus besser.
| Absolute Oktavenbezeichnung | ||
| Relative Oktavenbezeichnung | ||
| Versetzungszeichen | ||
| Notenbezeichnungen in anderen Sprachen |
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Absolute Oktavenbezeichnung
Tonhöhenbezeichnungen werden durch Kleinbuchstaben
von a bis g angegeben. Dabei
wird ein aus dem Englischen entlehntes Modell benutzt, das sich
vom Deutschen dadurch unterscheidet, dass b
für die Note „H“ steht. Die Benutzung deutscher
Notenbezeichnungen mit der Unterscheidung von b und h ist
auch möglich, siehe Notenbezeichnungen in anderen Sprachen.
Die Notenbezeichnungen c bis b
werden in der Oktave unter dem zweigestrichenen C
gesetzt.
\clef bass c d e f g a b c d e f g
Andere Oktaven können erreicht werden, indem man ein
Apostroph (') oder ein Komma (,)
benutzt. Jedes ' erhöht die Tonhöhe um
eine Oktave, jedes , erniedrigt sie um eine
Oktave.
\clef treble c' c'' e' g d'' d' d c \clef bass c, c,, e, g d,, d, d c
Siehe auch
Glossar: Tonhöhenbezeichnungen.
Schnipsel: Tonhöhen.
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Relative Oktavenbezeichnung
Wenn Oktaven im absoluten Modus notiert, passiert es schnell, eine Note auf der falschen Oktave zu notieren. Mit dem relativen Modus kommen solche Fehler seltener vor, weil man die Oktave nur noch sehr selten spezifizieren muss. Hinzu kommt, dass im absoluten Modus ein einzelner Fehler schwer zu finden ist, während er im relativen Modus den ganzen Rest des Stückes um eine Oktave verschiebt.
\relative Anfangstonhöhe musikalischer Ausdruck
Im relativen Modus wird angenommen, dass sich jede folgende Note so dicht wie möglich bei der nächsten befindet. Das bedeutet, dass die Oktave jeder Tonhöhe innerhalb eines musikalischen Ausdrucks wie folgt errechnet wird:
- Wenn kein Oktavänderungszeichen an einer Tonhöhe benutzt wird, wird ihre Oktave so errechnet, dass das Intervall zur vorigen Noten weniger als eine Quinte ist. Das Intervall wird errechnet, ohne Versetzungszeichen zu berücksichtigen.
-
Ein Oktavänderungszeichen
'oder,kann hinzugefügt werden, um eine Tonhöhe explizit um eine Oktave zu erhöhen bzw. zu erniedrigen, relativ zu der Tonhöhe, die ohne das Oktavänderungszeichen errechnet wurde. -
Mehrfache Oktavänderungszeichen können benutzt werden. Die
Zeichen
''und,,ändern zum Beispiel die Tonhöhe um zwei Oktaven. -
Die Tonhöhe der ersten Note ist relativ zu
Anfangstonhöhe. Die Anfangstonhöhe wird im absoluten Modus gesetzt, und als Empfehlung gilt, eine Oktave von C zu nehmen.
So funktioniert der relative Modus:
\relative c {
\clef bass
c d e f
g a b c
d e f g
}
Oktavversetzungen müssen für alle Intervalle angezeigt werden, die größer als eine Quarte sind.
\relative c'' {
c g c f,
c' a, e'' c
}
Eine Sequenz ohne ein einziges Oktavänderungszeichen kann aber trotzdem weite Intervalle umfassen:
\relative c {
c f b e
a d g c
}
Wenn der vorherige Ausdruck ein Akkord ist, wird die erste Note
des Akkordes benutzt, um die erste Note des nächsten Akkordes zu
bestimmen. Innerhalb von Akkorden ist die nächste Note immer
relativ zur vorherigen. Betrachten Sie das folgende Beispiel
aufmerksam, insbesondere die c-Noten.
\relative c' {
c
<c e g>
<c' e g'>
<c, e, g''>
}
Wie oben erklärt wurde, wird die Oktave einer Tonhöhe nur
nach ihrer Notenbezeichnung errechnet, unabhängig von allen
Versetzungszeichen. Darum wird ein Eisis auf ein H (notiert als b)
folgend höher gesetzt, während ein Feses tiefer gesetzt wird.
Anders gesagt wird eine doppelterhöhte Quarte wird als
kleineres Intervall angesehen als eine doppelterniedrigte
Quinte, unabhängig von der Anzahl an Halbtönen, die jedes
Intervall enthält.
\relative c'' {
c2 fis
c2 ges
b2 eisis
b2 feses
}
Siehe auch
Musickgossar: Quinte, Intervalle, Tonhöhenbezeichnungen.
Notationsreferenz: Oktavenüberprüfung.
Schnipsel: Tonhöhen.
Referenz der Interna: RelativeOctaveMusic.
Bekannte Probleme und Warnungen
Die relative Veränderung wirkt sich nicht auf
Transposition (\transpose),
Akkordnotation (\chordmode) oder \relative-Abschnitte
aus. Um den relativen Modus innerhalb von transponierter Musik zu
verwenden, muss ein zusätzliches \relative innerhalb der
Klammern des \transpose-Befehls gesetzt werden.
Wenn keine Anfangstonhöhe für \relative angegeben
wird, wird c' angenommen. Das ist aber eine
veraltete Option, die in späteren Programmversionen verschwinden kann.
Darum wird von der Benutzung abgeraten.
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Versetzungszeichen
|
Achtung: Neue Benutzer sind manchmal verwirrt, wie
Versetzungszeichen und Vorzeichen/Tonarten funktionieren.
In LilyPond sind Notenbezeichnungen die wirkliche
Tonhöhe, erst durch Vorzeichen wird bestimmt, wie diese
Tonhöhe dann im Notenbild dargestellt wird. Eine
einfache Tonhöhe wie etwa |
Ein Kreuz wird eingegeben, indem man -is an die
Notenbezeichnung hängt, ein b durch -es. Doppelkreuze
und Doppel-Bs werden durch Hinzufügen von -isis und
-eses hinter die Notenbezeichnung erzeugt. Diese
Syntax leitet sich von den holländischen Notenbezeichnungen
ab. Um andere Bezeichnungen für Versetzungszeichen zu
benutzung, siehe Notenbezeichnungen in anderen Sprachen.
ais1 aes aisis aeses
Auch die deutschen Varianten as für aes und
es für ees sind erlaubt. Im Unterschied zum
Deutschen ist aber bes die einzige Version für den Ton
B, während his als bis geschrieben werden muss. Das kann
aber auch verändert werden, siehe Notenbezeichnungen in anderen Sprachen.
a4 aes a2
Ein Auflösungszeichen macht die Wirkung eines Kreuzes oder Bs rückgängig. Diese Auflösungszeichen werden jedoch nicht als Suffix einer Tonhöhenbezeichnung eingegeben, sondern sie ergeben sich (automatisch) aus dem Kontext, wenn die nicht alterierte Notenbezeichnung eingegeben wird.
a4 aes a2
Versetzungszeichen für Vierteltöne werden durch Anhängen der Endungen
-eh (Erniedrigung) und -ih (Erhöhung) an den
Tonhöhenbuchstaben erstellt. Das Beispiel zeigt eine in Vierteltönen
aufsteigende Serie vom eingestrichenen C.
ceseh1 ces ceh c cih cis cisih
Normalerweise werden Versetzungszeichen automatisch gesetzt, aber
sie können auch manuell hinzugefügt werden. Ein erinnerndes
Versetzungszeichen kann erzwungen werden, indem man ein Ausrufungszeichen
(!) hinter die Notenbezeichnung schreibt. Ein warnendes
Versetzungszeichen (also ein Vorzeichen in Klammern) wird durch Anfügen
eines Fragezeichens (?) erstellt. Mit diesen zusätzlichen
Zeichen kann man sich auch Auflösungszeichen ausgeben lassen.
cis cis cis! cis? c c? c! c
Versetzungzeichen von übergebundenen Noten werden nur dann gesetzt, wenn ein neues System begonnen wird:
cis1 ~ cis ~ \break cis
Ausgewählte Schnipsel
Verhindern, dass zusätzliche Auflösungszeichen automatisch hinzugefügt werden
Den tranditionellen Notensatzregeln zufolge wird ein
Auflösungszeichen immer dann vor einem Kreuz oder B gesetzt, wenn
ein vorheriges Versetzungszeichen der gleichen Note aufgehoben werden
soll. Um dieses Verhalten zu ändern, muss die Eigenschaft
extraNatural im Staff-Kontext auf "false" gesetzt werden.
\relative c'' {
aeses4 aes ais a
\set Staff.extraNatural = ##f
aeses4 aes ais a
}
Makam example
Makam is a type of melody from Turkey using 1/9th-tone microtonal alterations. Consult the initialization file ‘ly/makam.ly’ for details of pitch names and alterations.
% Makam-Einstellungen initialisieren
\include "makam.ly"
\relative c' {
\set Staff.keySignature = #`((3 . ,BAKIYE) (6 . ,(- KOMA)))
c4 cc db fk
gbm4 gfc gfb efk
fk4 db cc c
}
Siehe auch
Glossar: Kreuz, B, Doppelkreuz, Doppel-B, Tonhöhenbezeichnungen, Viertelton.
Handbuch zum Lernen: Versetzungszeichen und Tonartbezeichnung (Vorzeichen).
Notationsreferenz: Automatische Versetzungszeichen, Vorgeschlagene Versetzungszeichen, Notenbezeichnungen in anderen Sprachen.
Schnipsel: Tonhöhen.
Referenz der Interna: Accidental_engraver, Accidental, AccidentalCautionary, accidental-interface.
Bekannte Probleme und Warnungen
Es gibt keine allgemeinen Regeln für die Notation von Vierteltönen, die Symbole von LilyPond folgen also keinem Standard.
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Notenbezeichnungen in anderen Sprachen
Es gibt vordefinierte Bezeichnungen für die Notenbezeichnungen in anderen
Sprachen als Englisch. Um sie zu benutzen, muss nur die
entsprechende Datei für die jeweilige Sprache eingefügt werden.
Zum Beispiel fügt man mit \include "deutsch.ly" die
Notendefinitionen für die deutsche Sprache am Anfang der Datei
hinzu. In der Tabelle sind die existierenden Sprachdefinitionen
mit den dazugehörigen Notenbezeichnungen dargestellt
Sprachdatei
Notenbezeichnung
‘nederlands.ly’
c d e f g a bes b
‘arabic.ly’
do re mi fa sol la sib si
‘catalan.ly’
do re mi fa sol la sib si
‘deutsch.ly’
c d e f g a b h
‘english.ly’
c d e f g a bf b
‘espanol.ly’
do re mi fa sol la sib si
‘italiano.ly’
do re mi fa sol la sib si
‘norsk.ly’
c d e f g a b h
‘portugues.ly’
do re mi fa sol la sib si
‘suomi.ly’
c d e f g a b h
‘svenska.ly’
c d e f g a b h
‘vlaams.ly’
do re mi fa sol la sib si
und die dazugehörigen Versetzungszeichen-Endungen:
Sprachdatei
Kreuz
B
Doppelkreuz
Doppel-B
‘nederlands.ly’
-is
-es
-isis
-eses
‘arabic.ly’
-d
-b
-dd
-bb
‘catalan.ly’
-d/-s
-b
-dd/-ss
-bb
‘deutsch.ly’
-is
-es
-isis
-eses
‘english.ly’
-s/-sharp
-f/-flat
-ss/-x/-sharpsharp
-ff/-flatflat
‘espanol.ly’
-s
-b
-ss
-bb
‘italiano.ly’
-d
-b
-dd
-bb
‘norsk.ly’
-iss/-is
-ess/-es
-ississ/-isis
-essess/-eses
‘portugues.ly’
-s
-b
-ss
-bb
‘suomi.ly’
-is
-es
-isis
-eses
‘svenska.ly’
-iss
-ess
-ississ
-essess
‘vlaams.ly’
-k
-b
-kk
-bb
Auf Holländisch, Deutsch, Norwegisch und Schwedisch (u. a.) werden die
Erniedrigungen von ‚a‘ wie aes und aeses zu
as und ases (oder auch asas) zusammengezogen.
In manchen Sprachen sind nur diese Kurzformen definiert.
a2 as e es a ases e eses
Bestimmte Musik verwendet Alterationen, die Bruchteile von den „normalen“ Kreuzen oder Bs sind. Die Notenbezeichnungen für Vierteltöne für die verschiedenen Sprachen sind in der folgenden Tabelle aufgeführt. Die Präfixe „Semi-“ und „Sesqui-“ bedeuten „halb“ bzw. „eineinhalb“. Für alle anderen Sprachen sind noch keine eigenen Namen definiert.
Sprachdatei
Vierteltonkreuz
Viertelton-B
3/4-tonkreuz
3/4-ton-B
‘nederlands.ly’
-ih
-eh
-isih
-eseh
‘arabic.ly’
-sd
-sb
-dsd
-bsb
‘deutsch.ly’
-ih
-eh
-isih
-eseh
‘english.ly’
-qs
-qf
-tqs
-tqf
‘italiano.ly’
-sd
-sb
-dsd
-bsb
‘portugues.ly’
-sqt
-bqt
-stqt
-btqt
Siehe auch
Glossar: Tonhöhenbezeichnungen.
Schnipsel: Tonhöhen.
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1.1.2 Viele Tonhöhen gleichzeitig verändern
Dieser Abschnitt zeigt, wie man Tonhöhen beeinflusst.
| Oktavenüberprüfung | ||
| Transposition |
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| [ < Viele Tonhöhen gleichzeitig verändern ] | [ Nach oben : Viele Tonhöhen gleichzeitig verändern ] | [ Transposition > ] | ||
Oktavenüberprüfung
Im relativen Modus geschieht es recht häufig, dass ein Oktavänderungszeichen vergessen wird. Oktavenüberprüfungen machen es einfacher, solche Fehler zu entdecken und zu korrigieren. Sie geben eine Warnung aus und korrigieren die Oktave, wenn eine Note in einer unerwarteten Oktave gefunden wird.
Um die Oktave einer Note zu überprfüfen, muss die absolute
Oktave nach dem =-Symbol angegeben werden. Im
folgenden Beispiel wird eine Warnung (und eine Tonhöhenänderung)
generiert, weil die zweite Note als absolute Oktave
ein d'' anstelle von d' notiert ist,
wie es die Oktavierungskorrektur markiert.
\relative c'' {
c2 d='4 d
e2 f
}
Die Oktave von einer Note kann auch mit dem
\octaveCheck Kontrolltonhöhe-Befehl
überprüft werden. Kontrollhöhe wird im absoluten
Modus eingegeben. Dabei wird überprüft, ob das
Intervall zwischen der vorherigen Note und der
Kontrolltonhöhe nicht größer als eine Quarte ist
(die normale Berechnung im relativen Modus). Wenn diese
Überprüfung einen Fehler ausgibt, wird eine Warnung
gemeldet, aber die vorigen Note wird nicht verändert.
Folgende Noten sind dann relativ zur Kontrolltonhöhe.
\relative c'' {
c2 d
\octaveCheck c'
e2 f
}
Vergleichen Sie die zwei Takte im nächsten Beispiel. Die
erste und dritte \octaveCheck-Überprüfung gibt
einen Fehler aus, die zweite dagegen ist erfolgreich:
\relative c'' {
c4 f g f
c4
\octaveCheck c'
f
\octaveCheck c'
g
\octaveCheck c'
f
}
Siehe auch
Schnipsel: Tonhöhen.
Referenz der Interna: RelativeOctaveCheck.
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Transposition
Ein musikalischer Ausdruck kann mit dem Befehl \transpose
transponiert werden. Die Syntax lautet:
\transpose vonTonhöhe nachTonhöhe mus. Ausdruck
Das bedeutet, dass der mus. Ausdruck um das Intervall zwischen den Tonhöhen vonTonhöhe und nachTonhöhe transponiert wird: Jede Note, die die Tonhöhe vonTonhöhe hat, wird in die Tonhöhe nachTonhöhe umgewandelt, und alle anderen Noten um das gleiche Intervall. Beide Tonhöhen werden im absoluten Modus eingegeben.
So kann z. B. ein Stück in D-Dur, wenn es für den Sänger etwas zu tief ist, nach E-Dur transponiert werden. Dabei werden auch die Vorzeichen entsprechend angepasst:
\transpose d e {
\relative c' {
\key d \major
d4 fis a d
}
}
Wenn eine Stimme, die in C notiert ist, von einer A-Klarinette gespielt werden soll (für die A als C notiert wird, aber eine kleine Terz tiefer erklingt als es notiert ist), kann die entpsrechende Stimme wie folgt erstellt werden:
\transpose a c' {
\relative c' {
\key c \major
c4 d e g
}
}
Beachten Sie, dass \key c \major explizit
angegeben werden muss. Wenn hier keine Tonart angemerkt
würde, würde die Noten zwar transponiert, aber keine
Vorzeichen angezeigt werden.
\transpose unterscheidet enharmonische Verwechslungen: sowohl
\transpose c cis als auch \transpose c des transponieren
die Musik einen Halbton nach oben. Aber die erste Version gibt als
Versetzungszeichen Kreuze aus, die zweite dagegen B-Versetzungszeichen.
Noten = \relative c' { c d e f }
\new Staff {
\transpose c cis { \Noten }
\transpose c des { \Noten }
}
\transpose kann auch benutzt werden, um die geschriebenen
Noten eines transponierenden Instruments zu notieren. Im vorigen Beispiel wurde die Tonhöhen so eingegeben,
wie sie erklingen (also in C), aber man kann genauso
gut auch andersherum aus einer Stimme, die für ein
transponierendes Instrument in einem anderen Ton als
C geschrieben wurde, eine Partitur in C erstellen.
Die Noten einer B-Trompete, die mit einem notierten E
(also einem klingenden D) anfangen, könnte man also
auch so eingeben:
musicInBflat = { e4 … }
\transpose c bes, \musicInBflat
Um die Noten dann in F zu setzen (um sie etwa für ein
Horn zu arrangieren), könnte man die schon geschriebenen
Noten wieder mit einem weiteren \transpose
umgeben:
musicInBflat = { e4 … }
\transpose f c' { \transpose c bes, \musicInBflat }
Für mehr Information zu transponierenden Instrumenten siehe auch Transposition von Instrumenten.
Ausgewählte Schnipsel
Noten mit minimaler Anzahl an Versetzungszeichen transponieren.
Dieses Beispiel benutzt Scheme-Code, um enharmonische Verwechslungen für Noten zu erzwingen, damit nur eine minimale Anzahl an Versetzungszeichen ausgegeben wird. In diesem Fall gelten die folgenden Regeln:
- Doppelte Versetzungszeichen sollen entfernt werden
- His -> C
- Eis -> F
- Ces -> B
- Fes -> E
Auf diese Art werden am meisten natürliche Tonhöhen als enharmonische Variante gewählt.
#(define (naturalize-pitch p)
(let ((o (ly:pitch-octave p))
(a (* 4 (ly:pitch-alteration p)))
;; alteration, a, in quarter tone steps,
;; for historical reasons
(n (ly:pitch-notename p)))
(cond
((and (> a 1) (or (eq? n 6) (eq? n 2)))
(set! a (- a 2))
(set! n (+ n 1)))
((and (< a -1) (or (eq? n 0) (eq? n 3)))
(set! a (+ a 2))
(set! n (- n 1))))
(cond
((> a 2) (set! a (- a 4)) (set! n (+ n 1)))
((< a -2) (set! a (+ a 4)) (set! n (- n 1))))
(if (< n 0) (begin (set! o (- o 1)) (set! n (+ n 7))))
(if (> n 6) (begin (set! o (+ o 1)) (set! n (- n 7))))
(ly:make-pitch o n (/ a 4))))
#(define (naturalize Noten)
(let ((es (ly:music-property Noten 'elements))
(e (ly:music-property Noten 'element))
(p (ly:music-property Noten 'pitch)))
(if (pair? es)
(ly:music-set-property!
Noten 'elements
(map (lambda (x) (naturalize x)) es)))
(if (ly:music? e)
(ly:music-set-property!
Noten 'element
(naturalize e)))
(if (ly:pitch? p)
(begin
(set! p (naturalize-pitch p))
(ly:music-set-property! Noten 'pitch p)))
Noten))
AuflösungszeichenNoten =
#(define-music-function (parser location m)
(ly:music?)
(naturalize m))
Noten = \relative c' { c4 d e g }
\score {
\new Staff {
\transpose c ais { \Noten }
\AuflösungszeichenNoten \transpose c ais { \Noten }
\transpose c deses { \Noten }
\AuflösungszeichenNoten \transpose c deses { \Noten }
}
\layout { }
}
Siehe auch
Notationsreferenz: Transposition von Instrumenten.
Schnipsel: Tonhöhen.
Referenz der Interna: TransposedMusic.
Bekannte Probleme und Warnungen
Der relative Modus wirkt nicht in \transpose,
\chordmode oder \relative.
Um auch im relativen Modus transponieren
zu können, muss ein \relative innerhalb des
\tranpose zusätzlich gesetzt werden.
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1.1.3 Tonhöhen anzeigen lassen
Dieser Abschnitt zeigt, wie die Ausgabe von Tonhöhen verändern werden kann.
| Notenschlüssel | ||
| Tonartbezeichnung | ||
| Oktavierungsklammern | ||
| Transposition von Instrumenten | ||
| Automatische Versetzungszeichen | ||
| Tonumfang |
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| [ < Tonhöhen anzeigen lassen ] | [ Nach oben : Tonhöhen anzeigen lassen ] | [ Tonartbezeichnung > ] | ||
Notenschlüssel
Der Schlüssel kann verändert werden. Das eingestrichene C wird in jedem Beispiel gezeigt:
\clef treble c2 c \clef alto c2 c \clef tenor c2 c \clef bass c2 c
Andere Schlüssel sind u. A.:
\clef french c2 c \clef soprano c2 c \clef mezzosoprano c2 c \clef baritone c2 c \break \clef varbaritone c2 c \clef subbass c2 c \clef percussion c2 c \clef tab c2 c
Weitere unterstützte Schlüssel sind beschrieben in Schlüssel Alter Musik.
Indem _8 oder ^8 an die jeweilige Schlüsselbezeichnung
angehängt wird, wird der Schlüssel um eine Oktave nach oben oder unten
transponiert, mit _15 oder ^15 um zwei Oktaven.
Die Schlüsselbezeichnung muss in Anführungszeichen gesetzt werden,
wenn sie Unterstriche oder Zahlen enthält, siehe Beispiel:
\clef treble c2 c \clef "treble_8" c2 c \clef "bass^15" c2 c
Ausgewählte Schnipsel
Eigenschaften des Schlüssels optimieren
Der Befehl \clef "treble_8" ist gleichbedeutend mit einem
expliziten Setzen der Eigenschaften von clefGlyph,
clefPosition (welche die vertikale Position des Schlüssels bestimmt),
middleCPosition und clefOctavation. Ein Schlüssel wird
ausgegeben, wenn eine der Eigenschaften außer middleCPosition sich
ändert.
Eine Änderung des Schriftzeichens (Glyph), der Schlüsselposition oder der
Oktavierung selber ändert noch nicht die Position der darauf folgenden Noten
auf dem System: das geschieht nur, wenn auch die Position des
eingestrichenen C (middleCPosition) angegeben wird. Die
Positionsparameter sind relativ zur Mittellinie des Systems, dabei versetzen
positive Zahlen die Position nach oben, jeweils eine Zahl für jede Linie
plus Zwischenraum. Der clefOctavation-Wert ist normalerweise auf 7,
-7, 15 oder -15 gesetzt, aber auch andere Werte sind gültig.
Wenn ein Schlüsselwechsel an einem Zeilenwechsel geschieht, wird das neue
Symbol sowohl am Ende der alten Zeilen als auch am Anfang der neuen Zeile
ausgegeben. Wenn der Warnungs-Schlüssel am Ende der alten Zeile nicht
erforderlich ist, kann er unterdrückt werden, indem die
explicitClefVisibility-Eigenschaft des Staff-Kontextes auf den
Wert end-of-line-invisible gesetzt wird. Das Standardverhalten kann
mit \unset Staff.explicitClefVisibility wieder hergestellt werden.
Die folgenden Beispiele zeigen die Möglichkeiten, wenn man diese Eigenschaften manuell setzt. Auf der ersten Zeile erhalten die manuellen Änderungen die ursprüngliche relative Positionierung von Schlüssel und Noten, auf der zweiten Zeile nicht.
\layout { ragged-right = ##t }
{
% Standard-Sopranschlüssel
c'1
% Standard-Bassschlüssel
\set Staff.clefGlyph = #"clefs.F"
\set Staff.clefPosition = #2
\set Staff.middleCPosition = #6
c'1
% Baritonschlüssel
\set Staff.clefGlyph = #"clefs.C"
\set Staff.clefPosition = #4
\set Staff.middleCPosition = #4
c'1
% Standard-Chortenorschlüssel
\set Staff.clefGlyph = #"clefs.G"
\set Staff.clefPosition = #-2
\set Staff.clefOctavation = #-7
\set Staff.middleCPosition = #1
c'1
% Nicht-Standard-Schlüssel
\set Staff.clefPosition = #0
\set Staff.clefOctavation = #0
\set Staff.middleCPosition = #-4
c'1 \break
% Folgende Schlüsselwechsel erhalten nicht
% das normale Verhältnis zwischen Noten und Schlüsseln
\set Staff.clefGlyph = #"clefs.F"
\set Staff.clefPosition = #2
c'1
\set Staff.clefGlyph = #"clefs.G"
c'1
\set Staff.clefGlyph = #"clefs.C"
c'1
\set Staff.clefOctavation = #7
c'1
\set Staff.clefOctavation = #0
\set Staff.clefPosition = #0
c'1
% Return to the normal clef:
\set Staff.middleCPosition = #0
c'1
}
Siehe auch
Notationsreferenz: Schlüssel Alter Musik.
Schnipsel: Tonhöhen.
Referenz der Interna: Clef_engraver, Notenschlüssel, OctavateEight, clef-interface.
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Tonartbezeichnung
|
Achtung: Neue Benutzer sind manchmal verwirrt, wie
Versetzungszeichen und Vorzeichen/Tonarten funktionieren.
In LilyPond sind Notenbezeichnungen die wirkliche
Tonhöhe, erst durch Vorzeichen wird bestimmt, wie diese
Tonhöhe dann im Notenbild dargestellt wird. Eine
einfache Tonhöhe wie etwa |
Die Vorzeichen zeigen die Tonart an, in welcher ein Stück notiert ist. Es handelt sich um eine Anzahl von Alterationszeichen (Kreuzen oder Bs) am Beginn jedes Notensystems.
Die Tonart kann geändert werden:
\keyTonhöhe Modus
Der Wert Modus sollte entweder \major oder \minor
sein, um Moll oder Dur der Tonhöhe zu erhalten. Es können auch
Modusbezeichnungen für Kirchentonarten verwendet werden: \ionian
(Ionisch), \locrian (Locrisch), \aeolian (Aeolisch),
\mixolydian (Mixolydisch), \lydian (Lydisch),
\phrygian (Phrygisch) und \dorian (Dorisch).
\key g \major fis1 f fis
Ausgewählte Schnipsel
Auflösungzeichen nicht setzen, wenn die Tonart wechselt
Wenn die Tonart wechselt, werden automatisch Auflösungszeichen ausgegeben,
um Versetzungszeichen der vorherigen Tonart aufzulösen. Das kann
verhindert werden, indem die printKeyCancellation-Eigenschaft
im Staff-Kontext auf "false" gesetzt wird.
\relative c' {
\key d \major
a4 b cis d
\key g \minor
a4 bes c d
\set Staff.printKeyCancellation = ##f
\key d \major
a4 b cis d
\key g \minor
a4 bes c d
}
Untypische Tonarten
Der üblicherweise benutzte \key-Befehl setzt die
keySignature-Eigenschaft im Staff-Kontext.
Um untypische Tonartenvorzeichen zu erstellen, muss man diese Eigenschaft
direkt setzen. Das Format für den Befehl ist eine Liste: \set
Staff.keySignature = #`(((Oktave . Schritt) . Alteration) ((Oktave
. Schritt) . Alteration) ...) wobei für jedes Element in der Liste
Oktave die Oktave angibt (0 ist die Oktave vom
eingestrichenen C bis zum eingestrichenen H), Schritt gibt
die Note innerhalb der Oktave an (0 heißt C und
6 heißt H), und Alteration ist ,SHARP ,FLAT
,DOUBLE-SHARP usw. (Beachte das beginnende Komma.)
Alternativ kann auch jedes Element der Liste mit dem allgemeineren Format
(Schritt . Alteration) gesetzt werden, wobei dann die Einstellungen
für alle Oktaven gelten.
Hier ein Beispiel einer möglichen Tonart für eine Ganztonleiter:
\relative c' {
\set Staff.keySignature = #`(((0 . 3) . ,SHARP)
((0 . 5) . ,FLAT)
((0 . 6) . ,FLAT))
c4 d e fis
aes4 bes c2
}
Siehe auch
Glossar: Kirchentonart, Skordatur.
Handbuch zum Lernen: Versetzungszeichen und Tonartbezeichnung (Vorzeichen).
Schnipsel: Tonhöhen.
Referenz der Interna: KeyChangeEvent, Key_engraver, Key_performer, KeyCancellation, KeySignature, key-cancellation-interface, key-signature-interface.
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Oktavierungsklammern
Oktavierungsklammern zeigen eine zusätzliche Transposition von einer Oktave an:
a'2 b \ottava #1 a b \ottava #0 a b
Die ottava-(Oktavierungs)-Funktion kann auch die
Werte -1 (für 8va bassa),
2 (für 15ma), und -2 (für 15ma bassa) als Argumente
haben.
Ausgewählte Schnipsel
Ottava-Text
Intern setzt die set-octavation-Funktion die Eigenschaften
ottavation (etwa auf den Wert "8va" oder "8vb")
und middleCPosition. Um den Text der Oktavierungsklammer zu
ändern, kann ottavation manuell gesetzt werden, nachdem
set-octavation benützt wurde.
{
\ottava #1
\set Staff.ottavation = #"8"
c''1
\ottava #0
c'1
\ottava #1
\set Staff.ottavation = #"Text"
c''1
}
Siehe auch
Glossar: Oktavierung.
Schnipsel: Tonhöhen.
Referenz der Interna: Ottava_spanner_engraver, OttavaBracket, ottava-bracket-interface.
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Transposition von Instrumenten
Wenn man Noten setzt, die von transponierenden Instrumenten gespielt werden, sind oft einige Stimmen auf einer anderen Tonhöhe notiert als dem Kammerton. In diesem Fall muss die Tonart des transponierenden Instruments gekennzeichnet werden, weil sonst die MIDI-Ausgabe und Stichnoten in anderen Stimmen falsche Tonhöhen produzieren. Mehr Information zu Stichnoten in Stichnoten.
\transposition Tonhöhe
Die Tonhöhe, die für \transposition benutzt
wird, muss mit dem wirklichen Ton übereinstimmen,
der erklingt, wenn das Instrument ein c'
in seiner Stimme spielt. Die Tonhöhe wird im
absoluten Modus angegeben, ein Instrument also,
dass einen Ton höher erklingt als es notiert wird,
muss folgenden Befehl benutzen:
\transposition d'. \transposition
sollte nur dann benutzt werden, wenn sie nicht
nicht in C notiert werden.
Hier einige Noten für Geige und B-Klarinette: die Stimmen (Noten und Vorzeichen) sind so notiert, wie sie in der Partitur erscheinen. Die zwei Instrumente spielen unisono.
\new GrandStaff <<
\new Staff = "Geige" {
\relative c'' {
\set Staff.instrumentName = #"Vln"
\set Staff.midiInstrument = #"Geige"
% nicht unbdingt nötig, aber gut zu erinnern
\transposition c'
\key c \major
g4( c8) r c r c4
}
}
\new Staff = "Klarinette" {
\relative c'' {
\set Staff.instrumentName = \markup { Cl (B\flat) }
\set Staff.midiInstrument = #"Klarinette"
\transposition bes
\key d \major
a4( d8) r d r d4
}
}
>>
Die \transposition kann während eines Stückes
geändert werden. Ein Klarinetist zum Beispiel kann
zwischen B- und A-Klarinette wechseln.
\set Staff.instrumentName = #"Cl (A)"
\key a \major
\transposition a
c d e f
\textLengthOn
s1*0^\markup { Switch to B\flat clarinet }
R1
\key bes \major
\transposition bes
c2 g
Siehe auch
Glossar: Kammerton, Transponierende Instrumente.
Notationsreferenz: Stichnoten, Transposition.
Schnipsel: Tonhöhen.
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Automatische Versetzungszeichen
Es gibt viele unterschiedliche Regeln, wie Versetzungszeichen notiert werden. LilyPond hat eine Funktion, mit der spezifiziert werden kann, welcher Stil benutzt werden soll. Diese Funktion kann man wie folgt benutzen:
\new Staff <<
#(set-accidental-style 'voice)
{ … }
>>
Der Versetzungszeichenstil bezieht sich auf das aktuelle
Notensystem in der Standardeinstellung (eine Ausnahme
bilden die Stile piano und piano-cautionary,
die weiter unten erklärt werden). Die Funktion kann aber
auch ein zweites Argument erhalten, mit der spezifiziert
wird, auf welchen Bereich sich der neue Stil erstreckt.
Um etwa den neuen Stil in allen Systemen einer
Stimmbruppe (StaffGroup) zu benutzen, müsste der Befehl so aussehen:
#(set-accidental-style 'voice 'StaffGroup)
Folgende Versetzungszeichenstile sind unterstützt. Um jeden Stil zu erklären, wird folgendes Beispiel benützt:
NotenA = {
<<
\relative c' {
cis'8 fis, d'4 <a cis>8 f bis4 |
cis2. <c, g'>4 |
}
\\
\relative c' {
ais'2 cis, |
fis8 b a4 cis2 |
}
>>
}
NotenB = {
\clef bass
\new Voice {
\voiceTwo \relative c' {
<fis, a cis>4
\change Staff = oben
cis'
\change Staff = unten
<fis, a>
\change Staff = oben
dis' |
\change Staff = unten
<fis, a cis>4 gis <f a d>2 |
}
}
}
\new PianoStaff {
<<
\context Staff = "oben" {
#(set-accidental-style 'default)
\NotenA
}
\context Staff = "unten" {
#(set-accidental-style 'default)
\NotenB
}
>>
}
Die letzten Zeilen des Beispiels könnten auch mit folgendem Code ersetzt werden, solange der gleiche Versetzungszeichenstil in beiden Systemen benutzt werden soll:
\new PianoStaff {
<<
\context Staff = "up" {
%%% change the next line as desired:
#(set-accidental-style 'default 'Score)
\musicA
}
\context Staff = "down" {
\musicB
}
>>
}
-
default (Standard) -
Das ist das Standardverhalten. Es entspricht der Konvention für Notation von Musik des 18. Jahrhunderts: Versetzungszeichen werden bis zum Taktende erinnert, in dem sie gesetzt wurden, und nur in ihrer eigenen Oktave. Im nächsten Beispiel wird also kein Auslösungszeichen vor dem
b(H) im zweiten Takt oder dem letzencgesetzt: -
voice (Stimme) -
Das normale Verhalten ist es, die Versetzungszeichen auf der Notensystemebene zu erinnern. In diesem Stil aber werden Versetzungszeichen individuell für jede Stimme errechnet. Abgesehen davon gelten die Regeln des Standardstiles (
default).Das hat zur Folge, dass Versetzungszeichen von einer Stimme in der anderen nicht aufgelöst werden, was oft ein unerwünschtes Ergebnis ist: im folgenden Beispiel kann man schwer sagen, ob das zweite
aunalteriert oder erhöht gespielt werden soll. Dievoice-Option sollte also nur benutzt werden, wenn die Stimmen separat von unterschiedlichen Musikern gelesen werden. Wenn das System nur von einem Musiker benutzt wird (etwa der Dirigent oder ein Klavierspieler), dann sind die Stilemodernodermodern-cautionarybesser. -
modern (Modern) -
Dieser Stil orientiert sich an den üblichen Regeln für das 20. Jahrhundert. Die gleichen Versetzungszeichen wie im Standardstil werden gesetzt, allerdings mit zwei Ausnahmen, die Uneindeutigkeiten verhindern sollen: nach vorübergehenden Versetzungszeichen werden Auflösungszeichen auch im folgenden Takt gesetzt (für Noten innerhalb der selben Oktave) und im gleichen Takt für Noten in unterschiedlichen Oktaven. Daher kommen also die Auflösungszeichen vor dem H und dem C im zweiten Takt des oberen Systems:
-
modern-cautionary (Modern mit Warnungen) -
Dieser Stil ähnelt
modern, aber die „zusätzlichen“ Versetzungszeichen (die normalerweise nicht gesetzt werden) werden als Warnungen gesetzt. In der Standardeinstellung werden sie in Klammern gesetzt, aber sie können auch in kleinerer Größe gesetzt werden, wenn man diecautionary-style-Eigenschaft vonAccidentalSuggestiondefiniert. -
modern-voice (Modern für Stimmeen) -
Diese Regel wird für vielstimmige Noten benutzt, die sowohl von unterschiedlichen Spielern für jede Stimme als auch von einem Spieler für alle Stimmen benutzt. Versetzungszeichen werden für jede Stimme gesetzt, aber sie werden über die Stimme hinweg aufgelöst innerhalb des selben Notensystems. Das
aim letzten Takt ist also aufgelöst, weil die vorigen Auflösung in einer anderen Stimme stattgefunden hatte, und dasdim unteren System ist aufgelöst wegen eines Versetzunszeichens in einer anderen Stimme im vorigen Takt: -
modern-voice-cautionary (modern mit Warnungen für einzelne Stimmen) -
Dieser Stil ist der gleiche wie
modern-voice, nur dass hier die zusätzlichen Versetzungszeichen (die nicht vomvoice-Stil gesetzt werden) als Warnungsversetzungszeichen gesetzt werden. Obwohl alle Versetzungszeichen, die mitdefaultgesetzt werden, auch mit diesem Stil gesetzt werden, sind manche Warnungsversetzungszeichen. -
piano (Klavier) -
Dieser Stil orientiert sich an den Regeln im 20. Jahrhundert für die Notation von Klaviermusik. Er ist sehr ähnlich mit dem modernen Stil, aber Versetzungszeichen werden auch über Notensysteme hinweg für die selbe Akkolade (
GrandStaffoderPianoStaff) aufgelöst.Dieser Versetzungszeichenstil wirkt sich standardmäßig auf die gesamte Akkolade (
GrandStaffoderPianoStaff) aus. -
piano-cautionary (Klavier mit Warnungen) -
Dieser Stil verhält sich wie
piano, aber die zusätzlichen Versetzungszeichen werden als Warnungen ausgegeben: -
neo-modern -
Dieser Stil richtet sich nach den Regeln für moderne Musik: Versetzungszeichen werden mit im
modern-Stil gesetzt, aber sie werden nochmal gesetzt, wenn die gleiche Note später im selben Takt auftritt – außer die Note wird unmittelbar wiederholt. -
neo-modern-cautionary (neo-modern mit Warnungen) -
Dieser Stil ähnelt
neo-modern, aber die zusätzlichen Versetzungszeichen werden als Warnungen gesetzt. -
dodecaphonic (Zwölftonmusik) -
Dieser Stil orientiert sich an der Notation von sog. Zwölftonmusik, der Stil wurde Anfang des 20. Jahrhunderts in Gebrauch genommen. In diesem Stil erhält jede Note ein Versetzungszeichen, wozu auch Auflösungszeichen zählen.
-
teaching (didaktisch) -
Dieser Stil ist für Lernende bestimmt: der Stil orientiert sich am
modern-Stil, aber die Alterationen, die sich durch die Tonart ergeben, werden zusätzlich als Warnungsversetzungszeichen gesetzt. Eine Ausnahme sind direkt wiederholte Noten. -
no-reset (nicht zurücksetzen) -
Das ist der gleiche Stil wie
default, aber die Versetzungszeichen dauern für „immer“ an, nicht nur im aktuellen Takt: -
forget (vergessen) -
Das ist das Gegenteil von
no-reset: Versetzungszeichen werden überhaupt nicht erinnert und folgerichtig werden alle Versetzungszeichen entsprechend der Tonart gesetzt, unabhängig vom Kontext der Noten. Anders alsdodecaphonicwerden nie Auflösungszeichen gesetzt:
Ausgewählte Schnipsel
Versetzungszeichen für jede Note im Stil der Zwölftonmusik
In Werken des fürhen 20. Jahrhundert, angefangen mit Schönberg, Berg und Webern (die zweite Wiener Schule), wird jeder Ton der Zwölftonleiter als gleichwertig erachtet, ohne hierarchische Ordnung. Deshalb wird in dieser Musik für jede Note ein Versetzungszeichen ausgegeben, auch für unalterierte Tonhöhen, um das neue Verständnis der Musiktheorie und Musiksprache zu verdeutlichen.
Dieser Schnipsel zeigt, wie derartige Notationsregeln zu erstellen sind.
\score {
\new Staff {
#(set-accidental-style 'dodecaphonic)
c'4 dis' cis' cis'
c'4 dis' cis' cis'
c'4 c' dis' des'
}
\layout {
\context {
\Staff
\remove "Key_engraver"
}
}
}
Siehe auch
Schnipsel: Tonhöhen.
Referenz der Interna: Accidental, Accidental_engraver, GrandStaff and PianoStaff, Staff, AccidentalSuggestion, AccidentalPlacement, accidental-suggestion-interface.
Bekannte Probleme und Warnungen
Gleichzeitig erklingende Noten müssen im sequenziellen Modus eingegeben
werden. Das bedeutet, dass die Versetzungszeichen von Noten in
Akkorden so gesetzt werden, als ob die Noten nacheinander auftreten,
in der Reihenfolge, in der sie im Quelltext erscheinen. Das ist ein
Problem, wenn Versetzungzeichen in einem AKkord voneinander abhängen,
was im Standard-Stil nicht vorkommt. Das Problem kann gelöst werden,
indem man manuell ! oder ? für die problematischen
Noten schreibt.
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Tonumfang
Der Begriff ambitus (Pl. ambitus) beschreibt den Stimmumfang einer Stimme. Er kann auch die Töne bedeuten, die ein Musikinstrument zu spielen in der Lage ist. Ambitus werden in Chorpartituren gesetzt, damit die Sänger schnell wissen, ob sie die Stimme meistern können.
Ambitus werden zu Beginn des Stückes nahe des ersten Schlüssels notiert. Der Stimmumfang wird durch zwei Notenköpfe dargestellt, die die tiefste und höchste Note der Stimme repräsentieren. Versetzungszeichen werden nur gesetzt, wenn sie nicht durch die Tonart definiert werden.
\layout {
\context {
\Voice
\consists "Ambitus_engraver"
}
}
\relative c'' {
aes c e2
cis,1
}
Ausgewählte Schnipsel
Ambitus pro Stimme hinzufügen
Ambitus können pro Stimme gesetzt werden. In diesem Fall müssen sie manual verschoben werden, um Zusammenstöße zu verhindern.
\new Staff <<
\new Voice \with {
\consists "Ambitus_engraver"
} \relative c'' {
\override Ambitus #'X-offset = #2.0
\voiceOne
c4 a d e
f1
}
\new Voice \with {
\consists "Ambitus_engraver"
} \relative c' {
\voiceTwo
es4 f g as
b1
}
>>
Ambitus mit vielen Stimmen
Indem man den Ambitus_engraver im Staff-Kontext
hinzufügt, erhält man einen einzigen Ambitus pro System, auch in dem
Fall, dass mehrere Stimmen sich im gleichen System befinden.
\new Staff \with {
\consists "Ambitus_engraver"
}
<<
\new Voice \relative c'' {
\voiceOne
c4 a d e
f1
}
\new Voice \relative c' {
\voiceTwo
es4 f g as
b1
}
>>
Siehe auch
Glossar: Tonumfang.
Schnipsel: Tonhöhen.
Referenz der Interna: Ambitus_engraver, Voice, Staff, Tonumfang, AmbitusAccidental, AmbitusLine, AmbitusNoteHead, ambitus-interface.
Bekannte Probleme und Warnungen
Es gibt keine Kollisionskontrolle bei mehreren Ambitus in einem System.
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1.1.4 Notenköpfe
Dieser Abschnitt zeigt, wie man Notenköpfe ändern kann.
| Besondere Notenköpfe | ||
| Easy-Notation-Notenköpfe | ||
| Notenköpfe mit besonderen Formen | ||
| Improvisation |
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Besondere Notenköpfe
Notenköpfe können verändert werden:
c4 b a b \override NoteHead #'style = #'cross c4 b a b \revert NoteHead #'style c4 d e f
Es gibt einen definierten Befehl für die Raute, der nur innerhalb von Akkorden benutzt werden kann:
<c f\harmonic>2 <d a'\harmonic>4 <c g'\harmonic>
Alle möglichen Notenkopf-Stile finden sich in Notenkopfstile.
Siehe auch
Schnipsel: Tonhöhen.
Notationsreferenz: Notenkopfstile, Noten mit Akkorden.
Referenz der Interna: note-event, Note_heads_engraver, Ledger_line_engraver, NoteHead, LedgerLineSpanner, note-head-interface, ledger-line-spanner-interface.
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Easy-Notation-Notenköpfe
Die „einfachen Notenköpfe“ haben die Bezeichnung der Note im Kopf gedruckt. Das wird eingesetzt, um die Notation beizubringen. Damit die Buchstaben noch lesbar sind, müssen sie sehr groß gesetzt werden. Wie man eine größere Schriftart einstellt, findet sich in Die Notensystemgröße einstellen.
#(set-global-staff-size 26)
\relative c' {
\easyHeadsOn
c2 e4 f
g1
\easyHeadsOff
c,1
}
Vordefinierte Befehle
\easyHeadsOn,
\easyHeadsOff.
Siehe auch
Notationsreferenz: Die Notensystemgröße einstellen.
Schnipsel: Tonhöhen.
Referenz der Interna: note-event, Note_heads_engraver, NoteHead, note-head-interface.
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Notenköpfe mit besonderen Formen
In dieser Notation haben die Notenköpfe eine Form, die ihrer harmonischen Funktion innherhalb der Tonleiter entspricht. Die Notation war sehr beliebt in amerikanischen Liederbüchern des 19. Jahrhunderts. Auf diese Weise können die Formen benutzt werden:
\aikenHeads c, d e f g a b c \sacredHarpHeads c, d e f g a b c
Die unterschiedlichen Formen richten sich nach der Stufe in der
Skala, wobei der Grundton der Skala aus dem \key-Befehl
entnommen wird.
Vordefinierte Befehle
\aikenHeads,
\sacredHarpHeads.
Ausgewählte Schnipsel
Notenkopfstile besierend auf der Tonleiterstufe erstellen
Die shapeNoteStyles-(NotenFormenStile)-Eigenschaft kann benutzt
werden, um verschiedene Notenstile für jeden Schritt der Tonleiter
zudefinieren (vorgegeben von der Tonart oder der ‚tonic‘
(Tonika)-Eigneschaft. Diese Eigenschaft braucht eine Anzahl von Symbolen,
welche beliebig sein können (geometrische Ausdrücke wie triangle
(Dreieck), cross (Kreuz) und xcircle (X-Kreis) sind erlaubt)
oder basierend auf einer alten amerikanischen Notensatztradition (einige
lateinische Notenbezeichnungen sind auch erlaubt).
Um alte amerikanische Liederbücher zu imitieren, gibt es einige
vordefinierte Notenstile wie etwa \aikenHeads (im Stil von Aiken)
oder \sacredHarpHeads (im Stil der Sacred Harp-Tradition).
Dieses Beispiel zeigt, wie man unterschiedlich geformte Noten erhält und eine Melodie transponieren kann, ohne dass das Verhältnis zwischen den harmonischen Funktionen und dem Notenstil verloren geht.
Frament = {
\key c \major
c2 d
e2 f
g2 a
b2 c
}
\score {
\new Staff {
\transpose c d
\relative c' {
\set shapeNoteStyles = #'#(do re mi fa
#f la ti)
\Frament
}
\break
\relative c' {
\set shapeNoteStyles = #'#(cross triangle fa #f
mensural xcircle diamond)
\Frament
}
}
\layout { ragged-right = ##t }
}
Alle Notenkopfstile finden sich in Notenkopfstile.
Siehe auch
Schnipsel: Tonhöhen.
Notationsreferenz: Notenkopfstile.
Referenz der Interna: note-event, Note_heads_engraver, NoteHead, note-head-interface.
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Improvisation
Improvisation wird manchmal angezeigt, indem schräge Notenköpfe gesetzt werden, wenn der Spieler eine beliebige Tonhöhe wählen kann aber den vorgegebenen Rhythmus spielen soll. Sie können wie folgt benutzt werden:
\new Voice \with {
\consists "Pitch_squash_engraver"
} {
e8 e g a a16( bes) a8 g
\improvisationOn
e8 ~
e2 ~ e8 f4 f8 ~
f2
\improvisationOff
a16( bes) a8 g e
}
Vordefinierte Befehle
\improvisationOn,
\improvisationOff.
Siehe auch
Schnipsel: Tonhöhen.
Referenz der Interna: Pitch_squash_engraver, Voice, RhythmicStaff.
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1.2 Rhythmus
Dieser Abschnitt erklärt die Eingabe von Rhythmen, Pausen, Dauern, Bebalkung und Takten.
| 1.2.1 Rhythmen eingeben | ||
| 1.2.2 Pausen eingeben | ||
| 1.2.3 Rhythmen anzeigen lassen | ||
| 1.2.4 Balken | ||
| 1.2.5 Takte | ||
| 1.2.6 Besondere rhythmische Fragen |
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1.2.1 Rhythmen eingeben
| Tondauern | ||
| Andere rhythmische Aufteilungen | ||
| Tondauern skalieren | ||
| Bindebögen |
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Tondauern
Notenlängen (Dauern) werden durch
Zahlen und Punkte notiert: Dauern werden als reziproke Werte geschrieben.
Zum Beispiel wird eine Viertelnote mit 4 notiert (weil sie eine
1/4-Note ist), eine halbe Note mit 2 (weil sie eine 1/2-Note ist).
Noten, die länger als eine Ganze sind, müssen mit \longa
(für die Longa, also vier Ganze) und
\breve (für die Brevis, auch Doppelganze genannt) notiert werden.
Notendauern bis hin zu 128steln sind unterstützt. Kürzere Notenwerte können
auch notiert werden, können allerdings nur als Noten mit Balken auftreten.
\time 8/1 c\longa c\breve c1 c2 c4 c8 c16 c32 c64 c64
Hier die selben Notendauern ohne die Balken.
\time 8/1 \autoBeamOff c\longa c\breve c1 c2 c4 c8 c16 c32 c64 c64
Eine Note mit der vierfacheen Dauer einer Brevis kann mit dem
Befehl \maxima eingegeben werden, aber ihre Darstellung
ist nur für die Alte Musiknotation unterstützt. Zu Einzelheiten
siehe Notation von alter Musik.
Wenn die Dauer hinter einer Notenbezeichnung nicht angegeben ist, wird die Dauer der vorhergehenden Note eingesetzt. Der Standardwert für die erste Note ist eine Viertel.
a a a2 a a4 a a1 a
Um punktierte Notendauern zu erhalten, muss einfach nur ein Punkt
(.) hinter die Zahl der Dauer gesetzt werden. Zwei Punkte
ergeben eine doppelte Punktierung, usw.
a4 b c4. b8 a4. b4.. c8.
Manche Notenlängen können nicht mit binären Dauern und Punkten dargestellt werden, sie können nur erreicht werden, indem man Noten überbindet. Für Einzelheiten siehe Bindebögen.
Wie den Silben von Gesangtext eigene Dauern zu gewiesen werden können und wie man sie an den Noten ausrichtet ist erklärt in Notation von Gesang.
Optional können Noten streng proportional nach ihrer exakten Dauer gesetzt werden. Zu Einzelheiten hierzu und weiteren Einstellungen für proportionale Notation siehe Proportionale Notation.
Punkte werden normalerweise nach oben verschoben, damit sie die Notenlinien nicht berühren. Fertige Befehle können eingesetzt werden, um eine bestimmte Richtung manuell zu erzwingen, zu Einzelheiten siehe Richtung und Platzierung.
Vordefinierte Befehle
\autoBeamOff,
\dotsUp,
\dotsDown,
\dotsNeutral.
Siehe auch
Glossar: Brevis, Longa, maxima, Notenwert, Dauerbezeichnungen für Noten und Pausen.
Notationsreferenz: Automatische Balken, Bindebögen, Rhythmen eingeben, Pausen eingeben, Notation von Gesang, Notation von alter Musik, Proportionale Notation.
Schnipsel: Rhythmus.
Referenz der Interna: Dots, DotColumn.
Bekannte Probleme und Warnungen
Es gibt keine grundlegende Grenze für die Dauer von Pausen (sowohl kürzer als auch länger), aber die Anzahl an Symbolen ist begrenzt: Einzelne Pausen können von 128stel bis zur Maxima (8 Ganze) gesetzt werden.
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Andere rhythmische Aufteilungen
Triolen und andere rhythmische Aufteilungen werden aus einem musikalischen Ausdruck erstellt, indem dessen Tondauern mit einem Bruch multipliziert werden.
\times Bruch musikalischer Ausdruck
Die Dauer eines musikalischen Ausdrucks wird mit dem Bruch multipliziert. Der Nenner des Bruchs wird über (oder unter) den Noten ausgegeben, optional mit einer eckigen Klammer, die die Noten einfasst. Die üblichste Aufteilung ist die Triole, in welcher drei Noten die Länge von zwei haben, der Wert jeder einzelnen Note ist also 2/3 der notierten Länge.
a2 \times 2/3 { b4 b b }
c4 c \times 2/3 { b4 a g }
Die automatische Platzierung der Triolenklammer über oder unter den Noten kann manuell geändert werden mit definierten Befehlen, siehe Richtung und Platzierung.
N-tolen können ineinander geschachtelt werden:
\autoBeamOff
c4 \times 4/5 { f8 e f \times 2/3 { e[ f g] } } f4 |
Wenn man die Eigenschaften von N-tolen verändern will, die zum
selben musikalischen Zeitpunkt beginnen, muss \tweak
eingesetzt werden.
Um die Dauern von Noten zu ändern, ohne die N-tolen-Klammern zu setzen, siehe Tondauern skalieren.
Vordefinierte Befehle
\tupletUp,
\tupletDown,
\tupletNeutral.
Ausgewählte Schnipsel
Mehrere Triolen notieren, aber nur einmal \times benutzen
Die Eigenschaft tupletSpannerDuration bestimmt, wie lange jede
der N-tolen innerhalb der Klammern nach dem \times-Befehl
dauert. Auf diese Art können etwa viele Triolen nacheinander mit nur
einem \times-Befehl geschrieben werden.
Im Beispiel sind zwei Triolen zu sehen, obwohl \times nur
einmal geschrieben wurde.
Mehr Information über make-moment gibt es in "Verwaltung der Zeiteinheiten".
\relative c' {
\time 2/4
\set tupletSpannerDuration = #(ly:make-moment 1 4)
\times 2/3 { c8 c c c c c }
}
Die Zahl der N-tole verändern
Standardmäßig wird nur der Zähler des N-tolen-Bruchs über der Klammer
dargestellt, wie er dem \times-Befehl übergeben wird.
Man kann aber auch Zähler/Nenner ausgeben lassen, oder die Zahl
vollständig unterdrücken.
\relative c'' {
\times 2/3 { c8 c c }
\times 2/3 { c8 c c }
\override TupletNumber #'text = #tuplet-number::calc-fraction-text
\times 2/3 { c8 c c }
\override TupletNumber #'stencil = ##f
\times 2/3 { c8 c c }
}
Zeilenumbrüche bei N-tolen mit Balken erlauben
Dieses künstliche Beispiel zeigt, wie sowohl automatische als auch manuelle Zeilenumbrüche innerhalb einer N-tole mit Balken erlaubt werden können. Diese unregelmäßige Bebalkung muss allerdings manuell gesetzt werden.
\layout {
\context {
\Voice
% Zeilenumbrüche innerhalb von N-tolen zulassen
\remove "Forbid_line_break_engraver"
% Balken können an Umbrüchen gebrochen werden
\override Beam #'breakable = ##t
}
}
\relative c'' {
a8
\repeat unfold 5 { \times 2/3 { c[ b a] } }
% Manuellen Zeilenumbruch in N-tole
\times 2/3 { c[ b \bar "" \break a] }
\repeat unfold 5 { \times 2/3 { c[ b a] } }
c8
}
Siehe auch
Glossar: Triole, N-tole, Polymetrie.
Handbuch zum Lernen: Optimierungsmethoden.
Notationrreferenz:
Verwaltung der Zeiteinheiten,
Tondauern skalieren,
Der \tweak-Befehl,
Polymetrische Notation.
Schnipsel: Rhythmus.
Referenz der Interna: TupletBracket, TupletNumber, TimeScaledMusic.
Bekannte Probleme und Warnungen
Wenn die erste Noten eines Systems ein Vorschlag (eine Verzierung)
ist, die von einer N-tole gefolgt ist, muss der Vorschlag
vor den \times-Befehl gesetzt werden um Fehler zu
vermeiden. Überall sonst können Vorschläge innerhalb von
N-tolen gesetzt werden.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Andere rhythmische Aufteilungen ] | [ Nach oben : Rhythmen eingeben ] | [ Bindebögen > ] | ||
Tondauern skalieren
Die Dauer von einzelnen Noten, Pausen oder Akkorden kann mit einem Bruch multipliziert werden, indem hinter die Notendauer „*N/M“ (oder „*N“ wenn M 1 ist) geschrieben wird. Die Erscheinung der Noten oder Pausen wird dadurch nicht beeinflusst, die neue Dauer wird aber dazu benutzt, ihre Position im Takt zu errechnen und die neue Dauer in der MIDI-Ausgabe einzusetzen. Die Faktoren, mit denen multipliziert wird, können auch kombiniert werden, etwa „*L*M*/N“.
Im nächsten Beispiel nehmen die drei ersten Noten genau zwei Schläge ein, aber es wird keine Triolenklammer über ihnen ausgegeben.
\time 2/4 % Dauern zu Triolen verändern a4*2/3 gis4*2/3 a4*2/3 % Normale Tondauern a4 a4 % Dauer der Akkorde verdoppeln <a d>4*2 % Dauer einer Vietel, erscheint vie eine Sechszehntel b16*4 c4
Die Dauer von unsichtbaren Noten kann auch mit einem Faktor
beeinflusst werden. Das ist sinnvoll, wenn man viele Takte
überspringen muss, etwa s1*23.
Längere Notenabschnitte können auf die gleiche Art durch Multiplikation mit einem Bruch komprimiert werden, als ob jede Note, jeder Akkord oder jede Pause mit dem Bruch multipliziert würde. Damit bleibt das Aussehen der Musik unverändert, aber die interne Dauer der Noten wird mit dem Bruch multipliziert. Die Leerzeichen um den Punkt im Beispiel sind notwendig. Hier ein Beispiel, das zeigt, wie Noten komprimiert und ausgedehnt werden kann:
\time 2/4
% Normale Tondauern
<c a>4 c8 a
% Noten mit 2/3 skalieren
\scaleDurations #'(2 . 3) {
<c a f>4. c8 a f
}
% Noten *2 skalieren
\scaleDurations #'(2 . 1) {
<c' a>4 c8 b
}
Eine Anwendung für diesen Befehl ist polymetrische Notation, siehe Polymetrische Notation.
Siehe auch
Notationsreferenz: Andere rhythmische Aufteilungen, Unsichtbare Pausen, Polymetrische Notation.
Schnipsel: Rhythmus.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Tondauern skalieren ] | [ Nach oben : Rhythmen eingeben ] | [ Pausen eingeben > ] | ||
Bindebögen
Ein Bindebogen verbindet zwei benachbarte Noten der selben Tonhöhe. Als Resultat wird die Dauer der Notenlänge verlängert.
|
Achtung: Bindebögen dürfen nicht mit Legatobögen verwechselt werden, durch die die Vortragsart bezeichnet wird, noch mit Phrasierungsbögen, die musikalische Phrasen anzeigen. Ein Bindebogen ist nur eine Art, die Tondauer zu verlängern, ähnlich etwa wie die Punktierung. |
Ein Bindebogen wird mit der
Tilde ~ (AltGr++) notiert.
a2 ~ a
Bindebögen werden eingesetzt, wenn die Note entweder über eine Taktlinie hinüberreicht, oder wenn die entsprechende Dauer der Note nicht mit Punktierung erreicht werden kann. Bindebögen sollten auch benutzt werden, wenn Notenwerte über die inneren Unterteilungen von Takten hinüberreichen:
Wenn viele Noten über Taktlinien gebunden werden müssen, kann es einfacher sein, automatische Notenaufteilung einzustellen, wie beschrieben in Automatische Aufteilung von Noten. Mit diesem Mechanismus werden lange Noten automatisch aufgeteilt, wenn sie über Taktgrenzen reichen.
Wenn ein Bindebogen an einen Akkord gehängt wird, werden alle Noten dieses Akkordes übergebunden. Wenn kein Notenkopf passt, wird auch kein Bogen erzeugt. Noten in Akkorden können auch einzeln übergebunden werden, indem sie innerhalb des Akkordes hinter die entsprechende Note geschrieben werden.
<c e g> ~ <c e g> <c~ e g~ b> <c e g b>
Wenn die zweite Variante einer Wiederholung mit einer übergebundenen Note anfängt, muss der Bindebogen wie folgt notiert werden:
\repeat volta 2 { c g <c e>2 ~ }
\alternative {
% Erste Weiche: nächste Note ist normal gebunden
{ <c e>2. r4 }
% Zweite Weiche: folgende Note hat einen Wiederholten Bindebogen
{ <c e>2\repeatTie d4 c } }
So genannte laissez vibrer-Bögen werden verwendet um anzuzeigen, dass man die Musik ausklingen lassen soll. Sie werden in der Klavier-, Harfen-, anderer Saiteninstrument- und Schlagzeugnotation verwendet. Sie können folgendermaßen notiert werden:
<c f g>1\laissezVibrer
Die vertikale Position von Bindebögen kann kontrolliert werden, siehe die vordefinierten Befehle unten oder für Einzelheiten Richtung und Platzierung.
Durchgehende, gepunktete oder gestrichelte Bindebögen können spezifiziert werden, siehe die vordefinieren Befehle.
Vordefinierte Befehle
\tieUp,
\tieDown,
\tieNeutral,
\tieDotted,
\tieDashed,
\tieSolid.
Ausgewählte Schnipsel
Überbingungen für Arpeggio genutzen
Überbindungen werden teilweise benutzt, um Arpeggios zu notieren. In
diesem Fall stehen die übergebundenen Noten nicht unbedingt hintereinander.
Das Verhalten kann erreicht werden, indem die tieWaitForNote-Eigenschaft
auf #t gesetzt wird. Diese Funktion ist auch sinnvoll, um etwa
ein Tremolo mit einem Akkord zu überbinden, kann aber prinzipiell auch
für normale Überbindungen eingesetzt werden
\relative c' {
\set tieWaitForNote = ##t
\grace { c16[ ~ e ~ g] ~ } <c, e g>2
\repeat tremolo 8 { c32 ~ c' ~ } <c c,>1
e8 ~ c ~ a ~ f ~ <e' c a f>2
\tieUp
c8 ~ a
\tieDown
\tieDotted
g8 ~ c g2
}
Bindebögen manuell setzen
Überbindungen können manuell gesetzt werden, indem man die
tie-configuration-Eigenschaft des TieColumn-Objekts
beeinflusst. Die erste Zahl zeigt den Abstand von der Mitte in
Notensystemabständen an, die zweite Zahl zeigt die Richtung an (1 = nach oben,
-1 = nach unten).
\relative c' {
<c e g>2 ~ <c e g>
\override TieColumn #'tie-configuration =
#'((0.0 . 1) (-2.0 . 1) (-4.0 . 1))
<c e g> ~ <c e g>
}
Siehe auch
Glossar: Bindebogen, Laissez-vibrer-Bögen.
Notationsreferenz: Automatische Aufteilung von Noten.
Schnipsel: Rhythmus.
Referenz der Interna: LaissezVibrerTie, LaissezVibrerTieColumn, TieColumn, Tie.
Bekannte Probleme und Warnungen
Der Wechsel zwischen Systemen bei aktiver Überbindung produziert keinen gekrümmten Bogen.
Änderung von Schlüssel oder Oktavierung zwischen übergebundenen Noten ist nicht richtig definiert. In diesen Fällen kann es besser sein, einen Legatobogen zu verwenden.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Bindebögen ] | [ Nach oben : Rhythmus ] | [ Pausen > ] | ||
1.2.2 Pausen eingeben
Pausen werden als Teil der musikalischen Ausdrücke zusammen mit den Noten notiert.
| Pausen | ||
| Unsichtbare Pausen | ||
| Ganztaktige Pausen |
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Pausen eingeben ] | [ Nach oben : Pausen eingeben ] | [ Unsichtbare Pausen > ] | ||
Pausen
Pausen werden wie Noten eingegeben, ihre Bezeichnung ist r.
Dauern, die länger als eine Ganze sind, haben die gezeigten
vordefinierten Befehle:
\new Staff {
% Die zwei Linien sind nur zur Verschönerung
\time 16/1
\override Staff.TimeSignature #'stencil = ##f
% Setze Maxima-Pause, gleich vier Breven
r\maxima
% Setze Longa-Pause, gleich zwei Breven
r\longa
% Setze Breve-Pause
r\breve
r1 r2 r4 r8 r16 r32 r64 r128
}
Pausen, die ganze Takte ausfüllen und in der Taktmitte zentriert werden sollen, müssen als mehrtaktige Pausen eingegeben werden. Sie können sowohl für einen einzigen Takt als auch für mehrere Takte verwendet werden, Näheres im Abschnitt Ganztaktige Pausen.
Um die vertikale Position einer Pause explizit festzulegen,
kann eine Note eingegeben werden, gefolgt vom Befehl \rest.
Die Pause wird dann an die Stelle gesetzt, wo sich sonst die
Note befinden würde. Damit wird die manuelle Formatierung von mehrstimmiger Musik
sehr viel einfacher, da die Formatierungsfunktion zur automatischen
Auflösung von Zusammenstößen diese Pausen nicht mit einbezieht.
a4\rest d4\rest
Pausenstile
Pausen können in verschiedenen Stilen dargestellt werden.
\layout {
indent = 0.0
\context {
\Staff
\remove "Time_signature_engraver"
}
}
\new Staff \relative c {
\cadenzaOn
\override Staff.Rest #'style = #'mensural
r\maxima^\markup \typewriter { mensural }
r\longa r\breve r1 r2 r4 r8 r16 s32 s64 s128 s128
\bar ""
\override Staff.Rest #'style = #'neomensural
r\maxima^\markup \typewriter { neomensural }
r\longa r\breve r1 r2 r4 r8 r16 s32 s64 s128 s128
\bar ""
\override Staff.Rest #'style = #'classical
r\maxima^\markup \typewriter { classical }
r\longa r\breve r1 r2 r4 r8 r16 r32 r64 r128 s128
\bar ""
\override Staff.Rest #'style = #'default
r\maxima^\markup \typewriter { default }
r\longa r\breve r1 r2 r4 r8 r16 r32 r64 r128 s128
}
Siehe auch
Glossar: Brevis, Longa, maxima.
Notationsreferenz: Ganztaktige Pausen.
Schnipsel: Rhythmus.
Referenz der Interna: Rest.
Bekannte Probleme und Warnungen
Es gibt keine gundlegende Grenze für die Dauer von Pausen (sowohl kürzer als auch länger), aber die Anzahl von Symbolen ist begrenzt: Es gibt Zeichen für Pausen von einer 128 bis zu einer Maxima (8 Ganze).
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Pausen ] | [ Nach oben : Pausen eingeben ] | [ Ganztaktige Pausen > ] | ||
Unsichtbare Pausen
Eine unsichtbare Pause (auch als „skip“ oder Überspringung bezeichnet)
kann wie eine Note eingegeben werden, die Notationsbezeichnung ist s.
a4 a4 s4 a4 \skip 1 a4
Die s-Syntax steht nur im Noten- oder Akkordmodus zur Verfügung. In
anderen Situationen, z. B. innerhalb eines Liedtextes, muss \skip
benutzt werden. \skip benötigt eine explizite Dauerangabe.
<<
{
a2 \skip2 a2 a2
}
\new Lyrics {
\lyricmode {
foo2 \skip 1 bla2
}
}
>>
Die Überspringung mit s erstellt Staff und
Voice-Kontext, wenn es erforderlich ist, genauso wie Noten und Pausen.
s1 s s
Der Überspringungsbefehl (\skip) ist einfach ein leerer Platzhalter.
Durch ihn wird
überhaupt nichts gesetzt, auch keine transparenten Objekte.
% Gültiger Eingabecode, aber tut nichts \skip 1 \skip1 \skip 1
Siehe auch
Schnipsel: Rhythmus.
Referenz der Interna: SkipMusic
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Unsichtbare Pausen ] | [ Nach oben : Pausen eingeben ] | [ Rhythmen anzeigen lassen > ] | ||
Ganztaktige Pausen
Pausen für einen oder mehrere ganze Takte werden wie
Noten eingegeben, wobei die Bezeichnung ein Großbuchstabe
R ist:
% Pausentakte zu einem einzelnen Takt zusammegezogen \compressFullBarRests R1*4 R1*24 R1*4 b2^"Tutti" b4 a4
Die Dauer von Ganztaktpausen wird genauso angegeben wie die Dauer von Noten. Die Dauer einer Ganztaktpause muss immer eine ganze Anzahl an Taktlängen sein, weshalb Punktierungen und Brüche recht häufig eingesetzt werden müssen.
\compressFullBarRests \time 2/4 R1 | R2 | \time 3/4 R2. | R2.*2 | \time 13/8 R1*13/8 | R1*13/8*12 | \time 10/8 R4*5*4 |
Eine Ganztaktpause wird abhängig von der Taktart entweder als Ganze oder Brevis-Pause gesetzt, zentriert im Takt.
\time 4/4 R1 | \time 6/4 R1*3/2 | \time 8/4 R1*2 |
In den Standardeinstellungen werden mehrtaktige Pausen ausgeschrieben gesetzt, sodass sie die entsprechende Anzahl von Takten einnehmen. Alternativ kann die mehrtaktige Pause aber auch nur in einem Takt angezeigt werden, der ein Mehrtaktpausensymbol geinhaltet, wobei die Anzahl der Takte der Pausendauer über dem Pausenzeichen ausgegeben wird:
% Standart \time 3/4 r2. | R2.*2 | \time 2/4 R2 | \time 4/4 % Pausentakte zu einem einzelnen Takt zusammegezogen \compressFullBarRests r1 | R1*17 | R1*4 | % Pausentakte ausklappen \expandFullBarRests \time 3/4 R2.*2 |
Textbeschriftung kann Mehrtaktpausen mit \markup
hinzugefügt werden. Ein
vordefinierte Befehl \fermataMarkup fügt eine
Fermate ein.
\compressFullBarRests
\time 3/4
R2.*10^\markup { \italic "ad lib." }
R2.^\fermataMarkup
|
Achtung: Beschriftungen, die an Mehrtaktpausen gehängt werden, sind
Objekte vom Typ |
% Das funktioniert nicht, weil die falsche Objektbezeichnung angegeben ist \override TextScript #'padding = #5 R1^"wrong" % Das stimmt und funktioniert \override MultiMeasureRestText #'padding = #5 R1^"right"
Wenn eine Mehrtaktpause direkt auf einen Auftakt mit \partial
folgt, werden möglicherweise daraus resultierende
Taktprüfungswarnungen nicht angezeigt.
Vordefinierte Befehle
\textLengthOn,
\textLengthOff,
\fermataMarkup,
\compressFullBarRests,
\expandFullBarRests.
Ausgewählte Schnipsel
Die Erscheinung von Pausentakten ändern
Wenn zehn oder weniger Pausentakte vorkommen, wird eine Reihe von Longa-
und Brevispausen (auch Kirchenpausen genannt) gesetzt, bei mehr Takten
wird eine Line mit der Taktanzahl ausgegeben. Der vorgegebene Wert von
zehn kann geändert werden, indem man die expand-limit-Eigenschaft
setzt:
\relative c'' {
\compressFullBarRests
R1*2 | R1*5 | R1*9
\override MultiMeasureRest #'expand-limit = #3
R1*2 | R1*5 | R1*9
}
Positionierung von Ganztaktpausen
Anders als bei normalen Pausen gibt es keinen direkten Befehl, um die vertikale Position von Ganztaktpausen zu beeinflussen, indem man sie an eine Tonhöhe anhängt. In polyphoner Notation wird aber dennoch die Position der Pausen von geraden und ungeraden Stimmen voneinander unterschieden. Die Position von Ganztaktpausen kann wie folgt verändert werden:
\relative c'' {
% Multi-measure rests by default are set under the fourth line
R1
% Sie können mit override verschoben werden
\override MultiMeasureRest #'staff-position = #-2
R1
% Ein Wert von O ist die Standardposition
% hiermit wird die Pause zur Mittellinie verschoben
\override MultiMeasureRest #'staff-position = #-0.01
R1
% Ganztaktpausen in Stimmen mit ungerader Zahl sind unter der obersten Linie
<< { R1 } \\ { a1 } >>
% Ganztaktpausen in geraden Stimmen sind unter der untersten Linie
<< { c1 } \\ { R1 } >>
% auch in leeren Takten bleichen sie getrennt
<< { R1 } \\ { R1 } >>
% Hiermit werden sie zusammegefügt, auch wenn sie zwei Stimmen sind
\compressFullBarRests
<<
\revert MultiMeasureRest #'staff-position
{ R1*3 }
\\
\revert MultiMeasureRest #'staff-position
{ R1*3 }
>>
}
Multi-measure rest markup
Markups attached to a multi-measure rest will be centered above or below it. Long markups attached to multi-measure rests do not cause the measure to expand. To expand a multi-measure rest to fit the markup, use a spacer rest with an attached markup before the multi-measure rest.
Note that the spacer rest causes a bar line to be inserted. Text attached to a spacer rest in this way is left-aligned to the position where the note would be placed in the measure, but if the measure length is determined by the length of the text, the text will appear to be centered.
\relative c' {
\compressFullBarRests
\textLengthOn
s1*0^\markup { [MAJOR GENERAL] }
R1*19
s1*0_\markup { \italic { Cue: ... it is yours } }
s1*0^\markup { A }
R1*30^\markup { [MABEL] }
\textLengthOff
c4^\markup { CHORUS } d f c
}
Siehe auch
Glossar: Pausen über mehrere Takte.
Notationsreferenz: Tondauern, Text, Text formatieren, Textarten.
Schnipsel: Rhythmus.
Referenz der Interna: MultiMeasureRest, MultiMeasureRestNumber, MultiMeasureRestText.
Bekannte Probleme und Warnungen
Wenn man versucht, mit Fingersatz (etwa R1*10-4 Zahlen
über Ganztaktpausen zu setzen, kann die Zahl des Fingersatzes
(4) mit der Taktanzahl (10) zusammenstoßen.
Es gibt keine Möglichkeit, normale Pausen automatisch zu Ganztaktpausen zu reduzieren.
Ganztaktpausen werden bei der Vermeidung von Zusammenstößen nicht berücksichtigt.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Ganztaktige Pausen ] | [ Nach oben : Rhythmus ] | [ Taktangabe > ] | ||
1.2.3 Rhythmen anzeigen lassen
| Taktangabe | ||
| Auftakte | ||
| Musik ohne Metrum | ||
| Polymetrische Notation | ||
| Automatische Aufteilung von Noten | ||
| Melodierhythmus anzeigen |
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Rhythmen anzeigen lassen ] | [ Nach oben : Rhythmen anzeigen lassen ] | [ Auftakte > ] | ||
Taktangabe
Taktangaben könne wie folgt erstellt werden.
\time 2/4 c'2 \time 3/4 c'2.
Taktangaben werden zu Beginn eines Stückes gesetzt und immer dann, wenn sich die Taktart ändert. Wenn eine Änderung am Ende einer Zeile geschieht, wird eine warnende Taktangabe am Ende der Zeile ausgegeben. Dieses Verhalten kann verändert werden, siehe Sichtbarkeit von Objekten.
\time 2/4 c2 c \break c c \break \time 4/4 c c c c
Das Symbol für die Taktarten 2/2 und 4/4 kann in ein Zahlensymbol umgewandelt werden:
% Standardstil \time 4/4 c1 \time 2/2 c1 % Wechsel zum nummerierten Stil \numericTimeSignature \time 4/4 c1 \time 2/2 c1 % Zurück zum Standard \defaultTimeSignature \time 4/4 c1 \time 2/2 c1
Symbole für Modus und Proprietas der mensuralen Notation werden behandelt unter Taktangaben Alter Musik.
Vordefinierte Befehle
\numericTimeSignature,
\defaultTimeSignature.
Ausgewählte Schnipsel
Changing the time signature without affecting the beaming
The \time command sets the properties
timeSignatureFraction, beatLength, beatGrouping
and measureLength in the Timing context, which is
normally aliased to Score. Changing the value of
timeSignatureFraction causes the new time signature symbol to be
printed without changing any of the other properties:
\relative c'' {
\time 3/4
a16 a a a a a a a a a a a
% Taktartsymbol ändern, aber 3/4-Balken
% wegen unveränderter Taktartaufteilung behalten
\set Score.timeSignatureFraction = #'(12 . 16)
a16 a a a a a a a a a a a
\time 12/16
% 3/4-Balken lösen, da \time geändert wurde
a16 a a a a a a a a a a a
}
Zusammengesetzte Taktarten
Ungerade Taktarten werden (wie etwa "5/8") werden oft als zusammengesetzte Taktarten interpretiert (bspw. "3/8 + 2/8"), in welchen zwei oder mehr Teiltakte unterschieden werden. LilyPond kann derartige Noten produzieren, indem entsprechende Taktarten gesetzt werden und die automatische Bebalkung angepasst wird.
#(define ((compound-time one two num) grob)
(grob-interpret-markup grob
(markup #:override '(baseline-skip . 0) #:number
(#:line (
(#:column (one num))
#:vcenter "+"
(#:column (two num)))))))
\relative c' {
\override Staff.TimeSignature #'stencil = #(compound-time "2" "3" "8")
\time 5/8
#(override-auto-beam-setting '(end 1 8 5 8) 1 4)
c8 d e fis gis
c8 fis, gis e d
c8 d e4 gis8
}
Siehe auch
Glossar: Taktangabe
Notationsreferenz: Taktangaben Alter Musik, Verwaltung der Zeiteinheiten.
Schnipsel: Rhythmus.
Referenz der Interna: TimeSignature, Timing_translator.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
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Auftakte
Verkleinerte Takte, wie etwa ein Auftakt, werden mit dem
Befehl \partial notiert, dessen Syntax lautet:
\partial Dauer
wobei Dauer die rhythmische Länger der Noten darstellt, die vor dem ersten vollständigen Takt gesetzt werden sollen:
\partial 4 e4 | a2. c,4 |
Das wird intern übersetzt nach:
\set Timing.measurePosition = -Länge der Dauer
Die Eigenschaft measurePosition (Takt-Position) enthält
eine rationale Zahl,
die anezigt, wie groß der Abstand zum Taktanfang ist. Deshalb ist
sie eine negative Zahl; \partial 4 wird also intern übersetzt
zu: „Eine Viertel bleibt übrig vom ganzen Takt.“
Siehe auch
Glossar: Auftakt.
Notationsreferenz: Verzierungen.
Schnipsel: Rhythmus.
Referenz der Interna: Timing_translator.
Bekannte Probleme und Warnungen
\partial ist nur für den Anfang eines Stückes vorgesehen. Wenn der
Befehl innerhalb eines Stückes verwendet wird, können seltsame Warnungen
auftreten.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
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Musik ohne Metrum
Taktlinien und Taktzahlen werden automatisch erzeugt. Für Musik
ohne Metrum hingegen (etwa Kadenzen) ist das jedoch nicht
erwünscht. Mit den Befehlen \cadenzaOn und
\cadenzaOff kann dieses Verhalten ausgeschaltet und
wieder angeschaltet werden.
c4 d e d \cadenzaOn c4 c d8 d d f4 g4. \cadenzaOff \bar "|" d4 e d c
Taktnummerierung wird am Ende der Kadenz wieder aufgenommen, als ob es die Kadenz nicht gegeben hätte:
% Alle Taknummern anzeigen \override Score.BarNumber #'break-visibility = #all-visible c4 d e d \cadenzaOn c4 c d8 d d f4 g4. \cadenzaOff \bar "|" d4 e d c
Vordefinierte Befehle
\cadenzaOn,
\cadenzaOff.
Siehe auch
Glossar: Kadenz.
Schnipsel: Rhythmus.
Bekannte Probleme und Warnungen
LilyPond fügt Zeilen- und Seitenumbrüche nur an einer Taktlinie ein. Wenn die Kadenz nicht vor einem Umbruch endet, müssen Sie selber unsichtbare Taktlinien mit
\bar ""
einfügen, um anzuzeigen, wo umgebrochen werden darf.
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Polymetrische Notation
Polymetrische Notation ist unterstützt, entweder direkt, oder indem man das sichtbare Taktart-Symbol verändert und zusätzlich die Notendauern skaliert.
Systeme mit unterschiedlichen Taktarten, gleiche Taktlänge
Diese Art der Notation kann erstellt werden, indem für jedes
System eine identische Taktart eingestellt wird, aber manuell
für jeden Takt durch Einstellung von timeSignatureFraction
auf den gewünschten Bruch geändert und dann die Länge der
Noten entsprechenden skaliert wird, siehe auch Taktangabe.
Die Skalierung geschieht mit dem Befehl
\scaleDurations, der auf ähnliche Weise wie \times
benutzt wird, aber keine Klammer über den Noten ausgibt. Siehe
auch Tondauern skalieren.
In diesem Beispiel werden Noten mit den Taktarten 3/4, 9/8 und 10/8 parallel benutzt. Im zweiten System werden die gezeigten Dauern mit 2/3 multipliziert, da 2/3x9/8=3/4, und im dritten System werden die gezeigten Dauern mit 3/5 multipliziert, da 3/5x10/8=3/4. Oft wird es nötig sein, Balken manuell zu setzen, weil die Skalierung sich auch auf die automatische Bebalkung auswirkt.
\relative c' <<
\new Staff {
\time 3/4
c4 c c |
c c c |
}
\new Staff {
\time 3/4
\set Staff.timeSignatureFraction = #'(9 . 8)
\scaleDurations #'(2 . 3)
\repeat unfold 6 { c8[ c c] }
}
\new Staff {
\time 3/4
\set Staff.timeSignatureFraction = #'(10 . 8)
\scaleDurations #'(3 . 5) {
\repeat unfold 2 { c8[ c c] }
\repeat unfold 2 { c8[ c] } |
c4. c4. \times 2/3 { c8[ c c] } c4
}
}
>>
Systeme mit unterschiedlichen Taktarten, unterschiedliche Taktlänge
Jedes System kann auch eine eigene unabhängige Taktart erhalten.
Dazu muss der Timing_translator und der
Default_bar_line_engraver in den Staff-Kontext
verschoben werden.
\layout {
\context {
\Score
\remove "Timing_translator"
\remove "Default_bar_line_engraver"
}
\context {
\Staff
\consists "Timing_translator"
\consists "Default_bar_line_engraver"
}
}
% Jetzt hat jedes System eine eigene Taktart
\relative c' <<
\new Staff {
\time 3/4
c4 c c |
c c c |
}
\new Staff {
\time 2/4
c4 c |
c c |
c c |
}
\new Staff {
\time 3/8
c4. |
c8 c c |
c4. |
c8 c c |
}
>>
Ausgewählte Schnipsel
Zusammengesetzte Taktarten
Ungerade Taktarten werden (wie etwa "5/8") werden oft als zusammengesetzte Taktarten interpretiert (bspw. "3/8 + 2/8"), in welchen zwei oder mehr Teiltakte unterschieden werden. LilyPond kann derartige Noten produzieren, indem entsprechende Taktarten gesetzt werden und die automatische Bebalkung angepasst wird.
#(define ((compound-time one two num) grob)
(grob-interpret-markup grob
(markup #:override '(baseline-skip . 0) #:number
(#:line (
(#:column (one num))
#:vcenter "+"
(#:column (two num)))))))
\relative c' {
\override Staff.TimeSignature #'stencil = #(compound-time "2" "3" "8")
\time 5/8
#(override-auto-beam-setting '(end 1 8 5 8) 1 4)
c8 d e fis gis
c8 fis, gis e d
c8 d e4 gis8
}
Siehe auch
Glossar: Polymetrie, Polymetrische Taktangabe, Metrum.
Notationreferenz: Taktangabe, Tondauern skalieren.
Schnipsel: Rhythmus.
Referenz der Intera: TimeSignature, Timing_translator, Default_bar_line_engraver, Staff.
Bekannte Probleme und Warnungen
Wenn unterschiedliche Taktarten paralell benutzt werden, werden Noten auf demselben musikalischen Moment horizontal auf die gleiche Position gesetzt. Die unterschiedlichen Taktlinien führen allerdings dazu, dass die Noten nicht ganz so regelmäßig gesetzt werden, wie es ohne unterschiedliche Taktarten der Fall wäre.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Polymetrische Notation ] | [ Nach oben : Rhythmen anzeigen lassen ] | [ Melodierhythmus anzeigen > ] | ||
Automatische Aufteilung von Noten
Lange Noten, die über Taktlinien hinüberreichen, können automatisch in übergebundene Noten aufgeteilt werden. Dieses Verhalten erreicht man, indem der Note_heads_engraver mit dem Completion_heads_engraver ausgetauscht wird. Im nächsten Beispiel werden Noten, die über die Taktlinie dauern, aufgeteilt und übergebunden.
\new Voice \with {
\remove "Note_heads_engraver"
\consists "Completion_heads_engraver"
}
{ c2. c8 d4 e f g a b c8 c2 b4 a g16 f4 e d c8. c2 }
Dieser Engraver teilt alle Noten auf, die über eine Taktlinie dauern und fügt Bindebögen hinzu. Er kann unter Anderem dann nützlich sein, wenn man komplexe Partituren auf Fehler überprüfen möchte: Wenn die Takte nicht vollständig gefüllt sind, zeigt die Überbindung genau an, wie viele Notenwerte noch in dem jeweiligen Takt fehlen.
Siehe auch
Glossar: Bindebogen
Handbuch zum Lernen: Was sind Engraver?, Engraver hinzufügen und entfernen.
Schnipsel: Rhythmus.
Referenz der Interna: Note_heads_engraver, Completion_heads_engraver, Forbid_line_break_engraver.
Bekannte Probleme und Warnungen
Nicht alle Notenwerte (besonders wenn sie andere rhythmische Aufteilungen beinhalten) können exakt durch normale Noten und Punktierungen wiedergegeben werden. Der Engraver setzt aber trotzdem keine Triolen etc.
Completion_heads_engraver wirkt sich nur auf Noten aus;
Pausen werden nicht aufgeteilt.
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Melodierhythmus anzeigen
Manchmal soll nur der Rhythmus einer Melodie dargestellt werden. Das erreicht man mit einem Rhythmus-Notensystem. Alle Tonhöhen werden auf eine Linie reduziert und das System hat auch nur eine einzige Linie.
<<
\new RhythmicStaff {
\new Voice = "meinRhythmus" {
\time 4/4
c4 e8 f g2
r4 g g f
g1
}
}
\new Lyrics {
\lyricsto "meinRhythmus" {
This is my song
I like to sing
}
}
>>
Akkordnotation für Gitarren bezeichnet auch oft zusätzlich den
geschlagenen Rhythmus. Das kann notiert werden unter Verwendung
des Pitch_squash_engraver und indem Tonhöhenimprovisation
eingeschaltet wird mit \improvisationOn.
<<
\new ChordNames {
\chordmode {
c1 f g c
}
}
\new Voice \with {
\consists Pitch_squash_engraver
} \relative c'' {
\improvisationOn
c4 c8 c c4 c8 c
f4 f8 f f4 f8 f
g4 g8 g g4 g8 g
c4 c8 c c4 c8 c
}
>>
Vordefinierte Befehle
\improvisationOn,
\improvisationOff.
Ausgewählte Schnipsel
Guitar strum rhythms
In Guitarrennotation kann neben Melodie, Akkordbezeichnungen und Bunddiagrammen auch der Schlagrhythmus angegeben werden.
\include "predefined-guitar-fretboards.ly"
<<
\new ChordNames {
\chordmode {
c1 f g c
}
}
\new FretBoards {
\chordmode {
c1 f g c
}
}
\new Voice \with {
\consists "Pitch_squash_engraver"
} {
\relative c'' {
\improvisationOn
c4 c8 c c4 c8 c
f4 f8 f f4 f8 f
g4 g8 g g4 g8 g
c4 c8 c c4 c8 c
}
}
\new Voice = "Melodie" {
\relative c'' {
c2 e4 e4
f2. r4
g2. a4
e4 c2.
}
}
\new Lyrics {
\lyricsto "Melodie" {
This is my song.
I like to sing.
}
}
>>
Siehe auch
Schnipsel: Rhythmus.
Referenz der Interna: RhythmicStaff, Pitch_squash_engraver.
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1.2.4 Balken
| Automatische Balken | ||
| Einstellung von automatischen Balken | ||
| Manuelle Balken | ||
| Gespreizte Balken |
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Balken ] | [ Nach oben : Balken ] | [ Einstellung von automatischen Balken > ] | ||
Automatische Balken
LilyPond setzt Balken (engl. beam) automatisch.
\time 2/4 c8 c c c \time 6/8 c c c c8. c16 c8
Wenn diese automatischen Entscheidungen nicht gut genug sind, können
die Balken auch explizit eingegeben werden, siehe
Manuelle Balken. Es können auch bestimmte
Balkenmuster, die sich vom Standard unterscheiden, definiert werden.
Die Standard-Regeln für die gebräuchlichsten Taktarten sind
in der Datei ‘scm/auto-beam.scm’ definiert. Wenn
dort keine Balkenregeln für die bestimmte Balkendauer in der
aktuellen Taktart vorhanden
sind, wird die Bebalkung geregelt von drei Kontexteigenschaften:
measureLength, beatLength und beatGrouping.
Sowohl die Balkenregeln als auch diese Kontexteigenschaften
können geändert werden, siehe Einstellung von automatischen Balken.
|
Achtung: Wenn Balken eingesetzt werden, um Melismen in Gesang
anzuzeigen, müssen die automatische Bebalkung ausgeschaltet werden
mit dem Befehl |
Automatische Bebalkung kann mit dem Befehl \autoBeamOff
aufgehoben werden und mit dem Befehl \autoBeamOn wieder
eingeschaltet werden.
c4 c8 c8. c16 c8. c16 c8 \autoBeamOff c4 c8 c8. c16 c8. \autoBeamOn c16 c8
Vordefinierte Befehle
\autoBeamOff,
\autoBeamOn.
Ausgewählte Schnipsel
Balken über Zeilenumbrüche
Zeilenumbrüche sind normalerweise während Balken verboten. Das kann geändert werden.
\relative c'' {
\override Beam #'breakable = ##t
c8 c[ c] c[ c] c[ c] c[ \break
c8] c[ c] c[ c] c[ c] c
}
Balken für weit außeinander liegende Noten ändern
Balken mit Hälsen in unterschiedliche Richtungen werden automatisch
erstellt, wenn ein großer Sprung zwischen Tonhöhen gefunden wird. Dieses
Verhalten kann durch die auto-knee-gap-Eigenschaft beeinflusst
werden. Ein derartiger Knie-Balken wird erstellt, wenn der Abstand größer
ist als der Wert von auto-knee-gap plus der Dicke des Balkens
(was von der Notendauer und der Neigung des Balkens abhängt). Der
Standardwert von auto-knee-gap ist 5.5 Notensystemabstände.
{
f8 f''8 f8 f''8
\override Beam #'auto-knee-gap = #6
f8 f''8 f8 f''8
}
Siehe auch
Notationsreferenz: Manuelle Balken, Einstellung von automatischen Balken.
Installierte Dateien: ‘scm/auto-beam.scm’.
Schnipsel: Rhythmus.
Referenz der Interna: Beam.
Bekannte Probleme und Warnungen
Automatische Bebalkung von weit außeinander liegenden Noten (wobei der Balken als Knie erscheint) kann nicht mit versteckten Systemen benutzt werden. Siehe Systeme verstecken.
Balken können mit Notenköpfen und Versetzungszeichen in anderen Stimmen zusammenstoßen.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Automatische Balken ] | [ Nach oben : Balken ] | [ Manuelle Balken > ] | ||
Einstellung von automatischen Balken
Die Position und Länge der automatischen Balken wird bestimmt
von bestimmten Regeln, wie beschrieben in Automatische Balken.
Es gibt zwei einander ausschließende Arten, diese Regeln zu
verändern. Mit der ersten Art verändert man Gruppen von
Noten, die einer bestimmten Taktart entsprechend mit Balken
versehen werden. Das muss manuell getan werden für die Taktarten,
für welche keine fertigen Regeln definiert worden sind. Die
zweite Methode verändert die Definitionen für die Endpunkte
der Balken und kann für jede Taktart eingesetzt werden. Diese
zweite Methode muss
eingesetzt werden für die Taktarten, für welche schon Regeln
definiert worden sind, es sei denn, alle Regeln wurden mit
revert rückgängig gemacht. Regeln sind definiert für
die Taktarten 3/2, 3/4, 4/4, 2/4, 4/8, 4/16, 6/8, 9/8 und 12/8.
Die Gruppierung von Noten verändern
Wenn keine Regeln für die Beendung von Balken für die aktuelle
Balkendauer in der benutzen Taktart vorhanden sind, wird die
Bebalkung von drei Kontext-Eigenschaften kontrolliert:
measureLength, beatLength und beatGrouping.
Diese Eigenschaften können in den Score, Staff oder
Voice-Kontexten gesetzt werden, um ihre Wirkungsweise zu
begrenzen. Die Standardwerte werden gesetzt, wenn der \time-Befehl
gelesen wird, sodass alle \set-Befehle nach den \time-Befehlen
geschrieben werden müssen.
Durch sie werden die Balken wie folgt bestimmt:
Balken können überall beginnen (außer ein Balken ist schon aktiv).
Balken enden zu den Werten, die beatGrouping und
beatLength bestimmten, nach folgenden Regeln:
- Wenn
beatGroupingundbeatLengthden gleichen Wert wiemeasureLengthhaben, wirdbeatGroupingbenutzt, um die Endpunkte der Balken zu bestimmen. - Wenn
beatGroupingundbeatLengthnicht mitmeasureLengthübereinstimmen, wirdbeatLengthbenutzt, um die Endpunkte der Balken zu bestimmen.
|
Achtung: Diese drei Eigenschaften werden für einen bestimmten
Balken nur dann aktiv, wenn für diese Balkendauer keine
Beendungsregeln für die benutzte Taktart definiert sind, oder
wenn alle diese Regeln mit |
Standardmäßig werden measureLength
(Taktlänge) und beatLength von der Taktart entnommen, die
mit \time gesetzt wurde. measureLength hat
standardmäßig genau die gleiche Länge wie die Taktlänge und der
Standardwert für beatLength (Taktzeit-Länge) wird durch
den Nenner des Taktart-Bruches bestimmt.
Der Standardwert von beatGrouping wird aus einer Tabelle
in der Datei ‘scm/music-functions.scm’ entnommen. Um
sie zu finden, siehe
Mehr Information.
Hier werden Taktzeiten-Gruppen für die Taktarten 5/8, 6/8, 8/8,
9/8 und 12/8 definiert.
Sowohl measureLength als auch beatLength sind
Momente, Einheiten musikalischer Dauer. Eine Größe der
Art Moment wird durch die Scheme-Funktion
ly:make-moment erstellt. Für mehr Information zu dieser
Funktion siehe Verwaltung der Zeiteinheiten.
beatGrouping ist eine Liste an Integren, die die Anzahl
von Zählzeiten für jede Gruppe darstellen.
Ausgewählte Schnipsel
Notengruppen
Balkengruppen können mit der beatGrouping-Eigenschaft geändert
werden:
\relative c'' {
\time 5/16
#(override-auto-beam-setting '(end * * 5 16) 5 16)
\set beatGrouping = #'(2 3)
c8^"(2+3)" c16 c8
\set beatGrouping = #'(3 2)
c8^"(3+2)" c16 c8
}
Specifying context with beatGrouping
By specifying the context, the effect of beatGrouping can be
limited to the context specified, and the values which may have been
set in higher-level contexts can be overridden. The \set
commands must be placed after all \time commands:
\score {
\new Staff <<
\time 7/8
\new Voice {
\relative c'' {
\set Staff.beatGrouping = #'(2 3 2)
a8 a a a a a a
}
}
\new Voice {
\relative c' {
\voiceTwo
\set beatGrouping = #'(1 3 3)
f8 f f f f f f
}
}
>>
}
Using beatLength and beatGrouping
The property measureLength determines where bar lines should be
inserted and, with beatLength and beatGrouping, how
automatic beams should be generated for beam durations and time
signatures for which no beam-ending rules are defined. This example
shows several ways of controlling beaming by setting these properties.
The explanations are shown as comments in the code.
\relative c'' {
\time 3/4
% Standard in 3/4-Takt sind drei bebalkte Gruppen
% jede mit der Dauer einer Viertel
a16 a a a a a a a a a a a
\time 12/16
% Keine autom. Bebalkung definiert für 12/16
a16 a a a a a a a a a a a
\time 3/4
% Taktart-Symbol ändern, aber 3/4-Bebalkung beibehalten
\set Score.timeSignatureFraction = #'(12 . 16)
a16 a a a a a a a a a a a
% 3/4-Taktart Standardgruppen (1 1 1) und beatLenght von 1/8
% stimme nicht überein mit measureLenght von 3/4, sodass die Balken
% anhand von beatLength-Intervallen gruppiert werden
\set Score.beatLength = #(ly:make-moment 1 8)
a16 a a a a a a a a a a a
% Definition von Balken in Gruppen von (3 3 2 3) 1/16-Noten
% 3+3+2+3=11, und 11*16<>3/4, also trifft beatGrouping nicht zu,
% und Balken werden gruppiert anhand von beatLength (1/16)-Intervallen
\set Score.beatLength = #(ly:make-moment 1 16)
\set Score.beatGrouping = #'(3 3 2 3)
a16 a a a a a a a a a a a
% Definition von Balkengruppen für (3 4 2 3) 1/16-Noten
% 3+4+2+3=12, und 12*1/16=3/4, also beatGrouping wird verwendet
\set Score.beatLength = #(ly:make-moment 1 16)
\set Score.beatGrouping = #'(3 4 2 3)
a16 a a a a a a a a a a a
}
Sub-dividing beams
The beams of consecutive 16th (or shorter) notes are, by default, not
sub-divided. That is, the three (or more) beams stretch unbroken over
entire groups of notes. This behavior can be modified to sub-divide
the beams into sub-groups by setting the property
subdivideBeams. When set, multiple beams will be sub-divided at
intervals defined by the current value of beatLength by reducing
the multiple beams to just one beam between the sub-groups. Note that
beatLength defaults to one over the denominator of the current
time signature if not set explicitly. It must be set to a fraction
giving the duration of the beam sub-group using the make-moment
function, as shown here:
\relative c'' {
c32[ c c c c c c c]
\set subdivideBeams = ##t
c32[ c c c c c c c]
% Balkenuntergruppenlänge als Achtel definieren
\set beatLength = #(ly:make-moment 1 8)
c32[ c c c c c c c]
% Balkenuntergruppenlänge als Sechszehntel definieren
\set beatLength = #(ly:make-moment 1 16)
c32[ c c c c c c c]
}
Conducting signs, measure grouping signs
Options to group beats within a bar are available through the Scheme
function set-time-signature, which takes three arguments: the
number of beats, the beat length, and the internal grouping of beats in
the measure. If the Measure_grouping_engraver is included, the
function will also create MeasureGrouping signs. Such signs
ease reading rhythmically complex modern music. In the example, the
9/8 measure is subdivided in 2, 2, 2 and 3. This is passed to
set-time-signature as the third argument: '(2 2 2 3):
\score {
\relative c'' {
#(set-time-signature 9 8 '(2 2 2 3))
#(revert-auto-beam-setting '(end * * 9 8) 3 8)
#(override-auto-beam-setting '(end 1 8 9 8) 1 4)
#(override-auto-beam-setting '(end 1 8 9 8) 2 4)
#(override-auto-beam-setting '(end 1 8 9 8) 3 4)
g8 g d d g g a( bes g) |
#(set-time-signature 5 8 '(3 2))
a4. g4
}
\layout {
\context {
\Staff
\consists "Measure_grouping_engraver"
}
}
}
Die Endpunkte von Balken bestimmen
In üblichen Taktarten können automatisch gesetzte Balken an jeder
Note beginnen, aber nur an einigen bestimmten Positionen innerhalb
des Taktes beendet werden. Diese Positionen werden durch die
Eigenschaften in autoBeamSettings bestimmt. Sie bestehen
aus einer Liste an Regeln, die bestimmen, wo Balken enden können.
Die Standardeinstellungen dieser automatischen Einstellungen
befinden sich in der Datei ‘scm/auto-beam.scm’. Um diese
Datei zu finden, siehe
Mehr Information.
Diese Methode muss benutzt werden, wenn die Einstellungen für die Balken in Taktarten verändert werden sollen, für welche schon Regeln existieren, es sei denn, alle diese Regeln wurden rückgängig gemacht. Die Methode ist auch in vielen anderen Taktarten gut anzuwenden, wenn die Taktart sich oft ändert, oder wenn die Balken unterschiedlich für unterschiedliche Balkendauern gesetzt werden sollen.
Um eine neue Regel zu der Liste hinzuzufügen, muss folgende Syntax verwendet werden:
#(override-auto-beam-setting
'(Balken-Limit
Balken-Zähler Balken-Nenner
Taktart-Zähler Taktart-Nenner)
Moment-Zähler Moment-Nenner [Kontext])
wobei
-
Balken-Limitdie Art der Balkenbegrenzung ist. Das kann entweder der Wertbegin(Anfang) oderend(Ende) sein, aber nurendhat eine Auswirkung. -
Balken-Zähler/Balken-Nennerist die Balken-Dauer, auf die die Regel sich bezieht. Ein Balken hat per Definition die Dauer seiner kürzesten Note. Wenn sowohlBalken-Zählerals auchBalken-Nennerauf'*'gesetzt werden, gilt die Regel für alle Dauern. -
Taktart-Zähler/Taktart-Nennerbestimmen die Taktart, auf die die Regel sich bezieht. WennTaktart-ZählerundTaktart-Nennerauf'*'gesetzt werden, gilt die Regel für alle Taktarten. -
Moment-Zähler/Moment-Nennerist die Position im Takt, an welcher der Balken aufhören soll. -
Kontextist optional und bestimmt den Kontext, in welchem die Änderungen vorgenommen werden sollen. Der Standard ist'Voice.#(score-override-auto-beam-setting '(A B C D) E F)ist gleichbedeutend mit#(override-auto-beam-setting '(A B C D) E F 'Score).
Wenn beispielsweise die automatischen Balken immer auf der ersten Viertel enden sollen, unabhängig von der Taktart oder Dauer des Balkens, kann
a8 a a a a a a a #(override-auto-beam-setting '(end * * * *) 1 4) a8 a a a a a a a
benutzt werden.
Balkenregeln können aber auch auf Notengruppen beschränkt werden, deren kürzeste Note einen bestimmten Wert hat:
\time 2/4 % 1/16-Balken für alle Taktarten beim 1/16-Moment beenden #(override-auto-beam-setting '(end 1 16 * *) 1 16) a16 a a a a a a a | a32 a a a a16 a a a a a | % 1/23-Balken für alle Taktarten beim 1/16-Moment beenden #(override-auto-beam-setting '(end 1 32 * *) 1 16) a32 a a a a16 a a a a a |
Balkenregeln können so definiert werden, dass sie nur in bestimmten Taktarten angewendet werden:
\time 5/8 % Balken aller Längen im 5/8-Takt am 2/8-Moment beenden #(override-auto-beam-setting '(end * * 5 8) 2 8) c8 c d d d \time 4/4 e8 e f f e e d d \time 5/8 c8 c d d d
Wenn mehrfache Stimmen benutzt werden, muss der Staff-Kontext
angegeben werden, wenn die Balkenregeln auf alle Stimmen im System
angewendet werden sollen:
\time 7/8
% Rhythmus 3-1-1-2
% Kontext nicht angegeben - funktioniert nicht richtig
#(override-auto-beam-setting '(end * * 7 8) 3 8)
#(override-auto-beam-setting '(end * * 7 8) 4 8)
#(override-auto-beam-setting '(end * * 7 8) 5 8)
<< {a8 a a a16 a a a a8 a} \\ {f4. f8 f f f} >>
% Funktioniert richtig mit angegebenem Kontext
#(override-auto-beam-setting '(end * * 7 8) 3 8 'Staff)
#(override-auto-beam-setting '(end * * 7 8) 4 8 'Staff)
#(override-auto-beam-setting '(end * * 7 8) 5 8 'Staff)
<< {a8 a a a16 a a a a8 a} \\ {f4. f8 f f f} >>
|
Achtung: Wenn eine unerwartete Bebalkung auftritt, schauen Sie zuerste die Balkeneinstellungen in ‘scm/auto-beam.scm’ nach, ob sich hier Überschneidungen ergeben, weil die Balkenenden, die dort definiert sind, auch noch weiterhin wirksam sind zusätzlich zu den von Ihnen definierten. |
Jede ungewollte oder störende Balkenbeendigung aus den Standard-Eingesllungen muss für Ihre Taktart rückgängig gemacht werden. Existierende automatische Bebalkungsregeln werden entfernt mit folgender Syntax:
#(revert-auto-beam-setting
'(Balken-Limit
Balken-Zähler Balken-Nenner
Taktart-Zähler Taktart-Nenner)
Moment-Zähler Moment-Nenner [Kontext])
wobei Balken-Limit, Balken-Zähler, Balken-Nenner,
Taktart-Zähler, Taktart-Nenner, Moment-Zähler,
Moment-Nenner sowie Kontext die gleichen sind
wie oben erklärt.
\time 4/4 a16 a a a a a a a a a a a a a a a % Regel annullieren, dass 1/16-Balken im 4/4-Takt am 1/4-Moment enden #(revert-auto-beam-setting '(end 1 16 4 4) 1 4) a16 a a a a a a a a a a a a a a a
Die Regel in einer revert-auto-beam-setting-Definition
muss exakt der ursprünglichen Regel entsprechen. Dabei werden
keine Platzhalter akzeptiert.
\time 1/4 #(override-auto-beam-setting '(end 1 16 1 4) 1 8) a16 a a a #(revert-auto-beam-setting '(end 1 16 * *) 1 8) % Das macht es nicth rückgängig a a a a #(revert-auto-beam-setting '(end 1 16 1 4) 1 8) % Das schon a a a a
Ausgewählte Schnipsel
Balkengruppen für 7/8-Takte
Es gibt keine automatischen Balkengruppen für 7/8-Takte. Wenn diese Taktart benötigt wird, müssen die Gruppierungen definiert werden. Um beispielsweise alle Noten in 2/8-3/8-2/8 aufzuteilen, müssen Balkenenden für 2/8 und 5/8 definiert werden:
\relative c'' {
\time 7/8
% Rhythmus 2-3-2
a8 a a a a a a
#(override-auto-beam-setting '(end * * 7 8) 2 8)
#(override-auto-beam-setting '(end * * 7 8) 5 8)
a8 a a a a a a
}
Reverting default beam endings
To typeset beams grouped 3-4-3-2 in 12/8 it is necessary first
to override the default beam endings in 12/8, and then to set up the
new beaming endings:
\relative c'' {
\time 12/8
% Standartbebalkung
a8 a a a a a a a a a a a
% Standardwerte von scm/auto-beam.scm für 12/8-Takt herstellen
#(revert-auto-beam-setting '(end * * 12 8) 3 8)
#(revert-auto-beam-setting '(end * * 12 8) 3 4)
#(revert-auto-beam-setting '(end * * 12 8) 9 8)
a8 a a a a a a a a a a a
% Neue Werte für Balkenenden
#(override-auto-beam-setting '(end * * 12 8) 3 8)
#(override-auto-beam-setting '(end * * 12 8) 7 8)
#(override-auto-beam-setting '(end * * 12 8) 10 8)
a8 a a a a a a a a a a a
}
Beam endings in Score context
Beam-ending rules specified in the Score context apply to all
staves, but can be modified at both Staff and Voice
levels:
\relative c'' {
\time 5/4
% Automatische Bebalkung für alle Systeme
#(score-override-auto-beam-setting '(end * * 5 4) 3 8)
#(score-override-auto-beam-setting '(end * * 5 4) 7 8)
<<
\new Staff {
c8 c c c c c c c c c
}
\new Staff {
% Balken nur für dieses System verändern
#(override-auto-beam-setting '(end * * 5 4) 6 8 'Staff)
#(revert-auto-beam-setting '(end * * 5 4) 7 8 'Staff)
c8 c c c c c c c c c
}
\new Staff {
% Bebalkung vom Score-Kontext geerbt
<<
{
\voiceOne
c8 c c c c c c c c c
}
% Balken nur für diese Stimme ändern
\new Voice {
\voiceTwo
#(override-auto-beam-setting '(end * * 5 4) 6 8)
#(revert-auto-beam-setting '(end * * 5 4) 7 8)
a8 a a a a a a a a a
}
>>
}
>>
}
Vordefinierte Befehle
\autoBeamOff,
\autoBeamOn.
Bekannte Probleme und Warnungen
Wenn eine Partitur aufhört, während ein automatischer Balken noch
nicht geschlossen ist und noch Noten erwartet, wird dieser letzte
Balken überhaupt nicht ausgegeben. Das gilt auch für polyphone
Stimmen, die mit << … \\ … >> gesetzt wurden.
Wenn eine polyphone Stimme endet, während ein Balken noch Noten
erwartet, wird dieser Balken nicht gesetzt.
Siehe auch
Schnipsel: Rhythmus.
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Manuelle Balken
In einigen Fällen kann es nötig sein, den automatischen Algorithmus
für die Balken zu überschreiben. Die automatischen Balken werden
beispielsweise nicht über Pausen oder Taktlinien hinweg gesetzt, und
in Gesang werden die Balken oft nach dem Rhythmus des Textes und
nicht dem der Musik gesetzt.
Manuell definierte Balken werden mit den Zeichen [ und
] (AltGr+8 bzw. 9) markiert.
{
r4 r8[ g' a r8] r8 g[ | a] r8
}
Einzelne Noten können mit dem Befehl \noBeam markiert werden,
damit sie nicht mit einem Balken versehen werden.
\time 2/4 c8 c\noBeam c c
Noch bessere manuelle Kontrolle über die Balken kann durch Setzen
der Eigenschaften stemLeftBeamCount und
stemRightBeamCount erreicht werden. Sie bestimmen
die Anzahl von Balken, die rechts und links vom Hals der nächsten
Note gesetzt werden sollen. Wenn eine Eigenschaften gesetzt ist,
wird ihr Wert nur einmal eingesetzt und dann wieder auf Null gesetzt.
Im folgenden Beispiel hat das letzte f nur einen Balken
an seiner linken Seite (der als Achtelbalken der gesamten
Gruppe gewertet wird).
a8[ r16 f g a] a8[ r16 \set stemLeftBeamCount = #2 \set stemRightBeamCount = #1 f \set stemLeftBeamCount = #1 g a]
Ausgewählte Schnipsel
Flat flags and beam nibs
Flat flags on lone notes and beam nibs at the ends of beamed figures
are both possible with a combination of stemLeftBeamCount,
stemRightBeamCount and paired [] beam indicators.
For right-pointing flat flags on lone notes, use paired [] beam
indicators and set stemLeftBeamCount to zero (see Example 1).
For left-pointing flat flags, set stemRightBeamCount instead
(Example 2).
For right-pointing nibs at the end of a run of beamed notes, set
stemRightBeamCount to a positive value. And for left-pointing
nibs at the start of a run of beamed notes, set
stemLeftBeamCount instead (Example 3).
Sometimes it may make sense for a lone note surrounded by rests to
carry both a left- and right-pointing flat flag. Do this with paired
[] beam indicators alone (Example 4).
(Note that \set stemLeftBeamCount is always equivalent to
\once \set. In other words, the beam count settings are not
"sticky", so the pair of flat flags attached to the lone
c'16[] in the last example have nothing to do with the
\set two notes prior.)
\score {
<<
% Beispiel 1
\new RhythmicStaff {
\set stemLeftBeamCount = #0
c16[]
r8.
}
% Beispiel 2
\new RhythmicStaff {
r8.
\set stemRightBeamCount = #0
c16[]
}
% Beispiel 3
\new RhythmicStaff {
c16 c
\set stemRightBeamCount = #2
c16 r r
\set stemLeftBeamCount = #2
c16 c c
}
% Beispiel 4
\new RhythmicStaff {
c16 c
\set stemRightBeamCount = #2
c16 r
c16[]
r16
\set stemLeftBeamCount = #2
c16 c
}
>>
}
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Manuelle Balken ] | [ Nach oben : Balken ] | [ Takte > ] | ||
Gespreizte Balken
Gespreizte Balken werden teilweise eingesetzt um anzuzeigen, dass
kleine Notengruppen in beschleunigendem oder verlangsamendem Tempo
gespielt werden sollen, ohne dass sich das Tempo des Stückes
verändert. Die Reichweite der gespreizten Balken muss manuell
mit [ und ] angegeben werden und die Spreizung wird
kontrolliert, indem der Balken-Eigenschaft grow-direction
eine Richtung zugewiesen wird.
Wenn die Anordnung der Noten und die MIDI-Ausgabe das Ritardando
oder Accelerando, wie es die Spreizung angibt, reflektieren soll,
müssen die Noten als ein musikalischer Ausdruck notiert werden,
der von geschweiften Klammern umgeben ist und dem ein
featheredDurations-(gespreizteDauern)-Befehl vorangestellt
ist, der das Verhaltnis der ersten und letzten Dauer definiert.
Die eckigen Klammern geben die Reichweite des Balkens an und die geschweiften Klammern zeigen, auf welche Noten sich die Veränderung der Dauern auswirkt. Normalerweise bezieht sich das auf die selbe Notengruppe, aber das ist nicht unbedingt erforderlich: beide Befehle sind unabhängig voneinander.
Im folgenden Beispiel nehmen die acht 16-Noten exakt die gleiche Zeit ein wie eine halbe Note, aber die erste Note ist halb so lang wie die letzte der Gruppe, und die Noten dazwischen werden stufenweise verlängert. Die ersten vier 32-Noten beschleunigen stufenweise das Tempo, während die darauffolgenden vier 32-Noten ein gleichmäßiges Tempo haben.
\override Beam #'grow-direction = #LEFT
\featherDurations #(ly:make-moment 2 1)
{ c16[ c c c c c c c] }
\override Beam #'grow-direction = #RIGHT
\featherDurations #(ly:make-moment 2 3)
{ c32[ d e f] }
% in nichtgespreizte Balken zurückverwandeln
\override Beam #'grow-direction = #'()
{ g32[ a b c] }
Die Platzierung der Noten im Druckbild entspricht den Notendauern nur annähernd, aber die MIDI-Ausgabe ist exakt.
Bekannte Probleme und Warnungen
Der \featherDurations-Befehl funktioniert nur mit kurzen
Notenabschnitten, und wenn die Zahlen in den Brüchen klein
sind.
Siehe auch
Snippets: Rhythmus.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Gespreizte Balken ] | [ Nach oben : Rhythmus ] | [ Taktstriche > ] | ||
1.2.5 Takte
| Taktstriche | ||
| Taktzahlen | ||
| Takt- und Taktzahlüberprüfung | ||
| Übungszeichen |
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Takte ] | [ Nach oben : Takte ] | [ Taktzahlen > ] | ||
Taktstriche
Taktstriche trennen Takte voneinander, werden aber auch verwendet, um Wiederholungen anzuzeigen. Normalerweise werden sie automatisch nach Vorgabe der aktuellen Taktart eingefügt.
Die einfachen, automatisch eingefügten Taktstriche können mit dem
\bar-Befehl geändert werden. Eine doppelter Tatkstrich etwa
wird normalerweise am Ende eines Stückes gesetzt:
e4 d c2 \bar "|."
Es ist kein Fehler, wenn die letzte Note in einem Takt nicht zum automatisch eingefügten Taktstrich aufhört: es wird angenommen, dass die Note im nächsten Takt weitergeht. Wenn aber eine ganze Reihe solcher überlappenden Takte auftritt, können die Noten gedrungen aussehen oder sogar über den Seitenrand hinausragen. Das kommt daher, dass Zeilenumbrüche nur dann vorgenommen werden, wenn ein vollständiger Takt auftritt, also ein Takt, an dem alle Noten vor dem Taktstrich zu Ende sind.
|
Achtung: Eine falsche Dauer kann bewirken, dass Zeilenumbrüche verhindert werden, woraus resultiert, dass die Noten entweder sehr stark gedrängt auf der Zeile notiert werden, oder die Zeile über den Seitenrand hinausragt. |
Zeilenumbrüche werden erlaubt, wenn ein Taktstrich manuell eingefügt wird, auch, wenn es sich um keinen vollständigen Takt handelt. Um einen Zeilenumbruch zu erlauben, ohne den Taktstrich auszugeben, kann
\bar ""
benutzt werden. Damit wird ein unsichtbarer Taktstrich an dieser Stelle eingefügt und damit ein Zeilenumbruch erlaubt (aber nicht erzwungen), ohne dass sich die Anzahl der Takte erhöhen würde. Um einen Zeilenumbruch zu erzwingen, siehe Zeilenumbrüche.
Diese Art von Taktstrichen und auch andere besondere Taktstriche können manuell an jeder Stelle in der Partitur eingefügt werden. Wenn sie mit dem Ende eines Taktes übereinstimmen, wird der automatische Taktstrich durch den manuellen ersetzt. Diese manuellen Einfügungen haben keine Auswirkung auf die Zählung und Position der folgenden automatischen Taktstriche.
Manuell können der einfache Taktstrich und zusätzlich fünf Arten eines doppelten Taktstriches gesetzt werden:
f1 \bar "|" g \bar "||" a \bar ".|" b \bar ".|." c \bar "|.|" d \bar "|." e
Zusätzlich gibt es noch punktierte und gestrichelte Taktstriche:
f1 \bar ":" g \bar "dashed" a
und fünf unterschiedliche Wiederholungstaktstriche:
f1 \bar "|:" g \bar ":|:" a \bar ":|.|:" b \bar ":|.:" c \bar ":|" d
Auch wenn die Taktlinien, die Wiederholungen angeben, manuell eingefügt werden können, wird die Wiederholung dadurch nicht von LilyPond erkannt. Wiederholte Stellen werden besser notiert, indem man die Wiederholguns-Befehle einsetzt, die automatische die richtigen Taktlinien setzen. Das ist beschrieben inWiederholungszeichen.
Zusätzlich kann noch "||:" verwendet werden, dass sich
genauso wie "|:" verhält, außer bei Zeilenumbrüchen, wo ein
doppeltre Taktstrich am Ende der Zeile ausgegeben wird und ein
öffnender Wiederholungsstrich am Anfang der nächsten Zeile.
\override Score.RehearsalMark #'padding = #3 c c c c \bar "||:" c c c c \break \bar "||:" c c c c
In Partituren mit vielen Systemen wird ein \bar-Befehl in einem
System automatisch auf alle anderen Systeme angewendet. Die resultierenden
Taktstriche sind miteinander verbunden innerhalb einer Gruppe
(StaffGroup) oder einem Klaviersystem
(PianoStaff bzw. (GrandStaff).
<<
\new StaffGroup <<
\new Staff {
e'4 d'
\bar "||"
f' e'
}
\new Staff { \clef bass c4 g e g }
>>
\new Staff { \clef bass c2 c2 }
>>
Ausgewählte Schnipsel
Der Befehl \bar Taktart ist eine Kurzform von:
\set Timing.whichBar = Taktart. Immer, wenn
whichBar auf einen Wert gesetzt wird, wird ein
Taktstrich dieses Typs erzeugt.
Der automatisch erzeugte Taktstrich ist "|". Das kann
jederzeit durch den Befehl \set Timing.defaultBarType =
Takstrichart geändert werden.
Siehe auch
Notationsreferenz: Zeilenumbrüche, Wiederholungszeichen, Systeme gruppieren.
Schnipsel: Rhythmus.
Referenz der Interna: BarLine (created at Staff level), SpanBar (across staves), Timing_translator (for Timing properties).
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Taktzahlen
Taktnummern werden standardmäßig zu Beginn eines jeden Systems
ausgegeben, ausgenommen ist die erste Zeile. Die Zahl selber
wird in der currentBarNumber-Eigenschaft gespeichert, die
normalerweise für jeden Takt aktualisiert wird. Sie kann aber auch
manuell gesetzt werden:
c1 c c c \break \set Score.currentBarNumber = #50 c1 c c c
Ausgewählte Schnipsel
Taktnummern können in regelmäßigem Abstand ausgegeben werden,
anstatt dass sie nur am Beginn des Systems erscheinen. Um das
zu erreichen, muss die Standardeinstellung verändert werden, um
zu erlauben, dass Taktnummern an anderen Stellen als dem
Beginn von Systemen ausgegeben werden. Das wird mit der
Eigenschaft break-visibility von BarNumber vorgenommen.
Sie braucht drei Werte, die auf #t (wahr) oder #f
(falsch) gestellt werden können, womit angegeben wird, ob die
Taktnummer an der entprechenden Stelle sichtbar ist. Die
Reihenfolge der Werte ist: Ende der Zeile, Mitte
der Zeile und Beginn der Zeile. Im folgenden
Beispiel werden die Taktlinien überall ausgegeben:
\override Score.BarNumber #'break-visibility = #'#(#t #t #t) \set Score.currentBarNumber = #11 \bar "" % Erste Taktnummer soll auch gesetzt werden c1 c c c \break c c c c
Im nächsten Beispiel werden die Taktnummern nur für jeden zweiten Takt gesetzt, außer am Ende der Zeile:
\override Score.BarNumber #'break-visibility = #'#(#f #t #t) \set Score.currentBarNumber = #11 \bar "" % Erste Taktnummer soll auch gesetzt werden % Jeden zweiten Takt eine Taktnummer setzen \set Score.barNumberVisibility = #(every-nth-bar-number-visible 2) c1 c c c c \break c c c c c
Die Größe der Taktnummer kann geändert werden. Das wird im folgenden
Beispiel gezeigt, welches auch illustriert, wie man Taktnummern
in Kästen oder Kreise einfasst und eine Alternative zeigt,
wie man #(#f #t #t) für break-visibility definieren
kann.
% Taktnummern am Zeilenende verbieten und woanders erlauben
\override Score.BarNumber #'break-visibility
= #end-of-line-invisible
% Taktnummer um Faktor zwei vergrößern
\override Score.BarNumber #'font-size = #2
\repeat unfold 3 { c1 } \bar "|"
% Einen Kasten um die folgenden Taktnummern zeichnen
\override Score.BarNumber #'stencil
= #(make-stencil-boxer 0.1 0.25 ly:text-interface::print)
\repeat unfold 3 { c1 } \bar "|"
% Einen Kreis um die folgenden Taktnummern zeichnen
\override Score.BarNumber #'stencil
= #(make-stencil-circler 0.1 0.25 ly:text-interface::print)
\repeat unfold 4 { c1 } \bar "|."
Taktnummern sind standardmäßig links von ihrem Anker angeordnet. Der Anker ist meistens das linke Ende einer Zeile, oder, wenn die Zahlen innerhalb der Zeile gesetzt werden, die linke Taktlinie eines Taktes. Die Nummern können auch direkt auf der Taktlinie positioniert oder rechts davon gesetzt werden:
\set Score.currentBarNumber = #111 \override Score.BarNumber #'break-visibility = #'#(#t #t #t) % Taktnummer um Faktor zwei vergrößern \override Score.BarNumber #'font-size = #2 % Jeden zweiten Takt eine Taktnummer setzen \set Score.barNumberVisibility = #(every-nth-bar-number-visible 2) c1 c1 % Taktnummern zentrieren \override Score.BarNumber #'self-alignment-X = #0 c1 c1 % Taktnummern rechtsbündig \override Score.BarNumber #'self-alignment-X = #-1 c1 c1
Taktnummern können vollständig entfernt werden, indem man den
Bar_number_engraver aus dem Score-Kontext entfernt.
\layout {
\context {
\Score
\remove "Bar_number_engraver"
}
}
\relative c''{
c4 c c c \break
c4 c c c
}
Siehe auch
Schnipsel: Rhythmus.
Referenz der Interna: BarNumber.
Bekannte Probleme und Warnungen
Taktnummern können mit der oberen Ecke der Klammer zu Beginn des
Systems zusammenstoßen. Um das zu verhindert, kann die
padding-Eigenschaft von BarNumer verwendet werden,
um die Zahl zu verschieben.
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Takt- und Taktzahlüberprüfung
Die Taktüberprüfung hilft, Fehler in den Notendauern zu entdecken. Eine Taktüberprüfung wird mit dem Taktstrichsymbol „|“ (Taste AltGr+<) eingegeben. Immer, wenn LilyPond bei der Ausgabe des Notendrucks auf dieses Zeichen stößt, sollte hier in den Noten auch ein Taktstrich erscheinen. Wenn das nicht der Fall ist, wird eine Warnung ausgegeben. Im nächsten Beispiel resultiert die zweite Taktüberprüfung in einer Fehlermeldung.
\time 3/4 c2 e4 | g2 |
Taktüberprüfungen können auch in Gesangstexten verwendet werden:
\lyricmode {
\time 2/4
Twin -- kle | Twin -- kle
}
Besonders in mehrstimmiger komplizierter Musik können falschen Notenwerte die ganze Partitur durcheinander bringen. Es lohnt sich also, die Fehlersuche damit zu beginnen, nicht bestandene Taktüberprüfungen zu kontrollieren.
Wenn aufeinander folgende Taktüberprüfungen mit dem gleichen Abstand Fehler produzieren, wird eventuell nur die erste Warnung ausgegeben. Damit wird die Warnung auf den Ursprung de Fehlers fokussiert.
Es ist auch möglich, die Bedeutung des Symbols |
umzudefinieren, so dass hiermit eine andere Aktion als eine
Taktüberprüfung erreicht wird.
Das geschieht, indem man der Pipe (pipeSymbol einen musikalischen
Ausdruck zuweist. Im nächsten Beispiel wird | dazu
verwendet, eine doppelte Taktlinie auszugeben, woimmer man
das Zeichen auchsetzt. Gleichzeitig hört das Zeichen auf,
als Taktüberprüfung zu funktionieren.
pipeSymbol = \bar "||"
{
c'2 c'2 |
c'2 c'2
c'2 | c'2
c'2 c'2
}
Wenn man größere Musikstücke kopiert, kann es hilfreich sein, wenn
LilyPond überprüft, ob die Taktnummer, in der Sie gerade kopieren,
mit der des Originales übereinstimmt. Das kann mit dem Befehl
\barNumberCheck folgenderweise überprüft werden:
\barNumberCheck #123
Eine Warnung wird ausgegeben, wenn der interne Zähler
currentBarNumber von LilyPond
nicht mit dem Wert 123 übereinstimmt.
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Übungszeichen
Übungszeichen können mit dem \mark-Befehl ausgegeben werden:
c1 \mark \default c1 \mark \default c1 \mark #8 c1 \mark \default c1 \mark \default
Der Buchstabe „I“ wird ausgelassen, was den allgemeinen Notensatzregeln entspricht. Wenn Sie dennoch den Buchstaben „I“ benutzen, wollen, müssen Sie
\set Score.markFormatter = #format-mark-alphabet
benutzen.
Das Zeichen wird automatisch erhöht, wenn Sie \mark
\default schreiben, aber Sie können auch eine beliebige
Ganzzahl als Argument angeben. Der Wert, der gesetzt werden
soll, wird in der Eigenschaft rehearsalMark gespeichert.
Der Stil der Übungszeichen wird von der Eigenschaft markFormatter definiert. Das ist eine Funktion, die
das aktuelle Zeichen und den aktuellen Kontext als Argument
annimmt. Sie gibt dann ein Textbeschriftungsobjekt aus. Im
folgenden Beispiel ist markFormatter so definiert, dass
eine Zahl ausgegeben wird. In den folgenden Takten
werden dann andere mögliche Einstellungen gezeigt.
\set Score.markFormatter = #format-mark-numbers c1 \mark \default c1 \mark \default \set Score.markFormatter = #format-mark-box-numbers c1 \mark \default \set Score.markFormatter = #format-mark-circle-numbers c1 \mark \default \set Score.markFormatter = #format-mark-circle-letters c1
Die Datei ‘scm/translation-functions.scm’ beinhaltet
die Definitionen für format-mark-numbers (erstelle-Zeichen-Nummern),
format-mark-box-numbers (erstelle-Zeichen-Kasten-Nummern),
format-mark-letters (erstelle-Zeichen-Buchstaben) und
format-mark-box-letters (erstelle-Zeichen-Kasten-Buchstaben). Sie können als Anleitung
für eigene Formatierungsfunktionen dienen.
Die Funktionen format-mark-barnumbers,
format-mark-box-barnumbersund
format-mark-circle-barnumbers könenn eingesetzt werden,
um Taktnummern anstelle der fortlaufenden Zahlen bzw. Buchstaben
zu erhalten.
Andere Übungszeichenstile können auch manuell gesetzt werden:
\mark "A1"
Score.markFormatter hat keine Auswirkungen auf solcherart
definierte Zeichen. Man kann aber auch mit \markup
Textbeschriftungsobjekte zu dem selbstdefinierten Zeichen
hinzufügen:
\mark \markup{ \box A1 }
Musikbuchstaben (wie etwa das Segno-Zeichen) können mit dem Befehl
\musicglyph als ein
\mark-Zeichen definierte werden:
c1 \mark \markup { \musicglyph #"scripts.segno" }
c1 \mark \markup { \musicglyph #"scripts.coda" }
c1 \mark \markup { \musicglyph #"scripts.ufermata" }
c1
Siehe Die Feta-Schriftart, wo alle Symbole gezeigt sind, die
mit dem Befehl \musicglyph ausgegeben werden können.
Übliche Veränderungen der Positionierung von Übungszeichen finden sich in Text formatieren.
Siehe auch
Notationsreferenz: Die Feta-Schriftart, Text formatieren.
Installierte Dateien:
‘scm/translation-functions.scm’ beinhaltet die Definition
von format-mark-numbers und
format-mark-letters. Sie können als Anleitung für eigene
Funktionen benutzt werden.
Schnipsel: Rhythmus.
Referenz der Interna: RehearsalMark.
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1.2.6 Besondere rhythmische Fragen
| Verzierungen | ||
| An Kadenzen ausrichten | ||
| Verwaltung der Zeiteinheiten |
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Verzierungen
Verzierungen sind ausgeschriebene Verzierungen. Sie werden in einer kleineren Schriftgröße gesetzt und nehmen keine logische Zeit im Takt ein.
c4 \grace c16 c4
\grace { c16[ d16] } c2
LilyPond hat auch Unterstützung für zwei besondere Verzierungen, den Vorschlag und den Vorhalt. Der Vorschlag wird durch eine verkleinerte Note mit Schrägstrich und Bogen notiert. Der Vorhalt dagegen ist eine Verzierung, die einen bestimmten Notenwert der Hauptnote für sich beansprucht. Er wird als verkleinerte Note ohne Schrägstrich notiert.
\grace c8 b4
\acciaccatura d8 c4
\appoggiatura e8 d4
\acciaccatura { g16[ f] } e4
Die Position von Verzierungen ist zwischen Notensystemen synchronisiert. Im nächsten Beispiel stehen im einen System zwei 16-Noten für jede 8-Note des zweiten Systems:
<< \new Staff { e2 \grace { c16[ d e f] } e2 }
\new Staff { c2 \grace { g8[ b] } c2 } >>
Wenn Sie eine Note mit einer Verzierung abschließen wollen, müssen
Sie den \afterGrace-Befehl benutzen. Er benötigt zwei
Argumente: die Hauptnote und die Verzierung, die nach der
Hauptnote folgen soll:
c1 \afterGrace d1 { c16[ d] } c1
Damit wird die Verzierung mit einem Abstand von der Hauptnote
gesetzt, der 3/4 der Dauer der Hauptnote entspricht. Dieser
Standard kann durch Definition von afterGraceFraction
verändert werden. Das nächste Beispiel zeigt, wie sich
der Abstand verändert, wenn der Wert 3/4, 15/16 und 1/2 der
Hauptnote beträgt.
<<
\new Staff {
c1 \afterGrace d1 { c16[ d] } c1
}
\new Staff {
#(define afterGraceFraction (cons 15 16))
c1 \afterGrace d1 { c16[ d] } c1
}
\new Staff {
#(define afterGraceFraction (cons 1 2))
c1 \afterGrace d1 { c16[ d] } c1
}
>>
Der Abstand zwischen der Hauptnote und der Verzierung kann auch mit unsichtbaren Noten beeinflusst werden. Im nächsten Beispiel wird die Verzierung mit einem Abstand von 7/8 zur Hauptnote gesetzt.
\new Voice {
<< { d1^\trill_( }
{ s2 s4. \grace { c16[ d] } } >>
c1)
}
Ein \grace-Notenabschnitt wird nach besonderen Satzregeln
gesetzt, um z. B. kleinere Noten zu benutzen und die Richtung der
Hälse einzustellen. Veränderungen am Layout müssen also innerhalb
des Verzierungsausdrucks gesetzt werden, damit sie auch eine Auswirkung haben. Die Veränderungen müssen auch innerhalb des
Verzierungsausdrucks rückgängig gemacht werden. In diesem
Fall wird die Richtung der Hälse geändert und dann wieder der
Standard eingestellt:
\new Voice {
\acciaccatura {
\stemDown
f16->
\stemNeutral
}
g4 e c2
}
Ausgewählte Schnipsel
The slash through the stem found in acciaccaturas can be applied in other situations:
\relative c'' {
\override Stem #'stroke-style = #"grace"
c8( d2) e8( f4)
}
The layout of grace expressions can be changed throughout the
music using the function add-grace-property. The following
example undefines the Stem direction for this grace, so
that stems do not always point up.
\relative c'' {
\new Staff {
#(add-grace-property 'Voice 'Stem 'direction ly:stem::calc-direction)
#(remove-grace-property 'Voice 'Stem 'direction)
\new Voice {
\acciaccatura { f16 } g4
\grace { d16[ e] } f4
\appoggiatura { a,32[ b c d] } e2
}
}
}
Another option is to change the variables startGraceMusic,
stopGraceMusic, startAcciaccaturaMusic,
stopAcciaccaturaMusic, startAppoggiaturaMusic,
stopAppoggiaturaMusic. The default values of these can be
seen in the file ly/grace-init.ly. By redefining
them other effects may be obtained.
Grace notes may be forced to align with regular notes in other staves:
\relative c'' {
<<
\override Score.SpacingSpanner #'strict-grace-spacing = ##t
\new Staff {
c4
\afterGrace c4 { c16[ c8 c16] }
c4 r
}
\new Staff {
c16 c c c c c c c c4 r
}
>>
}
Siehe auch
Glossar: Verzierungen, Vorschlag, Vorhalt.
Installierte Dateien: ‘ly/grace-init.ly’.
Schnipsel: Rhythmus.
Referenz der Interna: GraceMusic.
Bekannte Probleme und Warnungen
Eine Partitur, die mit einem \grace-Ausdruck beginnt, benötigt
eine explizit gesetzte neue Stimme (\new Voice), sonst werden
Hauptnote und Verzierung auf verschiedenen Systemen gesetzt.
Ein Vorschlag (acciaccatura) mit mehreren Noten und Balken wird ohne den Schrägstrich gesetzt und sieht einem Vorhalt (appoggiatura) sehr ähnlich.
Die Synchronisation von Verzierungen kann auch zu Überraschungen führen. Auch andere Symbole der Systeme, wie Vorzeichen, Taktlinien usw., werden synchronisiert. Vorsicht ist geboten, wenn nur in bestimmten Systemen Verzierungen vorkommen:
<< \new Staff { e4 \bar "|:" \grace c16 d4 }
\new Staff { c4 \bar "|:" d4 } >>
Dem kann abgeholfen werden, indem unsichtbare Verzierungsnoten der selben Länge in die anderen Systeme gesetzt werden. Im obigen Beispiel müsste also
<< \new Staff { e4 \bar "|:" \grace c16 d4 }
\new Staff { c4 \bar "|:" \grace s16 d4 } >>
gesetzt werden.
Verzierungsabschnitte sollten nur innerhalb von sequentiellen musikalischen Ausdrücken benützt werden. Wenn sie ineinandergeschachtelt werden, kann es zu Fehlermeldungen oder Abstürzen kommen.
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An Kadenzen ausrichten
In Orchesterpartituren stellen Kadenzen ein besonderes Problem dar: Wenn in der Partitur ein Instrument eine Kadenz spielt, die notiert wird, müssen die anderen Stimmen genau die entsprechende Anzahl Noten überspringen, damit sie nicht zu früh oder zu spät einsetzen.
Eine Lösung ist es, die Funktionen mmrest-of-length oder
skip-of-length zu benutzen. Diese Scheme-Funktionen
brauchen einen definierten Notenabschnitt (eine Variable)
als Argument und produzieren entweder Ganztaktpausen oder leere
Takte, die genauso lang sind wie der Notenabschnitt.
MeineKadenz = \relative c' {
c4 d8 e f g g4
f2 g4 g
}
\new GrandStaff <<
\new Staff {
\MeineKadenz c'1
\MeineKadenz c'1
}
\new Staff {
#(ly:export (mmrest-of-length MeineKadenz))
c'1
#(ly:export (skip-of-length MeineKadenz))
c'1
}
>>
Siehe auch
Glossar: Kadenz.
Schnipsel: Rhythmus.
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Verwaltung der Zeiteinheiten
Die Zeit in einer Partitur wird vom Timing_translator
verwaltet, der sich in den Standardeinstellungen im Score-Kontext
befindet. Eine Parallelbezeichnung, Timing, wird
dem Kontext hinzugefügt, in dem sich Timing_translator
befindet.
Die folgenden Eigenschaften von Timing werden eingesetzt,
um die Zeit in Partituren zu verwalten.
-
currentBarNumber (aktuelle Taktnummer) Die gerade aktuelle Taktzahl. Für ein Beispiel, das die Benutzung dieser Eigenschaft zeigt, siehe Taktzahlen.
-
measureLength (Taktlänge) Die Länge der Takte mit der aktuellen Taktart. In einem 4/4-Takt ist sie 1, in einem 6/8-Takt 3/4. Dieser Wert bestimmt, wann eine Taktlinie gezogen wird und wie automatische Balken erstellt werden sollen.
-
measurePosition (Taktposition) Der Schlag im Takt zum aktuellen Moment. Dieser Wert wird zurückgesetzt, indem
measureLength(die Taktlänge) abgezogen wird, wenn der Wert vonmeasureLengtherreicht oder überschritten wird. Wenn das passiert, wird der ZählercurrentBarNumber(aktuelle Taktnummer) erhöht.-
timing (Zeitberechnung) Wenn auf wahr gesetzt, werden die oben genannten Variablen zu jedem Zeitpunkt aktualisiert. Wenn auf falsch gesetzt, bleibt der Engraver unendlich lange im aktuellen Takt.
Zeitverwaltung kann geändert werden, indem man diese Variablen
direkt beeinflusst. Im nächsten Beispiel wird die normale
Taktart mit 4/4 angegeben, aber measureLength wird
auf 5/4 gesetzt. An der Stelle 4/8 des dritten Taktes wird die
Taktposition (measurePosition) um 1/8 auf 5/8 erhöht, so
dass der Takt im Ergebnis 1/8 kürzer ist. Die nächste Taktlinie
wird dann auch bei 9/8 gezogen und nicht bei 5/4.
\set Score.measureLength = #(ly:make-moment 5 4) c1 c4 c1 c4 c4 c4 \set Score.measurePosition = #(ly:make-moment 5 8) b4 b4 b8 c4 c1
Wie das Beispiel zeigt, erstellt ly:make-moment n m
die Dauer Zähler/Nenner einer ganzen Note. Zum Beispiel heißt
ly:make-moment 1 8 die Dauer einer Achtelnote, und
ly:make-moment 7 16 die Dauer von sieben Sechszehntelnoten.
Siehe auch
Notationsreferenz: Taktzahlen, Musik ohne Metrum
Schnipsel: Rhythmus.
Referenz der Interna: Timing_translator, Score
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1.3 Ausdrucksbezeichnungen
Dieser Abschnitt zeigt verschiedene Ausdrucksbezeichnungen, die zur Partitur hinzugefügt werden können.
| 1.3.1 An Noten angehängt | ||
| 1.3.2 Bögen | ||
| 1.3.3 Linien |
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Ausdrucksbezeichnungen ] | [ Nach oben : Ausdrucksbezeichnungen ] | [ Artikulationszeichen und Verzierungen > ] | ||
1.3.1 An Noten angehängt
Dieser Abschnitt erklärt, wie man Ausdrucksbezeichnungen erstellt, die an Noten gebunden sind: Artikulationszeichen, Ornamente und Dynamikzeichen. Es werden auch Methoden gezeigt, eigene Ausdrucksbezeichnungen zu erstellen.
| Artikulationszeichen und Verzierungen | ||
| Dynamik | ||
| Neue Lautstärkezeichen |
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Artikulationszeichen und Verzierungen
Eine Vielfalt an Symbolen kann über und unter den Noten erscheinen, um zu markieren, auf welche Art die Note ausgeführt werden soll. Hierzu wird folgende Syntax benutzt:
Note\Bezeichnung
Die möglichen Werte für Bezeichnung sind aufgelistet in Liste der Arktikulationszeichen. Ein Beispiel:
c4\staccato c\mordent b2\turn c1\fermata
Einige dieser Artikulationszeichen haben eine Abkürzung, damit
es einfacher ist, sie zu schreiben. Die Abkürzung wird an die
Notenbezeichnung gehängt, wobei ihre Syntax aus einem Minuszeichen
- besteht, gefolgt von dem Symbol, das dem
Artikultationszeichen zugeordnet ist. Es gibt diese Abkürzungen
für marcato,
stopped (gedämpft), tenuto,
staccatissimo, accent, staccato,
and portato. Die ihnen entsprchenden Symbole
werden also folgendermaßen notiert:
c4-^ c-+ c-- c-| c4-> c-. c2-_
Die Regeln für die standardmäßige Platzierung von Artikulationszeichen werden in der Datei ‘scm/script.scm’ definiert. Artikulationszeichen und Onrnamente können manuell über oder unter dem System gesetzt werden, siehe Richtung und Platzierung.
Ausgewählte Schnipsel
Die Standardwerte für Arkkikulationsabkürzungen verändern
Die Abkürzungen sind in der Datei ‘ly/script-init.ly’ definiert, wo
den Variablen dashHat, dashPlus, dashDash,
dashBar, dashLarger, dashDot und
dashUnderscore Standardwerte zugewiesen werden. Diese Standardwerte
können verändert werden. Um zum Beispiel die Abkürzung
-+ (dashPlus) mit dem Triller anstatt mit dem +-Symbol zu
assoziieren, muss der Wert trill der Variable
dashPlus zugewiesen werden:
\relative c'' { c1-+ }
dashPlus = "trill"
\relative c'' { c1-+ }
Die vertikale Anordnung von Beschriftungen kontrollieren
Die vertikale Anordnung von Beschriftungen wird mit der
'script-priority-Eigenschaft kontrolliert. Um so kleiner die
Zahl, umso näher wird die Beschriftung in Bezug auf die Note gesetzt. In
diesem Beispiel hat das TextScript-Objekt (das Kreuz) zuerst
die niedrigste Priorität, wird also auch am niedrigsten in dem ersten
Beispiel gesetzt. Im zweiten Fall hat der Praller (das Script)
die niedrigste Priorität, darum wird er am nächsten zum System gesetzt.
Wenn zwei Objekte die gleiche Priorität haben, wird ihre Reihenfolge
anhand ihres Auftretens in der Quelldatei entschieden.
\relative c''' {
\once \override TextScript #'script-priority = #-100
a2^\prall^\markup { \sharp }
\once \override Script #'script-priority = #-100
a2^\prall^\markup { \sharp }
}
Creating a delayed turn
Creating a delayed turn, where the lower note of the turn uses the
accidental, requires several overrides. The
outside-staff-priority property must be set to #f, as
otherwise this would take precedence over the avoid-slur
property. The value of halign is used to position the turn
horizontally.
\relative c'' {
\once \override TextScript #'avoid-slur = #'inside
\once \override TextScript #'outside-staff-priority = ##f
c2(^\markup \tiny \override #'(baseline-skip . 1) {
\halign #-4
\center-column {
\sharp
\musicglyph #"scripts.turn"
}
}
d4.) c8
}
Siehe auch
Glossar: Tenuto, Akzent, Staccato, Portato.
Notationsreferenz: Richtung und Platzierung, Liste der Arktikulationszeichen, Triller.
Installierte Dateien: ‘scm/script.scm’.
Schnipsel: Ausdrucksbezeichnungen.
Referenz der Interna: Script, TextScript.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Artikulationszeichen und Verzierungen ] | [ Nach oben : An Noten angehängt ] | [ Neue Lautstärkezeichen > ] | ||
Dynamik
Absolute Dynamikbezeichnung wird mit Befehlen nach den Noten
angezeigt, etwa c4\ff. Die vordefinierten Befehle lauten:
\ppppp, \pppp, \ppp,
\pp, \p, \mp, \mf, \f, \ff,
\fff, \ffff, \fp, \sf, \sff,
\sp, \spp, \sfz, and \rfz. Die
Dynamikzeichen können manuell unter- oder oberhalb des Systems
platziert werden, siehe Richtung und Platzierung.
c2\ppp c\mp c2\rfz c^\mf c2_\spp c^\ff
Eine Crescendo-Klammer wird mit dem Befehl
\< begonnen und mit \!, einem absoluten Dynamikbefehl oder einer weiteren Crescento- oder
Decrescendo-Klammer beendet. Ein Decrescendo
beginnt mit \> und wird auch beendet mit \!,
einem absoluten Dynamikbefehl oder einem weiteren
Crescendo oder Decrescendo. \cr und \decr können
anstelle von \< und
\> benutzt werden. Die Befehle ergeben standardmäßig
Crescendo-Klammern.
c2\< c\! d2\< d\f e2\< e\> f2\> f\! e2\> e\mp d2\> d\> c1\!
Unsichtbare Pausen werden benötigt, um mehrere Zeichen einer Note zuzuweisen.
c4\< c\! d\> e\!
<< f1 { s4 s4\< s4\> s4\! } >>
In manchen Situationen kann auch der \espressivo-Befehl
geeignet sein, ein An- und Abschwellen einer Note anzuzeigen.
c2 b4 a g1\espressivo
Crescendo und Decrescendo kann auch mit Text anstelle der
Klammern angezeigt werden. Gestrichelte Linien werden ausgegeben,
um die Dauer des Crescendos oder Decrescendos anzuzeigen. Die
vorgegebenen Befehle, mit denen dieses Verhalten erreicht
werden kann, sind \crescTextCresc, \dimTextDecresc,
\dimTextDecr und \dimTextDim. Die entsprechenden
Befehle \crescHairpin und \dimHairpin stellen
wieder die spitzen Klammern ein:
\crescTextCresc c2\< d | e f\! \dimTextDecresc e2\> d | c b\! \crescHairpin c2\< d | e f\! \dimHairpin e2\> d\!
Um neue absolute Dynamikzeichen oder Text, der mit ihnen angeordnet wird, zu erstellen, siehe Neue Lautstärkezeichen.
Vertikale Position der Zeichen wird von der Funktion DynamicLineSpanner verwaltet.
Vordefinierte Befehle
\dynamicUp,
\dynamicDown,
\dynamicNeutral,
\crescTextCresc,
\dimTextDim,
\dimTextDecr,
\dimTextDecresc,
\crescHairpin,
\dimHairpin.
Ausgewählte Schnipsel
Das Verhalten von Crescendo-Klammern an Taktlinien beeinflussen
Wenn die Note, an welcher eine Crescendo-Klammer endet, die erste Note
eines Taktes ist, wird die Klammer an der vorhergehenden Tatklinie
beendet. Dieses Verhalten kann auch mit der Eigenschaft
'to-barline geändert werden:
\relative c'' {
e4\< e2.
e1\!
\override Hairpin #'to-barline = ##f
e4\< e2.
e1\!
}
Die Mindestlänge von Crescendo-Klammern bestimmen
Wenn Crescendo-Klammern zu kurz sind, können sie verlängert werden, indem
die minimum-length-Eigenschaft des Hairpin-Objektes
verändert wird.
\relative c'' {
c4\< c\! d\> e\!
\override Hairpin #'minimum-length = #5
<< f1 { s4 s\< s\> s\! } >>
}
Crescendo Klammern al niente schreiben
Crescendo-Klammern können mit einem kleinen Kreis vor der Spitze
notiert werden (al niente = bis zum Nichts), indem die
circled-tip-Eigenschaft des Hairpin-Objekts auf
#t gesetzt wird.
\relative c'' {
\override Hairpin #'circled-tip = ##t
c2\< c\!
c4\> c\< c2\!
}
Vertikale Ausrichtung von Dynamik und Textbeschriftung beeinflussen
Indem man die 'Y-extent-Eigenschaft auf einen passenden Wert setzt,
können alle DynamicLineSpanner-Objekte (Crescendo-Klammern und
Dynamik-Texte) (hairpins and dynamic texts) unabhängig von ihrer
wirklichen Ausdehnung an einem gemeinsamen Referenzpunkt ausgerichtet werden.
Auf diese Weise ist jedes Element vertikal ausgerichtet und der Notensatz
sieht ansprechender aus.
Die gleiche Idee wird benutzt, um Textbeschriftungen an ihrer Grundlinie auszurichten.
Noten = \relative c'' {
c2\p^\markup { gorgeous } c\f^\markup { fantastic }
c4\p c\f\> c c\!\p
}
{
\Noten \break
\override DynamicLineSpanner #'staff-padding = #2.0
\override DynamicLineSpanner #'Y-extent = #'(-1.5 . 1.5)
\override TextScript #'Y-extent = #'(-1.5 . 1.5)
\Noten
}
Crescendo-Linien von Dynamik-Texten unterdrücken
Dynamik-Texte (wie cresc. und dim.) werden mit einer gestrichelten Linie gesetzt, die ihre Dauer anzeigt. Diese Linie kann auf foldenge Weise unterdrückt werden:
\relative c'' {
\override DynamicTextSpanner #'dash-period = #-1.0
\crescTextCresc
c1\< | d | b | c\!
}
Text und Strecker-Stile für Dynamik-Texte ändern
Der Text, der für Crescendo und Decrescendo gestzt wird, kann geändert
werden, indem man die Eigenschaften crescendoText und
decrescendoText verändert. Der Stil des Streckers kann auch
geändert werden, indem die 'style-Eigenschaft des
DynamicTextSpanner beeinflusst wird. Der Standardwert ist
'hairpin, ander Möglichkeiten sind 'line, 'dashed-line
und 'dotted-line:
\relative c'' {
\set crescendoText = \markup { \italic { cresc. poco } }
\set crescendoSpanner = #'text
\override DynamicTextSpanner #'style = #'dotted-line
a2\< a
a2 a
a2 a
a2 a\mf
}
Siehe auch
Glossar: al niente, Crescendo, Decrescendo, Gabel. Handbuch zum Lernen: Artikulationszeichen und Lautstärke.
Notationsreferenz: Richtung und Platzierung, Neue Lautstärkezeichen, Was geht in die MIDI-Ausgabe, MIDI-Lautstärke kontrollieren.
Schnipsel: Ausdrucksbezeichnungen.
Referenz der Interna: DynamicText, Hairpin, DynamicLineSpanner.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Dynamik ] | [ Nach oben : An Noten angehängt ] | [ Bögen > ] | ||
Neue Lautstärkezeichen
Die einfachste ARt, eigene Dynamikbezeichnungen zu erstellen,
ist die Benutzung von \markup-(Textbeschriftungs)-Objekten.
moltoF = \markup { molto \dynamic f }
\relative c' {
<d e>16_\moltoF <d e>
<d e>2..
}
Mit einer Textbeschriftung können editorische Dynamikzeichen (in runden oder eckigen Klammern) erstellt werden. Die Syntax für den Textbeschriftungsmodus wird erklärt in Text formatieren.
rundF = \markup { \center-align \concat { \bold { \italic ( }
\dynamic f \bold { \italic ) } } }
KastenF = \markup { \bracket { \dynamic f } }
\relative c' {
c1_\rundF
c1_\KastenF
}
Einfache, mittig gesetzte Dynamikzeichen können schnell mit der
make-dynamic-script-Funktion erstellt werden. Die
Schriftart für Dynamikzeichen enthält nur die Buchstaben
f,m,p,r,s sowie z.
sfzp = #(make-dynamic-script "sfzp")
\relative c' {
c4 c c\sfzp c
}
Allgemein gesagt kann make-dynamic-script jegliches
Textbeschriftungsobjekt als Argument haben. Im nächsten
Beispiel wird die vertikale Ausrichtung von den Beschriftungen
(engl. markup) und den spitzen Klammern an der selben Linie
durch make-dynamic-script gewährleistet, wenn beide
an die selbe Note angehängt werden.
rundF = \markup { \center-align \concat {
\normal-text { \bold { \italic ( } }
\dynamic f
\normal-text { \bold { \italic ) } } } }
KastenF = \markup { \bracket { \dynamic f } }
rundFDynamik = #(make-dynamic-script rundF)
KastenFDynamik = #(make-dynamic-script KastenF)
\relative c' {
c4_\rundFDynamik\< d e f
g,1_\KastenFDynamik
}
Anstelle dessen kann auch die Scheme-Form des Beschriftungs-Modus verwendet werden. Seine Syntax ist erklärt in Beschriftungskonstruktionen in Scheme.
moltoF = #(make-dynamic-script
(markup #:normal-text "molto"
#:dynamic "f"))
\relative c' {
<d e>16 <d e>
<d e>2..\moltoF
}
Die Auswahl von Schriftarten in Textbeschriftungen ist erklärt in Überblick über die wichtigsten Textbeschriftungsbefehle.
Siehe auch
Notationsreferenz: Text formatieren, Überblick über die wichtigsten Textbeschriftungsbefehle, Beschriftungskonstruktionen in Scheme, Was geht in die MIDI-Ausgabe, MIDI-Lautstärke kontrollieren.
Schnipsel: Ausdrucksbezeichnungen.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Neue Lautstärkezeichen ] | [ Nach oben : Ausdrucksbezeichnungen ] | [ Legatobögen > ] | ||
1.3.2 Bögen
Dieser Abschnitt erklärt, wie man verschiedene gebogene Ausdrucksbezeichnungen erstellt: Legato- und Phrasierungsbögen, Atemzeichen und Glissandos zu unbestimmten Tonhöhen.
| Legatobögen | ||
| Phrasierungsbögen | ||
| Atemzeichen | ||
| Glissando zu unbestimmter Tonhöhe |
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Bögen ] | [ Nach oben : Bögen ] | [ Phrasierungsbögen > ] | ||
Legatobögen
Ein Legatobogen (engl. slur) zeigt an, dass die Noten legato gespielt werden sollen. Er wird mit Klammern hinter den Notenwerten notiert.
f4( g a) a8 b( a4 g2 f4) <c e>2( <b d>2)
Legatobögen können manuell ober- oder unterhalb des Notensystems besetzt werden, siehe Richtung und Platzierung.
c2( d) \slurDown c2( d) \slurNeutral c2( d)
Gleichzeitige, überlappende Legatobögen sind nicht erlaubt, aber ein Phrasierungsbogen kann einen Legatobogen überlappen. Damit können zwei Bögen gleichzeitig ausgegeben werden. Siehe auch Phrasierungsbögen.
Legatobögen können durchgehend, gepunket oder gestrichelt dargestellt werden. Standard ist der durchgehende Bogen:
c4( e g2) \slurDashed g4( e c2) \slurDotted c4( e g2) \slurSolid g4( e c2)
Vordefinierte Befehle
\slurUp,
\slurDown,
\slurNeutral,
\slurDashed,
\slurDotted,
\slurSolid.
Ausgewählte Schnipsel
Doppelte Bögen für Legato-Akkorde benutzen
Einige Komponisten schreiben doppelte Bögen, wenn Legato-Akkorde notiert
werden. Das kann mit der Eigenschaft doubleSlurs erreicht werden.
\relative c' {
\set doubleSlurs = ##t
<c e>4( <d f> <c e> <d f>)
}
Positioning text markups inside slurs
Text markups need to have the outside-staff-priority property
set to false in order to be printed inside slurs.
\relative c'' {
\override TextScript #'avoid-slur = #'inside
\override TextScript #'outside-staff-priority = ##f
c2(^\markup { \halign #-10 \natural } d4.) c8
}
Siehe auch
Glossar: Legatobogen.
Handbuch zum Lernen: Über die Nicht-Schachtelung von Klammern und Bindebögen.
Notationsreferenz: Richtung und Platzierung, Phrasierungsbögen.
Schnipsel: Ausdrucksbezeichnungen.
Referenz der Interna: Slur.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Legatobögen ] | [ Nach oben : Bögen ] | [ Atemzeichen > ] | ||
Phrasierungsbögen
Ein Phrasierungsbogen verbindet Noten und wird verwendet, um einen
musikalischen Ausdruck anzuzeigen. Er wird mit den Befehlen
\( und \) eingegeben.
c4\( d( e) f( e2) d\)
Im typographischen Sinne verhalten sich Phrasierungsbögen genauso wie
Legatobögen. Sie werden aber als eigene Objekte behandelt. Ein
\slurUp hat also keine Auswirkung auf die Phrasierungsbögen.
Phrasierungsbögen können manuell oberhalb oder unterhalb des
Notensystems gesetzt werden, siehe
Richtung und Platzierung.
c4\( g' c,( b) | c1\) \phrasingSlurUp c4\( g' c,( b) | c1\)
Simultane oder überlappende Phrasierungsbögen sind nicht erlaubt.
Phrasierungsbögen können durchgehend, gepunket oder gestrichelt dargestellt werden. Standard ist der durchgehende Bogen:
c4\( e g2\) \phrasingSlurDashed g4\( e c2\) \phrasingSlurDotted c4\( e g2\) \phrasingSlurSolid g4\( e c2\)
Vordefinierte Befehle
\phrasingSlurUp,
\phrasingSlurDown,
\phrasingSlurNeutral,
\phrasingSlurDashed,
\phrasingSlurDotted,
\phrasingSlurSolid.
Siehe auch
Handbuch zum Lernen: Über die Nicht-Schachtelung von Klammern und Bindebögen.
Notationsreferenz: Richtung und Platzierung.
Schnipsel: Ausdrucksbezeichnungen.
Referenz der Interna: PhrasingSlur.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Phrasierungsbögen ] | [ Nach oben : Bögen ] | [ Glissando zu unbestimmter Tonhöhe > ] | ||
Atemzeichen
Atemzeichen werden mit dem Befehl \breathe eingegeben.
c2. \breathe d4
Musikalische Zeichen für Atemzeichen in Alter Notation, auch Divisiones genannt, sind unterstützt. Für Einzelheiten siehe Divisiones.
Ausgewählte Schnipsel
Das Atemzeichen-Symbol verändern
Das Schriftzeichen für das Atemzeichen kann verändert werden, indem
die Text-Eigenschaft des BreathingSign-Layoutobjekts mit einer
beliebigen Textbeschriftung definiert wird.
\relative c'' {
c2
\override BreathingSign #'text = \markup { \musicglyph #"scripts.rvarcomma" }
\breathe
d2
}
Eine Zäsur einfügen
Zäsurzeichen können erstellt werden, indem die 'text-Eigenschaft
des BreathingSign-Objektes verändert wird. Ein gekrümmtes
Zäsurzeichen ist auch möglich.
\relative c'' {
\override BreathingSign #'text = \markup {
\musicglyph #"scripts.caesura.straight"
}
c8 e4. \breathe g8. e16 c4
\override BreathingSign #'text = \markup {
\musicglyph #"scripts.caesura.curved"
}
g8 e'4. \breathe g8. e16 c4
}
Siehe auch
Glossar: Zäsur.
Notationsreferenz: Divisiones.
Schnipsel: Ausdrucksbezeichnungen.
Referenz der Interna: BreathingSign.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Atemzeichen ] | [ Nach oben : Bögen ] | [ Linien > ] | ||
Glissando zu unbestimmter Tonhöhe
Gleiten nach oben und unten kann mit dem Befehl \bendAfter
notiert werden. Die Richtung des Glissandos wird mit einem
Plus oder Minus (nach oben bzw. nach unten) angezeigt. Die
Zahl zeigt die Intervallgröße an, über die sich das Glissando nach
der Note erstreckt.
c2-\bendAfter #+4 c2-\bendAfter #-4 c2-\bendAfter #+8 c2-\bendAfter #-8
Das Minuszeichen (-) direkt vor dem \bendAfter-Befehl
ist notwendig um unbestimmte Glissandos zu notieren.
Ausgewählte Schnipsel
Das Aussehen von unbestimmten Glissandi anpassen
Die shortest-duration-space-Eigenschaft kann verändert werden, um
das Aussehen von unbestimmten Glissandi anzupassen.
\relative c'' {
\override Score.SpacingSpanner #'shortest-duration-space = #4.0
c2-\bendAfter #+5
c2-\bendAfter #-3
c2-\bendAfter #+8
c2-\bendAfter #-6
}
Siehe auch
Glossar: Glissando nach unten, doit.
Schnipsel: Ausdrucksbezeichnungen.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Glissando zu unbestimmter Tonhöhe ] | [ Nach oben : Ausdrucksbezeichnungen ] | [ Glissando > ] | ||
1.3.3 Linien
Dieser Abschnitt zeigt, wie man verschiedene Ausdrucksbezeichnungen erstellt, die sich linear erstrecken: Glissando, Arppegio und Triller.
| Glissando | ||
| Arpeggio | ||
| Triller |
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Linien ] | [ Nach oben : Linien ] | [ Arpeggio > ] | ||
Glissando
Ein Glissando wird
mit dem Befehl \glissando auf eine Note folgend notiert:
g2\glissando g' c2\glissando c,
Verschiedene Glissando-Stile sind möglich. Für Einzelheiten siehe Zeilenstile.
Ausgewählte Schnipsel
Moderne Glissandi
Ein modernes Glissando ohne eine Endnote kann gesetzt werden, indem eine Kadenz eingesetzt wird und die Endnote unsichtbar gemacht wird.
\relative c'' {
\time 3/4
\override Glissando #'style = #'zigzag
c4 c
\cadenzaOn
c4\glissando
\hideNotes
c,,4
\unHideNotes
\cadenzaOff
\bar "|"
}
Siehe auch
Glossar: Glissando.
Notationsreferenz: Zeilenstile.
Schnipsel: Ausdrucksbezeichnungen.
Referenz der Interna: Glissando.
Bekannte Probleme und Warnungen
Printing text over the line (such as gliss.) is not supported.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Glissando ] | [ Nach oben : Linien ] | [ Triller > ] | ||
Arpeggio
Ein Arpeggio als Zeichen, dass ein Akkord gebrochen gespielt werden soll,
kann mit dem Befehl \arpeggio hinter der
Akkord-Konstruktion erzeugt werden.
<c e g c>1\arpeggio
Unterschiedliche Arpeggio-Typen können benutzt werden.
\arpeggioNormal stellt wieder das normale Verhalten
her:
<c e g c>2\arpeggio \arpeggioArrowUp <c e g c>2\arpeggio \arpeggioArrowDown <c e g c>2\arpeggio \arpeggioNormal <c e g c>2\arpeggio
Besondere Arpeggios mit Klammern können erstellt werden:
<c e g c>2 \arpeggioBracket <c e g c>2\arpeggio \arpeggioParenthesis <c e g c>2\arpeggio \arpeggioNormal <c e g c>2\arpeggio
Ein Arpeggio kann auch explizit ausgeschrieben werden, indem Überbindungsbögen benutzt werden. Für mehr Information siehe Bindebögen.
Vordefinierte Befehle
\arpeggio,
\arpeggioArrowUp,
\arpeggioArrowDown,
\arpeggioNormal,
\arpeggioBracket,
\arpeggioParenthesis.
Ausgewählte Schnipsel
Arpeggio über mehrere Systeme in anderen Kontexten
Arpeggio über mehrere Systeme können in anderen Kontexten als dem
PianoStaff erstellt werden, wenn der Span_arpeggio_engraver
in den Score-Kontext eingefügt wird.
\new PianoStaff \relative c'' <<
\set PianoStaff.connectArpeggios = ##t
\new Staff {
<c e g c>4\arpeggio
<g c e g>4\arpeggio
<e g c e>4\arpeggio
<c e g c>4\arpeggio
}
\new Staff {
\clef bass
\repeat unfold 4 {
<c,, e g c>4\arpeggio
}
}
>>
Arpeggio zwischen Systemen in einem Klaviersystem erstellen
In einem Klaviersystem (PianoStaff) ist es möglich, ein Arpeggio
zwischen beiden Systemen zu verbinden, indem die
PianoStaff.connectArpeggios-Eigenschaft gesetzt wird.
\score {
\new StaffGroup {
\set Score.connectArpeggios = ##t
<<
\new Voice \relative c' {
<c e>2\arpeggio
<d f>2\arpeggio
<c e>1\arpeggio
}
\new Voice \relative c {
\clef bass
<c g'>2\arpeggio
<b g'>2\arpeggio
<c g'>1\arpeggio
}
>>
}
\layout {
\context {
\Score
\consists "Span_arpeggio_engraver"
}
}
}
Arpeggios zwischen unterschiedlichen Stimmen erzeugen
Ein Arpeggio kann zwischen Noten aus unterschidlichen Stimmen auf demselben
System gezogen werden, wenn der Span_arpeggio_engraver in den
Staff-Kontext verschoben wird:
\new Staff \with {
\consists "Span_arpeggio_engraver"
}
\relative c' {
\set Staff.connectArpeggios = ##t
<<
{ <e' g>4\arpeggio <d f> <d f>2 } \\
{ <d, f>2\arpeggio <g b>2 }
>>
}
Siehe auch
Glossar: Arpeggio.
Notationsreferenz: Bindebögen.
Schnipsel: Ausdrucksbezeichnungen.
Referenz der Interna: Arpeggio, PianoStaff.
Bekannte Probleme und Warnungen
Es ist nicht möglich, Arpeggios zwischen Systemen und solche, die sich
nur auf ein System erstrecken, zum gleichen Zeitpunkt in einem
Klaviersystem (PianoStaff) zu benutzen.
Die Arpeggios im Klammer-Stil funktionieren nicht über mehrere Notensysteme.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
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Triller
Kurze Triller ohne eine Dauer werden nmit dem Befehl
\trill notiert, siehe auch
Artikulationszeichen und Verzierungen.
Längere Triller mit einer Dauer werden mit den Befehlen
\startTrillSpan zu
Beginn und \stopTrillSpan am Ende erstellt.
d1~\startTrillSpan d1 c2\stopTrillSpan r2
Das nächste Beispiel zeigt Triller in Kombination mit einem Vorschlag. Die Syntax dieser Konstruktion und die Methode, wie man die Vorschläge genau positioniert, ist beschrieben in Verzierungen.
c1 \afterGrace
d1\startTrillSpan { c32[ d]\stopTrillSpan }
e2 r2
Triller, die auf einer bestimmten Note ausgeführt werden sollen, können
mit dem Befehl pitchedTrill notiert werden. Das erste
Argument ist die Hauptnote, das zweite die Note, auf der getrillert
wird. Sie wird als Note ohne Hals in Klammern ausgegeben.
\pitchedTrill e2\startTrillSpan fis d\stopTrillSpan
Im nächsten Beispiel ist der zweite Triller nicht eindeutig notiert, denn das Versetzungszeichen der Trillernote ist nicht ausgegeben. Man kann das Versetzungszeichen erzwingen. Der zweite Takt zeigt diese Methode:
\pitchedTrill eis4\startTrillSpan fis g\stopTrillSpan \pitchedTrill eis4\startTrillSpan fis g\stopTrillSpan \pitchedTrill eis4\startTrillSpan fis g\stopTrillSpan \pitchedTrill eis4\startTrillSpan fis! g\stopTrillSpan
Vordefinierte Befehle
\startTrillSpan,
\stopTrillSpan.
Siehe auch
Glossar: Triller.
Notationsreferenz: Artikulationszeichen und Verzierungen, Verzierungen.
Schnipsel: Ausdrucksbezeichnungen.
Referenz der Interna: TrillSpanner.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Triller ] | [ Nach oben : Musikalische Notation ] | [ Lange Wiederholungen > ] | ||
1.4 Wiederholungszeichen
Wiederholung ist ein zentrales Konzept in der Musik, und es gibt eine ganze Vielzahl von Notationsmöglichkeiten für Wiederholungen. LilyPond unterstützt folgende Arten von Wiederholungen:
-
volta (Wiederholungsklammer) Die wiederholte Musik wird nicht geschreiben, sondern zwischen zwei Wiederholungstaktstrichen eingeschlossen. Wenn die Wiederholung am Anfang eines Stückes beginnt, wird nur am Ende der Wiederholung eine Wiederholungstaktlinie gesetzt. Alternative Schlüsse (Volta) werden von links nach rechts mit Klammern gesetzt. Das ist die Standardnotationspraxis für Wiederholungen mit alternativen Schlüssen.
-
unfold (aufklappen) Die wiederholte Musik wird ausgeschrieben, so oft, wie es durch Wiederholungszähler definiert wird. Das erspart Arbeit, wenn repititive Musik notiert wird.
-
percent (Prozent-Wiederholung) Das sind Noten- oder Taktwiederholungen, sie sehen aus wie ein Schrägstrich bzw. wie ein Prozentzeichen.
-
tremolo Das wird benutzt, um Tremolo-Wiederholungen am Notenhals zu notieren.
| 1.4.1 Lange Wiederholungen | ||
| 1.4.2 Kurze Wiederholungen |
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Wiederholungszeichen ] | [ Nach oben : Wiederholungszeichen ] | [ Normale Wiederholungen > ] | ||
1.4.1 Lange Wiederholungen
| Normale Wiederholungen | ||
| Manuelle Wiederholungszeichen | ||
| Ausgeschriebene Wiederholungen |
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Lange Wiederholungen ] | [ Nach oben : Lange Wiederholungen ] | [ Manuelle Wiederholungszeichen > ] | ||
Normale Wiederholungen
Die Syntax für normale Wiederholungen ist
\repeat Typ Wiederholungszähler musikAusdr
wobei musikAusdr ein musikalischer Ausdruck ist. Alternative
Schlüsse können mit \alternative gesetzt werden. Damit die
alternativen Schlüsse von den wiederholten Noten abgegrenzt werden,
müssen sie in geschweiften Klammern zusammengefasst werden. Wenn
es mehr Wiederholungen gibt, als Alternativen angegeben sind, erhalten
die ersten Wiederholungen den ersten Schluss.
Normale Wiederholungen ohne alternative Schlüsse:
\repeat volta 2 { c4 d e f }
c2 d
\repeat volta 2 { d4 e f g }
Normale Wiederholungen mit alternativen Schlüssen:
\repeat volta 4 { c4 d e f }
\alternative {
{ d2 e }
{ f2 g }
}
c1
Normale Wiederholungen mit Auftakt können auf zwei Arten notiert werden:
\partial 4
e |
\repeat volta 4 { c2 d | e2 f | }
\alternative {
{ g4 g g e }
{ a4 a a a | b2. }
}
oder
\partial 4
\repeat volta 4 { e4 | c2 d | e2 f | }
\alternative {
{ \partial 4*3 g4 g g }
{ a4 a a a | b2. }
}
Bindebögen können auch an eine zweite Klammer angefügt werden:
c1
\repeat volta 2 { c4 d e f ~ }
\alternative {
{ f2 d }
{ f2\repeatTie f, }
}
Ausgewählte Schnipsel
Shortening volta brackets
By default, the volta brackets will be drawn over all of the
alternative music, but it is possible to shorten them by setting
voltaSpannerDuration. In the next example, the bracket only
lasts one measure, which is a duration of 3/4.
\relative c'' {
\time 3/4
c4 c c
\set Score.voltaSpannerDuration = #(ly:make-moment 3 4)
\repeat volta 5 { d4 d d }
\alternative {
{
e4 e e
f4 f f
}
{ g4 g g }
}
}
Adding volta brackets to additional staves
The Volta_engraver by default resides in the Score
context, and brackets for the repeat are thus normally only printed
over the topmost staff. This can be adjusted by adding the
Volta_engraver to the Staff context where the brackets
should appear; see also the "Volta multi staff" snippet.
<<
\new Staff { \repeat volta 2 { c'1 } \alternative { c' } }
\new Staff { \repeat volta 2 { c'1 } \alternative { c' } }
\new Staff \with { \consists "Volta_engraver" } { c'2 g' e' a' }
\new Staff { \repeat volta 2 { c'1 } \alternative { c' } }
>>
Siehe auch
Glossar: Wiederholungen, Volta-Klammer.
Notationsreferenz: Taktstriche, Umgebungs-Plugins verändern.
Schnipsel: Wiederholungszeichen.
Referenz der Interna: VoltaBracket, RepeatedMusic, VoltaRepeatedMusic, UnfoldedRepeatedMusic.
Bekannte Probleme und Warnungen
Eine ineinandergeschachtelte Wiederholung wie
\repeat … \repeat … \alternative
ist mehrdeutig, weil nicht klar ist, zu welchem \repeat-Abschnitt
die \alternative-Endung gehört. Diese Mehrdeutigkeit wird von
LilyPond aufgelöst, indem die alternative Endung immer zu der innersten
Wiederholung gehört. Um Klarheit zu schaffen, bietet es sich an, in solchen
Situationen Klammern zu benutzen.
Die Taktposition wird bei einer alternativen Endung nicht mitgeteilt, so
dass nach einer Wiederholung diese Information manuell angegeben werden
muss,
entweder durch setzen von Score.measurePosition oder indem der
Befehl \partial benutzt wird. Gleichermaßen werden auch
Bindebögen nicht wiederholt.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Normale Wiederholungen ] | [ Nach oben : Lange Wiederholungen ] | [ Ausgeschriebene Wiederholungen > ] | ||
Manuelle Wiederholungszeichen
|
Achtung: Diese Methoden werden nur verwendet, um ungewöhnliche
Wiederholungskonstruktionen darzustellen und können sich unerwünscht
verhalten. In den meisten Fällen sollten Wiederholungen mit dem
Befehl |
Die Eigenschaft repeatCommands kann verwendet werden, um das
Aussehen der Wiederholungen zu beeinflussen. Ihr Argument ist eine
Scheme-Liste an Wiederholungsbefehlen.
-
start-repeat Setzt eine
|:Taktlinie.c1 \set Score.repeatCommands = #'(start-repeat) d4 e f g c1
Der Notensatzpraxis folgend werden Wiederholungstaktstrichen nicht zu Beginn eines Stückes gesetzt.
-
end-repeat Setzt eine
:|Taktlinie.c1 d4 e f g \set Score.repeatCommands = #'(end-repeat) c1
-
(volta Zahl) ... (volta #f) Setzt eine Volta-Klammer mit der Beschriftung Nummer. Die Volta-Klammer muss explizit beendet werden, sonst wird sie nicht ausgegeben.
f4 g a b \set Score.repeatCommands = #'((volta "2")) g4 a g a \set Score.repeatCommands = #'((volta #f)) c1
Mehrfache Wiederholungszeichen können an der selben Stelle vorkommen:
f4 g a b \set Score.repeatCommands = #'((volta "2, 5") end-repeat) g4 a g a c1 \set Score.repeatCommands = #'((volta #f) (volta "95") end-repeat) b1 \set Score.repeatCommands = #'((volta #f))
Text kann auch in der Volta-Klammer gesetzt werden. Der Text kann aus Zahlen oder einer Zahl oder einer Textbeschriftung bestehen, siehe Text formatieren. Die einfachste Art Text zu benutzen ist, die Beschriftung zuerst zu definieren und dann die Beschriftung in einer Scheme-Liste einzufügen.
VoltaAdLib = \markup { 1. 2. 3... \text \italic { ad lib. } }
\relative c'' {
c1
\set Score.repeatCommands = #(list(list 'volta VoltaAdLib) 'start-repeat)
c4 b d e
\set Score.repeatCommands = #'((volta #f) (volta "4.") end-repeat)
f1
\set Score.repeatCommands = #'((volta #f))
}
Ausgewählte Schnipsel
Printing a repeat sign at the beginning of a piece
A |: bar line can be printed at the beginning of a piece, by
overriding the relevant property:
\relative c'' {
\once \override Score.BreakAlignment #'break-align-orders =
#(make-vector 3 '(instrument-name
left-edge
ambitus
span-bar
breathing-sign
clef
key-signature
time-signature
staff-bar
custos
span-bar))
\bar "|:"
c1
d1
d4 e f g
}
Siehe auch
Notationsreferenz: Taktstriche, Text formatieren.
Schnipsel: Wiederholungszeichen.
Referenz der Interna: VoltaBracket, RepeatedMusic, VoltaRepeatedMusic.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Manuelle Wiederholungszeichen ] | [ Nach oben : Lange Wiederholungen ] | [ Kurze Wiederholungen > ] | ||
Ausgeschriebene Wiederholungen
Mit dem unfold-Befehl können Wiederholungen eingesetzt werden,
um repitetive Musik zu notieren. Die Syntax ist
\repeat unfold Wiederholgunszähler musikAusdr
wobei musikAusdr ein musikalischer Ausdruck ist und Wiederholungszähler die Anzahl bezeichnet, mit der musikAusdr wiederholt wird.
c1
\repeat unfold 2 { c4 d e f }
c1
Ausgeschriebene Wiederholungen können auch alternative Schlüsse haben. Wenn mehr Wiederholungen als alternative Schlüsse notiert werden, wird der erste Schluss für die ersten Wiederholungen benutzt.
c1
\repeat unfold 2 { g4 f e d }
\alternative {
{ cis2 g' }
{ cis,2 b }
}
c1
Siehe auch
Schnipsel: Wiederholungszeichen.
Referenz der Interna: RepeatedMusic, UnfoldedRepeatedMusic.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Ausgeschriebene Wiederholungen ] | [ Nach oben : Wiederholungszeichen ] | [ Prozent-Wiederholungen > ] | ||
1.4.2 Kurze Wiederholungen
Dieser Abschnitt zeigt, wie man kurze Wiederholungen notiert. Kurze Wiederholungen haben zwei grundlegende Formen: Wiederholungen von einer Note bis zu zwei Takten, die mit Schrägstrichen oder Prozentzeichen dargestellt werden, und Tremolos.
| Prozent-Wiederholungen | ||
| Tremolo-Wiederholung |
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Kurze Wiederholungen ] | [ Nach oben : Kurze Wiederholungen ] | [ Tremolo-Wiederholung > ] | ||
Prozent-Wiederholungen
Kurze wiederholte Musikphrasen werden unterstützt. Dabei werden die Noten einmal gedruckt und dann durch ein spezielles Zeichen ersetzt. Phrasen, die kürzer als ein Takt sind, durch einen Schrägstrich dargestellt, Phrasen von ein oder zwei Takten Dauer werden durch ein dem Prozentzeichen ähnlichen Zeichen markiert. Die Syntax lautet
\repeat percent Wiederholungszahl musikAusdr
wobei musikAusdr ein musikalischer Ausdruck ist.
\repeat percent 4 { c4 }
\repeat percent 2 { b4 a g f }
\repeat percent 2 { c2 es | f4 fis g c | }
Ausgewählte Schnipsel
Percent repeat counter
Measure repeats of more than two repeats can get a counter when the convenient property is switched, as shown in this example:
\relative c'' {
\set countPercentRepeats = ##t
\repeat percent 4 { c1 }
}
Percent repeat count visibility
Percent repeat counters can be shown at regular intervals by setting
the context property repeatCountVisibility.
\relative c'' {
\set countPercentRepeats = ##t
\set repeatCountVisibility = #(every-nth-repeat-count-visible 5)
\repeat percent 10 { c1 } \break
\set repeatCountVisibility = #(every-nth-repeat-count-visible 2)
\repeat percent 6 { c1 d1 }
}
Isolated percent repeats
Isolated percents can also be printed. This is done by entering a multi-measure rest with a different print function:
\relative c'' {
\override MultiMeasureRest #'stencil
= #ly:multi-measure-rest::percent
\override MultiMeasureRest #'thickness = #0.48
R1
}
Siehe auch
Glossar: Prozent-Wiederholung, gleichartig.
Schnipsel: Wiederholungszeichen.
Referenz der Interna: RepeatSlash, PercentRepeat, DoublePercentRepeat, DoublePercentRepeatCounter, PercentRepeatCounter, PercentRepeatedMusic.
Bekannte Probleme und Warnungen
Nur drei Arten von Prozent-Wiederholungen sind unterstützt: ein einfacher Schrägstrich, der einen Taktschlag darstellt (unabhängig von der wirklichen Dauer der wiederholten Noten), ein einfacher Schrägstrich mit Punkten, der einen ganzen wiederholten Takt darstellt und zwei Schrägstriche mit Punkten über eine Taktlinie gedruckt, der zwei ganze Takte darstellt. Weder können mehrere Schrägstriche für Taktwiederholungen von Sechzehntelnoten dargestellt werden, noch zwei Striche mit Punkten für nur einen Takt, der aus unterschiedlichen Notenwerten besteht.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Prozent-Wiederholungen ] | [ Nach oben : Kurze Wiederholungen ] | [ Gleichzeitig erscheinende Noten > ] | ||
Tremolo-Wiederholung
Tremolos können in zwei Arten notiert werden: als Wechsel zwischen zwei Noten oder Akkorden oder als schnelle Wiederholung einer einzigen Note. Tremolos, die als Wechsel realisiert werden, werden dargestellt, indem Balken zwischen die Noten gesetzt werden, Tremolos, die eine schnelle Wiederholung darstellen, haben Balken oder Schrägstriche am Hals einer einzigen Note.
Um Tremolobalken zwischen Noten zu setzen, kann der \repeat-Befehl
mit dem Tremolo-Stil benutzt werden:
\repeat tremolo 8 { c16 d }
\repeat tremolo 6 { c16 d }
\repeat tremolo 2 { c16 d }
Die \repeat tremolo-Syntax braucht genau zwei Noten innerhalb
der geschweiften Klammern, und die Anzahl der Wiederholungen muss
einem Wert entsprechen, der mit einfachen oder punktierten Noten
ausgedrückt werden kann. \repeat tremolo 7 funktioniert und
setzt Tremolo für die Dauer einer Doppeltpunktierten, aber
\repeat tremolo 9 funktioniert nicht.
Die Dauer des Tremolos entspricht der Dauer der Wertes in Klammern,
multipliziert mit der Zahl der Wiederholungen: \repeat tremolo
8 { c16 d16 } ergibt ein Tremolo für eine Ganze, notiert als zwei
Ganze, die zwei Tremolobalken zwischen sich haben.
Es gibt zwei Möglichkeiten, ein Tremolozeichen zu einer einzelnen
Noten hinzuzufügen. Die \repeat tremolo-Syntax kann hier auch
benutzt werden; in diesem Fall wird die Note allerdings nicht
eingeklammert:
\repeat tremolo 4 c'16
Die gleiche Darstellung wird erreicht, indem nach der Note
„:[Zahl]“ geschrieben wird. Die Zahl zeigt
die Dauer der Unterteilung an, und sie muss mindestens den
Wert 8 haben. Ein Wert von 8 ergibt einen Balken durch den
Notenhals. Wenn die Zahl ausgelassen wird, wird der letzte
benutzte Wert eingesetzt (gespeichert in tremoloFlags):
c2:8 c:32 c: c:
Siehe auch
Schnipsel: Wiederholungszeichen.
Bekannte Probleme und Warnungen
Tremolo über Notensysteme hinweg funktioniert nicht gut.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Tremolo-Wiederholung ] | [ Nach oben : Musikalische Notation ] | [ Eine einzelne Stimme > ] | ||
1.5 Gleichzeitig erscheinende Noten
Polyphonie bedeutet in der musikalischen Terminologie das Vorhandensein von mehr als einer (eigenständigen) Stimme in einem Stück. Für LilyPond bedeutet es aber das Vorhandensein von mehr als einer Stimme pro System.
| 1.5.1 Eine einzelne Stimme | ||
| 1.5.2 Mehrere Stimmen |
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Gleichzeitig erscheinende Noten ] | [ Nach oben : Gleichzeitig erscheinende Noten ] | [ Noten mit Akkorden > ] | ||
1.5.1 Eine einzelne Stimme
Dieser Abschnitt behandelt gleichzeitige Noten innerhalb derselben Stimme.
| Noten mit Akkorden | ||
| Gleichzeitige Ausdrücke | ||
| Cluster |
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Eine einzelne Stimme ] | [ Nach oben : Eine einzelne Stimme ] | [ Gleichzeitige Ausdrücke > ] | ||
Noten mit Akkorden
Ein Akkord wird notiert, indem die zu ihm gehörenden Tonhöhen
zwischen spitze Klammern (< und >) gesetzt werden.
Auf einen Akkord kann eine Dauer-Angabe und/oder eine Anzahl
an Artikulationsbezeichnungen folgen, genauso wie bei
einfachen Noten.
<c e g>2 <c f a>4-> <e g c>-.
Der relative Modus kann auch für Tonhöhen in Akkorden benutzt werden. Die Oktave jeder Tonhöhe wird relativ zur vorhergehenden Tonhöhe bestimmt. Eine Ausnahme bildet die erste Tonhöhe in einem Akkord: ihre Oktave wird bestimmt relativ zur ersten Tonhöhe des vorherigen Akkords.
Mehr Information über Akkorden findet sich in Notation von Akkorden.
Siehe auch
Musikglossar: Akkord.
Handbuch zum Lernen: Noten zu Akkorden verbinden.
Notationsreferenz: Notation von Akkorden.
Schnipsel: Gleichzeitig erscheinende Noten.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Noten mit Akkorden ] | [ Nach oben : Eine einzelne Stimme ] | [ Cluster > ] | ||
Gleichzeitige Ausdrücke
Eine oder mehrere musikalische Ausdrücke, die in doppelte spitze Klammern eingeschlossen werden, werden gleichzeitig gesetzt. Wenn der erste Ausdruck mit einer einzelnen Note beginnt oder die gesamte Konstruktion explizit in einer einzelnen Stimme erstellt wird, wird auch nur ein Notensystem erstellt. In anderem Falle werden die Elemente der simultanen Konstruktion auf unterschiedlichen Systemen gesetzt.
Das nächste Beispiel zeigt simultane Konstruktionen auf einem System:
\new Voice { % explizit eine Stimme
<< {a4 b g2} {d4 g c,2} >>
}
% einzelne erste Note
a << {a4 b g} {d4 g c,} >>
Dass kann benutzt werden, wenn die simultanen Abschnitte einen identischen Rhythmus haben, aber wenn versucht wird, Noten mit unterschiedlicher Dauer an denselben Hals zu setzen, gibt es Fehlermeldungen.
Das nächste Beispiel zeigt, wie ein simultaner Ausdruck implizit mehrere Systeme erstellt:
% keine einzelne erste Note
<< {a4 b g2} {d4 g2 c,4} >>
In diesem Fall stellt der unterschiedliche Rhythmus kein Problem dar.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Gleichzeitige Ausdrücke ] | [ Nach oben : Eine einzelne Stimme ] | [ Mehrere Stimmen > ] | ||
Cluster
Ein Cluster zeigt an, dass alle Tonhöhen in einem Bereich gleichzeitig
gespielt werden sollen. Cluster können gedeutet werden als eine
Zusammenfassung einer ganzen Anzahl von Noten. Sie werden notiert,
indem die Funktion \makeClusters auf eine Reihe von Akkorden
angewendet wird:
\makeClusters { <g b>2 <c g'> }
Normale Noten und Cluster können zusammen im selben System notiert werden, sogar gleichzeitig. In solchen Fällen wird nicht versucht, automatisch Zusammenstöße zwischen normalen Noten und Clustern aufzulösen.
Siehe auch
Musikglossar: Cluster.
Schnipsel: Gleichzeitig erscheinende Noten.
Referenz der Interna: ClusterSpanner, ClusterSpannerBeacon, Cluster_spanner_engraver.
Bekannte Probleme und Warnungen
Cluster sehen nur gut aus, wenn sie wenigstens über zwei Akkorde reichen – anderfalls sind sie zu schmal.
Cluster haben keine Hälse und können auch selber keine Dauern darstellen, aber die Länge des gesetzten Clusters wird erschlossen anhand der Dauern der definierten Akkorde. Voneinander getrennte Cluster brauchen eine unsichtbare Pause zwischen sich.
Cluster produzieren kein MIDI.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Cluster ] | [ Nach oben : Gleichzeitig erscheinende Noten ] | [ Mehrstimmigkeit in einem System > ] | ||
1.5.2 Mehrere Stimmen
Dieser Abschnitt behandelt gleichzeitige Noten in mehreren Stimmen oder mehreren Systemen.
| Mehrstimmigkeit in einem System | ||
| Stimmenstile | ||
| Auflösung von Zusammenstößen | ||
| Automatische Kombination von Stimmen | ||
| Musik parallel notieren |
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Mehrere Stimmen ] | [ Nach oben : Mehrere Stimmen ] | [ Stimmenstile > ] | ||
Mehrstimmigkeit in einem System
Stimmen explicit beginnen
Die grundlegende Struktur, die man benötigt, um mehrere unabhängige Stimmen in einem Notensystem zu setzen, ist im Beispiel unten dargestellt:
\new Staff <<
\new Voice = "first"
{ \voiceOne r8 r16 g e8. f16 g8[ c,] f e16 d }
\new Voice= "second"
{ \voiceTwo d16 c d8~ d16 b c8~ c16 b c8~ c16 b8. }
>>
Stimmen werden hier explizit erstellt und erhalten Bezeichnungen
zugewiesen. Die \voiceOne ... \voiceFour-Befehle
stellen die Stimmen so ein, dass für die erste und dritte Stimme
die Hälse nach oben zeigen, für die zweite und vierte Stimme
hingegen nach unten. Die Noten der dritten und vierten Stimme
werden horizontal verschoben, und Pausen in den entsprechenden
Stimmen werden automatisch verschoben, um Zusammenstöße zu
vermeiden. Der \oneVoice-Befehl stellt das Standardverhalten
mit neutralen Halsrichtungen wieder her.
Vorrübergehende polyphone Passagen
Ein vorrübergehender polyphoner Abschnitt kann mit folgender Konstruktion erstellt werden:
<< { \voiceOne ... }
\new Voice { \voiceTwo ... }
>> \oneVoice
Der erste Ausdruck innerhalb des polyphonen Abschnitts wird in
den Voice-Kontext gestellt, der unmittelbar vor dem
polyphonen Abschnitt aktiv war, und der gleiche Voice-Kontext
setzt sich nach dem Abschnitt fort. Andere Ausdrücke innerhalb
der eckigen Klammern werden anderen Stimmennummern zugewiesen.
Damit lassen sich auch Gesangstexte einer durchgehenden Stimme
vor, während und nach dem polyphonen Abschnitt zuweisen:
<<
\new Voice = "Melodie" {
a4
<<
{
\voiceOne
g f
}
\new Voice {
\voiceTwo
d2
}
>>
\oneVoice
e4
}
\new Lyrics \lyricsto "Melodie" {
This is my song.
}
>>
Hierbei sind die Befehle \voiceOne und \voiceTwo notwendig, um die Einstellungen für jede Stimme zu
initialisieren.
Die Konstruktion mit doppeltem Backslash
Die << {...} \\ {...} >>-Konstruktion, in welcher
die beiden (oder mehreren) Ausdrücke durch doppelte
Backslash-Zeichen (Taste AltGr+ß) getrennt werden, verhält
sich anderes als die ähnliche Konstruktion ohne die doppelten
Schrägstriche: alle Ausdrücke innerhalb der eckigen
Klammern werden in diesem Fall jeweils neuen Voice-Kontexten
zugeordnet. diese neuen Voice-Kontexte werden implizit
erstellt und haben die festen Bezeichnungen "1",
"2" usw.
Das erste Beispiel könnte also auch wie folgt notiert werden:
<<
{ r8 r16 g e8. f16 g8[ c,] f e16 d }
\\
{ d16 c d8~ d16 b c8~ c16 b c8~ c16 b8. }
>>
Diese Syntax kann benutzt werden, wenn es keine Rolle spielt,
ob vorrübergehend Stimmen erstellt werden und dann wieder
verworfen werden. Diese implizit erstellten Stimmen erhalten
die Einstellungen, die in den Befehlen
\voiceOne ... \voiceFour enthalten sind, in
der Reihenfolge, in der sie im Quelltext auftauchen.
Im nächsten Beispiel zeigen die Hälse der zeitweiligen Stimme
nach oben, sie wird deshalb erst als dritte in der Konstruktion
notiert, damit sie die Eigenschaften von voiceThree
zugewiesen bekommt. Unsichtbare Pause werden eingesetzt, damit
keine doppelten Pausen ausgegeben werden.
<<
{ r8 g g g g f16 ees f8 d }
\\
{ ees,8 r ees r d r d r }
\\
{ d'8 s c s bes s a s }
>>
Es wird sehr empfohlen, in allen außer den allereinfachsten Stücken explizite Stimmenkontexte zu erstellen, wie erklärt in Kontexte und Engraver und Stimmen explizit beginnen.
Identische Rhythmen
Wenn paralelle Abschnitte gesetzt werden sollen,
die identischen Rhythmus haben, kann man die Ausdrücke in
einen einzigen Voice-Kontext parallel kombinieren, sodass
sich Akkorde ergeben. Um das zu erreichen, müssen sie einfach
von spitzen Klammern innerhalb einer expliziten Stimme
umgeben werden:
\new Voice <<
{ e4 f8 d e16 f g8 d4 }
{ c4 d8 b c16 d e8 b4 }
>>
Mit dieser Methode können sich seltsame Balken und Warnungen ergeben, wenn die Musikausdrücke nicht den gleichen Rhythmus haben.
Vordefinierte Befehle
\voiceOne,
\voiceTwo,
\voiceThree,
\voiceFour,
\oneVoice.
Siehe auch
Handbuch zum Lernen: Voice enthält Noten, Stimmen explizit beginnen.
Notationsreferenz: Schlagzeugsysteme, Unsichtbare Pausen.
Schnipsel: Gleichzeitig erscheinende Noten.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Mehrstimmigkeit in einem System ] | [ Nach oben : Mehrere Stimmen ] | [ Auflösung von Zusammenstößen > ] | ||
Stimmenstile
Stimmen können unterschiedliche Farben erhalten, um einfach erkennbar zu sein:
<<
{ \voiceOneStyle d4 c2 b4 }
\\
{ \voiceTwoStyle e,2 e }
\\
{ \voiceThreeStyle b2. c4 }
\\
{ \voiceFourStyle g'2 g }
>>
Der \voiceNeutralstyle-Befehl wird benutzt, um wieder
die Standardausgabe einzuschalten.
Vordefinierte Befehle
\voiceOneStyle,
\voiceTwoStyle,
\voiceThreeStyle,
\voiceFourStyle,
\voiceNeutralStyle.
Siehe auch
Handbuch zum Lernen: Ich höre Stimmen, Mehr Information.
Schnipsel: Gleichzeitig erscheinende Noten.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Stimmenstile ] | [ Nach oben : Mehrere Stimmen ] | [ Automatische Kombination von Stimmen > ] | ||
Auflösung von Zusammenstößen
Die Notenköpfe von Noten in unterschiedlichen Stimmen mit derselben Tonhöhe, demselben Notenkopf und den Hälsen in entgegengesetzte Richtungen werden automatisch verschmolzen, aber Noten mit unterschiedlichen Köpfen oder den Hälsen in die selbe Richtung werden nicht verschmolzen. Pausen, die einem Hals in einer anderen Stimme gegenüberstehen, werden vertikal verschoben.
<<
{
c8 d e d c d c4
g'2 fis
} \\ {
c2 c8. b16 c4
e,2 r
} \\ {
\oneVoice
s1
e8 a b c d2
}
>>
Noten mit unterschiedlichen Notenköpfen können verschmolzen werden, mit der Ausnahme von Halben- und Viertelnotenköpfen:
<<
{
\mergeDifferentlyHeadedOn
c8 d e d c d c4
g'2 fis
} \\ {
c2 c8. b16 c4
e,2 r
} \\ {
\oneVoice
s1
e8 a b c d2
}
>>
Auch Köpfe mit unterschiedlichen Punktierungen können verschmolzen werden:
<<
{
\mergeDifferentlyHeadedOn
\mergeDifferentlyDottedOn
c8 d e d c d c4
g'2 fis
} \\ {
c2 c8. b16 c4
e,2 r
} \\ {
\oneVoice
s1
e8 a b c d2
}
>>
Die Halbe und die Achtel am Anfang des zweiten Taktes werden
fehlerhaft verschmolzen, weil \mergeDifferentlyHeadedOn
(Unterschiedliche Köpfe Verschmelzen An) nicht richtig arbeiten
kann, wenn drei oder mehr Noten zur gleichen Zeit auftreten –
in diesem Fall wird eine Warnung ausgegeben. Damit die
Verschmlezung richtig funktionieren kann, muss ein \shift
(Verschiebung) der Note hinzugefügt werden, die nicht mit
verschmolzen werden soll. In diesem Fall wurde
\shiftOn gesetzt, um das oberste g aus der
Kolumne zu entfernen. Jetzt funktioniert
\mergeDifferentlyHeadedOn so wie es soll.
<<
{
\mergeDifferentlyHeadedOn
\mergeDifferentlyDottedOn
c8 d e d c d c4
\shiftOn
g'2 fis
} \\ {
c2 c8. b16 c4
e,2 r
} \\ {
\oneVoice
s1
e8 a b c d2
}
>>
Die Befehle \shiftOn, \shiftOnn und \shiftOnnn
bezeichnen den Grad, mit dem Noten der aktuellen Stimme verschoben
werden sollen. Die äußeren Stimmen (normalerweise Stimme eins und
zwei) haben diese Funktion standardmäßig ausgeschaltet
(\shiftOff), während die inneren Stimmen (drei und vier)
ein \shiftOn eingestellt haben (Verschiebung an). Die
Befehle \shiftOnn und \shiftOnnn stellen weitere
Verschiebungesebenen dar.
Noten werden nur verschmolzen, wenn ihre Hälse in gegengesetzte
Richtungen zeigen (also etwa wie Voice 1 und 2).
Vordefinierte Befehle
\mergeDifferentlyDottedOn,
\mergeDifferentlyDottedOff,
\mergeDifferentlyHeadedOn,
\mergeDifferentlyHeadedOff,
\shiftOn,
\shiftOnn,
\shiftOnnn,
\shiftOff.
Ausgewählte Schnipsel
Additional voices to avoid collisions
In some instances of complex polyphonic music, additional voices are
necessary to prevent collisions between notes. If more than four
parallel voices are needed, additional voices can be added by defining
a variable using the Scheme function context-spec-music.
StimmeFünf = #(context-spec-music (make-voice-props-set 4) 'Voice)
\relative c'' {
\time 3/4 \key d \minor \partial 2
<<
{ \voiceOne
a4. a8
e'4 e4. e8
f4 d4. c8
} \\ {
\voiceThree
f,2
bes4 a2
a4 s2
} \\ {
\StimmeFünf
s2
g4 g2
f4 f2
} \\ {
\voiceTwo
d2
d4 cis2
d4 bes2
}
>>
}
Forcing horizontal shift of notes
When the typesetting engine cannot cope, the following syntax can be used to override typesetting decisions. The units of measure used here are staff spaces.
\relative c' <<
{
<d g>2 <d g>
}
\\
{
<b f'>2
\once \override NoteColumn #'force-hshift = #1.7
<b f'>2
}
>>
Siehe auch
Musikglossar: Polyphonie.
Handbuch zum Lernen: Mehrere Noten auf einmal, Voice enthält Noten, Kollision von Objekten.
Schnipsel: Gleichzeitig erscheinende Noten.
Referenz der Interna: NoteColumn, NoteCollision, RestCollision.
Bekannte Probleme und Warnungen
Wenn \mergeDifferentlyHeadedOn mit einer Achtel- oder
kürzeren Note benutzt wird, deren Hals nach oben zeigt, und
einer Halben Note mit Hals nach unten, erhält der Hals der
Achtelnote eine geringe Verschiebung, weil der schwarze und
weiße Notenkopf eine unterschiedliche Breite beistzen.
Es gibt keine Unterstützung für Akkorde, in denen die gleiche Note mit unterschiedlichen Versetzungszeichen im selben Akkord auftaucht. In diesem Fall wird empfohlen, enharmonische Töne zu verwenden, oder die besondere Cluster-Notation (siehe Cluster).
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Auflösung von Zusammenstößen ] | [ Nach oben : Mehrere Stimmen ] | [ Musik parallel notieren > ] | ||
Automatische Kombination von Stimmen
Automatische Kombination von Stimmen wird verwendet, um zwei Stimmen auf einem Notensystem zu setzen. Es wird vor allem in Orchesterpartituren eingesetzt. Wenn beide Stimmen für einige Noten identisch sind, wird nur eine dargestellt. An den Stellen, an denen die beiden Stimmen sich unterscheiden, werden sie als unterschiedliche Stimmen gesetzt, und die Richtung der Hälse wird automatisch bestimmt. Zusätzlich werden solo und a due-Stellen erkannt und bezeichnet.
Die Syntax zur Stimmenkombination lautet:
\partcombine musikAusdr1 musikAusdr2
Das nächste Beispiel zeigt, wie die Kombination funktioniert. Hier werden die Stimmen erst auf einem jeweils eigenen System und dann kombiniert gesetzt, beachten Sie, wie sich die Einstellungen für Polyphonie ändern.
InstrumentEins = \relative c' {
c4 d e f
R1
d'4 c b a
b4 g2 f4
e1
}
InstrumentZwei = \relative g' {
R1
g4 a b c
d c b a
g f( e) d
e1
}
<<
\new Staff \InstrumentEins
\new Staff \InstrumentZwei
\new Staff \partcombine \InstrumentEins \InstrumentZwei
>>
Die Noten des dritten Taktes werden nur einfach ausgegeben, obwohl sie ein beiden Stimmen definiert sind. Die Richtung von Hälsen und Bögen werden automatisch gewählt, abhängig davon ob es eine Solo-Stelle oder Unisono ist. In polyphonen Situationen erhält die erste Stimme immer Hälse nach oben, die zweite Stimme Hälse nach unten. An Solo-Stellen werden die Stimmen mit „Solo“ bzw. „Solo II“ bezeichnet. Die Unisono-Stellen (a due) werden mit dem Text „a2“ gekennzeichnet.
Beide Argumente von \partcombine werden als
Voice-Kontexte interpretiert. Wenn relative Oktaven
benutzt werden, muss \relative für beide Stimmen
benutzt werden, also:
\partcombine \relative … musikAusdr1 \relative … musikAusdr2
Ein \relative-Abschnitt, der sich außerhalb von\partcombine befindet, hat keinen Einfluss auf
die Tonhöhen von musikAusdr1 oder musikAusdr2.
Ausgewählte Schnipsel
Combining two parts on the same staff
The part combiner tool ( \partcombine command ) allows the
combination of several different parts on the same staff. Text
directions such as "solo" or "a2" are added by default; to remove
them, simply set the property printPartCombineTexts to
"false". For vocal scores (hymns), there is no need to add
"solo"/"a2" texts, so they should be switched off. However, it
might be better not to use it if there are any solos, as they won’t be
indicated. In such cases, standard polyphonic notation may be
preferable.
This snippet presents the three ways two parts can be printed on a same
staff: standard polyphony, \partcombine without texts, and
\partcombine with texts.
NotenHoch = \relative c'' {
\time 4/4
a4 c4.( g8) a4 |
g4 e' g,( a8 b) |
c b a2.
}
NotenRunter = \relative c'' {
g4 e4.( d8) c4 |
r2 g'4( f8 e) |
d2 \stemDown a
}
\score {
<<
<<
\new Staff {
\set Staff.instrumentName = "Standard polyphony "
<< \NotenHoch \\ \NotenRunter >>
}
\new Staff \with { printPartCombineTexts = ##f } {
\set Staff.instrumentName = "PartCombine without texts "
\partcombine \NotenHoch \NotenRunter
}
\new Staff {
\set Staff.instrumentName = "PartCombine with texts "
\partcombine \NotenHoch \NotenRunter
}
>>
>>
\layout {
indent = 6.0\cm
\context {
\Score
\override SystemStartBar #'collapse-height = #30
}
}
}
Changing partcombine texts
When using the automatic part combining feature, the printed text for the solo and unison sections may be changed:
\new Staff <<
\set Staff.soloText = #"girl"
\set Staff.soloIIText = #"boy"
\set Staff.aDueText = #"together"
\partcombine
\relative c'' {
g4 g r r
a2 g
}
\relative c'' {
r4 r a( b)
a2 g
}
>>
Siehe auch
Notationsreferenz: Orchesterstimmen erstellen.
Schnipsel: Gleichzeitig erscheinende Noten.
Referenz der Interna: PartCombineMusic, Voice.
Bekannte Probleme und Warnungen
\partcombine kann nur zwei Stimmen bearbeiten.
Wenn printPartCombineTexts (drucke Stimmenkombinationstext)
gesetzt ist und die Stimmen die gleichen Noten wiederholgt
spielen, kann a2 in einem Takt mehrmals gesetzt werden.
\partcombine kann nicht innerhalb von \times benutzt
werden.
\partcombine kann nicht innerhalb von \relative
benutzt werden.
Intern werden beide Argumente von \partcombine als
Stimmen (Voice) interpretiert und entschieden, wann
die Stimmen kombiniert werden können. Wenn sie unterschiedliche
Dauern haben, können sie nicht kombiniert werden und erhalten
die Bezeichnung one und two Darum werden
Wechsel zu einem Voice-Kontext, der eine andere
Bezeichnung hat, ignoriert. Genausowenig ist die Stimmenkombination
dazu ausgelegt, Gesangtext zu verarbeiten: wenn eine der
Stimmen eine explizite Bezeichnung erhält, damit Text damit
verknüpft werden kann, hört die Stimmenkombination auf zu
arbeiten.
\partcombine findet nur den Beginn von Noten. Es kann
nicht bestimmen, ob eine vorher begonnene Noten weiterklingt,
was zu verschiedenen Problemen führen kann.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Automatische Kombination von Stimmen ] | [ Nach oben : Mehrere Stimmen ] | [ Notation auf Systemen > ] | ||
Musik parallel notieren
Noten für mehrere Stimmen können verschachtelt notiert werden.
Die Funktion \parallelMusic akzeptiert eine Liste mit
den Bezeichnungen einer Reihe von Variablen und einen
musikalischen Ausdruck. Der Inhalt der verschiedenen Takte in
dem musikalischen Ausdruck bekommt die Bezeichnung der Variablen zugewiesen,
sodass sie benutzt werden können, um die Musik dann zu setzen.
Dabei entspricht jede Zeile einer Stimme.
|
Achtung: Taktüberprüfungen |
\parallelMusic #'(voiceA voiceB voiceC) {
% Takt 1
r8 g'16 c'' e'' g' c'' e'' r8 g'16 c'' e'' g' c'' e'' |
r16 e'8.~ e'4 r16 e'8.~ e'4 |
c'2 c'2 |
% Takt 2
r8 a'16 d'' f'' a' d'' f'' r8 a'16 d'' f'' a' d'' f'' |
r16 d'8.~ d'4 r16 d'8.~ d'4 |
c'2 c'2 |
}
\new StaffGroup <<
\new Staff << \voiceA \\ \voiceB >>
\new Staff { \clef bass \voiceC }
>>
Der relative Modus kann auch benutzt werden. Beachten Sie, dass
der \relative-Befehl nicht innerhalb von
\parallelMusic benutzt wird. Die Noten sind paralell
zu der vorherigen Note der gleichen Stimme , nicht zu der
vorherigen Note in der Quelldatei. Anders gesagt ignorieren
realtive Noten von voiceA die Noten von voiceB.
\parallelMusic #'(voiceA voiceB voiceC) {
% Takt 1
r8 g16 c e g, c e r8 g,16 c e g, c e |
r16 e8.~ e4 r16 e8.~ e4 |
c2 c |
% Takt 2
r8 a,16 d f a, d f r8 a,16 d f a, d f |
r16 d8.~ d4 r16 d8.~ d4 |
c2 c |
}
\new StaffGroup <<
\new Staff << \relative c'' \voiceA \\ \relative c' \voiceB >>
\new Staff \relative c' { \clef bass \voiceC }
>>
Das funktioniert ziemlich gut für Klaviernoten. Dieses Beispiel speichert vier konsekutive Takte in vier Variablen:
global = {
\key g \major
\time 2/4
}
\parallelMusic #'(voiceA voiceB voiceC voiceD) {
% Takt 1
a8 b c d |
d4 e |
c16 d e fis d e fis g |
a4 a |
% Takt 2
e8 fis g a |
fis4 g |
e16 fis g a fis g a b |
a4 a |
% Takt 3 ...
}
\score {
\new PianoStaff <<
\new Staff {
\global
<<
\relative c'' \voiceA
\\
\relative c' \voiceB
>>
}
\new Staff {
\global \clef bass
<<
\relative c \voiceC
\\
\relative c \voiceD
>>
}
>>
}
Siehe auch
Handbuch zum Lernen: Stücke durch Bezeichner organisieren.
Schnipsel: Gleichzeitig erscheinende Noten.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Musik parallel notieren ] | [ Nach oben : Musikalische Notation ] | [ Systeme anzeigen lassen > ] | ||
1.6 Notation auf Systemen
Dieser Abschnitt zeigt, wie die Erscheinung von Systemen beeinflusst wird, wie Partituren mit mehr als einem System gesetzt werden und wie man Aufführungsanweisungen und Stichnoten zu einzelnen Systemen hinzufügt.
| 1.6.1 Systeme anzeigen lassen | ||
| 1.6.2 Einzelne Systeme verändern | ||
| 1.6.3 Orchesterstimmen erstellen |
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Notation auf Systemen ] | [ Nach oben : Notation auf Systemen ] | [ Neue Notensysteme erstellen > ] | ||
1.6.1 Systeme anzeigen lassen
Dieser Abschnitt zeigt unterschiedliche Methoden, Notensysteme und Gruppen von Systemen zu erstellen.
| Neue Notensysteme erstellen | ||
| Systeme gruppieren | ||
| Verschachtelte Notensysteme |
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Systeme anzeigen lassen ] | [ Nach oben : Systeme anzeigen lassen ] | [ Systeme gruppieren > ] | ||
Neue Notensysteme erstellen
Notensysteme (engl. staff, Pl. staves)
werden mit dem \new oder \context-Befehl erstellt. Zu
Einzelheiten siehe
Umgebungen erstellen.
Der einfachste Notensystem-Kontext ist Staff:
\new Staff { c4 d e f }
DrumStaff (Perkussionsnotensystem) erstellt ein Notensystem
mit fünf Linien, das für ein typisches Schlagzeug eingerichtet ist.
Für jedes Instrument werden unterschiedliche Symbole dargestellt.
Die Instrumente werden innerhalb der
drummode-Umgebung gesetzt, wo jedes Instrument seine eigene
Bezeichnung hat. Zu Einzelheiten siehe
Schlagzeugsysteme.
\new DrumStaff {
\drummode { cymc hh ss tomh }
}
RhythmicStaff (Rhythmus-System) erstellt ein Notensystem mit
nur einer Notenlinie, auf welcher nur die rhythmischen Werte der
eingegebenen Noten dargestellt werden. Die wirklichen Längen bleiben
erhalten. Zu Einzelheiten, siehe
Melodierhythmus anzeigen.
\new RhythmicStaff { c4 d e f }
TabStaff (Tabulatursystem) erstellt eine Tabulatur mit sechs
Saiten in der üblichen Gitarrenstimmung. Zu Einzelheiten siehe
Standardtabulaturen.
\new TabStaff { c4 d e f }
Es gibt zwei Notensysteme, die zur Notation von Alter Musik eingesetzt
werden: MensuralStaff and VaticanaStaff. Sie sind
erklärt in
Vordefinierte Umgebungen.
Das GregorianTranscriptionStaff (System zur Transkription des
Gregorianischen Chorals) erstellt ein Notensystem, um modernen
Gregorianischen Choral zu notieren. Es hat keine Notenlinien.
\new GregorianTranscriptionStaff { c4 d e f e d }
Neue Notensystem-Kontexte können selber definiert werden. Zu Einzelheiten, siehe Neue Umgebungen definieren.
Siehe auch
Notationsreferenz: Umgebungen erstellen, Schlagzeugsysteme, Melodierhythmus anzeigen, Standardtabulaturen, Vordefinierte Umgebungen, Das Notensystem, Gregorianische Gesangs-Kontexte, Mensural-Kontexte, Neue Umgebungen definieren.
Schnipsel: Notation auf Systemen.
Referenz der Interna: Staff, DrumStaff, GregorianTranscriptionStaff, RhythmicStaff, TabStaff, MensuralStaff, VaticanaStaff, StaffSymbol.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
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Systeme gruppieren
Es gibt verschiedene Kontexte, um einzelne Notensysteme zu gruppieren und einer Partitur zu verbinden. Jeder Gruppenstil beeinflusst das Aussehen des Systemanfangs und das Verhalten der Taktlinien.
Wenn kein Kontext angegeben ist, wird die Standardeinstellung eingesetzt: die Gruppe beginnt mit einer vertikalen Linie und die Taktlinien sind nicht verbunden.
<<
\new Staff { c1 c }
\new Staff { c1 c }
>>
Im StaffGroup-Kontext die Gruppe mit einer eckigen Klammer
begonnen und die Taktlinien durch alle Systeme gezogen.
\new StaffGroup <<
\new Staff { c1 c }
\new Staff { c1 c }
>>
In einem ChoirStaff (Chorsystem) beginnt die Gruppe mit einer
eckigen Klammer, aber die Taktlinien sind nicht verbunden.
\new ChoirStaff <<
\new Staff { c1 c }
\new Staff { c1 c }
>>
In einem GrandStaff (Akkolade) beginnt die Gruppe mit einer
geschweiften Klammer und die Taktlinien sind durchgezogen.
\new GrandStaff <<
\new Staff { c1 c }
\new Staff { c1 c }
>>
Der PianoStaff-(Klaviersystem)-Kontext ist identisch mit dem
GrandStaff-Kontext, aber es ermöglicht zusätzlich direkt
die Angabe einer Instrumentbezeichnung. Zu Einzelheiten siehe
Instrumentenbezeichnungn.
\new PianoStaff <<
\set PianoStaff.instrumentName = #"Piano"
\new Staff { c1 c }
\new Staff { c1 c }
>>
Jede Systemgruppe stellt die Eigenschaft
systemStartDelimiter (SystemBeginnBegrenzer) auf einen der
folgenden Werte:
SystemStartBar, SystemStartBrace oder
SystemStartBracket. Ein vierter Begrenzer,
SystemStartSquare, ist auch erreichbar, aber man muss ihr
explizit einstellen.
Neue Systemgruppen können definiert werden. Zu Einzelheiten siehe Neue Umgebungen definieren.
Ausgewählte Schnipsel
Use square bracket at the start of a staff group
The system start delimiter SystemStartSquare can be used by
setting it explicitly in a StaffGroup or ChoirStaffGroup
context.
\score {
\new StaffGroup { <<
\set StaffGroup.systemStartDelimiter = #'SystemStartSquare
\new Staff { c'4 d' e' f' }
\new Staff { c'4 d' e' f' }
>> }
}
Display bracket with only one staff in a system
If there is only one staff in one of the staff types ChoirStaff
or StaffGroup, the bracket and the starting bar line will not be
displayed as standard behavior. This can be changed by overriding the
relevant properties.
Note that in contexts such as PianoStaff and GrandStaff
where the systems begin with a brace instead of a bracket, another
property has to be set, as shown on the second system in the example.
\markup \left-column {
\score {
\new StaffGroup <<
% Muss geringer sein als die aktuelle Zahl der Notenlinien
\override StaffGroup.SystemStartBracket #'collapse-height = #1
\override Score.SystemStartBar #'collapse-height = #1
\new Staff {
c'1
}
>>
\layout { }
}
\null
\score {
\new PianoStaff <<
\override PianoStaff.SystemStartBrace #'collapse-height = #1
\override Score.SystemStartBar #'collapse-height = #1
\new Staff {
c'1
}
>>
\layout { }
}
}
Mensurstriche layout (bar lines between the staves)
The mensurstriche-layout where the bar lines do not show on the staves
but between staves can be achieved with a StaffGroup instead of
a ChoirStaff. The bar line on staves is blanked out by setting
the transparent property.
global = {
\override Staff.BarLine #'transparent = ##t
s1 s
% Letze Taktlinie ist nicht unterbrochen
\revert Staff.BarLine #'transparent
\bar "|."
}
\new StaffGroup \relative c'' {
<<
\new Staff { << \global { c1 c } >> }
\new Staff { << \global { c c } >> }
>>
}
Siehe auch
Glossar: Klammer, Klammer, Akkolade.
Notationsreferenz: Instrumentenbezeichnungn, Neue Umgebungen definieren.
Schnipsel: Notation auf Systemen.
Referenz der Interna: Staff, StaffGroup, ChoirStaff, GrandStaff, PianoStaff, SystemStartBar, SystemStartBrace, SystemStartBracket, SystemStartSquare.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
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Verschachtelte Notensysteme
System-Gruppen können in beliebiger Tiefe geschachtelt werden. In diesem Fall erstellt jeder neue, innen liegende Kontext eine neue Klammer außerhalb der Klammer der Systemgruppe, in der er sich befindet.
\new StaffGroup <<
\new Staff { c2 c | c2 c }
\new StaffGroup <<
\new Staff { g2 g | g2 g }
\new StaffGroup \with {
systemStartDelimiter = #'SystemStartSquare
}
<<
\new Staff { e2 e | e2 e }
\new Staff { c2 c | c2 c }
>>
>>
>>
Neue geschachtelte Systemgruppen können definiert werden. Zu Einzelheiten siehe Neue Umgebungen definieren.
Ausgewählte Schnipsel
Nesting staves
The property systemStartDelimiterHierarchy can be used to make
more complex nested staff groups. The command \set
StaffGroup.systemStartDelimiterHierarchy takes an alphabetical list of
the number of staves produced. Before each staff a system start
delimiter can be given. It has to be enclosed in brackets and takes as
much staves as the brackets enclose. Elements in the list can be
omitted, but the first bracket takes always the complete number of
staves. The possibilities are SystemStartBar,
SystemStartBracket, SystemStartBrace, and
SystemStartSquare.
\new StaffGroup
\relative c'' <<
\set StaffGroup.systemStartDelimiterHierarchy
= #'(SystemStartSquare (SystemStartBrace (SystemStartBracket a
(SystemStartSquare b) ) c ) d)
\new Staff { c1 }
\new Staff { c1 }
\new Staff { c1 }
\new Staff { c1 }
\new Staff { c1 }
>>
Siehe auch
Notationsreferenz: Systeme gruppieren, Instrumentenbezeichnungn, Neue Umgebungen definieren.
Schnipsel: Notation auf Systemen.
Referenz der Interna: StaffGroup, ChoirStaff, SystemStartBar, SystemStartBrace, SystemStartBracket, SystemStartSquare.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Verschachtelte Notensysteme ] | [ Nach oben : Notation auf Systemen ] | [ Das Notensystem > ] | ||
1.6.2 Einzelne Systeme verändern
Dieser Abschnitt zeigt, wie man bestimmte Eigenschaften eines Systems ändert – etwa die Anzahld der Notenlinien oder die Größe des Systems. Es werden auch Methoden dargestellt, ein System zu beginnen und zu beenden sowie eine Methode, Ossia-Systeme zu erstellen.
| Das Notensystem | ||
| Ossia-Systeme | ||
| Systeme verstecken |
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Einzelne Systeme verändern ] | [ Nach oben : Einzelne Systeme verändern ] | [ Ossia-Systeme > ] | ||
Das Notensystem
Die Linien eines Notensystems gehören zu dem
StaffSymbol-(NotensystemSymbol)-Grob.
StaffSymbol-Eigenschaften können verändert werden, um die
Erscheinung des Notensystems zu beeinflussen, aber sie müssen
gesetzt werden, bevor das System erstellt wird.
Die Anzahl der Notenlinien kann verändert werden. Die Position des Notenschlüssels und die Position von c’ können geändert werden, um dem neuen System zu entsprechen. Eine Erklärung findet sich im Schnipselabschnit in Notenschlüssel.
\new Staff \with {
\override StaffSymbol #'line-count = #3
}
{ d4 d d d }
Die Liniendicke der Notenlinien kann verändert werden. Die Dicke der Hilfslinien und Notenhälse wird auch beeinflusst, weil sie von der Notenliniendicke abhängen.
\new Staff \with {
\override StaffSymbol #'thickness = #3
}
{ e4 d c b }
Die Dicke der Hilfslinien kann auch unabhängig von der Notenliniendicke verändert werden. Die zwei Zahlen in dem Beispiel sind Faktoren, mit denen die Notenlinien-Dicke und der Notenlinienabstand multipliziert werden. Die Addition beider Werte ergibt die Dicke der Hilfslinien.
\new Staff \with {
\override StaffSymbol #'ledger-line-thickness = #'(1 . 0.2)
}
{ e4 d c b }
Der Abstand zwischen Notenlinien kann verändert werden. Diese Einstellung wirkt sich auch auf den Abstand der Hilfslinien aus.
\new Staff \with {
\override StaffSymbol #'staff-space = #1.5
}
{ a4 b c d }
Weitere Einzelheiten zu den Eigenschaften von StaffSymbol
findet sich in
staff-symbol-interface.
Veränderungen der Eigenschaften eines Notensystems mitten in einer
Partitur können zwischen die Befehle \stopStaff und
\startStaff gesetzt werden:
c2 c \stopStaff \override Staff.StaffSymbol #'line-count = #2 \startStaff b2 b \stopStaff \revert Staff.StaffSymbol #'line-count \startStaff a2 a
Die Befehle \startStaff und \stopStaff können
benutzt werden, um ein Notensystem irgendwo zu beenden oder zu
beginnen.
c4 b a2 \stopStaff b4 c d2 \startStaff e4 d c2
Vordefinierte Befehle
\startStaff,
\stopStaff.
Ausgewählte Schnipsel
Making some staff lines thicker than the others
For pedagogical purposes, a staff line can be thickened (e.g., the
middle line, or to emphasize the line of the G clef). This can be
achieved by adding extra lines very close to the line that should be
emphasized, using the line-positions property of the
StaffSymbol object.
{
\override Staff.StaffSymbol #'line-positions = #'(-4 -2 -0.2 0 0.2 2 4)
d'4 e' f' g'
}
Siehe auch
Glossar: Linie, Hilfslinie, System.
Notationsreferenz: Notenschlüssel.
Schnipsel: Notation auf Systemen.
Referenz der Interna: StaffSymbol, staff-symbol-interface.
Bekannte Probleme und Warnungen
Wenn die vertikale Position der Notenlinien manuell verändert wird, werden Taktlinien immer auf der Position 0 zentriert. Somit muss die Distanz der äußeren Notenlinien vom Zentrum des Systems gleichgroß sein.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Das Notensystem ] | [ Nach oben : Einzelne Systeme verändern ] | [ Systeme verstecken > ] | ||
Ossia-Systeme
Ossia-Systeme können gesetzt werden, indem zwei gleichzeitige Notensysteme an der entsprechenden Position erstellt werden:
\new Staff \relative c'' {
c4 b d c
<<
{ c4 b d c }
\new Staff { e4 d f e }
>>
c4 b c2
}
Dieses Beispiel ist aber normalerweise nicht erwünscht. Um Ossia-Systeme zu setzen, die sich über dem eigentlichen System befinden, keine Takt- und Schlüsselangaben haben und kleiner gesetzt sind, müssen einige Optimierungen angewendet werden. Im Handbuch zum Lernen wird eine Technik vorgestellt, mit der das gewünschte Ergebnis erreicht werden kann, beginnend in Musikalische Ausdrücke ineinander verschachteln.
Das Beispiel unten setzt die
alignAboveContext-(oberhalbAusrichtenKontext)-Eigenschaft
ein, um den Ossia-Abschnitt auszurichten. Diese Methode
bietet sich an, wenn nur einige Ossia-Systeme benötigt werden.
\new Staff = haupt \relative c'' {
c4 b d c
<<
{ c4 b d c }
\new Staff \with {
\remove "Time_signature_engraver"
alignAboveContext = #"haupt"
fontSize = #-3
\override StaffSymbol #'staff-space = #(magstep -3)
\override StaffSymbol #'thickness = #(magstep -3)
firstClef = ##f
}
{ e4 d f e }
>>
c4 b c2
}
Wenn mehrere isolierte Ossia-Systeme gebraucht werden, kann es
günstiger sein, einen leeren Staff-Kontext mit einer
spezifischen Kontextidentifikation zu erstellen. Die
Ossia-Abschnitte werden dann erstellt, indem dieser Kontext
aufgerufen wird und mit \startStaff und
\stopStaff an den richtigen Stellen sichtbar gemacht
wird. Der Vorteil dieser Methode zeigt sich, wenn man längere
Stücke setzt.
<<
\new Staff = Ossia \with {
\remove "Time_signature_engraver"
\override Clef #'transparent = ##t
fontSize = #-3
\override StaffSymbol #'staff-space = #(magstep -3)
\override StaffSymbol #'thickness = #(magstep -3)
}
{ \stopStaff s1*6 }
\new Staff \relative c' {
c4 b c2
<<
{ e4 f e2 }
\context Staff = Ossia {
\startStaff e4 g8 f e2 \stopStaff
}
>>
g4 a g2 \break
c4 b c2
<<
{ g4 a g2 }
\context Staff = Ossia {
\startStaff g4 e8 f g2 \stopStaff
}
>>
e4 d c2
}
>>
Man kann auch den \RemoveEmptyStaffContext-Befehl einsetzen,
um Ossia-Systeme zu erstellen. Diese Methode eignet sich am
besten, wenn nach dem Ossia sofort ein Zeilenumbruch erfolgt.
In diesem Fall müssen auch keine unsichtbaren Pausen eingesetzt
werden; es reicht, \startStaff und \stopStaff
einzusetzen. Mehr Information zu \RemoveEmptyStaffContext
findet sich in
Systeme verstecken.
<<
\new Staff = Ossia \with {
\remove "Time_signature_engraver"
\override Clef #'transparent = ##t
fontSize = #-3
\override StaffSymbol #'staff-space = #(magstep -3)
\override StaffSymbol #'thickness = #(magstep -3)
}
\new Staff \relative c' {
c4 b c2
e4 f e2
g4 a g2 \break
<<
{ c4 b c2 }
\context Staff = Ossia {
c4 e8 d c2 \stopStaff
}
>>
g4 a g2
e4 d c2
}
>>
\layout {
\context {
\RemoveEmptyStaffContext
\override VerticalAxisGroup #'remove-first = ##t
}
}
Ausgewählte Schnipsel
Vertically aligning ossias and lyrics
This snippet demonstrates the use of the context properties
alignBelowContext and alignAboveContext to control the
positioning of lyrics and ossias.
\paper {
ragged-right = ##t
}
\relative c' <<
\new Staff = "1" { c4 c s2 }
\new Staff = "2" { c4 c s2 }
\new Staff = "3" { c4 c s2 }
{ \skip 2
<<
\lyrics {
\set alignBelowContext = #"1"
lyrics4 below
}
\new Staff \with {
alignAboveContext = #"3"
fontSize = #-2
\override StaffSymbol #'staff-space = #(magstep -2)
\remove "Time_signature_engraver"
} {
\times 4/6 {
\override TextScript #'padding = #3
c8[^"ossia above" d e d e f]
}
}
>>
}
>>
Siehe auch
Glossar: Ossia, System, Verkleinerte Systeme.
Handbuch zum Lernen: Musikalische Ausdrücke ineinander verschachteln, Größe von Objekten, Länge und Dicke von Objekten.
Notationsreferenz: Systeme verstecken.
Schnipsel: Notation auf Systemen.
Referenz der Interna: StaffSymbol.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Ossia-Systeme ] | [ Nach oben : Einzelne Systeme verändern ] | [ Orchesterstimmen erstellen > ] | ||
Systeme verstecken
Die Notenlinien können entfernt werden, indem der
Staff_symbol_engraver aus dem Staff-Kontext
entfernt wird. Alternativ kann auch \stopStaff
eingesetzt werden.
\new Staff \with {
\remove "Staff_symbol_engraver"
}
\relative c''' { a8 f e16 d c b a2 }
Leere Systeme können versteckt werden, wenn der
\RemoveEmptyStaffContext-Befehl im \layout-Abschnitt
benutzt wird. In großen Orchesterpartituren wird dies oft
verwendet, um die leeren Systeme von gerade nicht spielenden
Instrumenten zu verstecken. In der Standardeinstellung werden alle
leeren Notenzeilen außer die des ersten Systems entfernt.
|
Achtung: Eine Notenzeile gilt als leer, wenn sie nur Ganztaktpausen,
unsichtbare Noten, |
\layout {
\context {
\RemoveEmptyStaffContext
}
}
\relative c' <<
\new Staff {
e4 f g a \break
b1 \break
a4 b c2
}
\new Staff {
c,4 d e f \break
R1 \break
f4 g c,2
}
>>
\RemoveEmptyStaffContext kann auch eingesetzt werden,
um Ossiaabschnitte zu erstellen. Zu Einzelheiten, siehe
Ossia-Systeme.
Der \AncientRemoveEmptyStaffContext-Befehl kann
benutzt werden, um leere Takte in Notation der Alten Musik
zu entfernen. Gleichermaßen kann
\RemoveEmptyRhythmicStaffContext eingesetzt werden, um
leere Takte in einem
RhythmicStaff-Kontext zu entfernen.
Vordefinierte Befehle
\RemoveEmptyStaffContext,
\AncientRemoveEmptyStaffContext,
\RemoveEmptyRhythmicStaffContext.
Ausgewählte Schnipsel
Removing the first empty line
The first empty staff can also be removed from the score by setting the
VerticalAxisGroup property remove-first. This can be done
globally inside the \layout block, or locally inside the
specific staff that should be removed. In the latter case, you have to
specify the context (Staff applies only to the current staff) in
front of the property.
The lower staff of the second staff group is not removed, because the setting applies only to the specific staff inside of which it is written.
\layout {
\context {
\RemoveEmptyStaffContext
% Um die Einstellung global zu benutzen, diese Zeile benutzen:
% \override·VerticalAxisGroup·#'remove-first·=·##t
}
}
\new StaffGroup <<
\new Staff \relative c' {
e4 f g a \break
c1
}
\new Staff {
% Um Einstellung global zu benutzen, folgende Zeile auskommentieren
% und die Zeile im \layout-Block oben benutzen
\override Staff.VerticalAxisGroup #'remove-first = ##t
R1 \break
R
}
>>
\new StaffGroup <<
\new Staff \relative c' {
e4 f g a \break
c1
}
\new Staff {
R1 \break
R
}
>>
Siehe auch
Glossar: Verkleinerte Systeme.
Notationsreferenz: Das Notensystem, Ossia-Systeme.
Schnipsel: Notation auf Systemen.
Referenz der Interna: ChordNames, FiguredBass, Lyrics, Staff, VerticalAxisGroup, Staff_symbol_engraver.
Bekannte Probleme und Warnungen
Wenn man den Staff_symbol_engraver entfernt, werden auch
die Taktlinien entfernt. Wenn eine sichtbare Taktlinie
angefordert wird, kann es zu Formatierungsfehlern kommen. In
diesem Fall sollten folgende Befehle eingesetzt werden, anstatt
den Engraver zu entfernen:
\override StaffSymbol #'stencil = ##f \override NoteHead #'no-ledgers = ##t
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Systeme verstecken ] | [ Nach oben : Notation auf Systemen ] | [ Metronomangabe > ] | ||
1.6.3 Orchesterstimmen erstellen
Dieser Abschnitt zeigt, wie man Tempo-Anweisungen und Instrumentenbezeichnungen einfügt. Es werden auch Möglichkeiten vorgestellt, andere Stimmen zu zitieren und Stichnoten zu formatieren.
| Metronomangabe | ||
| Instrumentenbezeichnungn | ||
| Stichnoten | ||
| Stichnoten formatieren |
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Orchesterstimmen erstellen ] | [ Nach oben : Orchesterstimmen erstellen ] | [ Instrumentenbezeichnungn > ] | ||
Metronomangabe
Eine Metronomanweisung wird wie folgt erstellt:
\tempo 4 = 120 c2 d e4. d8 c2
Anstelle dessen kann auch Text als Argument angegeben werden:
\tempo "Allegretto" c4 e d c b4. a16 b c4 r4
Wenn eine Metronombezeichnung und Text kombiniert wird, wird die Metronombezeichnung automatisch in Klammern gesetzt:
\tempo "Allegro" 4 = 160 g4 c d e d4 b g2
Der Text kann ein beliebiges Textbeschriftungsobjekt sein:
\tempo \markup { \italic Faster } 4 = 132
a8-. r8 b-. r gis-. r a-. r
Eine Metronombezeichnung in Klammern ohne Text kann erstellt werden, indem eine leere Zeichenkette hinzugefügt wird:
\tempo "" 8 = 96 d4 g e c
Ausgewählte Schnipsel
Printing metronome and rehearsal marks below the staff
By default, metronome and rehearsal marks are printed above the staff.
To place them below the staff simply set the direction property
of MetronomeMark or RehearsalMark appropriately.
\layout { ragged-right = ##f }
{
% Metronomangabe unter dem System
\override Score.MetronomeMark #'direction = #DOWN
\tempo 8. = 120
c''1
% Übungszeichen unter dem System
\override Score.RehearsalMark #'direction = #DOWN
\mark \default
c''1
}
Changing the tempo without a metronome mark
To change the tempo in MIDI output without printing anything, make the metronome mark invisible.
\score {
\new Staff \relative c' {
\tempo 4 = 160
c4 e g b
c4 b d c
\set Score.tempoHideNote = ##t
\tempo 4 = 96
d,4 fis a cis
d4 cis e d
}
\layout { }
\midi { }
}
Creating metronome marks in markup mode
New metronome marks can be created in markup mode, but they will not change the tempo in MIDI output.
\relative c' {
\tempo \markup {
\concat {
(
\smaller \general-align #Y #DOWN \note #"16." #1
" = "
\smaller \general-align #Y #DOWN \note #"8" #1
)
}
}
c1
c4 c' c,2
}
Zu Einzelheiten siehe Text formatieren.
Siehe auch
Glossar: Metronomangabe, Metronombezeichnung, Tempobezeichnung, Metronombezeichnung.
Notationsreferenz: Text formatieren, MIDI output.
Schnipsel: Notation auf Systemen.
Referenz der Interna: MetronomeMark.
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Instrumentenbezeichnungn
Instrumentbezeichnungen können an der linken Seite von Notensystemen
im Staff- und PianoStaff-Kontext gesetzt
werden. Der Wert von instrumentName wird für das erste
System eingesetzt, der Wert von shortInstrumentName für
alle weiteren Systeme.
\set Staff.instrumentName = #"Violin " \set Staff.shortInstrumentName = #"Vln " c4.. g'16 c4.. g'16 \break c1
Mit dem Textbeschriftungsmodus können auch komplizierte Instrumentenbezeichnungen erstellt werden:
\set Staff.instrumentName = \markup {
\column { "Clarinetti"
\line { "in B" \smaller \flat } } }
c4 c,16 d e f g2
Wenn zwei oder mehr Systeme gruppiert werden, werden die
Instrumentenbezeichnungen automatisch zentriert. Um auch
mehrzeilige Instrumentenbezeichnungen zentriert zu setzen, muss
\center-column benutzt werden:
<<
\new Staff {
\set Staff.instrumentName = #"Flute"
f2 g4 f
}
\new Staff {
\set Staff.instrumentName = \markup \center-column {
Clarinet
\line { "in B" \smaller \flat }
}
c4 b c2
}
>>
Wenn die Instrumentenbezeichnung zu lang ist, kann es vorkommen,
dass die Bezeichnungen in einer Gruppe nicht zentriert werden.
Um dennoch eine Zentrierung zu erhalten, müssen die Werte des
Einzugs (indent und short-indent) vergrößert werden.
Zu Einzelheiten siehe Horizontale Dimensionen.
\layout {
indent = 3.0\cm
short-indent = 1.5\cm
}
\relative c'' <<
\new Staff {
\set Staff.instrumentName = #"Alto Flute in G"
\set Staff.shortInstrumentName = #"Fl."
f2 g4 f \break
g4 f g2
}
\new Staff {
\set Staff.instrumentName = #"Clarinet"
\set Staff.shortInstrumentName = #"Clar."
c,4 b c2 \break
c2 b4 c
}
>>
Um Instrumentenbezeichnungen zu anderen Kontexten (wie etwa
GrandStaff, ChoirStaff oder StaffGroup)
hinzuzufügen, muss der Instrument_name_engraver dem
entsprechenden Kontext hinzugefügt werden. Zu Einzelheiten
siehe Umgebungs-Plugins verändern.
Instrumentenbezeichnungen können mitten in einer Partitur geändert werden:
\set Staff.instrumentName = #"First" \set Staff.shortInstrumentName = #"one" c1 c c c \break c1 c c c \break \set Staff.instrumentName = #"Second" \set Staff.shortInstrumentName = #"two" c1 c c c \break c1 c c c \break
Wenn das Instrument gewechselt werden soll, kann der Befehl
\addInstrumentDefinition in Begleitung von
\instrumentSwitch benutzt werden, um eine detaillierte
Auflistung aller notwendigen Änderungen für den Wechsel zu
definieren. Der \addInstrumentDefinition-Befehl hat
zwei Argumente: eine Identifikation und eine Assosiationsliste
von Kontexteigenschaften und Werten, die für dieses Instrument
benutzt werden müssen. Der Befehl muss sich auf der höchsten
Ebene in der Eingabedatei befinden. \instrumentSwitch
wird dann benutzt, um den Wechsel vorzunhemen:
\addInstrumentDefinition #"contrabassoon"
#`((instrumentTransposition . ,(ly:make-pitch -1 0 0))
(shortInstrumentName . "Cbsn.")
(clefGlyph . "clefs.F")
(middleCPosition . 6)
(clefPosition . 2)
(instrumentCueName . ,(make-bold-markup "cbsn."))
(midiInstrument . "bassoon"))
\new Staff \with {
instrumentName = #"Bassoon"
}
\relative c' {
\clef tenor
\compressFullBarRests
c2 g'
R1*16
\instrumentSwitch "contrabassoon"
c,,2 g \break
c,1 ~ | c1
}
Siehe auch
Notationsreferenz: Horizontale Dimensionen, Umgebungs-Plugins verändern.
Schnipsel: Notation auf Systemen.
Referenz der Interna: InstrumentName, PianoStaff, Staff.
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Stichnoten
Es kommt sehr oft vor, dass eine Orchesterstimme die gleichen Noten wie eine andere spielt. So können etwa die ersten und zweiten Geigen für eine Passage die gleichen Noten haben. In LilyPond kann man das erreichen, indem eine Stimme von der anderen zitiert, sodass man die Noten nicht nocheinmal eingeben muss.
Bevor eine Stimme zitiert werden kann, muss der
\addQuote-Befehl benutzt werden, um das zitierbare
Fragment zu kennzeichnen. Dieser Befehl muss auf der höchsten
Ebene der Eingabedatei benutzt werden. Das erste Argument
dient zur Identifikation, das zweite ein musikalischer Ausdruck:
flute = \relative c'' {
a4 gis g gis
}
\addQuote "flute" { \flute }
Der \quoteDuring-Befehl wird benutzt, um den Punkt
anzuzeigen, an dem das Zitat beginnt. Er benötigt zwei
Argumente: die Bezeichnung der zitierten Stimme, wie vorher mit
\addQuote definiert, und einen musikalischen Ausdruck,
der Angibt, wie lange das Zitat dauern soll; normalerweise
Ganztaktpausen oder unsichtbare Noten. Die entsprechenden
Noten der zitierten Stimme wird an der Stelle in die aktuelle
Stimme eingefügt:
Flöte = \relative c'' {
a4 gis g gis
}
\addQuote "flute" { \Flöte }
\relative c' {
c4 cis \quoteDuring #"flute" { s2 }
}
Wenn der musikalische Ausdruck, der mit dem
\quoteDuring-Befehl benutzt wird, etwas anderes
als unsichtbare Noten oder Ganztaktpausen enthält, wird eine
polyphone Stelle begonnen, was meistens nicht erwünscht ist:
Flöte = \relative c'' {
a4 gis g gis
}
\addQuote "flute" { \Flöte }
\relative c' {
c4 cis \quoteDuring #"flute" { c4 b }
}
Zitate erkennen die Einstellungen von transponierten Instrumenten
sowohl der Quell- als auch der Zielstimme, wenn der
\transposition-Befehl eingesetzt wird. Zu Einzelheiten
über \transposition siehe
Transposition von Instrumenten.
Klarinette = \relative c'' {
\transposition bes
a4 gis g gis
}
\addQuote "clarinet" { \Klarinette }
\relative c' {
c4 cis \quoteDuring #"clarinet" { s2 }
}
Es ist möglich, Zitate mit eindeutigen Bezeichnungen zu versehen (unter Benutzung von tags), um sie auf unterschiedliche Weise zu verarbeiten. Einzelheiten zu diesem Vorgehen werden vorgestellt in Marken benutzen.
Ausgewählte Schnipsel
Quoting another voice with transposition
Quotations take into account the transposition of both source and
target. In this example, all instruments play sounding middle C; the
target is an instrument in F. The target part may be transposed using
\transpose. In this case, all the pitches (including the
quoted ones) are transposed.
\addQuote clarinet {
\transposition bes
\repeat unfold 8 { d'16 d' d'8 }
}
\addQuote sax {
\transposition es'
\repeat unfold 16 { a8 }
}
zitatTest = {
% Waldhorn
\transposition f
g'4
<< \quoteDuring #"clarinet" { \skip 4 } s4^"clar." >>
<< \quoteDuring #"sax" { \skip 4 } s4^"sax." >>
g'4
}
{
\set Staff.instrumentName =
\markup {
\center-column { Horn \line { in F } }
}
\zitatTest
\transpose c' d' << \zitatTest s4_"up a tone" >>
}
Quoting another voice
The quotedEventTypes property determines the music event types
that are quoted. The default value is (note-event rest-event),
which means that only notes and rests of the quoted voice appear in the
\quoteDuring expression. In the following example, a 16th rest
is not quoted since rest-event is not in
quotedEventTypes.
zitiereMich = \relative c' {
fis4 r16 a8.-> b4\ff c
}
\addQuote zitiereMich \zitiereMich
Original = \relative c'' {
c8 d s2
\once \override NoteColumn #'ignore-collision = ##t
es8 gis8
}
<<
\new Staff {
\set Staff.instrumentName = #"quoteMe"
\zitiereMich
}
\new Staff {
\set Staff.instrumentName = #"orig"
\Original
}
\new Staff \relative c'' <<
\set Staff.instrumentName = #"orig+quote"
\set Staff.quotedEventTypes =
#'(note-event articulation-event)
\Original
\new Voice {
s4
\set fontSize = #-4
\override Stem #'length-fraction = #(magstep -4)
\quoteDuring #"quoteMe" { \skip 2. }
}
>>
>>
Siehe auch
Notationsreferenz: Transposition von Instrumenten, Marken benutzen.
Schnipsel: Notation auf Systemen.
Referenz der Interna: QuoteMusic, Voice.
Bekannte Probleme und Warnungen
Nur der Inhalt der ersten Stimme innerhalb eines
\addQuote-Befehls wird für das Zitat herangezogen, die
Variable Noten kann also keine \new oder \context Voice-Einheiten enthalten, die zu einer anderen
Stimme wechseln würden.
Ziernoten und Vorschläge können nicht zitiert werden und können sogar dazu führen, dass LilyPond abstürzt.
Wenn geschachtelte Triolen zitiert werden, ist das Notenbild unter Umständen sehr schlecht.
In früheren LilyPond-Versionen (vor 2.11) wurde der Befehl
addQuote vollständig in Kleinbuchstaben geschrieben:
\addquote.
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Stichnoten formatieren
Der vorige Abschnitt zeigt, wie man Zitate erstellt. Der
\cueDuring-Befehl (engl. cue note = Stichnote)
ist eine spezialisierte Form des
\quoteDuring-Befehls, der insbesondere dazu dient,
Stichnoten zu einer Stimme hinzuzufügen. Seine Syntax lautet:
\cueDuring #Stimmenbezeichnung #Stimme Noten
Dieser Befehl kopiert die entsprechenden Takte von
Stimmenbezeichnung in einen CueVoice-Kontext. Eine
CueVoice (Stichnoten-Stimme) wird implizit erstellt
und erscheint simultan mit Noten, wobei folglich eine
polyphone Situation entsteht. Das Stimme-Argument entscheidet,
ob die Stichnoten als eine erste oder zweite Stimme
eingefügt werden sollen; UP entspricht der ersten Stimme,
DOWN der zweiten.
Oboe = \relative c'' {
r2 r8 d16 f e g f a
g8 g16 g g2.
}
\addQuote "oboe" { \Oboe }
\new Voice \relative c'' {
\cueDuring #"oboe" #UP { R1 }
g2 c,
}
In diesem Beispiel muss der Voice-Kontext explizit
begonnen werden, damit nicht der gesamte musikalische Ausdruck
als Stichnoten-Stimme formatiert wird.
Die Bezeichnung des Instruments, von dem die Stichnoten genommen
werden, kann auch ausgegeben werden, wenn die Eigenschaft
instrumentCueName im CueVoice-Kontext definiert wird.
Oboe = \relative c''' {
g4 r8 e16 f e4 d
}
\addQuote "oboe" { \Oboe }
\new Staff \relative c'' <<
\new CueVoice \with {
instrumentCueName = "ob."
}
\new Voice {
\cueDuring #"oboe" #UP { R1 }
g4. b8 d2
}
>>
Zusätzlich zu der Instrumentenbezeichnung kann auch die
Bezeichnung des Originalinstruments ausgegeben werden, und alle
Änderungen, die für die Stichnoten gemacht wurden, müssen
wieder rückgängig gemacht werden. Das kann mit den Befehlen
\addInstrumentDefinition und \instrumentSwitch
vorgenommen werden. Ein Beispiel und mehr Information findet
sich in
Instrumentenbezeichnungn.
Der \killCues-Befehl entfernt Stichnoten aus einem
musikalischen Ausdruck. Das kann nützlich sein, wenn die
Stichnoten von einer Stimme entfernt werden sollen, aber in
einer anderen Edition benötigt werden.
Flöte = \relative c''' {
r2 cis2 r2 dis2
}
\addQuote "flute" { \Flöte }
\new Voice \relative c'' {
\killCues {
\cueDuring #"flute" #UP { R1 }
g4. b8 d2
}
}
Der \transposedCueDuring-Befehl bietet sich an, wenn man
Stichnoten eines Instrumentes mit einem vollständig anderen
Register hinzufügen will. Die Syntax ähnelt der des
\cueDuring-Befehls, aber ein zusätzliches Argument
wird benötigt, das die Transposition der Stichnoten-Stimme
bezeichnet. Mehr Information zu Transposition siehe
Transposition von Instrumenten.
Piccolo = \relative c''' {
\clef "treble^8"
R1
c8 c c e g2
a4 g g2
}
\addQuote "Piccolo" { \Piccolo }
Ktrfgt = \relative c, {
\clef "bass_8"
c4 r g r
\transposedCueDuring #"Piccolo" #UP c,, { R1 }
c4 r g r
}
<<
\new Staff = "Piccolo" \Piccolo
\new Staff = "Ktrfgt" \Ktrfgt
>>
Es ist möglich, Zitate mit eindeutigen Bezeichnungen zu versehen (unter Benutzung von tags), um sie auf unterschiedliche Weise zu verarbeiten. Einzelheiten zu diesem Vorgehen werden vorgestellt in Marken benutzen.
Siehe auch
Notationsreferenz: Transposition von Instrumenten, Instrumentenbezeichnungn, Marken benutzen.
Schnipsel: Notation auf Systemen.
Referenz der Interna: CueVoice, Voice.
Bekannte Probleme und Warnungen
Zusammenstöße können zwischen Pausen der Hauptstimme und
den Stichnoten des CueVoice-Kontexts auftreten.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Stichnoten formatieren ] | [ Nach oben : Musikalische Notation ] | [ Innerhalb des Systems > ] | ||
1.7 Anmerkungen
Dieser Abschnitt zeigt die verschiedenen Möglichkeiten, die Erscheinung der Noten zu ändern und analytische bzw. pädagogische Anmerkungen anzubringen.
| 1.7.1 Innerhalb des Systems | ||
| 1.7.2 Außerhalb des Notensystems |
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Anmerkungen ] | [ Nach oben : Anmerkungen ] | [ Auswahl der Notations-Schriftgröße > ] | ||
1.7.1 Innerhalb des Systems
Dieser Abschnitt zeigt, wie man Elemente hervorhebt, die sich innerhalb des Notensystems befinden.
| Auswahl der Notations-Schriftgröße | ||
| Fingersatzanweisungen | ||
| Unsichtbare Noten | ||
| Farbige Objekte | ||
| Klammern | ||
| Hälse |
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Innerhalb des Systems ] | [ Nach oben : Innerhalb des Systems ] | [ Fingersatzanweisungen > ] | ||
Auswahl der Notations-Schriftgröße
Die Schriftgröße von Notationselementen kann geändert werden. Damit wird allerdings nicht die Größe von veränderlichen Symbolen, wie Balken oder Bögen, geändert.
|
Achtung: Für Schriftgröße von Text, siehe Überblick über die wichtigsten Textbeschriftungsbefehle. |
\huge c4.-> d8---3 \large c4.-> d8---3 \normalsize c4.-> d8---3 \small c4.-> d8---3 \tiny c4.-> d8---3 \teeny c4.-> d8---3
Intern wird hiermit die fontSize-Eigenschaft gesetzt. Sie
wird für alle Layout-Objekte definiert. Der Wert von
font-size ist eine Zahl, die die Größe relativ zur Standardgröße
für die aktuelle Systemhöhe angibt. Jeder Vergrößerungsschritt bedeutet
etwa eine Vergrößerung um 12% der Schriftgröße. Mit sechs Schritten wird
die Schriftgröße exakt verdoppelt. Die Scheme-Funktion magstep
wandelt einen Wert von font-size in einen Skalierungsfaktor um.
Die font-size-Eigenschaft kann auch direkt gesetzt werden, so dass
sie sich nur auf bestimmte Layoutobjekte bezieht.
\set fontSize = #3 c4.-> d8---3 \override NoteHead #'font-size = #-4 c4.-> d8---3 \override Script #'font-size = #2 c4.-> d8---3 \override Stem #'font-size = #-5 c4.-> d8---3
Schriftgrößenänderungen werden erreicht, indem man die Design-Schriftgröße
nimmt, die der gewünschten am nächsten kommt, und sie dann skaliert. Die
Standard-Schriftgröße (für font-size = #0) hängt von der
Standard-Systemhöhe ab. Für ein Notensystem von 20pt wird eine Schriftgröße
von 10pt ausgewählt.
Die font-size-Eigenschaft kann nur für die Layoutobjekte gesetzt
werden, die Schrift-Dateien benutzen. Das sind die, welche die
font-interface-Layoutschnittstelle unterstützen.
Vordefinierte Befehle
\teeny,
\tiny,
\small,
\normalsize,
\large,
\huge.
Siehe auch
Schnipsel: Anmerkungen.
Referenz der Interna: font-interface.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
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Fingersatzanweisungen
Fingersatzanweisungen können folgenderweise notiert werden: Note-Zahl
c4-1 d-2 f-4 e-3
Für Fingerwechsel muss eine Textbeschriftung (markup) benutzt werden:
c4-1 d-2 f-4 c^\markup { \finger "2 - 3" }
Mit dem Daumen-Befehl (\thumb) können die Noten bezeichnet
werden, die mit dem
Daumen (etwa auf dem Cello) gespielt werden sollen.
<a_\thumb a'-3>2 <b_\thumb b'-3>
Fingersätze für Akkorde können auch zu einzelnen Noten des Akkordes hinzugefügt werden, indem sie innerhalb der Akkord-Klammer direkt an die Noten angefügt werden.
<c-1 e-2 g-3 b-5>2 <d-1 f-2 a-3 c-5>
Fingersatzanweisungen können manuell oberhalb des Systems gesetzt werden, siehe Richtung und Platzierung.
Ausgewählte Schnipsel
Controlling the placement of chord fingerings
The placement of fingering numbers can be controlled precisely.
\relative c' {
\set fingeringOrientations = #'(left)
<c-1 e-3 a-5>4
\set fingeringOrientations = #'(down)
<c-1 e-3 a-5>4
\set fingeringOrientations = #'(down right up)
<c-1 e-3 a-5>4
\set fingeringOrientations = #'(up)
<c-1 e-3 a-5>4
\set fingeringOrientations = #'(left)
<c-1>2
\set fingeringOrientations = #'(down)
<e-3>2
}
Allowing fingerings to be printed inside the staff
By default, vertically oriented fingerings are positioned outside the staff. However, this behavior can be canceled.
\relative c' {
<c-1 e-2 g-3 b-5>2
\once \override Fingering #'staff-padding = #'()
<c-1 e-2 g-3 b-5>2
}
Avoiding collisions with chord fingerings
Fingerings and string numbers applied to individual notes will automatically avoid beams and stems, but this is not true by default for fingerings and string numbers applied to the individual notes of chords. The following example shows how this default behavior can be overridden.
\relative c' {
\set fingeringOrientations = #'(up)
\set stringNumberOrientations = #'(up)
\set strokeFingerOrientations = #'(up)
% Standart
r8
<f c'-5>8
<f c'\5>8
<f c'-\rightHandFinger #2 >8
% Korrigiert, um Zusammenstöße zu vermeiden
r8
\override Fingering #'add-stem-support = ##t
<f c'-5>8
\override StringNumber #'add-stem-support = ##t
<f c'\5>8
\override StrokeFinger #'add-stem-support = ##t
<f c'-\rightHandFinger #2 >8
}
Siehe auch
Notationsreferenz: Richtung und Platzierung.
Schnipsel: Anmerkungen.
Referenz der Interna: FingeringEvent, fingering-event, Fingering_engraver, New_fingering_engraver, Fingersatz.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
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Unsichtbare Noten
Versteckte (oder unsichtbare oder transparente) Noten können sinnvoll sein, wenn man Notation für den Theorieunterricht oder Kompositionsübungen erstellen will.
c4 d \hideNotes e4 f \unHideNotes g a \hideNotes b \unHideNotes c
Notationsobjekte, die an die unsichtbaren Noten angefügt sind, sind weiterhin sichtbar.
c4( d) \hideNotes e4(\p f)--
Vordefinierte Befehle
\hideNotes,
\unHideNotes.
Siehe auch
Schnipsel: Anmerkungen.
Referenz der Interna: Note_spacing_engraver, NoteSpacing.
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Farbige Objekte
Einzelnen Objekten können einfach eigene Farben zugewiesen werden. Gültige Farben-Bezeichnungen sind aufgelistet in Liste der Farben.
\override NoteHead #'color = #red c4 c \override NoteHead #'color = #(x11-color 'LimeGreen) d \override Stem #'color = #blue e
Die ganze Farbpalette, die für X11 definiert ist, kann mit der
Scheme-Funktion x11-color benutzt werden. Diese Funktion
hat ein Argument: entweder ein Symbol in der Form ’FooBar
oder eine Zeichenkette in der Form "FooBar". Die erste
Form ist schneller zu schreiben und effizienter. Mit der zweiten
Form ist es allerdings möglich, auch Farbbezeichnungen einzusetzen,
die aus mehr als einem Wort bestehen.
Wenn x11-color die angegebene Farbbezeichnung nicht kennt, wird
Schwarz eingesetzt.
\override Staff.StaffSymbol #'color = #(x11-color 'SlateBlue2)
\set Staff.instrumentName = \markup {
\with-color #(x11-color 'navy) "Clarinet"
}
gis8 a
\override Beam #'color = #(x11-color "medium turquoise")
gis a
\override Accidental #'color = #(x11-color 'DarkRed)
gis a
\override NoteHead #'color = #(x11-color "LimeGreen")
gis a
% Das ist Unsinn, die Hälsen bleiben schwarz
\override Stem #'color = #(x11-color 'Boggle)
b2 cis
Exakte RGB-Farben können mit Hilfe der Scheme-Funktion rgb-color
definiert werden.
\override Staff.StaffSymbol #'color = #(x11-color 'SlateBlue2)
\set Staff.instrumentName = \markup {
\with-color #(x11-color 'navy) "Clarinet"
}
\override Stem #'color = #(rgb-color 0 0 0)
gis8 a
\override Stem #'color = #(rgb-color 1 1 1)
gis8 a
\override Stem #'color = #(rgb-color 0 0 0.5)
gis4 a
Siehe auch
Notationsreferenz:
Liste der Farben, Der \tweak-Befehl.
Schnipsel: Anmerkungen.
Bekannte Probleme und Warnungen
Eine X11-Farbe hat nicht notwendigerweise exakt denselben Farbton wie eine ähnlich genannte normale Farbe.
Nicht alle X11-Farben lassen sich am Webbrowser erkennen, d. h. der
Unterschied etwa zwischen 'LimeGreen und 'ForestGreen wird
eventuell nicht dargestellt. Für die Benutzung im Internet wird
die Benutzung von einfachen Farben nahegelegt (z. B. #blue,
#green, #red).
Noten in Akkorden können nicht mit \override eingefärbt werden,
dazu muss \tweak benutzt werden. Siehe auch Der \tweak-Befehl.
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Klammern
Objekte können in Klammern gesetzt werden, indem vor ihnen der Befehl
\parenthesize geschrieben wird. Wenn ein Akkord in Klammern gesetzt
wird, wirkt sich das auf jede Noten im Akkord aus. Innerhalb von einem
Akkord gesetzte Befehle wirken sich auf einzelne Noten aus.
c2 \parenthesize d c2 \parenthesize <c e g> c2 <c \parenthesize e g>
Auch andere Objekte als Noten können in Klammern gesetzt werden.
c2-\parenthesize -. d c2 \parenthesize r
Siehe auch
Schnipsel: Anmerkungen.
Referenz der Interna: Parenthesis_engraver, ParenthesesItem, parentheses-interface.
Bekannte Probleme und Warnungen
Wenn man einen Akkord einklammert, wird um jede Note eine eigene Klammer gesetzt, anstatt den gesamten Akkord in eine große Klammer zu fassen.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Klammern ] | [ Nach oben : Innerhalb des Systems ] | [ Außerhalb des Notensystems > ] | ||
Hälse
Immer, wenn das Programm eine Note findet, wird automatisch ein Notenhals ( Stem) -Objekt erzeugt. Auch für ganze Noten und Pausen werden sie erzeugt, aber unsichtbar gemacht.
Vordefinierte Befehle
\stemUp (Hälse nach oben),
\stemDown (Hälse nach unten),
\stemNeutral (Hälse je nach Notenposition).
Ausgewählte Schnipsel
Default direction of stems on the center line of the staff
The default direction of stems on the center line of the staff is set
by the Stem property neutral-direction.
\relative c'' {
a4 b c b
\override Stem #'neutral-direction = #up
a4 b c b
\override Stem #'neutral-direction = #down
a4 b c b
}
Siehe auch
Notationsreferenz: Richtung und Platzierung.
Schnipsel: Anmerkungen.
Referenz der Interna: Stem_engraver, Stem, stem-interface.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Hälse ] | [ Nach oben : Anmerkungen ] | [ Erklärungen in Ballonform > ] | ||
1.7.2 Außerhalb des Notensystems
Dieser Abschnitt zeigt, wie man Elemente im System von außerhalb des Systems hervorhebt.
| Erklärungen in Ballonform | ||
| Gitternetzlinien | ||
| Analyseklammern |
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Außerhalb des Notensystems ] | [ Nach oben : Außerhalb des Notensystems ] | [ Gitternetzlinien > ] | ||
Erklärungen in Ballonform
Notationselemente können bezeichnet und markiert werden, indem um sie eine rechteckige Blase gezeichnet wird. Dies ist vor allem dazu da, Notation zu erklären.
\new Voice \with { \consists "Balloon_engraver" }
{
\balloonGrobText #'Stem #'(3 . 4) \markup { "I'm a Stem" }
a8
\balloonGrobText #'Rest #'(-4 . -4) \markup { "I'm a rest" }
r
<c, g'-\balloonText #'(-2 . -2) \markup { "I'm a note head" } c>2.
}
Es gibt zwei Funktionen, balloonGrobText und
balloonText; die erste wird auf gleiche Art wie ein
\once \override eingesetzt umd Text an einen Grob zu
hängen, die zweite funktioniert wie ein \tweak und
wird üblicherweise innerhalb von Akkorden eingesetzt, um Text
an einzelne Noten zu hängen.
Textblasen beeinflussen normalerweise die Positionierung der Notation, aber das kann geändert werden.
\new Voice \with { \consists "Balloon_engraver" }
{
\balloonLengthOff
\balloonGrobText #'Stem #'(3 . 4) \markup { "I'm a Stem" }
a8
\balloonGrobText #'Rest #'(-4 . -4) \markup { "I'm a rest" }
r
\balloonLengthOn
<c, g'-\balloonText #'(-2 . -2) \markup { "I'm a note head" } c>2.
}
Vordefinierte Befehle
\balloonLengthOn,
\balloonLengthOff.
Siehe auch
Schnipsel: Anmerkungen.
Referenz der Interna: Balloon_engraver, BalloonTextItem, balloon-interface.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Erklärungen in Ballonform ] | [ Nach oben : Außerhalb des Notensystems ] | [ Analyseklammern > ] | ||
Gitternetzlinien
Vertikale Linien können zwischen Systemen gesetzt werden, die mit den Noten synchronisiert sind.
Der Grid_point_engraver muss benutzt werden, um die Endpunkte
der Linien zu definieren, und der Grid_line_span_engraver wird
benutzt, um dann die Linien zu setzen. Der Standard ist, dass die
Gitterlinien unter den Noten und zur linken Seite des Notenkopfes
gesetzt werden. Sie reichen von der Mitte eines Systems bis zur
Mitte des anderen. Mit gridInterval wird die Dauer zwischen
den Linien festgesetzt.
\layout {
\context {
\Staff
\consists "Grid_point_engraver"
gridInterval = #(ly:make-moment 1 4)
}
\context {
\Score
\consists "Grid_line_span_engraver"
}
}
\score {
\new ChoirStaff <<
\new Staff \relative c'' {
\stemUp
c4. d8 e8 f g4
}
\new Staff \relative c {
\clef bass
\stemDown
c4 g' f e
}
>>
}
Ausgewählte Schnipsel
Grid lines: changing their appearance
The appearance of grid lines can be changed by overriding some of their properties.
\score {
\new ChoirStaff <<
\new Staff {
\relative c'' {
\stemUp
c'4. d8 e8 f g4
}
}
\new Staff {
\relative c {
% damit werden sie einen Notenlinienzwischenraum hochgeschoben
\override Score.GridLine #'extra-offset = #'(0.0 . 1.0)
\stemDown
\clef bass
\once \override Score.GridLine #'thickness = #5.0
c4
\once \override Score.GridLine #'thickness = #1.0
g'4
\once \override Score.GridLine #'thickness = #3.0
f4
\once \override Score.GridLine #'thickness = #5.0
e4
}
}
>>
\layout {
\context {
\Staff
% Gitter einstellen
\consists "Grid_point_engraver"
% den Gitter-Abstand auf eine Viertelnote setzen
gridInterval = #(ly:make-moment 1 4)
}
\context {
\Score
\consists "Grid_line_span_engraver"
% damit werden sie nach rechts um einen halben Notenlinienabstand verschoben
\override NoteColumn #'X-offset = #-0.5
}
}
}
Siehe auch
Schnipsel: Anmerkungen.
Referenz der Interna: Grid_line_span_engraver, Grid_point_engraver, GridLine, GridPoint, grid-line-interface, grid-point-interface.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Gitternetzlinien ] | [ Nach oben : Außerhalb des Notensystems ] | [ Text > ] | ||
Analyseklammern
Klammern über dem System werden in der Musikanalyse benutzt, um strukturelle Einheiten der Musik zu markieren. Einfache horizontale Klammern werden von LilyPond unterstützt.
\layout {
\context {
\Voice
\consists "Horizontal_bracket_engraver"
}
}
\relative c'' {
c2\startGroup
d\stopGroup
}
Analysis brackets may be nested.
\layout {
\context {
\Voice
\consists "Horizontal_bracket_engraver"
}
}
\relative c'' {
c4\startGroup\startGroup
d4\stopGroup
e4\startGroup
d4\stopGroup\stopGroup
}
Siehe auch
Schnipsel: Anmerkungen.
Referenz der Interna: Horizontal_bracket_engraver, HorizontalBracket, horizontal-bracket-interface, Staff.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Analyseklammern ] | [ Nach oben : Musikalische Notation ] | [ Text eingeben > ] | ||
1.8 Text
Dieser Abschnitt erklärt, wie man Text (mit vielfältiger Formatierung) in Partituren einfügt.
Einige Textelemente, die hier nicht behandelt werden, finden sich in anderen Abschnitten: Notation von Gesang, Titel.
| 1.8.1 Text eingeben | ||
| 1.8.2 Text formatieren | ||
| 1.8.3 Schriftarten |
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Text ] | [ Nach oben : Text ] | [ Textarten > ] | ||
1.8.1 Text eingeben
Dieser Abschnitt zeigt verschiedene Arten, wie Text in die Partitur eingefügt werden kann.
|
Achtung: Wenn man Zeichen mit Akzenten und Umlaute oder besondere Zeichen (wie etwa Text mit anderen Alphabeten) eingeben möchte, kann man die Zeichen einfach direkt in die Datei einfügen. Die Datei muss als UTF-8 gespeichert werden. Für mehr Information siehe Zeichenkodierung. |
| Textarten | ||
| Text mit Verbindungslinien | ||
| Textartige Zeichen | ||
| Separater Text |
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Text eingeben ] | [ Nach oben : Text eingeben ] | [ Text mit Verbindungslinien > ] | ||
Textarten
Am einfachsten kann Text mit geraden Anführungsstrichen in eine Partitur eingefügt werden, wie das folgende Beispiel zeigt. Derartiger Text kann manuell über oder unter dem Notensystem platziert werden, die Syntax hierzu ist beschrieben in Richtung und Platzierung.
d8^"pizz." g f e a4-"scherz." f
Diese Syntax ist eine Kurzform, komplexere Formatierungen
können einem Text hinzugefügt werden, wenn man
explizit den \markup-Befehl mit darauf folgenden
geschweiften Klammern einsetzt, wie beschrieben in
Text formatieren.
a8^\markup { \italic pizz. } g f e
a4_\markup { \tiny scherz. \bold molto } f
Standardmäßig haben Textbeschriftungen keinen Einfluss auf die
Positionierung der Noten. Man kann aber auch bestimmen, dass
die Breite des Textes mit berücksichtigt wird. Im nächsten
Beispiel fordert der erste Text keinen Platz, während der
zweite die Note nach rechts verschiebt. Das Verhalten wird mit
dem Befehl \textLengthOn (Textlänge an) erreicht, rückgängig
kann es mit dem Befehl \textLengthOff gemacht werden.
a8^"pizz." g f e \textLengthOn a4_"scherzando" f
Vordefinierte Befehle
\textLengthOn,
\textLengthOff.
Siehe auch
Notationsreferenz: Text formatieren, Richtung und Platzierung.
Schnipsel: Text.
Referenz der Interna: TextScript.
Bekannte Probleme und Warnungen
Eine Überprüfung, ob sich auch alle Textbeschriftungen und Gesangstext innerhalb der Ränder der Noten befinden, braucht verhältnismäßig viel Rechenaufwand. Diese Überprüfung ist standardmäßig ausgestellt, damit LilyPond die Dateien schneller bearbeiten kann. Man kann die Überprüfung aber mit folgendem Code einschalten:
\override Score.PaperColumn #'keep-inside-line = ##t
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Textarten ] | [ Nach oben : Text eingeben ] | [ Textartige Zeichen > ] | ||
Text mit Verbindungslinien
Einige Aufführungsanweisungen, etwa rallentando oder accelerando, werden als Text geschrieben, gefolgt von einer gestrichelten Linie, die anzeigt, wie weit sich die Anweisung auswirkt. Solche Objekte, „Strecker“ (engl. spanners) genannt, können von einer Note bis zu einer anderen mit folgender Anweisung erstellt werden:
\override TextSpanner #'(bound-details left text) = "rit." b1\startTextSpan e,\stopTextSpan
Der Text wird durch Objekteigenschaften beeinflusst. In den
Standardeinstellungen wird er kursiv ausgegeben, aber eine andere
Formatierung kann erreicht werden, indem man \markup-Blöcke
einsetzt, wie beschrieben in Text formatieren.
\override TextSpanner #'(bound-details left text) =
\markup { \upright "rit." }
b1\startTextSpan c
e,\stopTextSpan
Auch der Stil der Linie kann ähnlich wie der Text mit den Objekteigenschaften geändert werden. Diese Syntax ist beschrieben in Zeilenstile.
Vordefinierte Befehle
\textSpannerUp,
\textSpannerDown,
\textSpannerNeutral.
Siehe auch
Notationsreferenz: Zeilenstile, Dynamik.
Schnipsel: Text.
Referenz der Interna: TextSpanner.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
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Textartige Zeichen
Verschiedene Textelemente können der Partitur hinzugefügt werden, indem man die Syntax für Zeichen einsetzen, wie beschrieben in Übungszeichen:
c4 \mark "Allegro" c c c
Diese Syntax ermöglicht es, beliebigen Text über eine Taktlinie
zu platzieren, weitere Formatierungsmöglichkeiten sind mit dem
\markup-Befehl gegeben, wie beschrieben in
Text formatieren:
Diese Syntax ermöglicht es auch, besondere Zeichen einzufügen, wie
etwa Coda-, Segno- oder Fermatenzeichen, indem das entsprechende
Symbol mit dem Befehl \musicglyph angegeben wird, wie
beschrieben in
Musikalische Notation innerhalb einer Textbeschriftung:
Derartige Objekte werden über dem höchsten System einer Partitur gesetzt – abhängig davon, ob sie mitten im Takt oder an seinem Ende notiert werden, werden sie zwischen Noten oder über der Taktlinie gesetzt. Wenn sie an einem Zeilenumbruch angegeben werden, wird das Zeichen zu Beginn der nächsten Zeile ausgegeben.
Ausgewählte Schnipsel
Printing marks at the end of a line or a score
Marks can be printed at the end of the current line, instead of the beginning of the following line. This is particularly useful when a mark has to be added at the end of a score – when there is no next line.
In such cases, the right end of the mark has to be aligned with the final bar line, as demonstrated on the second line of this example.
\relative c'' {
\override Score.RehearsalMark #'break-visibility = #begin-of-line-invisible
g2 c
d,2 a'
\mark \default
\break
g2 b,
c1 \bar "||"
\override Score.RehearsalMark #'self-alignment-X = #RIGHT
\mark "D.C. al Fine"
}
Aligning marks with various notation objects
If specified, text marks may be aligned with notation objects other
than bar lines. These objects include ambitus,
breathing-sign, clef, custos, staff-bar,
left-edge, key-cancellation, key-signature, and
time-signature.
In such cases, text marks will be horizontally centered above the object. However this can be changed, as demonstrated on the second line of this example (in a score with multiple staves, this setting should be done for all the staves).
\relative c' {
e1
% RehearsalMark zentrieren über dem Schlüssel
\override Score.RehearsalMark #'break-align-symbols = #'(clef)
\key a \major
\clef treble
\mark "↓"
e1
% RehearsalMark zentrieren über der Taktart (TimeSignature)
\override Score.RehearsalMark #'break-align-symbols = #'(time-signature)
\key a \major
\clef treble
\time 3/4
\mark "↓"
e2.
% RehearsalMark über der Tonart (KeySignature) zentrieren
\override Score.RehearsalMark #'break-align-symbols = #'(key-signature)
\key a \major
\clef treble
\time 4/4
\mark "↓"
e1
\break
e1
% RehearsalMark mit der linken Ecke von KeySignature ausrichten
\once \override Score.KeySignature #'break-align-anchor-alignment = #LEFT
\mark "↓"
\key a \major
e1
% RehearsalMark mit der rechten Ecke von KeySignature ausrichten
\once \override Score.KeySignature #'break-align-anchor-alignment = #RIGHT
\key a \major
\mark "↓"
e1
% RehearsalMark mit der linken Ecke von KeySignature ausrichten
% nach rechts um eine Einheit verschieben
\once \override Score.KeySignature #'break-align-anchor = #1
\key a \major
\mark "↓"
e1
}
Printing marks on every staff
Although text marks are normally only printed above the topmost staff, they may also be printed on every staff.
\score {
<<
\new Staff { c''1 \mark "molto" c'' }
\new Staff { c'1 \mark "molto" c' }
>>
\layout {
\context {
\Score
\remove "Mark_engraver"
\remove "Staff_collecting_engraver"
}
\context {
\Staff
\consists "Mark_engraver"
\consists "Staff_collecting_engraver"
}
}
}
Siehe auch
Notationsreferenz: Übungszeichen, Text formatieren, Musikalische Notation innerhalb einer Textbeschriftung, Die Feta-Schriftart.
Schnipsel: Text.
Referenz der Interna: RehearsalMark.
Bekannte Probleme und Warnungen
Wenn ein Zeichen am Ende des letzten Taktes eines Stückes notiert wird (wo also keine nächste Zeile mehr existiert), wird das Zeichen überhaupt nicht gesetzt.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
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Separater Text
Eine \markup-Umgebung kann auch für sich alleine existieren,
außerhalb einer \score-Umgebung, als ein Ausdruck auf der
höchsten Ebene.
\markup {
Morgen, morgen, und morgen...
}
Damit kann Text unabhängig von den Noten gesetzt werden. Das bietet sich vor allem in Situationen an, in denen mehrere Stücke in einer Datei vorkommen, wie beschrieben in Mehrere Partituren in einem Buch.
\score {
c'1
}
\markup {
Morgen, übermorgen, und überübermorgen...
}
\score {
c'1
}
Unabhängige Textabschnitte können über mehrere Seiten reichen, so dass man Textdokumente oder Bücher ausschließlich mit LilyPond setzen kann. Einzelheiten zu den vielfältigen Möglichkeiten finden sich in Textbeschriftung über mehrere Seiten.
Vordefinierte Befehle
Ausgewählte Schnipsel
Stand-alone two-column markup
Stand-alone text may be arranged in several columns using
\markup commands:
\markup {
\fill-line {
\hspace #1
\column {
\line { O sacrum convivium }
\line { in quo Christus sumitur, }
\line { recolitur memoria passionis ejus, }
\line { mens impletur gratia, }
\line { futurae gloriae nobis pignus datur. }
\line { Amen. }
}
\hspace #2
\column {
\line { \italic { O sacred feast } }
\line { \italic { in which Christ is received, } }
\line { \italic { the memory of His Passion is renewed, } }
\line { \italic { the mind is filled with grace, } }
\line { \italic { and a pledge of future glory is given to us. } }
\line { \italic { Amen. } }
}
\hspace #1
}
}
Siehe auch
Notationsreferenz: Text formatieren, Die Dateistruktur, Mehrere Partituren in einem Buch, Textbeschriftung über mehrere Seiten.
Schnipsel: Text.
Referenz der Interna: TextScript.
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1.8.2 Text formatieren
Dieser Abschnitt zeigt grundlegende und fortgeschrittene
Formatierung von Text, wobei der Textbeschriftungsmodus
(\markup benutzt wird.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Text formatieren ] | [ Nach oben : Text formatieren ] | [ Überblick über die wichtigsten Textbeschriftungsbefehle > ] | ||
Textbeschriftung (Einleitung)
Eine \markup-Umgebung wird benutzt, um Text mit einer
großen Anzahl von Formatierungsmöglichkeiten (im „markup-Modus“)
zu setzen.
Die Syntax für Textbeschriftungen ähnelt der normalen Syntax von
LilyPond: ein \markup-Ausdruck wird in geschweifte Klammern
eingeschlossen ({… }). Ein einzelnes Wort wird als
ein Minimalausdruck erachtet und muss deshalb nicht notwendigerweise
eingeklammert werden.
Anders als Text in Anführungsstrichen können sich in einer
Textbeschriftungsumgebung (\markup) geschachtelte Ausdrücke
oder weitere Textbefehle befinden, eingeführt mit einem Backslash
(\). Derartige Befehle beziehen sich nur auf den ersten
der folgenden Ausdrücke.
a1-\markup intenso
a2^\markup { poco \italic più forte }
c e1
d2_\markup { \italic "string. assai" }
e
b1^\markup { \bold { molto \italic agitato } }
c
Eine \markup-Umgebung kann auch Text in
Anführungszeichen beinhalten. Derartige Zeichenketten werden als
ein Textausdruck angesehen, und darum werden innerhalb von ihnen
Befehle oder Sonderzeichen (wie \ oder #) so
ausgegeben, wie sie eingeben werden. Doppelte Anführungsstriche
können gesetzt werden, indem man ihnen einen Backslash voranstellt.
a1^"\italic Text..."
a_\markup { \italic "... setzt \"kursive\" Buchstaben!" }
a a
Damit eine Anzahl von Wörtern als ein einziger Ausdruck behandelt
wird, müssen alle Wörter zwischen geraden Anführungszeichen (Shift+2)
stehen oder ihnen muss ein Befehl vorangestellt werden. Die Art,
wie die Ausdrücke definiert sind, wirkt sich darauf aus, wie
sie übereinander gestapelt, mittig und aneinander ausgerichtet
werden. Im folgenden Beispiel verhält sich der zweite
\markup-Ausdruck genauso wie der erste:
c1^\markup { \center-column { a bbb c } }
c1^\markup { \center-column { a { bbb c } } }
c1^\markup { \center-column { a \line { bbb c } } }
c1^\markup { \center-column { a "bbb c" } }
Textbeschriftung kann auch durch Variablen definiert werden. Diese Variablen können dann direkt an Noten angefügt werden:
Allegro = \markup { \bold \large Allegro }
{
d''8.^\Allegro
d'16 d'4 r2
}
Eine ausführliche Liste der \markup-Befehle findet sich in
Text markup commands.
Siehe auch
Notationsreferenz: Text markup commands.
Schnipsel: Text.
Installierte Dateien: ‘scm/markup.scm’.
Bekannte Probleme und Warnungen
Syntaxfehler im Textbeschriftungsmodus können sehr verwirrend sein.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
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Überblick über die wichtigsten Textbeschriftungsbefehle
Einfache Änderungen des Schriftartschnitts können im Textbeschriftungsmodus vorgenommen werden:
d1^\markup {
\bold { Più mosso }
\italic { non troppo \underline Vivo }
}
r2 r4 r8
d,_\markup { \italic quasi \smallCaps Tromba }
f1 d2 r
Die Größe von Buchstaben kann auf verschiedene Arten verändert werden:
- die Schriftgröße kann auf bestimmte deinierte Standardgrößen gesetzt werden,
- die Schriftgröße kann mit einem absoluten Wert gesetzt werden,
- die Schriftgröße kann relativ zur vorhergehenden Größe geändert werden.
Das Beispiel unten zeigt alle drei Möglichkeiten:
f1_\markup {
\tiny espressivo
\large e
\normalsize intenso
}
a^\markup {
\fontsize #5 Sinfonia
\fontsize #2 da
\fontsize #3 camera
}
bes^\markup { (con
\larger grande
\smaller emozione
\magnify #0.6 { e sentimento } )
}
d c2 r8 c bes a g1
Text kann auch hoch- bzw. tiefgestellt gesetzt werden. Die so markierten Buchstaben werden automatisch in einer kleineren Schriftgröße gesetzt, aber die normale Schriftgröße kann auch eingesetzt werden:
\markup {
\column {
\line { 1 \super st movement }
\line { 1 \normal-size-super st movement
\sub { (part two) } }
}
}
Der Textbeschriftungsmodus stellt eine einfache Möglichkeit zur Verfügung
unterschiedliche Schriftschnitte anzuwählen. Ohne besondere Einstellungen
wird automatisch eine Schriftart mit Serifen ausgewählt. Das Beispiel
unten zeigt die Verwendung der eigenen Zahlenschriftart von LilyPond,
den Einsatz von serifenloser Schriftart und von Schreibmaschinenschriftart.
Die letzte Zeile zeigt, dass sich die Standardeinstellung mit dem
Befehl \roman wieder herstellen lässt.
\markup {
\column {
\line { Act \number 1 }
\line { \sans { Scene I. } }
\line { \typewriter { Verona. An open place. } }
\line { Enter \roman Valentine and Proteus. }
}
}
Einige dieser Schriftarten, etwa die Zahlenschriftart oder die Schriftart für Dynamikzeichen, stellen nicht alle Zeichen zur Verfügung, wie beschrieben in Neue Lautstärkezeichen und Manuelle Wiederholungszeichen.
Einige Schriftartbefehle können ungewollte Leerzeichen innerhalb von Wörtern
hervorrufen. Das kann vermieden werden, indem die einzelnen Elemente mit
dem Befehl \concat zu einem Element verschmolzen werden:
\markup {
\column {
\line {
\concat { 1 \super st }
movement
}
\line {
\concat { \dynamic p , }
\italic { con dolce espressione }
}
}
}
Eine ausführliche Liste der unterschiedlichen Befehl zur Beeinflussung der Schriftarten findet sich in Font.
Es ist auch möglich, eigene Schriftfamlien zu definieren, wie erklärt in Schriftarten.
Vordefinierte Befehle
\teeny,
\tiny,
\small,
\normalsize,
\large,
\huge,
\smaller,
\larger.
Siehe auch
Notationsreferenz: Font, Neue Lautstärkezeichen, Manuelle Wiederholungszeichen, Schriftarten.
Schnipsel: Text.
Referenz der Interna: TextScript.
Installierte Dateien: ‘scm/define-markup-commands.scm’.
Textausrichtung
Dieser Abschnitt zeigt, wie man Text im Textbeschriftungsmodus eingibt. Textobjekte können auch als eine Einheit verschoben werden, wie beschrieben in Verschieben von Objekten.
Textbeschriftungsobjekte können auf verschiedene Weise ausgerichtet werden. Standardmäßig wird ein Textobjekt an seiner linken Ecke ausgerichtet, darum wird das erste und zweite Objekt gleichermaßen an der linken Ecke ausgerichtet.
d1-\markup { poco }
f
d-\markup { \left-align poco }
f
d-\markup { \center-align { poco } }
f
d-\markup { \right-align poco }
Die horizontale Ausrichtung kann mit einer Zahl auf einen exakten Wert festgelegt werden:
a1-\markup { \halign #-1 poco }
e'
a,-\markup { \halign #0 poco }
e'
a,-\markup { \halign #0.5 poco }
e'
a,-\markup { \halign #2 poco }
Manche Objekte haben eigene Ausrichtungsvorgänge und werden deshalb nicht von diesen Befehlen beeinflusst. Es ist möglich, solche Objekte als eine Einheit anzusprechen und zu bewegen, wie gezeigt in Textartige Zeichen.
Die vertikale Ausrichtung ist etwas schwieriger. Textelemente
können komplett verschoben werden, es ist aber auch möglich, nur
einen Teil innerhalb der Textbeschriftung zu bewegen. In diesem
Fall muss dem zu verschiebenden Objekt ein Ankerpunkt zugewiesen
werden, welcher entweder ein anderes Textelement oder ein
unsichtbares Objekt sein kann (im Beispiel mit \null erstellt).
Der letzte Text im Beispiel hat keinen Anker und wird deshalb auch nicht verschoben.
d2^\markup {
Acte I
\raise #2 { Scène 1 }
}
a'
g_\markup {
\null
\lower #4 \bold { Très modéré }
}
a
d,^\markup {
\raise #4 \italic { Une forêt. }
}
a'4 a g2 a
Einige Befehle können sowohl die horizontale als auch die vertikale Ausrichtung von Textobjekten beeinflussen. Jedes Objekt, das auf diese Weise verschoben wird, benötigt einen Anker:
d2^\markup {
Acte I
\translate #'(-1 . 2) "Scène 1"
}
a'
g_\markup {
\null
\general-align #Y #3.2 \bold "Très modéré"
}
a
d,^\markup {
\null
\translate-scaled #'(-1 . 2) \teeny "Une forêt."
}
a'4 a g2 a
Ein Textbeschriftungsobjekt kann mehrere Zeilen beinhalten. Im folgenden
Beispiel wird jeder Ausdruck innerhalb von \markup auf einer
eigenen Zeile gesetzt, entweder linksbündig oder zentriert:
\markup {
\column {
a
"b c"
\line { d e f }
}
\hspace #10
\center-column {
a
"b c"
\line { d e f }
}
}
Eine Anzahl an Ausdrücken innerhalb von \markup kann auch
gestreckt werden, so dass die gesamte Seitenbreite benutzt wird. Wenn
nur ein Objekt vorhanden ist, wird es zentriert gesetzt. Die Ausdrücke
selber können wiederum mehrzeilig sein und andere Textbeschriftungsbefehle
beinhalten.
\markup {
\fill-line {
\line { William S. Gilbert }
\center-column {
\huge \smallCaps "The Mikado"
or
\smallCaps "The Town of Titipu"
}
\line { Sir Arthur Sullivan }
}
}
\markup {
\fill-line { 1885 }
}
Längere Texte können auch automatisch umgebrochen werden, wobei es möglich ist, die Zeilenbreite zu bestimmen. Der Text ist entweder linksbündig oder im Blocksatz, wie das nächste Beispiel illustriert:
\markup {
\column {
\line \smallCaps { La vida breve }
\line \bold { Acto I }
\wordwrap \italic {
(La escena representa el corral de una casa de
gitanos en el Albaicín de Granada. Al fondo una
puerta por la que se ve el negro interior de
una Fragua, iluminado por los rojos resplandores
del fuego.)
}
\hspace #0
\line \bold { Acto II }
\override #'(line-width . 50)
\justify \italic {
(Calle de Granada. Fachada de la casa de Carmela
y su hermano Manuel con grandes ventanas abiertas
a través de las que se ve el patio
donde se celebra una alegre fiesta)
}
}
}
Eine vollständige Liste der Textausrichtungsbefehle findet sich in Align.
Siehe auch
Handbuch zum Lernen: Verschieben von Objekten.
Notationsreferenz: Align, Textartige Zeichen.
Schnipsel: Text.
Installierte Dateien: ‘scm/define-markup-commands.scm’.
Referenz der Interna: TextScript.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
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Graphische Notation innerhalb einer Textbeschriftung
Verschiedene graphische Objekte können im Textbeschriftungsmodus eingefügt werden.
Mit bestimmten Textbeschriftungsbefehlen kann man Textelementen Graphik hinzufügen, wie das nächste Beispiel zeigt:
\markup \fill-line {
\center-column {
\circle Jack
\box "in the box"
\null
\line {
Erik Satie
\hspace #3
\bracket "1866 - 1925"
}
\null
\rounded-box \bold Prelude
}
}
Es kann nötig sein, einem Text mehr Platz einzuräumen. Das geschieht mit verschiedenen Befehlen, wie das folgende Beispiel zeigt. Eine ausführliche Übersicht findet sich in Align.
\markup \fill-line {
\center-column {
\box "Charles Ives (1874 - 1954)"
\null
\box \pad-markup #2 "THE UNANSWERED QUESTION"
\box \pad-x #8 "A Cosmic Landscape"
\null
}
}
\markup \column {
\line {
\hspace #10
\box \pad-to-box #'(-5 . 20) #'(0 . 5)
\bold "Largo to Presto"
}
\pad-around #3
"String quartet keeps very even time,
Flute quartet keeps very uneven time."
}
Andere graphische Elemente oder Symbole können gesetzt werden, ohne dass
man Text benötigt. Wie mit allen Textbeschriftungen können Objekte
innerhalb von \markup kombiniert werden.
\markup {
\combine
\draw-circle #4 #0.4 ##f
\filled-box #'(-4 . 4) #'(-0.5 . 0.5) #1
\hspace #5
\center-column {
\triangle ##t
\combine
\draw-line #'(0 . 4)
\arrow-head #Y #DOWN ##f
}
}
Fortgeschrittene graphische Möglichkeiten bietet unter Anderem eine Funktion, mit der man externe Graphiken im Encapsulated PostScript (eps) -Format einbinden kann oder aber Graphiken direkt in den Quelltext unter Verwendung von PostScript-Code notiert. In diesem Fall kann es nötig sein, die Größe der Zeichnung explizit anzugeben, wie im Beispiel unten gezeigt:
c1^\markup {
\combine
\epsfile #X #10 #"./context-example.eps"
\with-dimensions #'(0 . 6) #'(0 . 10)
\postscript #"
-2 3 translate
2.7 2 scale
newpath
2 -1 moveto
4 -2 4 1 1 arct
4 2 3 3 1 arct
0 4 0 3 1 arct
0 0 1 -1 1 arct
closepath
stroke"
}
c
Eine ausführliche Liste der Graphik-Befehle findet sich in Graphic.
Siehe auch
Notationsreferenz: Graphic, Anmerkungen.
Schnipsel: Text.
Referenz der Interna: TextScript.
Installierte Dateien: ‘scm/define-markup-commands.scm’, ‘scm/stencil.scm’.
Musikalische Notation innerhalb einer Textbeschriftung
Auch Musikobjekte können innerhalb der Textbeschriftungsumgebung gesetzt werden.
Noten und Versetzungszeichen lassen sich mit \markup einfügen:
a2 a^\markup {
\note #"4" #1
=
\note-by-number #1 #1 #1.5
}
b1_\markup {
\natural \semiflat \flat
\sesquiflat \doubleflat
}
\glissando
a1_\markup {
\natural \semisharp \sharp
\sesquisharp \doublesharp
}
\glissando b
Andere Notationsobjekte können auch eingefügt werden:
g1 bes
ees-\markup {
\finger 4
\tied-lyric #"~"
\finger 1
}
fis_\markup { \dynamic rf }
bes^\markup {
\beam #8 #0.1 #0.5
}
cis
d-\markup {
\markalphabet #8
\markletter #8
}
Allgemeiner gesagt kann jedes verfügbare Notationssymbol unabhängig von der Notation als ein Textbeschriftungsobjekt eingefügt werden, wie unten gezeigt. Eine vollständige Liste der verfügbaren Symbole findet sich in Die Feta-Schriftart.
c2
c'^\markup { \musicglyph #"eight" }
c,4
c,8._\markup { \musicglyph #"clefs.G_change" }
c16
c2^\markup { \musicglyph #"timesig.neomensural94" }
Eine andere Möglichkeit, andere als Textsymbole zu schreiben, findet sich in Was sind Schriftarten.
Der Textbeschriftungsmodus unterstützt auch Diagramme für bestimmte Instrumente:
c1^\markup {
\fret-diagram-terse #"x;x;o;2;3;2;"
}
c^\markup {
\harp-pedal #"^-v|--ov^"
}
c
c^\markup {
\combine
\musicglyph #"accordion.accDiscant"
\combine
\raise #0.5 \musicglyph #"accordion.accDot"
\raise #1.5 \musicglyph #"accordion.accDot"
}
Derartige Digramme sind dokumentiert in Instrument Specific Markup.
Sogar eine ganze Partitur kann in ein Textbeschriftungsobjekt eingefügt
werden. In diesem Fall muss die eingefügte \score-Umgebung
eine \layout-Umgebung haben, wie in diesem Beispiel:
c4 d^\markup {
\score {
\relative { c4 d e f }
\layout { }
}
}
e f |
c d e f
Eine vollständige Liste der Musiksymbol-Befehle findet sich in Music.
Siehe auch
Notationsreferenz: Music, Die Feta-Schriftart, Was sind Schriftarten.
Schnipsel: Text.
Referenz der Interna: TextScript.
Installierte Dateien: ‘scm/define-markup-commands.scm’, ‘scm/fret-diagrams.scm’, ‘scm/harp-pedals.scm’.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Musikalische Notation innerhalb einer Textbeschriftung ] | [ Nach oben : Text formatieren ] | [ Schriftarten > ] | ||
Textbeschriftung über mehrere Seiten
Normale Textbeschriftungsobjekte können nicht getrennt werden, aber mit einer spezifischen Umgebung ist es möglich, Text auch über mehrere Seiten fließen zu lassen:
\markuplines {
\justified-lines {
A very long text of justified lines.
...
}
\wordwrap-lines {
Another very long paragraph.
...
}
...
}
Die Syntax braucht eine Liste von Textbeschriftungen folgender Art:
- das Resultat eines Beschriftungslistenbefehls,
- eine Textbeschriftungsliste,
- eine Liste von Beschriftungslisten.
Eine vollständige Liste der Beschriftungslistenbefehle findet sich in Text markup list commands.
Siehe auch
Notationsreferenz: Text markup list commands, Neue Definitionen von Beschriftungsbefehlen für Listen.
Schnipsel: Text.
Referenz der Interna: TextScript.
Installierte Dateien: ‘scm/define-markup-commands.scm’.
Vordefinierte Befehle
\markuplines.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Textbeschriftung über mehrere Seiten ] | [ Nach oben : Text ] | [ Was sind Schriftarten > ] | ||
1.8.3 Schriftarten
Dieser Abschnitt zeigt, wie Schriftarten eingesetzt werden können und wie man sie in Partituren ändern kann.
| Was sind Schriftarten | ||
| Schriftarten für einen Eintrag | ||
| Schriftart des gesamten Dokuments |
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Schriftarten ] | [ Nach oben : Schriftarten ] | [ Schriftarten für einen Eintrag > ] | ||
Was sind Schriftarten
Schriftarten werden von mehreren Bibliotheken verwaltet. FontConfig wird benützt, um die vorhandenen Schriftarten des Systems zu erkennen, die gewählte Schriftart wird dann mit Pango verarbeitet.
Notationsschriftarten können als eine Ansammlung von besonderen Zeichen
erklärt werden, wobei die Sonderzeichen in verschiedene Familien
klassifiziert werden. Die Syntax des folgenden Beispiels ermöglicht es,
direkt auf verschiedene nicht textuelle Sonderzeichen der
feta-Schriftart zuzugreifen. Das ist die Standardschriftart
für Notationselemente in LilyPond.
a1^\markup {
\vcenter {
\override #'(font-encoding . fetaBraces)
\lookup #"brace120"
\override #'(font-encoding . fetaNumber)
\column { 1 3 }
\override #'(font-encoding . fetaDynamic)
sf
\override #'(font-encoding . fetaMusic)
\lookup #"noteheads.s0petrucci"
}
}
Eine einfachere, aber weniger vielfältige Syntax wird beschrieben in Musikalische Notation innerhalb einer Textbeschriftung.
Drei Textschriftarten sind verfügbar (auf Englisch family genannt):
mit roman eine Schriftart
mit Serifen (Standard ist New Century Schoolbook), mit sans
eine serifenlose (gerade) Schriftart und mit typewriter eine
Schreibmaschinenschrift, in welcher die Buchstaben alle die gleiche
Weite haben. Die aktuelle Schriftart von sans und
tpyewriter wird durch Pango entspechend den Systemvorgaben
gewählt.
Jede Familie kann verschiedene Schriftschnitte besitzen. Im Englischen
wird unterschieden zwischen shape für kursive Schnitte und
series für fette Schnitte. Im folgenden Beispiel wird
demonstriert, wie man die verschiedenen Eigenschaften auswählen kann.
Der Wert, der font-size übergeben wird, entspricht der geforderten
Änderung in Bezug auf die Standardschriftgröße.
\override Score.RehearsalMark #'font-family = #'typewriter \mark \markup "Ouverture" \override Voice.TextScript #'font-shape = #'italic \override Voice.TextScript #'font-series = #'bold d'2.^\markup "Allegro" \override Voice.TextScript #'font-size = #-3 c4^smaller
Eine ähnliche Syntax kann im Textbeschriftungsmodus eingesetzt werden, hier bietet es sich aber an, die einfacheren Befehle zu verwenden, die erklärt wurden in Überblick über die wichtigsten Textbeschriftungsbefehle:
\markup {
\column {
\line {
\override #'(font-shape . italic)
\override #'(font-size . 4)
Idomeneo,
}
\line {
\override #'(font-family . typewriter)
{
\override #'(font-series . bold)
re
di
}
\override #'(font-family . sans)
Creta
}
}
}
Auch wenn es einfach ist, zwischen den vorefinierten Schriftarten umzuschalten, kann man auch eigene Schriftarten verwenden, wie erklärt in folgenden Abschnitten: Schriftarten für einen Eintrag und Schriftart des gesamten Dokuments.
Siehe auch
Notationsreferenz: Die Feta-Schriftart, Musikalische Notation innerhalb einer Textbeschriftung, Überblick über die wichtigsten Textbeschriftungsbefehle, Font.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Was sind Schriftarten ] | [ Nach oben : Schriftarten ] | [ Schriftart des gesamten Dokuments > ] | ||
Schriftarten für einen Eintrag
Jede Schriftart, die über das Betriebssystem installiert ist und von FontConfig erkannt wird, kann in einer Partitur eingefügt werden. Dazu verwendet man folgende Syntax:
\override Staff.TimeSignature #'font-name = #"Charter"
\override Staff.TimeSignature #'font-size = #2
\time 3/4
a1_\markup {
\override #'(font-name . "Vera Bold")
{ Vera Bold }
}
Mit folgendem Befehl erhält man eine Liste aller verfügbaren Schriftarten des Betriebssystems:
lilypond -dshow-available-fonts x
Das letzte Argument kann ein beliebiges Zeichen sein, aber es darf nicht fehlen.
Siehe auch
Notationsreferenz: Was sind Schriftarten, Schriftart des gesamten Dokuments.
Schnipsel: Text.
Installierte Dateien: ‘lily/font-config-scheme.cc’.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Schriftarten für einen Eintrag ] | [ Nach oben : Schriftarten ] | [ Spezielle Notation > ] | ||
Schriftart des gesamten Dokuments
Es ist auch möglich, die Schriftarten für die gesamte Partitur zu ändern.
In diesem Fall müssen die Familien roman,
sans und typewriter in genaus dieser Reihenfolge
entsprechend der Syntax unten definiert werden. Einzelheiten zu
Schriftarten in Was sind Schriftarten.
\paper {
myStaffSize = #20
#(define fonts
(make-pango-font-tree "Times New Roman"
"Nimbus Sans"
"Luxi Mono"
(/ myStaffSize 20)))
}
\relative c'{
c1-\markup {
roman,
\sans sans,
\typewriter typewriter. }
}
Siehe auch
Notationsreferenz: Was sind Schriftarten, Schriftarten für einen Eintrag, Überblick über die wichtigsten Textbeschriftungsbefehle, Font.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Schriftart des gesamten Dokuments ] | [ Nach oben : Top ] | [ Notation von Gesang > ] | ||
2. Spezielle Notation
Dieser Abschnitt erklärt, wie Notation erstellt wird, die nur für ein bestimmtes Instrument oder einen Stil eingesetzt wird.
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Spezielle Notation ] | [ Nach oben : Spezielle Notation ] | [ Übliche Notation für Vokalmusik > ] | ||
2.1 Notation von Gesang
Dieser Abschnitt erklärt, wie Vokalmusik gesetzt werden kann und die Silben von Gesangstext an den Noten ausgerichtet werden.
| 2.1.1 Übliche Notation für Vokalmusik | ||
| 2.1.2 Eingabe von Text | ||
| 2.1.3 Text an einer Melodie ausrichten | ||
| 2.1.4 Besonderheiten der Gesangtextnotation | ||
| 2.1.5 Strophen |
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Notation von Gesang ] | [ Nach oben : Notation von Gesang ] | [ Referenz für Vokalmusik und Gesangstext > ] | ||
2.1.1 Übliche Notation für Vokalmusik
Dieser Abschnitt behandelt allgemeine Fragen der Notation von Vokalmusik und einige spezifische Vokalmusikstile.
| Referenz für Vokalmusik und Gesangstext | ||
| Oper | ||
| Liederhefte | ||
| Gesprochene Musik | ||
| Hymnen | ||
| Alte Vokalmusik |
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Übliche Notation für Vokalmusik ] | [ Nach oben : Übliche Notation für Vokalmusik ] | [ Oper > ] | ||
Referenz für Vokalmusik und Gesangstext
Viele Probleme können auftreten, wenn man Vokalmusik setzt. Einige davon werden in diesem Abschnitt behandelt, während weitere sich in anderen Abschnitten befinden:
- Die meisten Vokalmusikstile benutzen Text für den Gesangstext. Eine Einleitung hierzu findet sich in Einfache Lieder setzen.
-
Vokalmusik braucht oft die Benutzung von Textbeschriftung (dem
markup-Modus) für den Gesangstext oder andere Textelemente (Namen von Figuren usw.). Die entsprechende Syntax ist beschrieben in Textbeschriftung (Einleitung). - Liedblätter können erstellt werden, indem eine Gesangsstimme mit Akkorden kombiniert wird, Einzelheiten finden sich in Notation von Akkorden.
- ‚Ambitus‘ können zu Beginn der Stimmen hinzugefügt werden, dies findet sich erklärt in Tonumfang.
- Gesangsstimmen können auch mit traditionellen Schlüsseln gesetzt werden, siehe Notenschlüssel.
- Alte Vokalmusik ist unterstützt, Einzelheiten hierzu in Notation von alter Musik.
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Referenz für Vokalmusik und Gesangstext ] | [ Nach oben : Übliche Notation für Vokalmusik ] | [ Liederhefte > ] | ||
Oper
TBC
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Oper ] | [ Nach oben : Übliche Notation für Vokalmusik ] | [ Gesprochene Musik > ] | ||
Liederhefte
TBC
Ausgewählte Schnipsel
Simple lead sheet
When put together, chord names, a melody, and lyrics form a lead sheet:
<<
\chords { c2 g:sus4 f e }
\relative c'' {
a4 e c8 e r4
b2 c4( d)
}
\addlyrics { One day this shall be free __ }
>>
Siehe auch
Notationsreferenz: Notation von Akkorden.
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Liederhefte ] | [ Nach oben : Übliche Notation für Vokalmusik ] | [ Hymnen > ] | ||
Gesprochene Musik
Effekte wie „Parlato“ bzw. „Sprechgesang“ erfordern, dass die Noten ohne Tonhöhe, aber mit dem notierten Rhythmus gesprochen werden. Solche Noten werden mit einem Kreuz als Notenkopf notiert, siehe hierzu Besondere Notenköpfe.
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Gesprochene Musik ] | [ Nach oben : Übliche Notation für Vokalmusik ] | [ Alte Vokalmusik > ] | ||
Hymnen
TBC
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Hymnen ] | [ Nach oben : Übliche Notation für Vokalmusik ] | [ Eingabe von Text > ] | ||
Alte Vokalmusik
TBC
Siehe auch
Notationsreferenz: Notation von alter Musik.
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Alte Vokalmusik ] | [ Nach oben : Notation von Gesang ] | [ Was ist Gesangtext > ] | ||
2.1.2 Eingabe von Text
| Was ist Gesangtext | ||
| Einfache Lieder setzen | ||
| Mit Gesangtexten und Bezeichnern arbeiten |
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Eingabe von Text ] | [ Nach oben : Eingabe von Text ] | [ Einfache Lieder setzen > ] | ||
Was ist Gesangtext
LilyPond-Eingabedateien sind einfache Textdateien, in denen
Text verwendet wird, um Notationssymbole darzustellen. Für
die Notation von Gesangstext muss also sichergestellt sein,
dass ein Buchstabe, etwa d, nicht als Note, sondern
als Buchstabe „d“ interpretiert wird. Darum gibt es einen
besonderen Modus, in dem Gesangstext geschreiben werden kann,
den „Lyric“-Modus (engl. lyrics = Gesangstext).
Der Gesangstextmodus kann mit der Umgebung \lyricmode
spezifiziert werden, oder indem \addlyrics bzw.
\lyricsto eingesetzt wird. In diesem Modus kann
Text mit Akzenten und Satzzeichen notiert werden, und das
Programm geht davon aus, dass es sich auch um Text handelt.
Silben werden wie Noten notiert, indem ihnen ihre Dauer
angehängt wird:
\lyricmode { Twin-4 kle4 twin- kle litt- le star2 }
Es gibt zwei generelle Methoden, die horizontale Orientierung der
Textsilben zu spezifizieren, entweder indem ihre Dauer angegeben wird,
wie oben in dem Beispiel, oder indem die Silben automatisch an den
Noten ausgerichtet werden. Dazu muss entweder \addlyrics
oder \lyricsto eingesetzt werden.
Ein Wort oder eine Silbe beginnt mit einem alphabetischen Zeichen und endet mit einem Leerzeichen oder einer Zahl. Die folgenden Zeichen können beliebig sein, außer Leerzeichen und Zahlen.
Jedes Zeichen, das nicht Leerzeichen noch Zahl ist, wird als Bestandteil
der Silbe angesehen. Eine Silbe kann also auch mit } enden,
was oft zu dem Fehler
\lyricmode { lah- lah}
führen kann. Hier wird } als Teil der letzten Silbe gerechnet, so
dass die öffnende Klammer keine schließende Klammer hat und die Eingabedatei
nicht funktioniert.
Auch ein Punkt, der auf eine Silbe folgt, wird in die Silbe inkorporiert. Infolgedessen müssen auch um Eigenschaftsbezeichnungen Leerzeichen gesetzt werden. Ein Befehl heißt also nicht:
\override Score.LyricText #'font-shape = #'italic
sondern
\override Score . LyricText #'font-shape = #'italic
Um mehr als eine Silbe einer einzelnen Note zuzuweisen, kann
man die Silben mit geraden Anführungszeichen umgeben (Shift+2)
oder einen Unterstrich (_) benutzen, um Leerzeichen
zwischen die Silben zu setzen, bzw. die Tilde (~)
einsetzen, um einen Bindebogen zu erhalten.
\time 3/4
\relative c' { c2 e4 g2 e4 }
\addlyrics { gran- de_a- mi- go }
\addlyrics { pu- "ro y ho-" nes- to }
\addlyrics { pu- ro~y~ho- nes- to }
Dieser Bindebogen ist definiert als das Unicode-Zeichen
U+203F; es muss deshalb sichergestellt werden,
dass eine Schriftart benutzt wird (wie etwa DejaVuLGC),
die dieses Zeichen enthält. Mehr Information zur
Schriftartauswahl findet sich in Schriftarten.
Um Gesangstext mit Akzenten, Umlauten, besonderen Zeichen oder anderen Alphabeten zu setzen, müssen diese Zeichen direkt in den Text geschrieben werden und die Datei als UTF-8 gespeichert werden. Für weitere Information siehe Zeichenkodierung.
\relative c' { e4 f e d e f e2 }
\addlyrics { He said: “Let my peo ple go”. }
Um gerade Anführungszeichen im Gesangstext zu verwenden, müssen sie mit einem Backslash markiert werden, beispielsweise:
\relative c' { \time 3/4 e4 e4. e8 d4 e d c2. }
\addlyrics { "\"I" am so lone- "ly\"" said she }
Die vollständige Definition eines Wortanfangs im Gesangstextmodus ist jedoch etwas komplizierter.
Eine Silbe im Gesangstextmodus beginnt mit: einem alphabetischen Zeichen,
_, ?, !, :, ', den Kontrollzeichen ^A
bis ^F, ^Q bis ^W, ^Y, ^^,
einem beliebigen 8-Bit-Zeichen mit ASCII über 127, oder
Zeichenkombinationen, in denen ein Backslas mit `, ',
" oder ^ kommbiniert wird.
Um Variablen zu definieren, in denen sich Gesangstext befindet, muss
die lyricmode-Umgebung benutzt werden:
stropheEins = \lyricmode { Joy to the world the Lord is come }
\score {
<<
\new Voice = "eins" \relative c'' {
\autoBeamOff
\time 2/4
c4 b8. a16 g4. f8 e4 d c2
}
\addlyrics { \stropheEins }
>>
}
Siehe auch
Notationsreferenz: Schriftarten.
Referenz der Interna: LyricText, LyricSpace.
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Was ist Gesangtext ] | [ Nach oben : Eingabe von Text ] | [ Mit Gesangtexten und Bezeichnern arbeiten > ] | ||
Einfache Lieder setzen
Am einfachsten kann Gesangstext zu Noten mit dem Befehl
\addlyrics { Gesangstext }
hinzugefügt werden. Hier ein Beispiel:
\time 3/4
\relative c' { c2 e4 g2. }
\addlyrics { play the game }
Weitere Strophen können hinzugefügt werden, indem
weitere \addlyrics-Abschnitte erstellt werden:
\time 3/4
\relative c' { c2 e4 g2. }
\addlyrics { play the game }
\addlyrics { speel het spel }
\addlyrics { joue le jeu }
Der Befehl \addlyrics funktioniert nicht in polyphonen
Situationen. In diesem Fall solte man \lyricsto in Kombination
mit \lyricmode benutzen, wie erklärt in
Was ist Gesangtext.
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Einfache Lieder setzen ] | [ Nach oben : Eingabe von Text ] | [ Text an einer Melodie ausrichten > ] | ||
Mit Gesangtexten und Bezeichnern arbeiten
Um Variablen zu definieren, die Gesangstext beinhalten, muss die
\lyricmode-Umgebung benutzt werden. Man braucht hier
keine Dauern einzugeben, wenn die Variable mit
\addlyrics oder \lyricsto zu einer Melodie hinzugefügt
wird.
stropheEins = \lyricmode { Joy to the world the Lord is come }
\score {
<<
\new Voice = "eins" \relative c'' {
\autoBeamOff
\time 2/4
c4 b8. a16 g4. f8 e4 d c2
}
\addlyrics { \stropheEins }
>>
}
Für eine andere Anordnung oder kompliziertere Sitationen bietet es sich an, zuerst Systeme und Gesangstextumgebungen zu definieren
\new ChoirStaff <<
\new Voice = "soprano" { Noten }
\new Lyrics = "sopranoLyrics" { s1 }
\new Lyrics = "tenorLyrics" { s1 }
\new Voice = "tenor" { Noten }
>>
und erst dann die entsprechenden Stimmen mit den dem Text zu kombinieren
\context Lyrics = sopranoLyrics \lyricsto "soprano" Gesangstext
Siehe auch
Referenz der Interna: LyricCombineMusic, Lyrics.
2.1.3 Text an einer Melodie ausrichten
Gesangstext kann an einer Melodie automatisch ausgerichtet werden, aber
wenn die Dauern der Silben angegeben werden, kann man sie auch manuell
ausrichten. Die Ausrichtung kann angepasst werden mit leeren Noten
(mit \skip oder _), Trennungsstrichen und Fülllinien.
Gesantstext wird gesetzt, wenn er sich in dem Kontext Lyrics
befindet:
\new Lyrics \lyricmode …
Es gibt zwei Methoden, mit denen man die horizontale Ausrichtung der Silben beeinflussen kann:
-
Automatische Ausrichtung mit
\addlyricsoder\lyricsto. -
Definition der Silbendauer innerhalb von
\lyricmode.
| Automatische Silbendauer | ||
| Manuelle Silbendauer | ||
| Mehrere Silben zu einer Note | ||
| Mehrere Noten zu einer Silbe | ||
| Noten überspringen | ||
| Fülllinien und Trennstriche | ||
| Gesangtext und Wiederholungen |
Automatische Silbendauer
Die Silben des Gesangstextes können automatisch an einer
Melodie ausgerichtet werden. Das erreicht man, indem
der Gesangstext mit dem \lyricsto-Befehl einer
Melodie zugewiesen wird:
\new Lyrics \lyricsto Bezeichnung …
Hiermit werden die Silben an den Noten eines Voice-Kontexts
mit der Bezeichnung Bezeichnung ausgerichtet. Dieser Kontext
muss schon vorher definiert sein, damit er aufgerufen werden kann.
Mit dem Befehl \lyricsto wird in den \lyricmode
gewechselt, so dass der Gesangstextmodus nicht mehr extra angegeben
werden muss.
Das folgende Beispiel zeigt die Wirkung der unterschiedlichen Befehle, mit welchen Gesangtext mit einer Melodie kombiniert werden kann:
<<
\new Voice = "eins" \relative c'' {
\autoBeamOff
\time 2/4
c4 b8. a16 g4. f8 e4 d c2
}
% nicht empfohlen: Silben links ausrichten
\new Lyrics \lyricmode { Joy4 to8. the16 world!4. the8 Lord4 is come.2 }
% Falsch: brache Dauern
\new Lyrics \lyricmode { Joy to the earth! the Sa -- viour reigns. }
%richtig
\new Lyrics \lyricsto "eins" { No more let sins and sor -- rows grow. }
>>
Die zweite Strophe ist nicht richtig ausgerichtet, weil die Dauern der
Silben nicht angegeben wurden. Anstelle dessen könnte besser \lyricsto
eingesetzt werden.
Der \addlyrics-Befehl ist eigentlich nur eine Abkürzung für eine
etwas kompliziertere LilyPond-Struktur:
{ Noten }
\addlyrics { Gesangstext }
bedeutet das Gleiche wie
\new Voice = "bla" { Noten }
\new Lyrics \lyricsto "bla" { Gesangstext }
Manuelle Silbendauer
Gesangstext kann auch ohne \addlyrics bezw. \lyricsto
notiert werden. In diesem Fall werden die Silben wie Noten notiert
– indem die Tonhöhen durch den Text der Silbe ersetzt werden – und
die Dauer jeder Silbe muss angegeben werden. Beispielsweise so:
play2 the4 game2. sink2 or4 swim2.
Die Ausrichtung an einer Melodie kann mit der
associatedVoice-Eigenschaft bestimmt werden, etwa:
\set associatedVoice = #"lala"
Das Argument dieser Eigenschaft (hier "lala") muss die Bezeichnung
der entsprechenden Stimme sein. Ohne diese Einstellung werden
Fülllinien nicht richtig formatiert.
Hier ein Beispiel, dass die manuale Ausrichtung von Gesangstext zeigt:
<< \new Voice = "Melodie" {
\time 3/4
c2 e4 g2.
}
\new Lyrics \lyricmode {
\set associatedVoice = #"Melodie"
play2 the4 game2.
} >>
Siehe auch
Referenz der Interna: Lyrics.
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Manuelle Silbendauer ] | [ Nach oben : Text an einer Melodie ausrichten ] | [ Mehrere Noten zu einer Silbe > ] | ||
Mehrere Silben zu einer Note
Um mehr als eine Silbe zu einer Note zuzuordnen, können die Silben
mit geraden Anführungszeichen (") umgeben werden oder ein
Unterstricht (_) benutzt werden, um ein Leerzeichen zwischen
Silben zu setzen. Mit der Tilde (~) kann ein Bindebogen
gesetzt werden. Dies erfordert, dass eine Schriftart vorhanden ist,
die das entsprechende Symbol (U+203F) beinhaltet, wie etwa DejaVuLGC.
\time 3/4
\relative c' { c2 e4 g2 e4 }
\addlyrics { gran- de_a- mi- go }
\addlyrics { pu- "ro y ho-" nes- to }
\addlyrics { pu- ro~y~ho- nes- to }
Siehe auch
Referenz der Interna: LyricCombineMusic.
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Mehrere Silben zu einer Note ] | [ Nach oben : Text an einer Melodie ausrichten ] | [ Noten überspringen > ] | ||
Mehrere Noten zu einer Silbe
Öfters wird eine einzige Silbe zu mehreren Noten gesungen, was als Melisma bezeichnet wird.
Melismen können direkt im Gesangstext definiert werden, indem
ein Unterstrich (_) für jede Note notiert wird, die
übersprungen werden soll.
Zusätzlich kann auch eine Fülllinie eingefügt werden, die das Melisma anzeigt. Sie wird notiert, indem ein doppelter Unterstrich direkt hinter die Silbe des Melismas gesetzt wird. Das Beispiel unten zeigt drei Elemente, die eingesetzt werden können: ein doppelter Bindestrich erstellt Trennungsstriche zwischen Silben, mit Unterstrichen wird eine Note übersprungen und mit einem doppelten Unterstrich wird eine Fülllinie gesetzt. Alle diese Zeichen müssen von Leerzeichen umgeben sein, damit sie erkannt werden.
{ \set melismaBusyProperties = #'()
c d( e) f f( e) e e }
\addlyrics
{ Ky -- _ _ ri __ _ _ _ e }
Legatobögen können eingesetzt werden, wenn die Funktion
melismaBusyProperties aufgerufen wird, wie in dem Beispiel oben.
Mit dem \lyricsto-Befehl können Melismen aber auch automatisch
zugewiesen werden: unter übergebundene Noten oder Notengruppen mit einem
Legatobogen wird nur eine einzige Silbe gesetzt. Wenn eine Notengruppe
ohne Legatobogen als Melisma definiert werden soll, kann die Reichweite
mit den Befehlen \melisma und \melismaEnd eingegrenzt
werden:
<<
\new Voice = "lala" {
\time 3/4
f4 g8
\melisma
f e f
\melismaEnd
e2
}
\new Lyrics \lyricsto "lala" {
la di __ daah
}
>>
Zusätzlich werden Noten als Melisma erachtet, wenn man sie manuell zu einer Balkengruppe verbindet und die automatische Bebalkung gleichzeitig ausgeschaltet ist. Siehe auch Einstellung von automatischen Balken.
Ein vollständiges Beispiel für einen SATB-Chorsatz findet sich in Vokalensemble.
Vordefinierte Befehle
Siehe auch
Bekannte Probleme und Warnungen
Melismen werde nicht automatisch erkannt, und Fülllinien müssen manuell gestzt werden.
Noten überspringen
Damit der Gesangstext langsamer als die Melodie fortschreitet,
kann man \skip-Befehle einfügen. Jeder \skip-Befehl
schiebt den Text eine Note weiter. Der Befehl muss von einer
gültigen Dauer gefolgt werden, wie das Beispiel zeigt: dieser
Dauerwert wird jedoch ignoriert, wenn man \skip im
Gesangstext einsetzt.
\relative c' { c c g' }
\addlyrics {
twin -- \skip 4
kle
}
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Noten überspringen ] | [ Nach oben : Text an einer Melodie ausrichten ] | [ Gesangtext und Wiederholungen > ] | ||
Fülllinien und Trennstriche
Wenn die letzte Silbe eines Wortes auf ein Melisma fällt, wird
das Melisma oft mit einer langen horizontalen Linie angezeigt,
die nach dem Wort beginnt und mit der letzten Note des Melismas
endet. Derartige Fülllinien werden mit einem doppelten
Unterstrich ( __ ) eingegeben, wobei beachtet werden muss,
dass er von Leerzeichen umgeben ist.
|
Achtung: Melismen werden mit Fülllinien angezeigt, die als doppelter Unterstrich notiert sind. Kurze Melismen können auch notiert werden, indem eine Note übersprungen wird. Hierzu wird ein einfacher Unterstrich notiert und keine Fülllinie gezogen. |
Zentrierte Bindestriche zwischen den einzelnen Silben werden mit
einem doppelten Bindestrich ( -- ) eingegeben, wobei beachtet
werden muss, dass er von Leerzeichen umgeben ist. Der Bindestrich
wird zwischen den Silben zentriert und seine Länge dem Notenabstand
angepasst.
In sehr eng notierter Musik können die Bindestriche ganz wegfallen.
Dieses Verhalten kann aber auch unterbunden werden, wenn den Eigenschaften
minimum-distance (minimaler Abstand zwischen Silben) und
minimum-length (Wert, unterhalb von dem Bindestriche wegfallen)
andere Werte erhalten.
Siehe auch
Referenz der Interna: LyricExtender, LyricHyphen
Gesangtext und Wiederholungen
TBC
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Gesangtext und Wiederholungen ] | [ Nach oben : Notation von Gesang ] | [ Getrennte Texte > ] | ||
2.1.4 Besonderheiten der Gesangtextnotation
In vielen Fällen werden unterschiedliche Strophen mit einer
Liedmelodie angeordnet, wobei kleine Schwankungen in der
Silbenaufteilung auftreten können. Derartige Variationen
können mit \lyricsto notiert werden.
| Getrennte Texte | ||
| Text unabhängig von den Noten | ||
| Silben platzieren | ||
| Gesangtext zwischen Systemen zentrieren |
Getrennte Texte
Alternative (oder divisi Gesangstexte können notiert werden, indem Stimmenkontexten Bezeichnungen zugewiesen werden und die Texte dann jeweils der entsprechenden Bezeichnung zugewiesen wird.
\score{ <<
\new Voice = "Melodie" {
\relative c' {
c4
<<
{ \voiceOne c8 e }
\new Voice = "StimmeTeilen" { \voiceTwo c4 }
>>
\oneVoice c4 c | c
}
}
\new Lyrics \lyricsto "Melodie" { we shall not o- ver- come }
\new Lyrics \lyricsto "StimmeTeilen" { will }
>> }
Mit diesem Trick kann auch ein unterschiedlicher Text für eine wiederholte Stelle gesetzt werden:
\score{ <<
\new Voice = "Melodie" \relative c' {
c2 e | g e | c1 |
\new Voice = "Strophe" \repeat volta 2 {c4 d e f | g1 | }
a2 b | c1}
\new Lyrics = "mainlyrics" \lyricsto Melodie \lyricmode {
do mi sol mi do
la si do }
\context Lyrics = "mainlyrics" \lyricsto Strophe \lyricmode {
do re mi fa sol }
\new Lyrics = "repeatlyrics" \lyricsto Strophe \lyricmode {
dodo rere mimi fafa solsol }
>>
}
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Getrennte Texte ] | [ Nach oben : Besonderheiten der Gesangtextnotation ] | [ Silben platzieren > ] | ||
Text unabhängig von den Noten
In sehr komplexer Vokalmusik ist es manchmal erforderlich,
den Gesangstext vollständig unabhängig von den Noten zu
setzen. Das Beispiel unten zeigt das Vorgehen: die
Noten, die für lyricrhythm definiert sind, verschwinden
im Devnull-Kontext, während ihre Dauern immernoch
gültig sind, um die Silben daran auszurichten.
Stimme = {
c''2
\tag #'music { c''2 }
\tag #'lyricrhythm { c''4. c''8 }
d''1
}
Text = \lyricmode { I like my cat! }
<<
\new Staff \keepWithTag #'music \Stimme
\new Devnull="nowhere" \keepWithTag #'lyricrhythm \Stimme
\new Lyrics \lyricsto "nowhere" \Text
\new Staff { c'8 c' c' c' c' c' c' c'
c' c' c' c' c' c' c' c' }
>>
Diese Vorgehensweise ist nur empfehlenswert, wenn die Noten innerhalb
des Devnull-Kontextes keine Melismen enthalten. Melismen
werden im Voice-Kontext definiert. Wenn ein Gesangstext
mit einem Devnull-Kontext verknüpft wird, wird die Verbindung
von Voice- und Lyrics-Kontext aufgehoben und somit
auch die Information zu Melismen. Darum werden implizite Melismen
ignoriert.
Silben platzieren
Um den Abstand zwischen Silben zu vergrößern, kann die
minimum-distance-Eigenschaft des
LyricSpace-Objekts gesetzt werden:
{
c c c c
\override Lyrics.LyricSpace #'minimum-distance = #1.0
c c c c
}
\addlyrics {
longtext longtext longtext longtext
longtext longtext longtext longtext
}
Damit diese Einstellung für alle Gesangtextzeilen in einer Partitur
wirkt, muss sie im layout-Block vorgenommen werden.
\score {
\relative c' {
c c c c
c c c c
}
\addlyrics {
longtext longtext longtext longtext
longtext longtext longtext longtext
}
\layout {
\context {
\Lyrics
\override LyricSpace #'minimum-distance = #1.0
}
}
}
Ausgewählte Schnipsel
Eine Überprüfung, mit der sichergestellt wird, dass kein Text in die Seitenränder ragt, ist sehr rechenintensiv. Damit die Bearbeitungszeit von Dateien nicht so lange dauert, wird diese Überprüfung nicht automatisch vorgenommen. Man kann sie mit dem Befehl
\override Score.PaperColumn #'keep-inside-line = ##t
aktivieren. Damit Gesangstext auch nicht mit Taktlinien zusammenstößt, kann folgende Einstellung gesetzt werden:
\layout {
\context {
\Lyrics
\consists "Bar_engraver"
\consists "Separating_line_group_engraver"
\override BarLine #'transparent = ##t
}
}
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Silben platzieren ] | [ Nach oben : Besonderheiten der Gesangtextnotation ] | [ Strophen > ] | ||
Gesangtext zwischen Systemen zentrieren
TBC
2.1.5 Strophen
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Strophen ] | [ Nach oben : Strophen ] | [ Lautstärkebezeichnung zu Strophen hinzufügen > ] | ||
Strophennummern hinzufügen
Strophennummerierung kann hinzugefügt werden:
\new Voice {
\time 3/4 g2 e4 a2 f4 g2.
} \addlyrics {
\set stanza = #"1. "
Hi, my name is Bert.
} \addlyrics {
\set stanza = #"2. "
Oh, ché -- ri, je t'aime
}
Die Zahl wird direkt vor die erste Silbe gesetzt.
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Strophennummern hinzufügen ] | [ Nach oben : Strophen ] | [ Sängernamen zu Strophen hinzufügen > ] | ||
Lautstärkebezeichnung zu Strophen hinzufügen
Dynamikzeichen können zur Strophennummer hinzugefügt werden.
In LilyPond muss alles, was vor einer Strophe gesetzt wird,
als Teil der stanza-Eigenschaft definiert werden, also
auch Dynamikbezeichnung. Aus technischen Gründen muss die
Strophe außerhalb von lyricmode gesetzt werden:
Text = {
\set stanza = \markup { \dynamic "ff" "1. " }
\lyricmode {
Big bang
}
}
<<
\new Voice = "Melodie" {
\time 3/4
g'4 c'2
}
\new Lyrics \lyricsto "Melodie" \Text
>>
Sängernamen zu Strophen hinzufügen
Namen von Sängern können auch eingefügt werden. Sie werden zu Beginn
der Zeile gesetzt, ähnlich wie eine Instrumentenbezeichnung. Sie
werden mit der vocalName-Eigenschaft erstellt. Eine Kurzversion
kann mit shortVocalName definiert werden.
\new Voice {
\time 3/4 g2 e4 a2 f4 g2.
} \addlyrics {
\set vocalName = #"Bert "
Hi, my name is Bert.
} \addlyrics {
\set vocalName = #"Ernie "
Oh, ché -- ri, je t'aime
}
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Sängernamen zu Strophen hinzufügen ] | [ Nach oben : Strophen ] | [ Die Strophen am Ende ausdrucken > ] | ||
Strophen mit unterschiedlichem Rhythmus
Melismen ignorieren
Teilweise wird zu einer Silbe ein Melisma in einer Strophe
gesungen, während in einer anderen jede Note eine Silbe erhält.
Eine Möglichkeit ist, dass die Strophe mit mehr Text das
Melisma ignoriert. Das wird mit der
ignoreMelismata-Eigenschaft im Lyrics-Kontext
vorgenommen.
<<
\relative c' \new Voice = "Lalala" {
\set Staff.autoBeaming = ##f
c4
\slurDotted
f8.[( g16])
a4
}
\new Lyrics \lyricsto "Lalala" {
more slow -- ly
}
\new Lyrics \lyricsto "Lalala" {
go
\set ignoreMelismata = ##t
fas -- ter
\unset ignoreMelismata
still
}
>>
Bekannte Probleme und Warnungen
Anders als die meisten \set-Befehle funktioniert
\set ignoreMelismata nicht zusammen mit \once.
Es ist notwendig, explizit \set und \unset zu
verwenden, um den Text einzugrenzen, für den Melismen ignoriert
werden sollen.
Zu einer alternativen Melodie umschalten
Es ist auch möglich, die Silben von verschiedenen Textzeilen an
unterschiedlichen Melodien auszurichten. Das wird mit der
associatedVoice-Eigenschaft vorgenommen:
Der Text der ersten Strophe wird an der Stimme „lahlah“ ausgerichtet:
\new Lyrics \lyricsto "lahlah" {
Ju -- ras -- sic Park
}
Auch die zweite Strophe wird an „lahlah“ ausgerichtet, aber für die Silbe „ran“ wird zu einer anderen Melodie gewechselt. Dazu wird der Befehl
\set associatedVoice = alternative
eingesetzt. alternative ist die Bezeichnung der Stimme, die
die Triole enthält.
Dieser Befehl muss eine Silbe vor der Note notiert werden, auf die er sich auswirken soll, also vor „Ty“ in diesem Fall.
\new Lyrics \lyricsto "lahlah" {
\set associatedVoice = alternative % applies to "ran"
Ty --
ran --
no --
\set associatedVoice = lahlah % applies to "rus"
sau -- rus Rex
}
Zurück zu der alten Stimme kommt man, indem wieder „lahlah“ mit dem Text verknüpft wird.
Die Strophen am Ende ausdrucken
Manchmal soll nur eine Strophe mit der Melodie gesetzt
werden und die weiteren Strophen als Text under den Noten
hinzugefügt werden. Dazu wird der Text in einer
markup-Umgebung außerhalb der \score-Umgebung
gesetzt. Es gibt zwei Arten, die Zeilen auszurichten,
wie das Beispiel zeigt:
Melodie = \relative c' {
e d c d | e e e e |
d d e d | c1 |
}
Text = \lyricmode {
\set stanza = #"1." Ma- ry had a lit- tle lamb,
its fleece was white as snow.
}
\score{ <<
\new Voice = "eins" { \Melodie }
\new Lyrics \lyricsto "eins" \Text
>>
\layout { }
}
\markup { \column{
\line{ Verse 2. }
\line{ All the children laughed and played }
\line{ To see a lamb at school. }
}
}
\markup{
\wordwrap-string #"
Verse 3.
Mary took it home again,
It was against the rule."
}
Die Strophen am Ende in mehreren Spalten drucken
Wenn in einem Lied sehr viele Strophen vorkommen, werden sie oft in mehreren Spalten unter den Noten gesetzt. Eine nach außen versetzte Zahl zeigt die Strophennummer an. Dieses Beispiel zeigt eine Methode, diese Art von Notensatz zu produzieren.
Melodie = \relative c' {
c c c c | d d d d
}
Text = \lyricmode {
\set stanza = #"1." This is verse one.
It has two lines.
}
\score{ <<
\new Voice = "eins" { \Melodie }
\new Lyrics \lyricsto "eins" \Text
>>
\layout { }
}
\markup {
\fill-line {
\hspace #0.1 % Spalte vom linken Rand wegbewegen
% Kann entfernt werden, wenn wenig Platz auf der Seite ist
\column {
\line { \bold "2."
\column {
"This is verse two."
"It has two lines."
}
}
\hspace #0.1 % Vertikaler Abstand zwischen Strophen
\line { \bold "3."
\column {
"This is verse three."
"It has two lines."
}
}
}
\hspace #0.1 % Horizontalen Abstand zwischen Spalten hinzufügen;
% if they are still too close, add more " " pairs
% bis das Resultat gut aussieht
\column {
\line { \bold "4."
\column {
"This is verse four."
"It has two lines."
}
}
\hspace #0.1 % Vertikaler Abstand zwischen Strophen
\line { \bold "5."
\column {
"This is verse five."
"It has two lines."
}
}
}
\hspace #0.1 % zusätzlichen Platz für den rechten Rand
% kann entfernt werden, wenn wenig Platz auf der Seite ist
}
}
Siehe auch
Referenz der Interna: LyricText, StanzaNumber.
2.2 Tasteninstrumente und andere Instrumente mit mehreren Systemen
Dieser Abschnitt behandelt verschiedene Notationsaspekte, die typischerweise in Noten für Tasteninstrumente und andere Instrumente auf mehreren Notensystemen auftreten, wie etwa Harfe und Vibraphon. Hier wird die gesamte Gruppe von Instrumenten, die auf mehreren Systemen notiert werden, als „Tasteninstrumente“ bezeichnet, auch wenn einige von ihnen keine Tasten aufweisen.
| 2.2.1 Übliche Notation für Tasteninstrumente | ||
| 2.2.2 Klavier | ||
| 2.2.3 Akkordion | ||
| 2.2.4 Harfe |
2.2.1 Übliche Notation für Tasteninstrumente
Dieser Abschnitt zeigt allgemeine Eigenschaften des Notensatzes, die für die meisten Instrumente mit mehreren Systemen benötigt werden.
| Referenz für Tasteninstrumente | ||
| Notensysteme manuell verändern | ||
| Automatischer Systemwechsel | ||
| Stimmführungslinien | ||
| Hälse über beide Systeme |
Referenz für Tasteninstrumente
Tasteninstrumente werden normalerweise auf einem Klaviersystem notiert. Es besteht aus zwei Notensystemen, die durch eine Klammer verbunden sind. Die gleiche Notation wird auch für andere Tasteninstrumente sowie Harfen verwendet. Orgelmusik wird normalerweise auf zwei Systemen innerhalb eines Klaviersystems notiert, denen noch ein drittes normales Notensystem für die Pedaltöne hinzugefügt wird.
Die Systeme eines Klaviersystems sind ziemlich unabhängig, aber Stimmen können bei Bedarf zwischen den Systemen wechseln.
Einige häufige Besonderheiten von Notation für Tasteninstrumenten wird an anderen Stellen besprochen:
- Noten für Tasteninstrumente haben oft mehrere Stimmen und die Anzahl der Stimmen kann sich häufig ändern. Das ist beschrieben in Auflösung von Zusammenstößen.
- Noten für Tasteninstrumente kann auch parallel, Takt für Takt notiert werden, wie gezeigt in Musik parallel notieren.
- Fingersatz wird erklärt in Fingersatzanweisungen.
- Orgelpedal-Zeichen werden als Artikulationszeichen notiert, siehe Liste der Arktikulationszeichen.
- Vertikale Rasterlinien können erstellt werden, siehe Gitternetzlinien.
- Noten für Tasteninstrumente beinhalten oft Laissez vibrer-Bögen und Bindebögen mit Arpeggio oder Tremolo, siehe hierzu Bindebögen.
- Arpeggios können auch zwischen den Systemen verbunden werden, siehe hierzu Arpeggio.
- Tremolo-Zeichen finden sich in Tremolo-Wiederholung.
- Viele der Optimierungen, die für Tastenmusik nötig sein können, sind demonstriert in Beispiele aus dem Leben.
- Unsichtbare Noten können eingesetzt werden, um Überbindungen zwischen Stimmen zu setzen, siehe Andere Benutzung von Optimierungen.
Siehe auch
Handbuch zum Lernen: Beispiele aus dem Leben, Andere Benutzung von Optimierungen.
Notationsreferenz: Systeme gruppieren, Instrumentenbezeichnungn, Auflösung von Zusammenstößen, Musik parallel notieren, Fingersatzanweisungen, Liste der Arktikulationszeichen, Gitternetzlinien, Bindebögen, Arpeggio, Tremolo-Wiederholung.
Schnipsel: Keyboards.
Referenz der Interna: PianoStaff.
Bekannte Probleme und Warnungen
Dynamikzeichen werden nicht automatische zwischen den Systemen
zentriert, aber es gibt hierzu Lösungen. Eine Möglichkeit ist
die Vorlage „Klavier mit zentrierten Lautstärkebezeichnungen“
im Abschnitt
Klaviervorlagen; eine andere Möglichkeit
ist es, die staff-padding-Eigenschaft von
Lautstärkebezeichnungen zu erhöhen, wie gezeigt in
Verschieben von Objekten.
Notensysteme manuell verändern
Stimmen können mit dem Befehl
\change Staff = Systembezeichnung
manuell erzielt werden. Die Zeichenkette Systembezeichnung
ist die Bezeichnung des Systems. Damit wird die aktuelle Stimme
vom aktuellen System zu dem System mit der Systembezeichnung
gewechselt. Üblicherweise ist die Systembezeichnung "up"
oder "down", "RH" oder "LH".
Balken zwischen den Systemen werden automatisch erstellt:
\new PianoStaff <<
\new Staff = "oben" {
<e' c'>8
\change Staff = "unten"
g8 fis g
\change Staff = "oben"
<g'' c''>8
\change Staff = "unten"
e8 dis e
\change Staff = "oben"
}
\new Staff = "unten" {
\clef bass
% System aufrecht erhalten
s1
}
>>
Wenn die Balken verändert werden müssen, sollte zuerst die Richtung des Balkens beeinflusst werden. Die Balkenposition wird dann von der Mitte des Systems gemessen, dass näher am Balken ist. Ein einfaches Beispiel ist gezeigt in Überlappende Notation in Ordnung bringen.
Siehe auch
Handbuch zum Lernen: Überlappende Notation in Ordnung bringen.
Notationsreferenz: Hälse, Automatische Balken.
Schnipsel: Keyboards.
Referenz der Interna: Beam, ContextChange.
Automatischer Systemwechsel
Stimmen können angewiesen werden, automatisch zwischen dem oberen und unteren System zu wechseln. Die Syntax hierfür lautet:
\autochange …Noten…
Damit werden zwei Notensysteme innerhalb des aktiven Klaviersystems
erstellt, die „oben“ (up) und „unten“ (down) genannt
werden. Auf dem unteren System wird als Standard der Bassschlüssel
gesetzt. Der Wechsel wird automatisch basierend auf der Tonhöhe der Note
vorgenommen (als Wechselpunkt gilt das eingestrichene C). Dabei
wird die Richtung auch über Pausen hinweg im Voraus bestimmt.
\new PianoStaff {
\autochange {
g4 a b c'
d'4 r a g
}
}
Ein \relative-Abschnitt, der sich außerhalb des
\autochange-Abschnittes befindet, hat keinen Einfluss auf die
Notenhöhen.
Wenn individuelle Kontrolle über die einzelen Systeme benötigt
wird, können sie manuell mit den Bezeichnungen "up" und
"down" erstellt werden. Der \autochange-Befehl
wechselt dann die Stimme zwischen den Systemen.
|
Achtung: Wenn Systeme manuell erstellt werden, müssen sie genau
die Bezeichnungen |
Systeme müssen etwa manuell erstellt werden, damit die Tonart im unteren System gesetzt werden kann:
\new PianoStaff <<
\new Staff = "up" {
\new Voice = "melodieEins" {
\key g \major
\autochange \relative c' {
g8 b a c b d c e
d8 r fis, g a2
}
}
}
\new Staff = "down" {
\key g \major
\clef bass
}
>>
Siehe auch
Notationsreferenz: Notensysteme manuell verändern.
Schnipsel: Keyboards.
Referenz der Interna: AutoChangeMusic.
Bekannte Probleme und Warnungen
Die Auteilung auf die Systeme geschieht nicht unbedingt an optimaler Stelle. Für bessere Qualität müssen die Wechsel manuell eingestellt werden.
Akkrode werde nicht über die Systeme verteilt, sie werden dem System zugewiesen, auf dem sich ihre erste Note befinden würde.
Stimmführungslinien
Immer, wenn eine Stimme von einem Klaviersystem zu dem anderen wechselt, kann automatisch eine Linie zur Verdeutlichung des Stimmenverlaufs ausgegeben werden:
\new PianoStaff <<
\new Staff = "eins" {
\showStaffSwitch
c1
\change Staff = "zwei"
b2 a
}
\new Staff = "zwei" {
\clef bass
s1*2
}
>>
Vordefinierte Befehle
\showStaffSwitch,
\hideStaffSwitch.
Siehe auch
Schnipsel: Keyboards.
Referenz der Interna: Note_head_line_engraver, VoiceFollower.
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Stimmführungslinien ] | [ Nach oben : Übliche Notation für Tasteninstrumente ] | [ Klavier > ] | ||
Hälse über beide Systeme
Akkorde, die über zwei Systeme reichen, können erstellt werden, indem die Länge der Hälse im unteren System vergrößert wird, bis sie zum oberen System hinauf reichen bzw. umgekehrt bei Hälsen, die nach unten zeigen.
\new PianoStaff <<
\new Staff {
\relative c' {
f8 e4 d8 d f e4
}
}
\new Staff {
\relative c' {
<< {
\clef bass
% Hals kann das andere System überschneiden
\override Stem #'cross-staff = ##t
% Hälse verlängern um anderes System zu erreichen
\override Stem #'length = #12
% keine doppelten Fähnchen
\override Stem #'flag-style = #'no-flag
% Balken verhindern
a8 g4 f8 f bes\noBeam g4
}
\\
{
f,2 bes4 c
} >>
}
}
>>
Ausgewählte Schnipsel
Indicating cross-staff chords with arpeggio bracket
An arpeggio bracket can indicate that notes on two different staves are
to be played with the same hand. In order to do this, the
PianoStaff must be set to accept cross-staff arpeggios and the
arpeggios must be set to the bracket shape in the PianoStaff
context.
(Debussy, Les collines d’Anacapri, m. 65)
\new PianoStaff <<
\set PianoStaff.connectArpeggios = ##t
\override PianoStaff.Arpeggio #'stencil = #ly:arpeggio::brew-chord-bracket
\new Staff {
\relative c' {
\key b \major
\time 6/8
b8-.(\arpeggio fis'-.\> cis-. e-. gis-. b-.)\!\fermata^\laissezVibrer
\bar "||"
}
}
\new Staff {
\relative c' {
\clef bass
\key b \major
<<
{
<a e cis>2.\arpeggio
}
\\
{
<a, e a,>2.
}
>>
}
}
>>
Siehe auch
Schnipsel: Keyboards.
Referenz der Interna: Stem.
2.2.2 Klavier
Dieser Abschnitt zeigt Eigenheiten der Notation von Klavermusik
| Klavierpedal |
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Klavier ] | [ Nach oben : Klavier ] | [ Akkordion > ] | ||
Klavierpedal
Klaviere (teilweise auch Vibraphone und Celesta) besitzen üblicherweise drei Pedale, das linke oder Haltepedal, das rechte oder Una-corda-Pedal und das Sostenuto-Pedal. Die englischen Begriff hierzu lauten: sustain, sostenuto und una corda.
c4\sustainOn d e g <c, f a>1\sustainOff c4\sostenutoOn e g c, <bes d f>1\sostenutoOff c4\unaCorda d e g <d fis a>1\treCorde
Die Pedalbezeichnung kann auf drei Arten vorgenommen werden: mit Text, Klammern oder einer Mischung aus beidem. Das Haltepedal und das Una-corda-Pedal benutzen als Standard die Textdarstellung, während das Sostenuto-Pedal den gemischten Stil benutzt:
c4\sustainOn g c2\sustainOff \set Staff.pedalSustainStyle = #'mixed c4\sustainOn g c d d\sustainOff\sustainOn g, c2\sustainOff \set Staff.pedalSustainStyle = #'bracket c4\sustainOn g c d d\sustainOff\sustainOn g, c2 \bar "|."
Die Platzierung der Befehle entspricht der Bewegung der Pedale während des Spielens. Um das Pedal bis zur letzten Tatklinie zu halten, muss der letzte Pedal-hoch-Befehl weggelassen werden.
Siehe auch
Notationsreferenz: Bindebögen.
Schnipsel: Keyboards.
Referenz der Interna: SustainPedal, SustainPedalLineSpanner, SustainEvent, SostenutoPedal, SostenutoPedalLineSpanner, SostenutoEvent, UnaCordaPedal, UnaCordaPedalLineSpanner, UnaCordaEvent, PianoPedalBracket, Piano_pedal_engraver.
2.2.3 Akkordion
Dieser Abschnitt behandelt Notation, die nur für Akkordeonmusik benötigt wird.
| Diskant-Symbole |
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Akkordion ] | [ Nach oben : Akkordion ] | [ Harfe > ] | ||
Diskant-Symbole
Akkordeons werden oft mit mehreren Reihen an Zungen gebaut, welche Unisono oder eine Oktave höher bzw. tiefer erklingen. Jedes Akkordeon hat eigene Bezeichnungen für die Register (engl. shift) wie etwa Oboe, Bandonium usw. Eine Anzahl an Symbolen wird benutzt um die Wechsel anzuzeigen.
Ausgewählte Schnipsel
Symbole für Akkordeon-Diskantregister
Diskantregister für Akkordeon können mit \markup dargestellt werden.
Die vertikale Position der einzelnen Elemente werden mit \raise
angepasst.
Diskant = \markup {
\musicglyph #"accordion.accDiscant"
}
punkt = \markup {
\musicglyph #"accordion.accDot"
}
\layout { ragged-right = ##t }
% 16 voets Register
accBasson = ^\markup {
\combine
\Diskant
\raise #0.5 \punkt
}
% een·korig·8·en·16·voets·register
accBandon = ^\markup {
\combine
\Diskant
\combine
\raise #0.5 \punkt
\raise #1.5 \punkt
}
accVCello = ^\markup {
\combine
\Diskant
\combine
\raise #0.5 \punkt
\combine
\raise #1.5 \punkt
\translate #'(1 . 0) \raise #1.5 \punkt
}
% 4-8-16·voets·register
accHarmon = ^\markup {
\combine
\Diskant
\combine
\raise #0.5 \punkt
\combine
\raise #1.5 \punkt
\raise #2.5 \punkt
}
accPosaune = ^\markup {
\combine
\Diskant
\combine
\raise #0.5 \punkt
\combine
\raise #1.5 \punkt
\combine
\translate #'(1 . 0) \raise #1.5 \punkt
\translate #'(-1 . 0) \raise #1.5 \punkt
}
% eenkorig·4·en·16·voets·register
accOrgel = ^\markup {
\combine
\Diskant
\combine
\raise #0.5 \punkt
\raise #2.5 \punkt
}
accHaupt = ^\markup {
\combine
\Diskant
\combine
\raise #0.5 \punkt
\combine
\raise #1.5 \punkt
\combine
\translate #'(1 . 0) \raise #1.5 \punkt
\combine
\translate #'(-1 . 0) \raise #1.5 \punkt
\raise #2.5 \punkt
}
accAkkord = ^\markup {
\combine
\Diskant
\combine
\raise #1.5 \punkt
\combine
\translate #'(1 . 0) \raise #1.5 \punkt
\combine
\translate #'(-1 . 0) \raise #1.5 \punkt
\raise #2.5 \punkt
}
accMusette = ^\markup {
\combine
\Diskant
\combine
\raise #1.5 \punkt
\combine
\translate #'(1 . 0) \raise #1.5 \punkt
\translate #'(-1 . 0) \raise #1.5 \punkt
}
accCelesta = ^\markup {
\combine
\Diskant
\combine
\raise #1.5 \punkt
\translate #'(-1 . 0) \raise #1.5 \punkt
}
accOboe = ^\markup {
\combine
\Diskant
\combine
\raise #1.5 \punkt
\raise #2.5 \punkt
}
accClarin = ^\markup {
\combine
\Diskant
\raise #1.5 \punkt
}
accPiccolo = ^\markup {
\combine
\Diskant
\raise #2.5 \punkt
}
accGeige = ^\markup {
\combine
\Diskant
\combine
\raise #1.5 \punkt
\combine
\translate #'(1 . 0) \raise #1.5 \punkt
\raise #2.5 \punkt
}
\relative c'' {
c4 d\accBasson e f
c4 d\accBandon e f
c4 d\accVCello e f
c4 d\accHarmon e f
c4 d\accPosaune e f
\break
c4 d\accOrgel e f
c4 d\accHaupt e f
c4 d\accAkkord e f
c4 d\accMusette e f
c4 d\accCelesta e f
\break
c4 d\accOboe e f
c4 d\accClarin e f
c4 d\accPiccolo e f
c4 d\accGeige e f
}
Siehe auch
Schnipsel: Keyboards.
2.2.4 Harfe
Dieser Abschnitt zeigt Eigenheiten der Notation für Harfe.
| Referenzen für Harfe | ||
| Harfenpedal |
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Harfe ] | [ Nach oben : Harfe ] | [ Harfenpedal > ] | ||
Referenzen für Harfe
Einige übliche Notationseigenheiten für Harfe sind woanders behandelt:
- Glissando ist die üblichste Harfentechnik, siehe Glissando.
- Ein Bisbigliando wird als ein Tremolo notiert, siehe Tremolo-Wiederholung
- Flageolettöne werden hier beschrieben: Flageolett.
- Für Arpeggio und non-arpeggio, siehe Arpeggio.
Siehe auch
Notationsreferenz: Tremolo-Wiederholung Glissando Arpeggio Flageolett
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Referenzen für Harfe ] | [ Nach oben : Harfe ] | [ Bundlose Saiteninstrumente > ] | ||
Harfenpedal
Harfe haben sieben Saiten in einer Oktave, die entweder als normaler Ton, oder aber erhöht bzw. erniedrigt klingen können. Bei einer Hakenharfe kann man jede Saite einzeln einstellen, bei Pedalharfen aber wird jede Saite mit der gleichen Notenbezeichnung von einem einzigen Pedal kontrolliert. Vom Spieler aus gesehen von rechts nach links sind die Pedale: D, C und H für die linke und E, F, G und A für die rechte Seite. Die Position des Pedals kann mit Textbeschriftungselementen:
\textLengthOn
cis1_\markup \concat \vcenter { [D \flat C \sharp B|E \sharp F \sharp G A \flat] }
c!1_\markup \concat \vcenter {[ C \natural ]}
oder Pedaldiagrammen angezeigt werden:
\textLengthOn
cis1_\markup { \harp-pedal #"^v-|vv-^" }
c!1_\markup { \harp-pedal #"^o--|vv-^" }
Der \harp-pedal-Befehl braucht eine Anzahl an Zeichen, von
welchen ^ die höchste Pedalposition (erniedrigte Tonhöhe),
- die mittlere Pedalposition (normale Tonhöhe, v die
tiefste Pedalposition (erhöhter Ton) anzeigt. | ist ein
Trenner. Ein o vor der Definition umrandet das Symbol.
Siehe auch
Notationsreferenz: Textarten Instrument Specific Markup.
2.3 Bundlose Saiteninstrumente
Dieser Abschnitt stellt Information und Referenzen zur Verfügung, die beim Setzen von Noten für Saiteninstrumente ohne Bund herangezogen werden können.
| 2.3.1 Übliche Notation für nichtgebundene Saiteninstrumente |
2.3.1 Übliche Notation für nichtgebundene Saiteninstrumente
Es gibt wenige Spezifikat für die Notation von Saiteninstrumenten ohne Bund. Die Noten werden auf einem System notiert und meistens ist auch nur eine Stimme erforderlich. Zwei Stimmen können für Doppelgriff- oder Divisi-Stellen erforderlich sein.
| Hinweise für ungebundene Saiteninstrumente | ||
| Bezeichnung des Bogens | ||
| Flageolett | ||
| Bartók-Pizzicato |
Hinweise für ungebundene Saiteninstrumente
Die meisten Notationseigenschaften, die für Orchersterstreicher eingesetzt werden, sind an anderer Stelle beschrieben:
- Textanweisungen wie „pizz.“ oder „arco“ werden als einfacher Text eingefügt, siehe Textarten.
- Fingersatz, auch das Zeichen für den Daumen, ist erklärt in Fingersatzanweisungen.
- Doppelgriffe werden normalerweise als Akkord notiert, siehe hierzu Noten mit Akkorden. Anweisungen, wie Akkorde gespielt werden sollen, können auch hinzugefügt werden, siehe Arpeggio.
- Eine Vorlage für Streichquartett findet sich in Streichquartett. Andere sind als Schnipsel zur Verfügung gestellt.
Siehe auch
Handbuch zum Lernen: Streichquartett.
Notationsreferenz: Textarten, Fingersatzanweisungen, Noten mit Akkorden, Arpeggio.
Schnipsel: Unfretted strings.
Bezeichnung des Bogens
Hinweise zur Bogenfügung können als Artikulationen erstellt werden, wie beschrieben in Artikulationszeichen und Verzierungen.
Die Befehle \upbow und \downbow werden mit Legatobögen
in folgender Weise eingesetzt:
c4(\downbow d) e(\upbow f)
und das nächste Beispiel zeigt drei Arten, eine offene A-Saite auf der Geige anzuzeigen:
a4 \open
a^\markup { \teeny "II" }
a2^\markup { \small "sul A" }
Vordefinierte Befehle
\downbow,
\upbow,
\open.
Siehe auch
Notation Reference: Artikulationszeichen und Verzierungen, Legatobögen.
Flageolett
Natürliches Flageolett
Flageolett-Töne können auf verschiedene Arten notiert werden. Üblicherweise werden sie mit einem Rautenkopf notiert, wenn ein Ton angezeigt werde, bei dem die Saite berührt wird, wo sie sonst abgegriffen würde.
|
Achtung: Flageolett-Töne müssem innerhalb von Akkorden definiert werden, auch wenn nur eine einzelne Note vorhanden ist. |
<d\harmonic>4 <e\harmonic>2. \set harmonicDots = ##t <d\harmonic>4 <e\harmonic>2.
Alternativ kann auch eine normale Noten die Tonhöhe anzeigen, die erklingen soll, wobei ein kleiner Kreis angibt, dass es sich um einen Flageolett-Ton handelt:
d2^\flageolet d_\flageolet
Künstliches Flageolett
Künstliche Flageoletttöne werden mit zwei Noten notiert, von denen einen einen normalen Notenkopf besitzt und die Griffposition des Fingers angibt, während die andere in Rautenform die Position des leicht aufgesetzten Fingers anzeigt.
<e a\harmonic>2 <c g'\harmonic>
Siehe auch
Glossar: Flageolett.
Notationsreferenz: Besondere Notenköpfe, Hinweise für ungebundene Saiteninstrumente.
Bartók-Pizzicato
Ausgewählte Schnipsel
Bartók-Pizzicato
Das Bartók-Pizzicato ‚ist eine besondere Form des Pizzicato, bei dem der Spieler die Saite auf das Griffbrett aufschlagen lässt, sodass zusätzlich zum angeschlagenen Ton ein scharfes, knallendes Geräusch ertönt‘ (Wikipedia). Es wird dargestellt als kleiner Kreis mit einer vertikalen Linie, die vom Kreiszentrum aus nach oben weist und ein Stück außerhalb des Kreises endet. Lilypond hat keinen eigenen Glyphen für dieses Symbol; es ist aber einfach, direkt eine Definition in die Eingabedatei einzufügen.
#(define-markup-command (snappizz layout props) ()
(interpret-markup layout props
(markup #:stencil
(ly:stencil-translate-axis
(ly:stencil-add
(make-circle-stencil 0.7 0.1 #f)
(ly:make-stencil
(list 'draw-line 0.1 0 0.1 0 1)
'(-0.1 . 0.1) '(0.1 . 1)))
0.7 X))))
schlagPizzicato = \markup \snappizz
% jetzt kann es als \schlagPizzicato nach einer Note/Akkord benutzt werden
% Eine Richtung (-, ^ oder _) wird benötigt
\relative c' {
c4^\schlagPizzicato
% Das funktioniert NICHT:
%<c·e·g>\schlagPizzicato
<c' e g>-\schlagPizzicato
<c' e g>^\schlagPizzicato
<c, e g>_\schlagPizzicato
}
2.4 Saiteninstrumente mit Bünden
Dieser Abschnitt erklärt bestimmte Eigenheiten der Notation für gebundene Saiteninstrumente.
| 2.4.1 Übliche Notation für gebundene Saiteninstrumente | ||
| 2.4.2 Gitarre | ||
| 2.4.3 Banjo |
2.4.1 Übliche Notation für gebundene Saiteninstrumente
Dieser Abschnitt zeigt Besonderheiten der Notation, die allen gebundenen Saiteninstrumenten eigen ist.
Referenz für gebundene Saiteninstrumente
Noten für gebundene Saiteninstrumente wird normalerweise auf
einem einzelnen System notiert, entweder als traditionelles
Notensystem oder in Tabulaturform. Manchmal werden beide
Arten miteinander verbunden, und besonders in populärer
Musik ist es üblich, über dem traditionellen System Griffsymbole
zu setzen. Gitarre und Banjo sind transponierende Instrumente,
die eine Oktave tiefer klingen als sie notiert werden. Partituren
für diese Instrumente sollten den „Tenorschlüssel“
("treble_8") benutzen. Einige Spezifika für gebundene
Instrumente sind an anderer Stelle erklärt:
- Fingersatz kann notiert werden, siehe Fingersatzanweisungen.
- Anweisungen für Laissez vibrer-Bögen und Bögen zwischen Arpeggios und Tremolos sind beschrieben in Bindebögen.
- Hinweise, wie mehrere Stimmen gesetzt werden können, finden sich in Auflösung von Zusammenstößen.
- Instructions for indicating harmonics can be found in Flageolett.
Siehe auch
Notationsreferenz: Fingersatzanweisungen, Bindebögen, Auflösung von Zusammenstößen, Instrumentenbezeichnungn, Musik parallel notieren, Arpeggio, Liste der Arktikulationszeichen, Notenschlüssel.
Seitennummerbezeichnung
Die Nummer der Saite, auf der gespielt werden soll, kann
angezeigt werden, indem \Zahl an eine Note
innerhalb eines Akkord-Konstrukts gesetzt wird:
\clef "treble_8" <c\5>4 <e\4> <g\3>2 <c,\5 e\4 g\3>1
Wenn Fingersatz und Saitennummer zusammen benutzt werden, wird ihre Position anhand der Reihenfolge entschieden, mit der sie im Code auftauchen:
\clef "treble_8" <g\3-0>2 <g-0\3>
Ausgewählte Schnipsel
Controlling the placement of chord fingerings
The placement of fingering numbers can be controlled precisely.
\relative c' {
\set fingeringOrientations = #'(left)
<c-1 e-3 a-5>4
\set fingeringOrientations = #'(down)
<c-1 e-3 a-5>4
\set fingeringOrientations = #'(down right up)
<c-1 e-3 a-5>4
\set fingeringOrientations = #'(up)
<c-1 e-3 a-5>4
\set fingeringOrientations = #'(left)
<c-1>2
\set fingeringOrientations = #'(down)
<e-3>2
}
Allowing fingerings to be printed inside the staff
By default, vertically oriented fingerings are positioned outside the staff. However, this behavior can be canceled.
\relative c' {
<c-1 e-2 g-3 b-5>2
\once \override Fingering #'staff-padding = #'()
<c-1 e-2 g-3 b-5>2
}
Siehe auch
Notationsreferenz: Fingersatzanweisungen.
Schnipsel: Fretted strings.
Referenz der Interna: StringNumber, Fingersatz.
Standardtabulaturen
Tabulatur-Notation wird für die Notation von Zupfinstrumenten benutzt. Tonhöhen werden hier nicht durch Notenköpfe, sondern durch Zahlen notiert. Diese Zahlen zeigen an, auf welcher Saite und welchem Bund der Ton gespielt werden soll. LilyPond bringt beschränkte Unterstützung für Tabulaturen mit.
Die Saitennummer, die mit einer Note assoziiert ist, wird durch einen Backslash, gefolgt von einer Zahl, notiert. In der Standardeinstellung ist die erste Saite die höchste Saite und als Stimmung wird die übliche Gitarrenstimmung auf sechs Saiten angenommen. Die Noten werden in einer Tabulatur gesetzt, indem TabStaff und TabVoice-Kontexte verwendet werden.
\new TabStaff {
a,4\5 c'\2 a\3 e'\1
e\4 c'\2 a\3 e'\1
}
Wenn keine Saite für eine Note angegeben wird, wird die Note der
Saite zugeordnet, welche die Note auf einem Bund erzeugen kann,
der größer oder gleich als der Wert von minimumFret
ist. Der Standardwert für minimumFret beträgt 0.
\new StaffGroup <<
\new Staff \relative c {
\clef "treble_8"
c16 d e f g4
c,16 d e f g4
}
\new TabStaff \relative c {
c16 d e f g4
\set TabStaff.minimumFret = #5
c,16 d e f g4
}
>>
Flageolett und Gleiten (Slide) kann zur Tabulatur hinzugefügt werden:
\new TabStaff {
\new TabVoice {
<c g'\harmonic> d\2\glissando e\2
}
}
Ausgewählte Schnipsel
Stem and beam behavior in tablature
The direction of stems is controlled the same way in tablature as in traditional notation. Beams can be made horizontal, as shown in this example.
\new TabStaff {
\relative c {
g16 b d g b d g b
\stemDown
\override Beam #'damping = #+inf.0
g,,16 b d g b d g b
}
}
Polyphony in tablature
Polyphony is created the same way in a TabStaff as in a regular
staff.
oben = \relative c' {
\time 12/8
\key e \minor
\voiceOne
r4. r8 e, fis g16 b g e e' b c b a g fis e
}
unten = \relative c {
\key e \minor
\voiceTwo
r16 e d c b a g4 fis8 e fis g a b c
}
\score {
<<
\new StaffGroup = "tab with traditional" <<
\new Staff = "Gitarre traditional" <<
\clef "treble_8"
\context Voice = "oben" \oben
\context Voice = "unten" \unten
>>
\new TabStaff = "Gitarre tab" <<
\context TabVoice = "oben" \oben
\context TabVoice = "unten" \unten
>>
>>
>>
}
Siehe auch
Notationsreferenz: Hälse.
Schnipsel: Fretted strings.
Referenz der Interna: TabNoteHead, TabStaff, TabVoice, Beam.
Bekannte Probleme und Warnungen
Akkorde werden nicht gesondert behandelt, sodass die Saitenauswahlfunktion eventuell die selbe Saite für zwei Töne eines Akkordes auswählen kann.
Damit die Kombination von Stimmen (\partcombine) richtig funktioniert,
müssen speziell erstellte Stimmen innerhalb des Tabulatursystems
(TabStaff) benutzt werden:
Melodie = \partcombine { e4 g g g }{ e4 e e e }
<<
\new TabStaff <<
\new TabVoice = "eins" s1
\new TabVoice = "zwei" s1
\new TabVoice = "gemeinsam" s1
\new TabVoice = "solo" s1
{ \Melodie }
>>
>>
Spezialeffekte für Gitarre beschränken sich auf Flageolett und Slide.
Angepasste Tabulaturen
LilyPond errechnet automatisch den Bund für eine Note auf Grundlage
der Saite, zu welcher der Ton zugeordnet ist. Um das tun zu können,
muss die Stimmung der Saiten angegeben werden. Die Stimmung wird
in der StringTunings-Eigenschaften bestimmt.
LilyPond hat vordefinierte Stimmungen für Banjo, Mandoline, Gitarre und Bassgitarre. Für diese Stimmungen wird automatisch die richtige Transposition eingesetzt. Das nächste Beispiel ist für Bassgitarre, welche eine Oktave niedriger erklingt, als sie geschrieben ist:
<<
\new Staff {
\clef "bass_8"
\relative c, {
c4 d e f
}
}
\new TabStaff {
\set TabStaff.stringTunings = #bass-tuning
\relative c, {
c4 d e f
}
}
>>
Die Standardstimmung ist die Gitarrenstimmung (guitar-tuning)
in der EADGHE-Stimmung. Andere vordefinierte Stimmung sind:
guitar-open-g-tuning, mandolin-tuning und
banjo-open-g-tuning. Die vordefinierten Stimmungen finden
sich in scm/output-lib.scm.
Die Stimmung ist eine Scheme-Liste von Tonhöhen der Saiten, eine für jede Saite, geordnet von Saitennummer 1 bis n, wobei 1 die höchste Saite der Tabulatur ist und n die unterste. Normalerweise wird so die Stimmung vom höchsten bis zum tiefsten Ton angegeben, aber bei einige Instrumente (etwa Ukulele) werden die Saiten nicht aufgrund der Tonhöhe angeordnet.
Eine Tonhöhe in der Liste der Saitenstimmungen ist der Unterschied der entsprechenden Tonhöhe zum eingestrichenen C gemessen in Halbtönen. Die Tonöhe muss eine Ganzzahl sein. LilyPond errechnet die Tonhöhe einer Saite, indem die Tonhöhe der Saitenstimmung zu der Tonhöhe von c’ hinzugerechnet wird.
LilyPond erschließt die Anzahl der Saiten einer Tabulatur
anhand der Anzahl der Saitenstimmungszahlen in stringTunings.
Jede beliebige Saitenstimmung kann erzeugt werden. Als Beispiel
etwa kann die Saitenstimmung für ein viersaitiges Instrument
mit den Tonhöhen a'', d'', g'und c'
so definiert werden:
meineNoten = {
c'4 e' g' c'' |
e'' g'' b'' c'''
}
<<
\new Staff {
\clef treble
\meineNoten
}
\new TabStaff {
\set TabStaff.stringTunings = #'(21 14 7 0)
\meineNoten
}
>>
Siehe auch
Installierte Dateien: ‘scm/output-lib.scm’.
Schnipsel: Fretted strings.
Referenz der Interna: Tab_note_heads_engraver.
Bund-Diagramm-Beschriftung
Bunddiagramme können zu Notation als Textbeschriftung hinzugefügt werden. Die Beschriftung enthält Information zu dem gewünschten Bunddiagramm. Es gibt drei unterschiedliche Darstellungsarten: normal, knapp und ausführlich. Die drei Arten erzeugen die gleiche Ausgabe, aber mit jeweils mehr oder weniger Einzelheiten. Einzelheiten zu Textbeschriftunsbefehlen findet sich in Text markup commands.
Die Standard-Bunddiagrammbeschriftung beinhaltet die Saitennummer und die Bundnummer für jeden Punkt, der notiert werden soll. Zusätzlich können offenen und nicht gespielte (schwingende) Saiten angezeigt werden.
<<
\context ChordNames {
\chordmode {
c1 d:m
}
}
\context Staff {
\clef "treble_8"
< c e g c' e' > 1 ^\markup
\fret-diagram #"6-x;5-3;4-2;3-o;2-1;1-o;"
< d a d' f'> ^\markup
\fret-diagram #"6-x;5-x;4-o;3-2;2-3;1-1;"
}
>>
Barre kann hinzugefügt werden:
<<
\context ChordNames {
\chordmode {
f1 g
}
}
\context Staff {
\clef "treble_8"
< f, c f a c' f'>1 ^\markup
\fret-diagram #"c:6-1-1;6-1;5-3;4-3;3-2;2-1;1-1;"
< g, d g b d' g'> ^\markup
\fret-diagram #"c:6-1-3;6-3;5-5;4-5;3-4;2-3;1-3;"
}
>>
Die Größe des Bunddiagrammes und die Anzahl der Bünde im Diagramm kann geändert werden:
<<
\context ChordNames {
\chordmode {
f1 g
}
}
\context Staff {
\clef "treble_8"
< f, c f a c' f'>1 ^\markup
\fret-diagram #"s:1.5;c:6-1-1;6-1;5-3;4-3;3-2;2-1;1-1;"
< g, b, d g b g'> ^\markup
\fret-diagram #"h:6;6-3;5-2;4-o;3-o;2-o;1-3;"
}
>>
Die Anzahl der Saiten kann geändert werden, um sie für andere Instrumente anzupassen, wie etwas Banjo oder Ukulele.
<<
\context ChordNames {
\chordmode {
a1
}
}
\context Staff {
%% Akkord für Ukulele
a'1 ^\markup \fret-diagram #"w:4;4-2-2;3-1-1;2-o;1-o;"
}
>>
Fingersatz kann auch angezeigt werden, und die Position der Fingersatzzahlen kann kontrolliert werden.
<<
\context ChordNames {
\chordmode {
c1 d:m
}
}
\context Staff {
\clef "treble_8"
< c e g c' e' > 1 ^\markup
\fret-diagram #"f:1;6-x;5-3-3;4-2-2;3-o;2-1-1;1-o;"
< d a d' f'> ^\markup
\fret-diagram #"f:2;6-x;5-x;4-o;3-2-2;2-3-3;1-1-1;"
}
>>
Die Größe und Position der Punkte kann geändert werden:
<<
\context ChordNames {
\chordmode {
c1 d:m
}
}
\context Staff {
\clef "treble_8"
< c e g c' e' > 1 ^\markup
\fret-diagram #"d:0.35;6-x;5-3;4-2;3-o;2-1;1-o;"
< d a d' f'> ^\markup
\fret-diagram #"p:0.2;6-x;5-x;4-o;3-2;2-3;1-1;"
}
>>
Die Beschriftungsfunktion fret-diagram-terse (knappe Version)
lässt die Saitennummern aus: das Vorhandensein einer Saite wird
durch ein Semikolon ausgedrückt. Für jede Saite des Diagramms
muss ein Semikolon gesetzt werden. Das erste Semikolon entspricht
der höchsten Saite, das letze der ersten Saite. Stumme und
offene Saiten sowie Bundnummern können angezeigt werden.
<<
\context ChordNames {
\chordmode {
c1 d:m
}
}
\context Staff {
\clef "treble_8"
< c e g c' e' > 1 ^\markup
\fret-diagram-terse #"x;3;2;o;1;o;"
< d a d' f'> ^\markup
\fret-diagram-terse #"x;x;o;2;3;1;"
}
>>
Barre kann im knappen Modus auch angezeigt werden:
<<
\context ChordNames {
\chordmode {
f1 g
}
}
\context Staff {
\clef "treble_8"
< f, c f a c' f'>1 ^\markup
\fret-diagram-terse #"1-(;3;3;2;1;1-);"
< g, d g b d' g'> ^\markup
\fret-diagram-terse #"3-(;5;5;4;3;3-);"
}
>>
Fingersatz kann im knappen Modus hinzugefügt werden:
<<
\context ChordNames {
\chordmode {
c1 d:m
}
}
\context Staff {
\override Voice.TextScript
#'(fret-diagram-details finger-code) = #'below-string
\clef "treble_8"
< c e g c' e' > 1 ^\markup
\fret-diagram-terse #"x;3-3;2-2;o;1-1;o;"
< d a d' f'> ^\markup
\fret-diagram-terse #"x;x;o;2-2;3-3;1-1;"
}
>>
Andere Eigenschaften der Bunddiagramme müssen im knappen Modus
mit \override-Befehlen angegeben werden.
Die Beschriftungsfunktion fret-diagram-verbose
(ausführlicher Stil) ist in der
Form eine Scheme-Liste. Jedes Element stellt ein Element dar,
dass im Bunddiagramm gesetzt werden soll.
<< \context ChordNames {
\chordmode {
c1 d:m
}
}
\context Staff {
\clef "treble_8"
< c e g c' e' > 1 ^\markup
\fret-diagram-verbose #'(
(mute 6)
(place-fret 5 3)
(place-fret 4 2)
(open 3)
(place-fret 2 1)
(open 1)
)
< d a d' f'> ^\markup
\fret-diagram-verbose #'(
(mute 6)
(mute 5)
(open 4)
(place-fret 3 2)
(place-fret 2 3)
(place-fret 1 1)
)
}
>>
Fingersatz und Barre kann im ausführlichen Modus notiert werden. Nur im ausführlichen Modus kann ein Capo angezeigt werden, das auf dem Bunddiagramm plaziert wird. Die Capo-Anzeige ist ein dicker Strich, der alle Saiten bedeckt. Der Bund mit dem Capo ist der unterste Bund im Diagramm.
<<
\context ChordNames {
\chordmode {
f1 g c
}
}
\context Staff {
\clef "treble_8"
\override Voice.TextScript
#'(fret-diagram-details finger-code) = #'below-string
< f, c f a c' f'>1 ^\markup
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 6 1)
(place-fret 5 3)
(place-fret 4 3)
(place-fret 3 2)
(place-fret 2 1)
(place-fret 1 1)
(barre 6 1 1)
)
< g, b, d g b g'> ^\markup
\fret-diagram-verbose #'(
(place-fret 6 3 2)
(place-fret 5 2 1)
(open 4)
(open 3)
(open 2)
(place-fret 1 3 3)
)
< c e g c' e'> ^\markup
\fret-diagram-verbose #'(
(capo 3)
(mute 6)
(place-fret 4 5 1)
(place-fret 3 5 2)
(place-fret 2 5 3)
)
}
>>
Alle anderen Bunddiagramm-Eigenschaften müssen im ausführlichen
Modus mit mit \override-Befehlen angegeben werden.
Die graphische Erscheinung eines Bunddiagramms kann den Wünschen
des Notensetzers angepassen werden. Hierzu werden die Eigenschaften
des fret-diagram-interface (Bunddiagramm-Schnittstelle)
eingesetzt. Einzelheiten hierzu
in
fret-diagram-interface. Die Eigenschaften der
Schnittstelle gehören dem Voice.TextScript-Kontext an.
Ausgewählte Schnipsel
Customizing markup fret diagrams
Fret diagram properties can be set through
'fret-diagram-details. For markup fret diagrams, overrides can
be applied to the Voice.TextScript object or directly to the
markup.
<<
\chords { c1 | c | c | d }
\new Voice = "Melodie" {
\textLengthOn
% Allgemeine Eigenschaften von Bund-Diagramme bestimmen
\override TextScript #'size = #'1.2
\override TextScript
#'(fret-diagram-details finger-code) = #'in-dot
\override TextScript
#'(fret-diagram-details dot-color) = #'white
%% C-Dur für Gitarre, kein Barre, Standardeinstellungen
% knapper Stil
c'1^\markup { \fret-diagram-terse #"x;3-3;2-2;o;1-1;o;" }
%% C-Dur für Gitarre, Barre auf dem dritten Bund
% ausführlicher Stil
% Größe 1.0
% römische Bundnummer, Fingersatz unter der Saite, grades Barre
c'1^\markup {
% Standardgröße
\override #'(size . 1.0) {
\override #'(fret-diagram-details . (
(number-type . roman-lower)
(finger-code . in-dot)
(barre-type . straight))) {
\fret-diagram-verbose #'((mute 6)
(place-fret 5 3 1)
(place-fret 4 5 2)
(place-fret 3 5 3)
(place-fret 2 5 4)
(place-fret 1 3 1)
(barre 5 1 3))
}
}
}
%% C-Dur für Gitarre, Barre auf dem dritten Bund
% ausführlicher Stil
% quer liegend, arabische Nummern, M (mute) für stumme Saite
% kein Barre, Bundbezeichnung unten oder links, kleine Schrift für stumme Saite
c'1^\markup {
\override #'(fret-diagram-details . (
(finger-code . below-string)
(number-type . arabic)
(label-dir . -1)
(mute-string . "M")
(orientation . landscape)
(barre-type . none)
(xo-font-magnification . 0.4)
(xo-padding . 0.3))) {
\fret-diagram-verbose #'((mute 6)
(place-fret 5 3 1)
(place-fret 4 5 2)
(place-fret 3 5 3)
(place-fret 2 5 4)
(place-fret 1 3 1)
(barre 5 1 3))
}
}
%% einfacher D-Akkord
% knapper Stil
% größere Punkte, zentrierte Punkte, weniger Bünde
% Bezeichnung darunter
d'1^\markup {
\override #'(fret-diagram-details . (
(finger-code . below-string)
(dot-radius . 0.35)
(dot-position . 0.5)
(fret-count . 3))) {
\fret-diagram-terse #"x;x;o;2-1;3-2;2-3;"
}
}
}
>>
Siehe auch
Notationsreferenz: Text markup commands.
Schnipsel: Fretted strings.
Referenz der Interna: fret-diagram-interface.
Vordefinierte Bund-Diagramme
Bunddiagramme können mit dem FretBoards-Kontext angezeigt
werden. Standardmäßig zeigt der FretBoards-Kontext
Bunddiagramme an, die in einer Tabelle definiert sind:
\include "predefined-guitar-fretboards.ly"
\context FretBoards {
\chordmode {
c1 d
}
}
Die vordefinierten Diagramme sind in der Datei
predefined-guitar-fretboards.ly enthalten. Sie werden
basierend auf der Tonhöhe eines Akkordes und dem Wert von
stringTunings (Saitenstimmung), der gerade benutzt wird,
gespeichert. predefined-guitar-fretboards.ly beinhaltet
vordefinierte Diagramme für die Gitarrenstimmtung (guitar-tuning).
Anhand der Beispiele in dieser Datei können auch für andere
Instrumente oder Stimmungen Diagramme definiert werden.
Tonhöhen von Akkorden können entweder als Akkordkonstrukte oder im Akkordmodus notiert werden (siehe auch Überblick über den Akkord-Modus).
\include "predefined-guitar-fretboards.ly"
\context FretBoards {
\chordmode {c1}
<c' e' g'>1
}
Oft wird sowohl eine Akkordbezeichnung als ein Bunddiagramm
notiert. Das kann erreicht werden, indem ein
ChordNames-Kontext parallel mit einem FretBoards-Kontext
gesetzt wird und beiden Kontexten die gleichen Noten zugewiesen
werden.
\include "predefined-guitar-fretboards.ly"
meineAkkorde = \chordmode{
c1 f g
}
<<
\context ChordNames {
\meineAkkorde
}
\context FretBoards {
\meineAkkorde
}
>>
Vordefinierte Bunddiagramme können transponiert werden, solange ein Diagramm für den transponierten Akkord in der Bunddiagramm-Tabelle vorhanden ist.
\include "predefined-guitar-fretboards.ly"
meineAkkorde = \chordmode{
c1 f g
}
meineAkkordliste = {
\meineAkkorde
\transpose c e { \meineAkkorde}
}
<<
\context ChordNames {
\meineAkkordliste
}
\context FretBoards {
\meineAkkordliste
}
>>
Die Tabelle der vordefinierten Bunddiagramme enthält sieben
Akkorde (Dur, Moll, übermäßig, vermindert, Dominantseptakkord,
große Septime und kleine Septime) für alle 17 Tonarten. Eine
vollständige Liste der vordefinierten Bunddiagramme findet sich
in Vordefinierte Bund-Diagramme. Wenn in der Tabelle für
einen Akkord kein Wert steht, wird ein Bunddiagramm vom
FretBoards-Engraver errechnet, wobei die automatische
Bunddiagrammfunktion zu Anwendung kommt. Siehe hierzu
Automatische Bund-Diagramme.
\include "predefined-guitar-fretboards.ly"
meineAkkorde = \chordmode{
c1 c:9
}
<<
\context ChordNames {
\meineAkkorde
}
\context FretBoards {
\meineAkkorde
}
>>
Bunddiagramme können zu der Tabelle hinzugefügt werden. Um ein
Diagramm hinzuzufügen, muss der Akkord des Diagramms, die Stimmung
und die Diagramm-Definition angegeben werden. Die Diagramm-Definition
kann entweder eine fret-diagram-terse-Definition oder eine
fret-diagram-verbose-Liste sein.
\include "predefined-guitar-fretboards.ly"
\storePredefinedDiagram \chordmode {c:9}
#guitar-tuning
#"x;3-2;2-1;3-3;3-4;x;"
meineAkkorde = \chordmode{
c1 c:9
}
<<
\context ChordNames {
\meineAkkorde
}
\context FretBoards {
\meineAkkorde
}
>>
Unterschiedliche Bunddiagramme für den selben Akkord können gespeichert werden, indem unterschiedliche Oktaven für die Tonhöhe benutzt werden.
\include "predefined-guitar-fretboards.ly"
\storePredefinedDiagram \chordmode {c'}
#guitar-tuning
#(offset-fret 2 (chord-shape 'bes guitar-tuning))
meineAkkorde = \chordmode{
c1 c'
}
<<
\context ChordNames {
\meineAkkorde
}
\context FretBoards {
\meineAkkorde
}
>>
Zusätzlich zu Bunddiagrammen speichert LilyPond auch eine interne
Liste an Akkordformen. Die Akkordformen sind Bunddiagramme,
die am Hals entlang verschoben werden können und dabei unterschiedliche
Akkorde ergeben. Akkordformen können zu der internen Liste
hinzugefügt werden und dann benutzt werden, um vordefinierte
Bunddiagramme zu definieren. Weil sie auf verschiedenen Positionen
auf dem Steg gelegt werden können, beinhalten vordefinierte
Akkord üblicherweise keine leeren Saiten. Wie Bunddiagramme können auch
Akkordformen entweder als fret-diagram-terse-Definition
oder als fret-diagram-verbose-Liste erstellt werden.
\include "predefined-guitar-fretboards.ly"
% Neues Akkordmuster hinzufügen
\addChordShape #'powerf #guitar-tuning #"1-1;3-3;3-4;x;x;x;"
% neue Akkorde basierend auf dem power-chord-Muster hinzufügen
\storePredefinedDiagram \chordmode {f'}
#guitar-tuning
#(chord-shape 'powerf guitar-tuning)
\storePredefinedDiagram \chordmode {g'}
#guitar-tuning
#(offset-fret 2 (chord-shape 'powerf guitar-tuning))
meineAkkorde = \chordmode{
f1 f' g g'
}
<<
\context ChordNames {
\meineAkkorde
}
\context FretBoards {
\meineAkkorde
}
>>
Die graphische Form eines Bunddiagramms kann entsprechend den
eigenen Wünschen verändert werden, indem man die Eigenschaften
der fret-diagram-interface-Schnittstellt verändert.
Einzelheiten hierzu in
fret-diagram-interface. Die
Schnittstelleneigenschaften eines vordefinierten Bunddiagrammes
gehören dem FretBoards.FretBoard-Kontext an.
Ausgewählte Schnipsel
Customizing fretboard fret diagrams
Fret diagram properties can be set through
'fret-diagram-details. For FretBoard fret diagrams, overrides
are applied to the FretBoards.FretBoard object. Like
Voice, FretBoards is a bottom level context, therefore
can be omitted in property overrides.
\include "predefined-guitar-fretboards.ly"
\storePredefinedDiagram \chordmode { c' }
#guitar-tuning
#"x;1-1-(;3-2;3-3;3-4;1-1-);"
<<
\new ChordNames {
\chordmode { c1 | c | c | d }
}
\new FretBoards {
% Allgemeine Eigenschaften von Bund-Diagramme bestimmen
\override FretBoards.FretBoard #'size = #'1.2
\override FretBoard
#'(fret-diagram-details finger-code) = #'in-dot
\override FretBoard
#'(fret-diagram-details dot-color) = #'white
\chordmode {
c
\once \override FretBoard #'size = #'1.0
\once \override FretBoard
#'(fret-diagram-details barre-type) = #'straight
\once \override FretBoard
#'(fret-diagram-details dot-color) = #'black
\once \override FretBoard
#'(fret-diagram-details finger-code) = #'below-string
c'
\once \override FretBoard
#'(fret-diagram-details barre-type) = #'none
\once \override FretBoard
#'(fret-diagram-details number-type) = #'arabic
\once \override FretBoard
#'(fret-diagram-details orientation) = #'landscape
\once \override FretBoard
#'(fret-diagram-details mute-string) = #"M"
\once \override FretBoard
#'(fret-diagram-details label-dir) = #LEFT
\once \override FretBoard
#'(fret-diagram-details dot-color) = #'black
c'
\once \override FretBoard
#'(fret-diagram-details finger-code) = #'below-string
\once \override FretBoard
#'(fret-diagram-details dot-radius) = #0.35
\once \override FretBoard
#'(fret-diagram-details dot-position) = #0.5
\once \override FretBoard
#'(fret-diagram-details fret-count) = #3
d
}
}
\new Voice {
c'1 | c' | c' | d'
}
>>
Defining predefined fretboards for other instruments
Predefined fret diagrams can be added for new instruments in addition to the standards used for guitar. This file shows how this is done by defining a new string-tuning and a few predefined fretboards for the Venezuelan cuatro.
This file also shows how fingerings can be included in the chords used
as reference points for the chord lookup, and displayed in the fret
diagram and the TabStaff, but not the music.
These fretboards are not transposable because they contain string information. This is planned to be corrected in the future.
% Bunddiagramme für Cuatro hinzufügen
% Achtung: dieser Abschnitt gehört in eine eigene Datei
% predefined-cuatro-fretboards.ly
% und wird mit \include in jede Quelldatei eingefügt
cuatroStimmung = #'(11 18 14 9)
dSexte = { <a\4 b\1 d\3 fis\2> }
dDur = { <a\4 d\1 d\3 fis \2> }
aGrSept = { <a\4 cis\1 e\3 g\2> }
dGrSept = { <a\4 c\1 d\3 fis\2> }
gDur = { <b\4 b\1 d\3 g\2> }
\storePredefinedDiagram \dSexte
#cuatroStimmung
#"o;o;o;o;"
\storePredefinedDiagram \dDur
#cuatroStimmung
#"o;o;o;3-3;"
\storePredefinedDiagram \aGrSept
#cuatroStimmung
#"o;2-2;1-1;2-3;"
\storePredefinedDiagram \dGrSept
#cuatroStimmung
#"o;o;o;1-1;"
\storePredefinedDiagram \gDur
#cuatroStimmung
#"2-2;o;1-1;o;"
% Ende der eigenständigen Datei /predefined-cuatro-fretboards.ly
#(set-global-staff-size 16)
primerosBezeichnungen = \chordmode {
d:6 d a:maj7 d:maj7
g
}
primeros = {
\dSexte \dDur \aGrSept \dGrSept
\gDur
}
\score {
<<
\new ChordNames {
\set chordChanges = ##t
\primerosBezeichnungen
}
\new Staff {
\new Voice \with {
\remove "New_fingering_engraver"
}
\relative c'' {
\primeros
}
}
\new FretBoards {
\set stringTunings = #cuatroStimmung
\override FretBoard
#'(fret-diagram-details string-count) = #'4
\override FretBoard
#'(fret-diagram-details finger-code) = #'in-dot
\primeros
}
\new TabStaff \relative c'' {
\set TabStaff.stringTunings = #cuatroStimmung
\primeros
}
>>
\layout {
\context {
\Score
\override SpacingSpanner
#'base-shortest-duration = #(ly:make-moment 1 16)
}
}
\midi { }
}
Siehe auch
Notationsreferenz: Angepasste Tabulaturen, Automatische Bund-Diagramme, Überblick über den Akkord-Modus, Vordefinierte Bund-Diagramme.
Installierte Dateien: ‘ly/predefined-guitar-fretboards.ly’, ‘ly/predefined-guitar-ninth-fretboards.ly’.
Schnipsel: Fretted strings.
Referenz der Interna: fret-diagram-interface.
Automatische Bund-Diagramme
Bunddiagramme können automatisch aus notierten Noten erstellt werden.
Hierzu wird der FretBoards-Kontext eingesetzt. Wenn keine
vordefinierten Diagramme für die ensprechenden Noten mit
der aktiven Saitenstimmung (stringTunings) vorhanden sind,
errechnet der Kontext Saiten und Bünde die benutzt werden können,
um die Noten zu spielen.
<<
\context ChordNames {
\chordmode {
f1 g
}
}
\context FretBoards {
< f, c f a c' f'>1
< g,\6 b, d g b g'>
}
\context Staff {
\clef "treble_8"
< f, c f a c' f'>1
< g, b, d g b' g'>
}
>>
Da in den Standardeinstellungen keine vordefinierten Diagramme geladen werden, ist die automatische Diagrammerstellung das Standardverhalten. Wenn die vordefinierten Diagramme eingesetzt werden, kann die automatische Berechnung an- und ausgeschaltet werden.
\storePredefinedDiagram <c e g c' e'>
#guitar-tuning
#"x;3-1-(;5-2;5-3;5-4;3-1-1);"
<<
\context ChordNames {
\chordmode {
c1 c c
}
}
\context FretBoards {
<c e g c' e'>1
\predefinedFretboardsOff
<c e g c' e'>
\predefinedFretboardsOn
<c e g c' e'>
}
\context Staff {
\clef "treble_8"
<c e g c' e'>1
<c e g c' e'>
<c e g c' e'>
}
>>
Manchmal kann die Berechnungsfunktion für Bunddiagramme kein
passendes Diagramm finden. Das kann oft umgangen werden, indem
man manuell einer Note eine bestimmte Saite zuweist. In vielen
Fällen muss nur eine Note derart gekennzeichnet werden, der
Rest wird dann ensprechend durch den FretBoards-Kontext
behandelt.
Fingersatz kann zu FretBoard-Bunddiagrammen hinzugefügt werden.
<<
\context ChordNames {
\chordmode {
c1 d:m
}
}
\context FretBoards {
< c-3 e-2 g c'-1 e' > 1
< d a-2 d'-3 f'-1>
}
\context Staff {
\clef "treble_8"
< c e g c' e' > 1
< d a d' f'>
}
>>
Der kleinste Bund, der benutzt wird, um Saiten und Bünde im
FretBoard-Kontext zu errechnen, kann mit der
minimumFret-Eigenschaft gesetzt werden.
<<
\context ChordNames {
\chordmode {
d1:m d:m
}
}
\context FretBoards {
< d a d' f'>
\set FretBoards.minimumFret = #5
< d a d' f'>
}
\context Staff {
\clef "treble_8"
< d a d' f'>
< d a d' f'>
}
>>
Die Saiten und Bünde des FretBoards-Kontextes hängen von
der stringTunings-Eigesnchaft ab, die die gleiche Bedeitung
wie im TabStaff-Kontext hat. Siehe auch Angepasste Tabulaturen
zu Information über die stringTuningsEigenschaft.
Die graphische Erscheindung eines Bunddiagrammes kann den
Bedürfnissen angepasst werden, indem Eigenschaften der
fret-diagram-interface-Schnittstelle verändert werden.
Einzelheiten finden sich in
fret-diagram-interface.
Die Schnittstelleneigenschaften eines FretBoards-Diagramms
gehören dem FretBoards.FretBoard-Kontext an.
Vordefinierte Befehle
\predefinedFretboardsOff,
\predefinedFretboardsOn.
Siehe auch
Notationsreferenz: Angepasste Tabulaturen.
Schnipsel: Fretted strings.
Referenz der Interna: fret-diagram-interface.
Fingersatz der rechten Hand
Fingersatz für die rechte Hand in Akkorden kann mit den Bezeichnungen p-i-m-a notiert werden. Er muss innerhalb eines Akkord-Konstruktes notiert werden.
|
Achtung: Nach der Note muss ein Minuszeichen gesetzt
werden und ein Leerzeichen nach dem schließenden |
\clef "treble_8" <c-\rightHandFinger #1 >4 <e-\rightHandFinger #2 > <g-\rightHandFinger #3 > <c-\rightHandFinger #4 > <c,-\rightHandFinger #1 e-\rightHandFinger #2 g-\rightHandFinger #3 c-\rightHandFinger #4 >1
Zur Erleichterung kann der Befehl \rightHandFinger zu ein paar
Buchstaben abgekürzt werden, etwa RH.
#(define RH rightHandFinger)
Ausgewählte Schnipsel
Placement of right-hand fingerings
It is possible to exercise greater control over the placement of right-hand fingerings by setting a specific property, as demonstrated in the following example.
#(define RH rightHandFinger)
\relative c {
\clef "treble_8"
\set strokeFingerOrientations = #'(up down)
<c-\RH #1 e-\RH #2 g-\RH #3 c-\RH #4 >4
\set strokeFingerOrientations = #'(up right down)
<c-\RH #1 e-\RH #2 g-\RH #3 c-\RH #4 >4
\set strokeFingerOrientations = #'(left)
<c-\RH #1 e-\RH #2 g-\RH #3 c-\RH #4 >2
}
Fingerings, string indications, and right-hand fingerings
This example combines left-hand fingering, string indications, and right-hand fingering.
#(define RH rightHandFinger)
\relative c {
\clef "treble_8"
<c-3\5-\RH #1 >4
<e-2\4-\RH #2 >4
<g-0\3-\RH #3 >4
<c-1\2-\RH #4 >4
}
Siehe auch
Schnipsel: Fretted strings.
Referenz der Interna: StrokeFinger.
2.4.2 Gitarre
Die meisten der Besonderheiten von Gitarrennotation wurden im allgemeinen Abschnitt behandelt, aber es gibt noch einige, die hier gezeigt werden sollen. Teilweise soll ein Lead-sheet nur die Akkordsymbole und den Gesangstext enthalten. Da LilyPond ein Notensatzprogramm ist, wird es nicht für derartige Projekte empfohlen, die keine eigentliche Notation beinahlten. Anstattdessen sollte ein Textbearbeitungsprogramm, oder ein Satzprogramm wie GuitarTeX (für erfahrende Benutzer) eingesetzt werden.
| Position und Barret anzeigen | ||
| Flageolett und gedämpfte Noten |
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Gitarre ] | [ Nach oben : Gitarre ] | [ Flageolett und gedämpfte Noten > ] | ||
Position und Barret anzeigen
Das Beispiel zeigt, wie man Griff- und Barreposition notieren kann.
\clef "treble_8" b16 d g b e \textSpannerDown \override TextSpanner #'(bound-details left text) = #"XII " g16\startTextSpan b16 e g e b g\stopTextSpan e16 b g d
Siehe auch
Notationsreferenz: Text mit Verbindungslinien.
Schnipsel: Fretted strings, Ausdrucksbezeichnungen.
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Position und Barret anzeigen ] | [ Nach oben : Gitarre ] | [ Banjo > ] | ||
Flageolett und gedämpfte Noten
Besondere Notenköpfe können eingesetzt werden, um gedämpfte Noten oder Flageoletttöne anzuzeigen. Flageoletttöne werden normalerweise mit einem Text erklärt.
\relative c' {
\clef "treble_8"
\override Staff.NoteHead #'style = #'cross
g8 a b c b4
\override Staff.NoteHead #'style = #'harmonic-mixed
d^\markup { \italic { \fontsize #-2 { "harm. 12" }}} <g b>1
}
Siehe auch
Notationsreferenz: Besondere Notenköpfe, Notenkopfstile.
Schnipsel: Fretted strings.
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Flageolett und gedämpfte Noten ] | [ Nach oben : Saiteninstrumente mit Bünden ] | [ Banjo-Tabulaturen > ] | ||
2.4.3 Banjo
| Banjo-Tabulaturen |
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Banjo ] | [ Nach oben : Banjo ] | [ Schlagzeug > ] | ||
Banjo-Tabulaturen
LilyPond hat grundlegende Unterstützung für fünfsaitige Banjo. Die Banjo-Tabulatur-Funktion sollte zum Notieren von Banjo-Tabulaturen verwendet werden, damit die richtigen Bund-Nummern für die fünfte Saite gesetzt werden:
\new TabStaff <<
\set TabStaff.tablatureFormat = #fret-number-tablature-format-banjo
\set TabStaff.stringTunings = #banjo-open-g-tuning
{
\stemDown
g8 d' g'\5 a b g e d' |
g4 d''8\5 b' a'\2 g'\5 e'\2 d' |
g4
}
>>
Eine Anzahl von üblichen Stimmungen für Banjo sind in LilyPond
vordefiniert:
banjo-c-tuning (gCGBD), banjo-modal-tuning (gDGCD),
banjo-open-d-tuning (aDF#AD) und banjo-open-dm-tuning
(aDFAD).
Diese Stimmungen können für das viersaitige Banjo angepasst werden,
indem die four-string-banjo-Funktion eingesetzt wird:
\set TabStaff.stringTunings = #(four-string-banjo banjo-c-tuning)
Siehe auch
Schnipsel: Fretted strings.
Die Datei ‘scm/output-lib.scm’ beinhaltet vordefinierte Stimmungen für Banjo.
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Banjo-Tabulaturen ] | [ Nach oben : Spezielle Notation ] | [ Übliche Notation für Schlagzeug > ] | ||
2.5 Schlagzeug
| 2.5.1 Übliche Notation für Schlagzeug |
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Schlagzeug ] | [ Nach oben : Schlagzeug ] | [ Referenz für Schlagzeug > ] | ||
2.5.1 Übliche Notation für Schlagzeug
Rhythmusnotation wird vor allem für Schlaginstrumente eingesetzt, aber hiermit kann auch der Rhythmus einer Melodie dargestellt werden.
| Referenz für Schlagzeug | ||
| Grundlagen der Schlagzeugnotation | ||
| Trommelwirbel | ||
| Schlagzeug mit Tonhöhe | ||
| Schlagzeugsysteme | ||
| Eigene Schlagzeugsysteme | ||
| Geisternoten |
Referenz für Schlagzeug
- Viele Schlagzeugmusik kann auf einem rhythmischen System notiert werden. Das wird gezeigt in Melodierhythmus anzeigen und Neue Notensysteme erstellen.
- MIDI-Ausgabe wird behandelt in Schlagzeug in MIDI.
Siehe auch
Notationsreferenz: Melodierhythmus anzeigen, Neue Notensysteme erstellen. Schlagzeug in MIDI.
Schnipsel: Schlagzeug.
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Referenz für Schlagzeug ] | [ Nach oben : Übliche Notation für Schlagzeug ] | [ Trommelwirbel > ] | ||
Grundlagen der Schlagzeugnotation
Schlagzeug-Noten können im \drummode-Modus notiert werden,
der sich ähnlich verhält wie der Standardmodus für die Noteneingabe.
Am einfachsten kann der \drums-Befehl benutzt werden, der sich
um den richtigen Kontext und Eingabemodus kümmert:
\drums {
hihat4 hh bassdrum bd
}
Das ist die Kurzschreibweise für:
\new DrumStaff {
\drummode {
hihat4 hh bassdrum bd
}
}
Jedes Schlagzeuginstrument hat einen langen Namen und eine Abkürzung, und beide können nebeneinander benutzt werden. Eine Liste der Notenbezeichnungen für Schlagzeug findet sich in Schlagzeugnoten.
Beachten Sie, dass normale Tonhöhen (wie cis4) in einem
DrumStaff-Kontext eine Fehlernachricht erzielen. Schlüssel für
Schlagzeug werden automatisch hinzugefügt, aber andere Schlüssel können
auch benutzt werden.
Es gibt einige Probleme mit der MIDI-Unterstützung für Schlagzeuginstrumente. Details finden sich in Schlagzeug in MIDI.
Siehe auch
Notationsreferenz: Schlagzeug in MIDI, Schlagzeugnoten.
Installierte Dateien: ‘ly/drumpitch-init.ly’.
Schnipsel: Schlagzeug.
Trommelwirbel
Trommelwirbel werden mit drei Balken durch den Notenhals notiert. Für Viertelnoten oder längere Noten werden die drei Balken explizit notiert, Achtel werden mit zwei Balken gezeigt (und der dritte ist der eigentliche Balken), und Trommelwirbel mit kürzeren Werten als Achtelnoten haben einen Balken zusätzlich zu den eigentlichen Balken der Noten. Dieses Verhalten wird mit der Tremolonotation erreicht, wie in Tremolo-Wiederholung gezeigt. Hier ein Beispiel kleinerer Wirbel:
\drums {
\time 2/4
sn16 sn8 sn16 sn8 sn8:32 ~
sn8 sn8 sn4:32 ~
sn4 sn8 sn16 sn16
sn4 r4
}
Benutzung der Stöcke kann angezeigt werden durch ^"R" oder
^"L" nach jeder Note. Die staff-padding-Eigenschaft
kann verändert werden, um eine Orientierung an einer gemeinsamen
Linie zu ermöglichen.
\drums {
\repeat unfold 2 {
sn16 ^"L" sn^"R" sn^"L" sn^"L" sn^"R" sn^"L" sn^"R" sn^"R"
}
}
Siehe auch
Schnipsel: Schlagzeug.
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Trommelwirbel ] | [ Nach oben : Übliche Notation für Schlagzeug ] | [ Schlagzeugsysteme > ] | ||
Schlagzeug mit Tonhöhe
Bestimmte Schlagzeuginstrumente mit Tonhöhe (z. B. Xylophone, vibraphone und Pauken) werden auf normalen Systemen geschrieben. Das wird in anderen Abschnitten des Handbuchs behandelt.
Siehe auch
Notationsreferenz: Schlagzeug in MIDI.
Schnipsel: Schlagzeug.
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Schlagzeug mit Tonhöhe ] | [ Nach oben : Übliche Notation für Schlagzeug ] | [ Eigene Schlagzeugsysteme > ] | ||
Schlagzeugsysteme
Ein Schlagzeug-System besteht üblicherweise aus einem Notensystem
mit mehreren Linien, wobei jede Linie ein bestimmtes Schlagzeug-Instrument
darstellt. Um die Noten darstellen zu können, müssen sie sich innerhalb von
einem DrumStaff- und einem
DrumVoice-Kontext befinden.
oben = \drummode {
crashcymbal4 hihat8 halfopenhihat hh hh hh openhihat
}
unten = \drummode {
bassdrum4 snare8 bd r bd sn4
}
\new DrumStaff <<
\new DrumVoice { \voiceOne \oben }
\new DrumVoice { \voiceTwo \unten }
>>
Das Beispiel zeigt ausdrücklich definierte mehrstimmige Notation. Die Kurznotation für mehrstimmige Musik, wie sie im Abschnitt Ich höre Stimmen beschrieben wird, kann auch verwendet werden, wenn die Stimmen am Anfang explizit initialisiert werden.
\new DrumStaff <<
\new DrumVoice = "1" { s1*2 }
\new DrumVoice = "2" { s1*2 }
\drummode {
bd4 sn4 bd4 sn4
<< {
\repeat unfold 16 hh16
} \\ {
bd4 sn4 bd4 sn4
} >>
}
>>
Es gibt auch weitere Layout-Einstellungen. Um diese zu verwenden,
muss die Eigenschaft drumStyleTable im
DrumVoice-Kontext entsprechend eingestellt werden.
Folgende Variablen sind vordefiniert:
-
drums-style Das ist die Standardeinstellung. Hiermit wird ein typisches Schlagzeug-System auf fünf Notenlinien erstellt.
Die Schlagzeugdefinitionen unterstützen sechs unterschiedliche Tom Toms. Falls eine geringere Anzahl verwendet wird, kann man einfach die Tom Toms auswählen, deren Notation man haben will. Tom Toms auf den drei mittleren Linien werden mit den Bezeichnungen
tommh,tommlundtomfhnotiert.-
timbales-style Hiermit werden Timbale auf zwei Notenlinien gesetzt.
-
congas-style Hiermit werden Congas auf zwei Linien gesetzt.
-
bongos-style Hiermit werden Bongos auf zwei Linien gesetzt.
-
percussion-style Dieser Stil ist für alle einfachen Perkussionsinstrumente auf einer Notenlinie.
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Schlagzeugsysteme ] | [ Nach oben : Übliche Notation für Schlagzeug ] | [ Geisternoten > ] | ||
Eigene Schlagzeugsysteme
Wenn ihnen keine der vordefinierten Stile gefällt, können Sie auch eine eigene Liste der Positionen und Notenköpfe am Anfang ihrer Datei erstellen.
#(define mydrums '(
(bassdrum default #f -1)
(snare default #f 0)
(hihat cross #f 1)
(pedalhihat xcircle "stopped" 2)
(lowtom diamond #f 3)))
oben = \drummode { hh8 hh hh hh hhp4 hhp }
unten = \drummode { bd4 sn bd toml8 toml }
\new DrumStaff <<
\set DrumStaff.drumStyleTable = #(alist->hash-table mydrums)
\new DrumVoice { \voiceOne \oben }
\new DrumVoice { \voiceTwo \unten }
>>
Ausgewählte Schnipsel
Hier einige Beispiele:
Zwei Holzblöcke, notiert mit wbh (hoch) und wbl (tief)
% Diese Zeilen definieren die Position der Holzblöcke auf dem System
% Wenn Sie wollen, können Sie das ändern oder besondere Notenköpfe benutzen
% für die Holzblöcke
#(define mydrums '((hiwoodblock default #t 3)
(lowoodblock default #t -2)))
System für Holz = {
% Definiert ein System mit zwei Linien.
% Auch die Position der zwei Linien wird festgelegt
\override Staff.StaffSymbol #'line-positions = #'(-2 3)
% Das ist notwendig. Wenn nicht angegeben, wird die Taktlinie zu kurz!
\override Staff.BarLine #'bar-size = #3
}
\new DrumStaff {
\set DrumStaff.drumStyleTable = #(alist->hash-table mydrums)
% jetzt neue Trommelstil-Tabelle laden
\System für Holz
\drummode {
\time 2/4
wbl8 wbl16 wbl wbh8-> wbl |
wbl8 wbl16 wbh-> ~ wbh wbl16 r8 |
}
}
In diesem Spezialfalls muss die Länge der Taktlinie mit
\override Staff.BarLine #'bar-size #number angepasst werden.
Andernfalls wäre sie zu kurz. Die Position der beiden Linien muss
auch definiert werden.
Tamburin, notiert mit tamb:
#(define mydrums '((tambourine default #t 0)))
Tambu-System = {
\override Staff.StaffSymbol #'line-positions = #'( 0 )
\override Staff.BarLine #'bar-size = #3
\set DrumStaff.instrumentName = #"Tambourine"
}
\new DrumStaff {
\Tambu-System
\set DrumStaff.drumStyleTable = #(alist->hash-table mydrums)
\drummode {
\time 6/8
tamb8. tamb16 tamb8 tamb tamb tamb |
tamb4. tamb8 tamb tamb |
% Trick mit der skalierten Dauer und der kürzeren Pause
% ist·nötig,damit·die·Trillerspannweite·richtig·endet
tamb2.*5/6 \startTrillSpan s8 \stopTrillSpan |
}
}
Noten für Tam-Tam (notiert mit tt):
#(define mydrums '((tamtam default #t 0)))
tamtam-System = {
\override Staff.StaffSymbol #'line-positions = #'( 0 )
\override Staff.BarLine #'bar-size = #3
\set DrumStaff.instrumentName = #"Tamtam"
}
\new DrumStaff {
\tamtam-System
\set DrumStaff.drumStyleTable = #(alist->hash-table mydrums)
\drummode {
tt 1 \pp \laissezVibrer
}
}
Zwei Glocken, notiert mit cb (Kuhglocke) und rb
(Reisterglocke)
#(define mydrums '((ridebell default #t 3)
(cowbell default #t -2)))
Glocken-System = {
\override DrumStaff.StaffSymbol #'line-positions = #'(-2 3)
\set DrumStaff.drumStyleTable = #(alist->hash-table mydrums)
\override Staff.BarLine #'bar-size = #3
\set DrumStaff.instrumentName = #"Different Bells"
}
\new DrumStaff {
\Glocken-System
\drummode {
\time 2/4
rb8 rb cb cb16 rb-> ~ |
rb16 rb8 rb16 cb8 cb |
}
}
Here an short example by maestro Stravinsky (from ‚L’histoire du Soldat‘)
#(define mydrums '((bassdrum default #t 4)
(snare default #t -4)
(tambourine default #t 0)))
global = {
\time 3/8 s4.
\time 2/4 s2*2
\time 3/8 s4.
\time 2/4 s2
}
TrommelA = {
\context DrumVoice <<
{ \global }
{ \drummode {
\autoBeamOff
\stemDown sn8 \stemUp tamb s8 |
sn4 \stemDown sn4 |
\stemUp tamb8 \stemDown sn8 \stemUp sn16 \stemDown sn \stemUp sn8 |
\stemDown sn8 \stemUp tamb s8 |
\stemUp sn4 s8 \stemUp tamb
}
}
>>
}
TrommelB = {
\drummode {
s4 bd8 s2*2 s4 bd8 s4 bd8 s8
}
}
\layout {
indent = #40
}
\score {
\new StaffGroup <<
\new DrumStaff {
\set DrumStaff.instrumentName = \markup {
\column {
"Tambourine"
"et"
"caisse claire s. timbre"
}
}
\set DrumStaff.drumStyleTable = #(alist->hash-table mydrums)
\TrommelA
}
\new DrumStaff {
\set DrumStaff.instrumentName = #"Grosse Caisse"
\set DrumStaff.drumStyleTable = #(alist->hash-table mydrums)
\TrommelB }
>>
}
Siehe auch
Schnipsel: Schlagzeug.
Referenz der Interna: DrumStaff, DrumVoice.
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Eigene Schlagzeugsysteme ] | [ Nach oben : Übliche Notation für Schlagzeug ] | [ Blasinstrumente > ] | ||
Geisternoten
Geisternoten für Schlagzeug und Perkussion können mit dem
Klammer- (\parenthesize)-Befehl, beschrieben in Klammern,
erstellt werden. Im Standard-\drummode-Modus ist aber
das Parenthesis_engraver-Plugin nicht automatisch enthalten.
\new DrumStaff \with {
\consists "Parenthesis_engraver"
}
<<
\context DrumVoice = "1" { s1 }
\context DrumVoice = "2" { s1 }
\drummode {
<<
{
hh8[ hh] <hh sn> hh16
< \parenthesize sn > hh
< \parenthesize sn > hh8 <hh sn> hh
} \\
{
bd4 r4 bd8 bd r8 bd
}
>>
}
>>
Um jede Klammer-Definition (\parenthesize) müssen
zusätzlich die spitzen
Klammern für Akkorde (< >) gesetzt werden.
Siehe auch
Schnipsel: Schlagzeug.
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Geisternoten ] | [ Nach oben : Spezielle Notation ] | [ Übliche Notation für Bläser > ] | ||
2.6 Blasinstrumente
Dieser Abschnitt beinhaltet einige Notationselemente, die bei der Notation von Blasinstrumenten auftreten.
| 2.6.1 Übliche Notation für Bläser | ||
| 2.6.2 Dudelsack |
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Blasinstrumente ] | [ Nach oben : Blasinstrumente ] | [ Referenz für Blasinstrumente > ] | ||
2.6.1 Übliche Notation für Bläser
Dieser Abschnitt erklärt Eigenheiten, die für die meisten Blasinstrumente gültig sind.
| Referenz für Blasinstrumente | ||
| Fingersatz |
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Übliche Notation für Bläser ] | [ Nach oben : Übliche Notation für Bläser ] | [ Fingersatz > ] | ||
Referenz für Blasinstrumente
Viele Besonderheiten der Blasinstrumentenotation haben mit Atmung und Spielart zu tun:
- Atmung kann durch Pausen oder mit Atemzeichen angezeigt werden,, siehe Atemzeichen.
- Legato kann durch Legatobögen angezeigt werden, siehe Legatobögen.
- Unterschiedliche Artikulationen, Legato, Portato, Staccato, werden normalerweise mit Artikulationszeichen angemerkt, teilweise auch in Verbindung mit Legatobögen, siehe Artikulationszeichen und Verzierungen und Liste der Arktikulationszeichen.
- Flatterzunge wird angezeigt, indem ein Tremolozeichen und eine Anmerkung für die ensprechende Note gesetzt wird. Siehe Tremolo-Wiederholung.
Es gibt auch noch weitere Aspekte der Notation, die für Blasinstrumente relevant sein können:
- Viele Instrumente sind transponierend, siehe Transposition von Instrumenten.
- Das Zug-Glissando ist charakteristisch für die Posaune, aber auch andere Instrumente können Glissandos ausführen. Siehe Glissando.
- Obertonreihenglissandi, die auf allen Blechblasinstrumenten möglich, aber besonders üblich für das Waldhorn sind, werden üblicherweise mit Verzierungsnoten geschrieben. Siehe Verzierungen.
- Tonhöhenschwankungen am Ende eines Tons werden gezeigt in Glissando zu unbestimmter Tonhöhe.
- Ventil- oder Klappenschläge werden oft als Kreuznoten dargestellt, siehe Besondere Notenköpfe.
- Holzbläser können tiefe Noten überblasen. Derartige Noten
werden als
flageolet-Artikulation notiert. Siehe Liste der Arktikulationszeichen. - Die Benutzung von Dämpfern für Blechblasinstrumente wird meistens
durch Text gefordert, aber bei schnellem Wechsel bietet es sich an,
die Artikulationszeichen
stoppedundopenzu benutzen. Siehe Artikulationszeichen und Verzierungen und Liste der Arktikulationszeichen. - Gestopfte Hörner werden mit dem
stopped-Artikulationszeichen notiert. Siehe Artikulationszeichen und Verzierungen.
Ausgewählte Schnipsel
Changing \flageolet mark size
To make the \flageolet circle smaller use the following Scheme
function.
kleinFlageolett =
#(let ((m (make-music 'ArticulationEvent
'articulation-type "flageolet")))
(ly:music-set-property! m 'tweaks
(acons 'font-size -3
(ly:music-property m 'tweaks)))
m)
\layout { ragged-right = ##f }
\relative c'' {
d4^\flageolet_\markup { default size } d_\flageolet
c4^\kleinFlageolett_\markup { smaller } c_\kleinFlageolett
}
Siehe auch
Notationsreferenz: Atemzeichen, Legatobögen, Artikulationszeichen und Verzierungen, Liste der Arktikulationszeichen, Tremolo-Wiederholung, Transposition von Instrumenten, Glissando, Verzierungen, Glissando zu unbestimmter Tonhöhe, Besondere Notenköpfe,
Schnipsel: Winds
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Fingersatz
Alle Blasinstrumente außer der Posaune benötigen mehrere Finger, um verschiedene Tonhöhen zu produzieren.
TBC
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2.6.2 Dudelsack
Dieser Abschnitt beinhaltet Information zur Notation von Dudelsackmusik.
| Dudelsack-Defintionen | ||
| Dudelsack-Beispiele |
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Dudelsack-Defintionen
LilyPond besitzt spezielle Definitionen, mit der die Musik des schottischen Hochland-Dudelsacks notiert wird. Um sie zu benutzen, muss
\include "bagpipe.ly"
am Anfang der LilyPond-Quelldatei eingefügt werden. Hierdurch
können dann bestimmte Verzierungsnoten, die für die Dudelsackmusik
üblich sind, mit kurzen Befehlen eingefügt werden. So reicht etwa der
Befehl \taor, anstatt
\grace { \small G32[ d G e] }
zu schreiben.
bagpipe.ly enthält außerdem Definitionen für Tonhöhen von
Dudelsacknoten in bestimmten Oktaven, so dass man sich nicht mehr um
\relative oder \transpose kümmern muss.
\include "bagpipe.ly"
{ \grg G4 \grg a \grg b \grg c \grg d \grg e \grg f \grA g A }
Musik für den Dudelsack wird in D-Dur
geschrieben (auch wenn das eigentlich nicht stimmt). Weil
das aber die einzige Tonart ist, die benutzt werden kann, werden
die Vorzeichen meistens nicht geschrieben. Damit das funktioniert,
müssen die Noten immer mit \hideKeySignature beginnen.
Wenn die Vorzeichen hingegen angezeigt werden sollen, kann das
mithilfe des Befehls \showKeySignature vorgenommen werden.
Einige moderne Dudelsacknoten benutzen halbe Finger auf c und f, um
diese Noten zu erniedrigen. Das kann angezeigt werden mit cflat
bzw. fflat. Gleicherweise kann das piobaireachd hohe g als
gflat geschrieben werden, wenn es in leichter Musik vorkommt.
Siehe auch
Schnipsel: Winds
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Dudelsack-Beispiele
So sieht die bekannte Melodie Amazing Grace aus, wenn man sie für Dudelsack notiert.
\include "bagpipe.ly"
\layout {
indent = 0.0\cm
\context { \Score \remove "Bar_number_engraver" }
}
\header {
title = "Amazing Grace"
meter = "Hymn"
arranger = "Trad. arr."
}
{
\hideKeySignature
\time 3/4
\grg \partial 4 a8. d16
\slurd d2 \grg f8[ e32 d16.]
\grg f2 \grg f8 e
\thrwd d2 \grg b4
\grG a2 \grg a8. d16
\slurd d2 \grg f8[ e32 d16.]
\grg f2 \grg e8. f16
\dblA A2 \grg A4
\grg A2 f8. A16
\grg A2 \hdblf f8[ e32 d16.]
\grg f2 \grg f8 e
\thrwd d2 \grg b4
\grG a2 \grg a8. d16
\slurd d2 \grg f8[ e32 d16.]
\grg f2 e4
\thrwd d2.
\slurd d2
\bar "|."
}
Siehe auch
Schnipsel: Winds
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2.7 Notation von Akkorden
Akkorde können entweder als normale Noten oder im Akkordmodus notiert werden; bei letztere Eingabemethode können unterschiedliche europäische Akkordbezeichnungsstile eingesetzt werden. Akkordbzeichnungen und Generalbass können auch angezeigt werden.
| 2.7.1 Akkord-Modus | ||
| 2.7.2 Akkorde anzeigen | ||
| 2.7.3 Generalbass |
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Notation von Akkorden ] | [ Nach oben : Notation von Akkorden ] | [ Überblick über den Akkord-Modus > ] | ||
2.7.1 Akkord-Modus
Im Akkordmodus (engl. „chord“) werden Akkorde anhand von einem Symbol der erwünschten Akkordstruktur notiert, anstatt dass die einzelnen Tonhöhen ausgeschrieben werden.
| Überblick über den Akkord-Modus | ||
| Übliche Akkorde | ||
| Erweiterte und modifizierte Akkorde |
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| [ < Akkord-Modus ] | [ Nach oben : Akkord-Modus ] | [ Übliche Akkorde > ] | ||
Überblick über den Akkord-Modus
Akkorde können als simultane Noten eingegeben werden, wie gezeigt in Noten mit Akkorden.
Akkorde können aber auch im Akkordmodus notiert werden. Das ist ein Eingabemodus, der sich an Akkordstrukturen traditioneller europäischer Musik und nicht an bestimmten einzelnen Tonhöhen orientiert. Er bietet sich an, wenn man es gewohnt ist, Akkordsymbole zur Beschreibung von Akkorden zu benutzen. Mehr Information zu unterschiedlichen Eingabemethoden findet sich in Eingabe-Modi.
\chordmode { c1 g a g c }
Akkorde, die im Akkordmodus eingegeben werden, sind musikalische Elemente und können genauso wie Akkorde im Notenmodus transponiert werden.
Akkordmodus und Notenmodus können gemischt verwendet werden:
<c e g>2 <g b d>
\chordmode { c2 f }
<c e g>2 <g' b d>
\chordmode { f2 g }
Siehe auch
Glossar: Akkord.
Notationsreferenz: Noten mit Akkorden, Eingabe-Modi.
Schnipsel: Chords
Bekannte Probleme und Warnungen
Wenn Akkord- und Notenmodus in linearer Musik abwechseln eingesetzt werden und der Akkordmodus am Anfang steht, erstellt der Notenmodus ein neues Notensyste:
\chordmode { c2 f }
<c e g>2 <g' b d>
Um dieses Verhalten zu verhindert, muss der Staff-Kontext
explizit aufgerufen werden:
\new Staff {
\chordmode { c2 f }
<c e g>2 <g' b d>
}
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Übliche Akkorde
Ein Dreiklang wird mit seinem Grundton mit einer möglichen Dauer dahinter notiert:
\chordmode { c2 f4 g }
Moll- übermäßige und verminderte Dreiklänge werden notiert, indem
: und ein Modifikator hinter der Dauer angegeben wird:
\chordmode { c2:m f4:aug g:dim }
Septakkorde können erstellt werden:
\chordmode { c1:7 c:m7 c:maj7 c:dim7 c:aug7 }
Diese Tabelle zeigt die Funktion der Modifikatoren von Dreiklängen und Septakkorden. Die siebte Stufe wird standardmäßig als kleine Septime realisiert, sodass der Dominantseptakkord die Grundform des Septakkordes darstellt. Alle Alterationen sind relativ zur Dominantsept. Eine vollständigere Tabelle findet sich in Übliche Akkord-Variablen.
Modifikator | Funktion | Beispiel |
Kein | Standard: erzeugt einen Durdreiklang. | |
m, m7 | Mollakkord: Dieser Modifikator erniedrigt die dritte Stufe. | |
dim, dim7 | Verminderter Akkord: Dieser Modifikator erniedrigt die dritte, fünfte und (wenn vorhanden) die siebte Stufe. | |
aug | Übermäßiger Akkord: Dieser Modifikator erhöht die fünfte Stufe. | |
maj, maj7 | Großer Septakkord: Dieser Modifikator fügt eine erhöhte siebe
Stufe hinzu. |
Siehe auch
Notationsreferenz: Übliche Akkord-Variablen, Erweiterte und modifizierte Akkorde.
Schnipsel: Chords.
Bekannte Probleme und Warnungen
Nur ein Qualitätsmodifikator sollte pro Akkord benutzt werden, meistens für die höchste Stufe des Akkordes. Akkorde mit weiteren Qualitätsmodifikatoren werden ohne Warnung oder Fehlermeldung gelesen, aber das Ergebnis ist nicht vorhersagbar. Akkorde, die nicht mit einem einzigen Qualitätsmodifikator erreicht werden können, sollten mit einzelnen Tonhöhen alteriert werden, wie beschrieben in Erweiterte und modifizierte Akkorde.
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Erweiterte und modifizierte Akkorde
Akkordstrukturen können im Akkordmodus beliebig komplex konstruiert werden. Die Modifikatoren können benutzt werden, um den Akkord zu erweitern, bestimmte Stufen hinzuzufügen oder zu entfernen, Stufen zu erhöhen oder zu erniedrigen und Bassnoten hinzuzufügen bzw. Umgkehrungen zu erzeugen.
Die erste Zahl, die auf den Doppelpunkt folgt, wird als „Bereich“ des Akkordes interpretiert: Terzen werden auf dem Grundton gestapelt, bis die angegebene Zahl (=Tonstufe) erreicht ist. Die siebte Stufe, die zu einem Akkord hinzugefügt wird, ist die kleine Septime, nicht die große. Wenn der Bereich keine Terz ist (also etwa 6), dann werden Terzen bis zur höchst möglichen Terz unter dem Bereich gestapelt, und der Endton des Bereichs wird hinzugefügt. Der größtmögliche Wert ist 13. Jeder größere Werte wird als 13 interpretiert.
\chordmode {
c1:2 c:3 c:4 c:5
c1:6 c:7 c:8 c:9
c1:10 c:11 c:12 c:13
c1:14
}
Sowhohl c:5 als auch c erzeugen einen D-Dur-Dreiklang.
Da eine unveränderte 11 nicht gut klingt, wenn sie mit einer
unveränderten 13 zusammenklingt, wird die 11 von einem :13-Akkord
entfernt (es sei denn sie wird explizit verlangt).
\chordmode {
c1:13 c:13.11 c:m13
}
Kompliziertere Akkorde können auch konstruiert werden, indem einzelne Intervalle zu dem Grundton addiert werden. Diese Additionen werden nach dem Bereich notiert und mit Punkten voneinander getrennt. Die normale Septime, die zu einem Akkord hinzugefügt wird, ist die kleine Septime, nicht die große.
\chordmode {
c1:5.6 c:3.7.8 c:3.6.13
}
Hinzugefügte Stufen können beliebig groß sein:
\chordmode {
c4:5.15 c:5.20 c:5.25 c:5.30
}
Einzelne Stufen können mit - oder + vergrößert
oder verkleinert werden. Um eine Stufe zu verändert, die automatisch
in den Akkord aufgenommen wurde, kann sie in veränderter Form
nach dem Bereich hinzugefügt werden.
\chordmode {
c1:7+ c:5+.3- c:3-.5-.7-
}
Zu entfernende Töne werden mit der gleichen Methode notiert,
allerdings mit einem Dach (^) vor der Sequenz, die
nicht erscheinen soll. Sie müssen nach den zu addierenden
Tönen notiert werden. Die einzelnen zu entfernenden Töne werden
mit Punkten getrennt.
\chordmode {
c1^3 c:7^5 c:9^3 c:9^3.5 c:13.11^3.7
}
Sekund- und Quartakkorde können mit dem Modifikator sus
notiert werden. Hiermit wird die dritte Stufe aus dem Akkord
entfernt. Mit einer anschließenden 2 wird die zweite, mit
einer 4 die vierte Stufe hinzugefügt. sus entspricht
^3 und sus4 ist gleich .4^3.
\chordmode {
c1:sus c:sus2 c:sus4 c:5.4^3
}
Eine Umkehrung (ein Ton des Akkordes wird unter den Grundton gesetzt)
sowie auch zusätzliche Bassnoten können mit dem Schrägstrich (/) markiert
werden:
\chordmode {
c1 c/g c/f
}
Eine Bassnote, die zum Akkord hinzugehört, kann hinzugefügt werden, anstatt dass sie aus dem Akkord entnommen wird, indem noch ein Plus zwischen den Schrägstrich und die Tonhöhe gesetzt wird:
\chordmode {
c1 c/g c/+g
}
Akkordmodifikatoren, die benutzt werden können, um eine große Anzahl an Standardakkorden zu erzeugen, werden gezeigt in Übliche Akkord-Variablen.
Siehe auch
Notationsreferenz: Übliche Akkord-Variablen.
Schnipsel: Chords
Bekannte Probleme und Warnungen
Jede Stufe kann nur einmal in einem Akkord vorkommen.
Im folgenden Beispiel wird ein erweiterter Akkord erstellt,
weil 5+ zuletzt gelesen wird.
\chordmode {
c:5.5-.5+
}
Nur die zweite Umkehrung kann erstellt werden, indem eine Bassnote hinzugefügt wird. Die erste Umkehrung erfordert, dass der Grundton des Akkordes geändert wird.
\chordmode {
c'1: c':/g e:6-3-^5 e:m6-^5
}
2.7.2 Akkorde anzeigen
Akkorde können zusätzlich zur üblichen Notation als Töne auf einem Notensystem auch mit einem Akkordsymbol gesetzt werden.
| Akkordbezeichnungen drucken | ||
| Akkordbezeichnungen anpassen |
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Akkorde anzeigen ] | [ Nach oben : Akkorde anzeigen ] | [ Akkordbezeichnungen anpassen > ] | ||
Akkordbezeichnungen drucken
Akkordsymbole anstelle der Noten werde im ChordNames-Kontext
notiert.
\new ChordNames {
\chordmode {
c2 f4. g8
}
}
Die Akkorde können entweder als simultane Noten oder unter Einsatz
des Akkordmodus (chordmode) notiert werden. Der angezeigte
Akkord ist der gleiche, es sei denn, Umgkehrungen oder zusätzliche
Basstöne werden notiert:
<<
\new ChordNames {
<c e g>2 <f bes c>
<f c' e g>1
\chordmode {
c2 f:sus4 c1:/f
}
}
{
<c e g>2 <f bes c>
<f, c' e g>1
\chordmode {
c2 f:sus4 c1:/f
}
}
>>
\chords { ... } ist eine Kurznotation für die Bezeichnung
\new ChordNames { \chordmode { ... } }.
\chords {
c2 f4.:m g8:maj7
}
\new ChordNames {
\chordmode {
c2 f4.:m g8:maj7
}
}
Ausgewählte Schnipsel
Showing chords at changes
Chord names can be displayed only at the start of lines and when the chord changes.
Harmonien = \chordmode {
c1:m c:m \break c:m c:m d
}
<<
\new ChordNames {
\set chordChanges = ##t
\Harmonien
}
\new Staff {
\relative c' { \Harmonien }
}
>>
Simple lead sheet
When put together, chord names, a melody, and lyrics form a lead sheet:
<<
\chords { c2 g:sus4 f e }
\relative c'' {
a4 e c8 e r4
b2 c4( d)
}
\addlyrics { One day this shall be free __ }
>>
Siehe auch
Glossar: Akkord.
Notationsreferenz: Musik parallel notieren.
Schnipsel: Chords.
Referenz der Interna: ChordNames, ChordName, Chord_name_engraver, Volta_engraver, Bar_engraver.
Bekannte Probleme und Warnungen
Akkorde, die Umkehrungen oder zusätzliche Basstöne beinhalten, werden nicht richtig bezeichnet, wenn sie im Notenmodus notiert werden.
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Akkordbezeichnungen drucken ] | [ Nach oben : Akkorde anzeigen ] | [ Generalbass > ] | ||
Akkordbezeichnungen anpassen
Es gibt kein allein gültiges System zur Benennung von Akkorden. Unterschiedliche Musiktraditionen benutzen unterschiedliche Bezeichnungen für die gleichen Akkorde. Es gibt zusätzlich auch unterschiedliche Symbole, die für den gleichen Akkord angezeigt werden können. Die Bezeichnungen und dargestellten Symbole können angepasst werden.
Die Standardeinstellungen für die Symbole entsprechen den Konventionen im Jazz, wie sie von Klaus Ignatzek (siehe Literatur). vorgeschlagen wurden. Das Benennungssystem für die Akkorde kann verändert werden, wie weiter unten gezeigt wird. Ein alternatives Notationssystem für Jazzakkorde ist auch erhältlich. Die Ignatzek und die alternative Jazznotation finden sich in der Tabelle in Liste der Akkordbezeichnungen.
Zusätzlich zu den unterschiedlichen Bezeichnungssystemen werden
unterschiedliche Notenbezeichnungen für die Grundtöne.
Die vordefinierten Befehle \germanChords,
\semiGermanChords, \italianChords und \frenchChords
setzen diese Variablen. Die Auswirkungen werden im nächsten Beispiel
gezeigt.
Wenn keine der definierten Einstellungen zum gewünschten Ergebnis führt, kann die Anzeige des Akkordsymbols durch die folgenden Eigenschaften verändert werden:
-
chordRootNamer -
Das Akkordsymbol wird normalerweise als Buchstabe des Grundtons mit optionaler Alteration dargestellt. Die Interpretation einer Tonhöhe als Buchstabe wird von der
chordRootNamer-Funktion übernommen. Besondere Bezeichnungen, wie etwa im Deutschen H für einen H-Dur-Akkord (und nicht &bdq